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Glossar Baum Verarbeitung
I
Immission:
- Beschreibt den Prozeß der Zufuhr von umweltschädlichen Stoffen. Es ist die
Einwirkung der Emission, also emittierter Schadstoffe auf Mensch, Tier und
Pflanzen, nachdem in Luft, Wasser und/oder Boden die Schadstoffausbreitung
erfolgte. Hier sind chemische und physikalische Änderungen möglich.
Indikator:
- Stoff, der durch Farbwechsel eine chemische Reaktion anzeigt
Inhaltsstoffe:
- In den Zellen des Kernholzes, besonders in den Poren vorkommende
Substanzen; sie sind z.B. dunkelfarbig in Khaya, hellfarbig in Azobe oder hell
und dunkelfarbig in Merbau. Sie sind weich und stumpfen keine Werkzeuge.
Inhaltsstoffe:
- In den Zellen des Kernholzes, besonders in den Poren vorkommende
Substanzen; sie sind z.B. dunkelfarbig in Khaya, hellfarbig in Azobe oder hell
und dunkelfarbig in Merbau. Sie sind weich und stumpfen keine Werkzeuge (siehe
auch: Mineralische Einlagerungen).
Innenausbau:
- Bauteile, die in Gebäuden nur dem Raumklima ausgesetzt oder verwendet
werden, wo die Holzfeuchte unter der für eine Pilzentwicklung notwendigen Höhe
liegt
Insekten:
- Insekten befallen entweder nur ganz frisches oder nur trockenes Holz. Der
Angriff von Insekten kann durch vorherigen Befall von Pilzen begünstigt
werden. Unterschieden wird zwischen Frischholzinsekten, namentlich Borkenkäfer
und Holzwespe, sowie Trockenholzinsekten, zu denen der Hausbock gehört. Der
Hausbockkäfer wird im Volksmund auch Holzbock oder großer Holzwurm genannt.
Weiterhin gibt es Meerwasserschädlinge, wie den Schiffsbohrwurm oder die
Schiffsbohrmuschel und in den Tropen und Subtropen die Termiten.
Integrierter Pflanzenschutz:
- Kombination von biologischen, technischen, chemischen und physikalischen
Maßnahmen mit dem Ziel, chemische Pflanzenschutzmittel nur im Notfall dosiert
einzusetzen und dabei Nützlinge möglichst zu schonen.
Isotrop:
- Siehe Anisotrop
Itikirriburra-Balliholz:
- ein in Guyana vorkommendes hartes Holz unbekannter Abstammung, ist im Kern
dunkelbraun und tigerartig gefleckt und eignet sich für die Kunsttischlerei.
J
Jahrring:
- Das ist während eines Jahres vom Baum erzeugte Holzmasse, die in der Regel
im anatomischen Bau unterschiedlichen Zonen besteht: aus dem zuerst gebildeten
weicheren Frühholz und den schwereren, härteren und später gebildeten
Spätholz. Der Jahrring erscheint am Querschnitt als Ring.
Jakarandaholz:
- (Zuckertannenholz, Polisander, Polyxanderholz), eine dichte und schwere,
namentlich zu Furnieren wie auch Drechslerarbeiten viel gebrauchte
amerikanische Holzart, stammt hauptsächlich von der Bignoniazee Jacaranda
brasiliens, wahrscheinlich aber auch noch von verschiedenen anderen Bäumen.
Das rotbraune oder schwärzliche, von helleren und dunkleren roten Adern
durchzogene und sehr politurfähige Holz kommt aus den trockenen Wäldern des
inneren Brasilien, teils in Stämmen oder Blöcken, von denen der weiße,
ziemlich dicke Splint abgehauen ist, teils in Scheiten und zu Bohlen
geschnitten in den Handel. Je nach Färbung und Zeichnung unterscheidet man
gegen zehn verschiedene Sorten, von denen diejenigen, welche neben vielen
Schattenpartien auch schöne lichte Stellen zeigen, am höchsten geschätzt
werden. Das beste J. wird über Rio de Janeiro, eine zweite Sorte über Bahia
ausgeführt, während ein helleres ostindisches Vorkommen als geringwertiger
gilt.
Janebo-Hakenplatte:
- Janebo-Hakenplatten dienen zur Lastabtragung bei Neben-/
Hauptträgerkonstruktionen in Brettschicht-, und Nadelholz. Bei
Hauptträgeranschlüsse werden die Widerlagerformteile über Sondernägel an den
Hauptträger, die Hakenplatten über Stabdübel an den Nebenträger angeschlossen.
Die Hakenplatten werden mittig in die eingeschlitzten Köpfe der Nebenträger
eingelassen und in die Widerlager-Formteile eingehakt. Die Anschlüsse können
Querkräfte und Normalkräfte übertragen.
Japanlack:
- (Urushi), der Rohstoff für die berühmten japanischen Lackarbeiten (s.
lackierte Waren) besteht aus dem gereinigten Milchsafte des giftigen
Lackbaumes oder Firnissumachs, Rhus vernicifera, der in hervorragender
Beschaffenheit aus den Gegenden Yoshino und Aidzu geliefert wird. Der unter
dem Einflusse eines Enzyms (Lakkase) zu einer zähen, süßlich riechenden Masse
eingetrocknete Milchsaft hat ein spez. Gew. von 1,0020 - 1,0369 und enthält
neben 10 - 34 % Wasser, 1,7 - 3,5 % Stickstoffsubstanz und 3,0 - 6,5 % Gummi
ungefähr 60 bis 85 % einer Verbindung von der Formel C14H18O2, die von einigen
als eine Säure (Urushinsäure), von Tschirch als ein Harz (Urushin), von Miyama
als ein Phenol (Urushiol) angesehen wird. Außerdem sind noch geringe Mengen
einer flüchtigen Säure zugegen, die als Ursache der sog. Lackkrankheit gilt,
eines eigentümlichen Hautausschlages, der die Arbeiter bei unvorsichtigem
Hantieren mit dem feuchten Lack befällt.
Japanwachs:
- (lat. Cera japonica, frz. Cire de Japon, engl. Japan wax), richtiger
Japantalg genannt, findet sich in den Früchten einiger japanischer und
kalifornischer Sumacharten, namentlich Rhus succedanea, und wird in Form
harter, viereckiger Tafeln von hellgelber bis grünlicher Farbe und muscheligem
Bruch in den Handel gebracht. In chemischer Hinsicht besteht J. aus den
Glyzeriden verschiedener Fettsäuren, besonders Palmitin- und Japansäure,
enthält auch freie Palmitinsäure, hingegen keine Stearinsäure, und ist also
kein eigentliches Wachs, sondern ein Fett. Es dient als Ersatz des
Bienenwachses zur Herstellung von Kerzen und zur Verfälschung von Wachs.
Jarrahholz:
- Das von einer australischen Eukalyptusart stammende Holz, findet zu
Pflasterungszwecken und für Eisenbahnschwellen vielfache Anwendung, kann
hingegen als Ersatz des Mahagoniholzes, von dem es auch äußerlich verschieden
ist, in der feinen Möbeltischlerei nicht mit Vorteil benutzt werden. Es ist
deshalb neuerdings von der Zollbehandlung als Mahagoniholz ausgeschlossen und
unter die allgemeine Gruppe der Nutzhölzer eingereiht worden.
Joch:
- Konstruktion aus Pfählen um etwas abzustützen.
Judenholz:
- (Judenbaumholz, Cercisholz), das grüne, schwarzgeaderte Holz eines in den
Mittelmeerländern wachsenden Baumes, Cercis siliquastrum, dient zu
Tischlerarbeiten und Furnieren. Cercis canadensis in Kanada liefert ebenfalls
ein vortreffliches Nutzholz.
Jungbestandspflege:
- Pflege von gesicherten Kultüren und Dickungen bis zum Eintritt ins
Stangenholzalter. In der ersten Phase geht es vor allem darum, verdämmende
Konkurrenzpflanzen zurückzudrängen, später muss bereits eine
Standraumregulierung durch Aushieb schlechtwüchsiger oder kranker Bäume
erfolgen.
Juveniles Holz:
- Das im Zentrum des Stammes, in unmittelbarer Nähe der Markröhre, gebildete
Holz (nicht zu verwechseln mit der Markröhre oder dem Mark selbst).
Gekennzeichnet durch breite Jahrringe mit annormalen Eigenschaften. Kommt bei
Laub- und Nadelholz vor und im ungünstigsten Fall bis zu 10 Jahrringe
erfassen.
K
k-Wert:
- Maß für den Wärmeverlust
Kahlflächen:
- Durch Einschlag aller Bäume entstehen im Wald Kahlflächen. Nach dem
Landeswaldgesetz dürfen Kahlhiebe bei Laubbäumen erst ab Alter 70 und bei
Nadelbäumen ab 50 Jahren vorgenommen werden. Kahlflächen müssen innerhalb von
3 Jahren wieder bestockt werden.
Kakaralliholz:
- Ein schweres, hartes Holz, mit festem, dichtem Kern von Lecythis ollaria
in Englisch-Guyana, ist ein vortreffliches Bauholz, namentlich zu Wasserbauten
und zum Schiffsbau, da es dem Meerwasser sehr gut widersteht.
Kaktusholz:
- Das Holz des gemeinen Kaktus, Opuntia vulgaris, besteht aus zahlreichen
dünnen Lagen oder Blättern, deren Gefäßbündel zu einem weitmaschigen Netzte
vereinigt sind. Diese Blätter werden aus Algier nach Frankreich eingeführt und
dort unter dem Namen Bois de dentelle zu feinen Arbeiten, z. B. zum Auslegen
von Kästchen, Visitenkartenhaltern u. dgl. verarbeitet. Man kann das K. mit
Chlorkalk bleichen, beliebig färben und, nachdem es in Wasser gelegen, auch
biegen.
Kalkflecken:
- Meist graue oder fast weiße Flecken, die im Kernholz durch Zellen mit
hellfarbigen, meist nicht-mineralischen Inhalten entstehen, wie z.B. in
Afromosia, und bei Furnierhölzern als Fehler gelten.
Kaltdach:
- Bei einem Kaltdach befindet sich die Dämmschicht zwischen der
Tragkonstruktion. Dieser Aufbau wird häufig als zweischalige, hinterlüftete
Version ausgeführt. Ein Beispiel wäre eine Deckenkonstruktion eines
Flachdaches mit einer Balkenlage. Die Dämmschicht befindet sich hier zwischen
den Balken. Darüber eine Hohlschicht für die Belüftung, dann die abdichtende
Dachhaut.
Kaltkleber:
- Klebstoffe, deren Aushärttemperatur bei Raumtemperatur (20°C) liegt
Kambium:
- Die dünne Schicht aus lebenden, meristematischen (sich vermehrenden)
Zellen zwischen Rinde (Pholem) und Holz (Xylem), die durch ständige Teilung
nach außen neue Rindenzellen und nach innen neue Holzzellen bilden. Sie
bewirken das Dickenwachstum verholzender Pflanzen.
Kamholz:
- (Angolaholz, engl. Cam-wood), eine dem Sandelholz ähnliche, von Baphia
nitida abstammende Sorte Rotholz erhält man aus Sierra Leone und Berbice in
viereckigen Blöcken, die frisch gespalten fast farblos sind, an der Luft aber
bald dunkelrot werden. Eine andere, unter dem Namen Cam-wood gehende Sorte
stammt von einer Thespesiaart und wird auch Gabonholz genannt.
Kamm:
- Holzverbindung / Doppel-, Kreuz-, Schwalbenschwanz-, Eckkamm
Kammacher:
- Handwerkliche Sonderqualifikation. Aus Horn -auch Schildpatt- werden im
Spiralschnitt Rohlinge geschnitten, das Thermoplastische Material gerade
gerichtet und die Kammzinken gesägt.
Kammertrocknung:
- technische Trocknung von Frischholz
Kanneluren:
- (sumer., babylon., grieh., lat.) Senkrechte Rillen. Hohlkehlen an einem
Säulenschaft.
Kannelüren:
- (sumer., babylon., grieh., lat.) Senkrechte Rillen. Hohlkehlen an einem
Säulenschaft.
Kantel:
- Zuschnitt von quadratischem Querschnitt beliebiger Länge. Nicht zu
verwechseln mit Kanthölzern, die vom Stamm für Bauaufgaben geschnitten werden,
z.B. Halb-, Kreuzhölzer.
Kantholz:
- Schnittholz von quadratischem oder rechteckigem Querschnitt mit einer
Seitenlänge von mindestens 60 mm; die größte Querschnittsseite ist höchstens
dreimal so groß wie die kleine. (Ist die größere Querschnittsseite mindestens
200 mm breit, so spricht man von Balken.)
Karnies:
- Ein S-förmiges Profil, das auch bei ungleicher Bogenform so bezeichnet
wird.
Kastanienholz:
- Das gelblichbraune, dunkelschattierte Holz der echten Kastanie, ist dem
Eichenholz etwas ähnlich, aber oft rissig. Es schwindet und quillt nicht,
nimmt eine schöne Politur an und wird als wertvolles Nutzholz verwendet.
Besonders gut eignet es sich zu Faßstäben für Weinfässer, die von Italien nach
Frankreich und England ausgeführt werden. In Oberitalien wird viel K. als
Schlag- oder Unterholz gezogen, da das hierbei erhaltene Stangenholz sehr
geeignet zu Hopfenanlagen und Weinpfählen ist.
Katalysator:
- Stoff, der eine chemische Reaktion auslöst ohne sich selbst dabei zu
verändern.
Kehlbalken:
- Konstruktionsteil, horizontal zur Dachaussteifung und als
Zwischendeckenebene
Kehlbalkendach:
- Dachkonstruktion bei der die Kehlbalken eine tragende Funktion ausüben,
die Sparren sind am First mit einer Fistbohle verbunden
Kehlbalkendach:
- Kehlbalkendächer werden in der Regel bei Dachneigungen zwischen 30° und
50° angewendet. Bei dem verschieblichen Kehlbalkendach wird die Kehlbalkenlage
nicht ausgesteift. Der Kehlbalken dient als Druckstab und bei ausgebautem
Dachgeschoss als Deckenträger. Ist die Kehlbalkenlage der Abschluss gegen das
nicht ausgebaute und nicht gedämmte Dachgeschoss, sind die Kehlbalken meistens
nicht nach der statischen Beanspruchung sondern nach der erforderlichen
Dämmdicke zu dimensionieren. Beim unverschieblichen Kehlbalkendach wird die
Kehlbalkendecke ausgesteift, indem eine Scheibe ausgebildet wird.
Kehlbohle:
- Kehle mit aufgelegter Bohle (Sparren laufen durch), Anwendung bei Gauben
href="http://www.zimmererforum.de.">www.zimmererforum.de.
Keilwinkel:
- Der Winkel zwischen der Spanfläche und der Freifläche einer
Messerschneide, üblicherweise mit dem griechischen Buchstaben beta bezeichnet.
Kerbe:
- Bundzeichen
Kernholz:
- Der vom Splintholz ringförmig umgebene und sich durch eine oft dunklere
Färbung abhebende innere Teil des Stammes. Das Kernholz ist stets
widerstandsfähiger gegen Pilzbefall als das Splintholz, besitzt geringeren
Wassergehalt und höhere Festigkeit, Dichte und Dauerhaftigkeit.
Kernholz:
- Der vom Splintholz ringförmig umgebene und sich durch eine oft dunklere
Färbung abhebende innere Teil des Stammes. Das Kernholz ist stets
widerstandsfähiger gegen Pilzbefall als das Splintholz, besitzt geringeren
Wassergehalt und höhere Festigkeit, Dichte und Dauerhaftigkeit (siehe auch:
Witterungsfestigkeit).
Kernholzbäume:
- Kernholzbäume besitzen eine regelmäßige Farbkernbildung. Der Splint ist
feuchter als der Kern. Zu den Kernholzbäumen gehören Nadelbäume, wie Kiefer
und Lärche oder Laubbäume, wie die Eiche.
Kernmaß:
- Maß des inneren Kerns eines Gewindes. In der Tiefe gemessener Durchmesser
von Profilfolgen.
Kernreifholzbäume:
- Zwischen Farbkern und Splint liegt eine Übergangszone. Zu den
Kernreifholzbäumen gehören die Ulme (Rister) und die Esche.
Kernrisse:
- Auch Markrisse, Strahlenrisse genannt, gehen vom Mark aus und folgen dem
Verlauf der Holzstrahlen.
Kernstoffpartikel:
- In den Zellen des Kernholzes, besonders in den Poren vorkommende
Substanzen; sie sind z.B. dunkelfarbig in Khaya, hellfarbig in Azobe oder hell
und dunkelfarbig in Merbau. Sie sind weich und stumpfen keine Werkzeuge (siehe
auch: Mineralische Einlagerungen, Inhaltsstoffe).
Kerve:
- (Klaue) Kerbe oder Sattel
Kesseldruckimprägnierung:
- chem. Holzschutz, wird bei stark bewitterten Hölzern angewendet sowie in
der Schwammsanierung
Kettenhaus:
- Kettenhaus werden Reihenhäuser genannt, die nicht Wand an Wand, sondern
durch eine Garage bzw. Wintergarten o.ä. getrennt sind
Kiefernholz:
- (Föhrenholz), das Holz verschiedener Arten der Gattung Pinus. 1. Das
gemeine Kiefernholz, von Pinus silvestris, besitzt eine gelblichweiße Farbe
mit braunrotem, verschwindend kleinem Mark, zahlreichen Holzporen und
regelmäßigem, engmaschigem Holzgewebe. Es ist leicht, sehr harzreich und läßt
sich unter allen Nadelhölzern am wenigsten gerade spalten. Gegen
Witterungseinflüsse zeigt es große Widerstandskraft und wird zu Grubenbauten
in Bergwerken, Brunnenröhren, Balken und namentlich zu Fensterrahmen benutzt.
2. Schwarzföhrenholz, von der österreichischen Kiefer, Pinus laricio var.
austriaca, unterscheidet sich von dem vorigen nicht wesentlich. 3. Arvenholz,
Zirbelkiefernholz, das dichte, rötliche und wohlriechende Holz von Pinus
cembra, kommt nur aus den Alpen und wird viel als Schnittholz verwendet. 4.
Knieholz, Krummholz, Zwergkiefernholz, von der nur im Hochgebirge vorkommenden
Krummholzkiefer, Pinus pumilio, mit auf der Erde liegendem, hin und her
gebogenem Stamm und Ästen, ist sehr dicht und fest, rotbraun mit weißem Splint
und wird vielfach zu Holzschnitzereien verwandt.
Kieseleinlagerungen:
- Meist nur mit dem Mikroskop erkennbare Teilchen, die häufig aus Kiesel
(SiO2) oder Karbonaten bestehen. Sie sind für bestimmte Arten
charakteristisch, wie z. B. für Kosipo, und können bei der Bearbeitung des
trockenen Holzes die Werkzeuge stärker stumpfen. Vereinzelt können auch grobe,
steinartige Einlagerungen vorkommen und Werkzeuge erheblich beschädigen.
(siehe auch: Kalkflecken, Kernstoffpartikel).
Kirschbaumholz:
- Das Holz des Kirschbaumes, Prunus Cerasus, ist gelblichrot bis rotbraun,
bei manchen Arten grünbraun, gestreift und geflammt, sehr fest, ziemlich hart
und feinfaserig und hat ziemlich ansehnliche Spiegel. Es läßt sich leicht
bearbeiten und durch Beizen dem Mahagoniholze ähnlich machen. Das Holz alter
Bäume ist ein vortreffliches Tischlerholz, hat jedoch die unangenehme
Eigenschaft, mit der Zeit blasser zu werden, welchem Übelstande man aber durch
Behandlung mit Kalkwasser begegnen kann.
Kitt:
- Pastöser Dichtstoff, der je nach Zusammensetzung sowohl hart als auch
elastisch aushärten kann und neben der Dichteigenschaft auch
Klebeeigenschaften haben kann
Klafter:
- Altes Raummaß für Schichtholz, insbesondere Brennholz. Entspricht je nach
Gegend 3 oder 4 Raummetern (Ster). Im amerikanischen Sparchraum enthält ein
Standard-Klafter rund 3,5 Raummeter (entspricht etwa 2,2 Festmeter).
Klafter:
- Altes Raummaß für Schichtholz, insbesondere Brennholz. Entspricht je nach
Gegend 3 oder 4 Raummetern (Ster). Im amerikanischen Sparchraum enthält ein
Standard-Klafter rund 3,5 Raummeter (entspricht etwa 2,2 Festmeter).
Klammern:
- Klammern werden bei Holzbauteilen aus Nadelholz (NH) und
Holzwerkstoffplatten aus Nadelholz verwendet. Ohne Bauaufsichtliche Zulassung
(BAZ) aber mit Prüfbescheinigung dürfen Klammern auf Abscheren und kurzfristig
auf Herausziehen (z.B. bei Windsog) beansprucht werden. Bei einer ständigen
Beanspruchung auf Herausziehen (z.B. durch untergehängte Decken) bedürfen die
Klammern einer Bauaufsichtlichen Zulassung. Der Winkel zwischen Klammerrücken
und Holzfaserrichtung sollte >= 30° betragen, um den max. zulässigen
Abscherwert zu erreichen. Klammern können mit geeigneten Geräten durch
Druckluft eingetrieben werden.
Klaue:
- (Kerve) Sparren-, First-, Fußkerve
Klauenschifter:
- Schifter, der mit einer Klaue am Grat- oder Kehlsparren angeschlossen
wird.
Kleb-Dichtstoffe:
- Klebstoffe, die zusätzlich als elastische Dichtstoffe wirken
Klebefläche:
- Die zu klebende oder verklebte Fläche der Fügeteile
Klebefuge:
- Spalt (Raum) zwischen den Fügeteilen
Klebeschicht:
- Die auf eine Klebefläche aufgetragene Klebstoffschicht
Klebstoff:
- Oberbegriff für nichtmetallische Stoffe, wie z.B. Leim, Kunstharz, Zement
oder Kleister, die gleiche oder verschiedenartige Fügeteile durch
Flächenhaftung (Adhäsion) und innere Festigkeit (Kohäsion) miteinander
verbinden können.
Klebstoff-Film:
- Die auf eine Klebefläche aufgetragene Klebstoffschicht
Klebstoffschicht:
- Zwischen den Fügeteilen befindlicher Klebstoff
Kluppe:
- Gewindeschneidkluppe. Für jeweils ein bestimmtes Gewinde eingerichtetes
Schneidwerkzeug mit gegenständigen Griff, war früher oft Drechselerselbstbau.
/ Bezeichnung für Meßwerkzeug, z.B. für Stämme im Wald, ähnlich einem
Meßschieber.
Klöbebock:
- Kloben = Eisenhaken, auch: grobes Holzstück, klöben = auseinanderkeilen. /
Bockartiges Bankgestell mit beweglichem Klemmarm, der durch Fußdruck das
Material auf der Bank festhält, damit man es mit dem Zieheisen vorrunden kann.
Knagge:
- Wiederlager
Knagge:
- Sind tragende bzw. verstärkende, dreieckförmige Holzstücke oder
Metallformteile, vorwiegend am unteren oder oberen Pfosten anstatt eines
Kopfbandes. Des weiteren dienen Knaggen zur Kippsicherung bzw. zur Sicherung
gegen Abrutschen von Sparrenpfetten.
Knauf:
- Bezeichnung für ein Endprofil(!), meist in gedrückter Kugelform.
Kniestock:
- siehe Drempel
Kniestocktüren:
- Diese nützlichen und preiswerten Türen werden unter Dachschrägen
eingesetzt. Sie verschließen kleine Stauräume.
Kohäsion:
- Bindekraft innerhalb der Klebstoffschicht
Konditionieren:
- Nachvergütung des Trocknungsgutes am Ende einer Holztrocknung, um noch
bestehende Feuchteunterschiede und Trocknungsspannungen auszugleichen. Bei
Spanplatten Reklimatisierung, d.h. gesteuerte Abkühlung (anstelle der
sofortigen Heißstapelung) der fertiggepreßten Platten.
Konfluentes Parenchym:
- Anordnung von Längsparenchymzellen auf dem Hirnschnitt in Form von mehr
oder weniger tangentialen Bändern (siehe auch Bandparenchym).
Koniferen:
- Gleichbedeutend mit Nadelbäumen.
Koniferen:
- Gleichbedeutend mit Nadelbäumen
Konstruktionsholz:
- nach Festigkeit klassifiziertes Holz für den Bau von lasttragenden Teilen
Konstruktionsvollholz (KVH):
- Konstruktionsvollholz ist ein veredeltes Bauschnittholzerzeugnis. Durch
gezielte Wahl des Einschnitts und durch technische Trocknung wird eine hohe
Formstabilität erreicht und die Rissbildung minimiert. Zusätzliche und
gegenüber DIN 4074-1 verschärfte Sortierkriterien tragen dazu bei, ein hohes
Maß an Funktionstauglichkeit sowie hochwertige Oberflächen für die sichtbare
Anwendung zu gewährleisten. Die zulässige Holzfeuchte beträgt bei KVH 15 +/- 3
%. Durch diese geringe Holzfeuchte ist das Biege-E-Modul auf 10 % gegenüber
Nadelholz S10 zu erhöhen.
Kontaktklebezeit:
- Zeitspanne eines Kontaktklebers, innerhalb der die scheinbar trockenen
Klebstoffschichten noch miteinander verbunden werden können (offene Zeit)
Konterlattung:
- Die Konterlattung ist der Teil einer Unterkonstruktion, der u. a. die
Aufgabe hat, die anfallenden Lasten von der Lattung in die tragende
Unterkonstruktion weiterzuleiten.
Konus:
- (lat.) Pinienzapfen. Körper in Form eines Kegels oder Kegelstumpfes, im
Drechselerhandwerk eher ausschließlich sehr flach verlaufend.
Konvektion:
- Als Konvektion bezeichnet man den Transport von Feuchtigkeit, die in der
Luft gelöst ist (Wasserdampf). Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als
kühlere. Wenn Luft sich abkühlt, wird Wasserdampf durch Kondensation
abgegeben. Für das Bauwesen birgt die Konvektion eine große Gefahr. Wenn die
Außenhülle eines Gebäudes (Dach und Wand) nicht luftdicht ist, "durchströmt"
die Luft die Wand an dieser Stelle von innen nach außen. Dabei wird auch die
in der Luft gelöste Feuchtigkeit mittransportiert. Im Querschnitt der Wand
wird es von innen nach außen kühler. So kann es passieren, dass die Luft an
einer bestimmten Stelle den Wasserdampf abgeben muss und zwar in Form von
Wassertropfen. Auf diese Art und Weise kann Feuchtigkeit in die Wände gelangen
und dort Schäden anrichten. Die meisten Feuchteschäden im Holzrahmenbau
entstehen durch Konvektion.
Kopfband:
- schräges Kantholz (auch Büge). Wird für Aussteifungen an Fachwerkwänden
benutzt.
Korallenholz:
- (frz. Corail végétal), das harte, schönfarbige Holz von Adenanthera
pavonina, einem auf Madagaskar und Réunion heimischen Baume aus der Familie
der Papilionazeen, wird in der Kunsttischlerei verwandt.
Kork:
- Millionen eingeschlossene Luftzellen im Kork machen ihn weich und
elastisch. Kork gibt es oberflächenbehandelt und versiegelt. Nicht behandelter
Kork kann gewachst, geölt oder lackiert werden. Der Boden wird vollständig mit
dem Unterboden verklebt, ab der Stärke von 13 mm kann er auch mit Nut &
Feder Verbindung "schwimmend" verlegt werden.
Kork:
- (Pantoffelholz, lat. Suber, frz. Ličge, engl. Cork) nennt man das
eigentümliche Gewebe, das in der Rinde vieler Gewächse mit zunehmendem Alter
an die Stelle der Epidermis tritt und durch vielfach wiederholte Querteilung
der unter der Oberfläche liegenden Zellen entsteht. Es setzt sich aus
lückenlos aneinandergefügten Zellen von meist rechtwinkliger Form zusammen,
die mit Luft gefüllt sind, und deren Wandungen von einem Umwandlungsprodukt
der Zellulose, dem für Wasser und Gase schwer durchlässigen Korkstoff
(Suberin) gebildet werden. Der letztere enthält neben Fetten besonders einen
wachsartigen Körper, das Korkwachs oder Cerin. In technisch verwertbarer Menge
findet sich der K. nur bei der Korkeiche, deren Rinde schon im Altertum zu
denselben Zwecken benutzt wurde wie heute. Diese in den westlichen
Mittelmeerländern heimische Eiche kommt in zwei Arten, Quercus suber und Q.
occidentalis, vor, von denen die erstere den besseren Kork liefert. Der
immergrüne Baum wächst auf trockenen Anhöhen in lichtem Stand und bildet
kleinere oder größere Wälder, besonders in Spanien, Portugal, Algier und
Tunis. Auch in den bergigen Teilen Südfrankreichs und auf Korsika findet sich
die Korkeiche. Die in Mittelitalien und der Provence vorkommende Abart,
Quercus Pseudo-Suber, liefert nur K. geringerer Güte. Sobald die Bäume bei
einem Alter von 15 - 20 Jahren 20 - 30 cm dick geworden sind, wird zunächst
die obere harte Schicht, der sog. männliche Kork (Ličge mâle), in der Weise
entfernt, daß die noch teilungsfähige, korkbildende Schicht (Mutterkork)
erhalten bleibt. Sie bildet eine neue Lage von elastischem weiblichen K.
(Ličge femelle), die nach Verlauf von etwa zehn Jahren abgeschält werden kann.
Sie ist zwar weniger rissig als der männliche K., gibt aber noch keine
besonders gute Korkmasse. Eine brauchbare Handelsware wird vielmehr erst bei
der dritten Schälung erhalten, und von da an verfeinert sich die Güte
beständig, bis der Baum ein Alter von 100 - 150 Jahren erreicht hat. Die
losgelösten, mehr oder weniger gebogenen, 5 - 20 cm dicken Korkplatten werden
nach oberflächlichem Abputzen in heißem oder kaltem Wasser erweicht, darauf
durch Beschweren mit Steinen flach gedrückt und an der Luft getrocknet. In
manchen Gegenden Spaniens zieht man die Korkschwarten auch wohl durch
Flammenfeuer, wodurch die Masse innerlich gebräunt und äußerlich angesengt
wird. Hiermit soll durch Schließung der Poren und Abhaltung von Wurmfraß eine
Verbesserung verbunden sein, doch wird dadurch bisweilen auch eine schlechte
Beschaffenheit verdeckt. - Der K., der um so höher geschätzt wird, je feiner
und gleichmäßiger er ist und je weniger Risse und Hohlräume er zeigt, enthält
neben 75 % Suberin etwa 4 - 5 % Wasser, 0,3 - 0,5 % einer manganreichen Asche
und geringe Mengen von Stickstoffsubstanz, Cerin, Gerbsäure, Phlorogluzin usw.
Sein spez. Gew. beträgt 0,12 - 0,15. - Von den zahlreichen Handelssorten wird
der helle, weiche andalusische und der härtere, rötliche katalonische K.
besonders geschätzt. An zweiter Stelle sind die französischen und die sehr
großen Erträge Algiers (5 Mill. Kilogramm jährlich, allein in der Provinz
Constantine 400.000 ha bebaut) zu nennen, während die Zufuhren aus Korsika,
Italien, Sizilien und die sehr minderwertigen Sorten aus Istrien und Dalmatien
nicht als Flaschenkorke, sondern nur als Fischerkorke (Schwimmkorke) benutzt
werden können. - Die Hauptverwendung findet der K. zu Korkstopfen (Stöpseln,
Pfropfen, lat. Subera, frz. Bouchons, engl. Corks), die früher aus den
Ursprungsländern, besonders Spanien, fertig geschnitten zu uns kamen, jetzt
aber in steigendem Maße aus eingeführten Platten in England, Frankreich
(Bordeaux) und Deutschland geschnitten werden. Hauptort der deutschen
Korkschneiderei ist Delmenhorst in Oldenburg, daneben gibt es in Bremen,
Sachsen (Raschau bei Schwarzenberg), Thüringen und Wien bedeutende Fabriken.
Das Schneiden erfolgt entweder, wie bei der feineren Ware, mit der Hand, oder
bei Massenware mit Maschinen. Beim Schneiden mit der Hand, das teuerere, aber
wegen Vermeidung schadhafter Stellen auch bessere Ware liefert und vielfach
(bei Delmenhorst) als Heimarbeit betrieben wird, zerlegt man die, wenn nötig,
in Wasser eingeweichten und äußerlich ťabgeborktenŤ Platten, indem man sie
über das festgeklemmte Messer hinwegzieht, in Streifen und letztere in Würfel.
Mulmige und sonst fehlerhafte Stellen werden ausgeschnitten, auch muß darauf
geachtet werden, daß die mit lockerem Parenchym und Steinzellen (Lentizellen)
erfüllten dunklen Streifen, den Stopfen quer durchsetzen. Nur bei den großen
Spunden, bei denen dies nicht möglich ist, verlaufen diese Streifen senkrecht.
Das Rundschneiden der Würfel endlich erfolgt in ähnlicher Weise, wie man einen
Apfel schält und erfordert große Geschicklichkeit des Arbeiters, der stündlich
bis zu 150 Stopfen fertigstellen kann. Alle mit der Hand geschnittenen Korke
sind daran zu erkennen, daß ihr Querschnitt nicht kreisrund, sondern schwach
kantig ist. Von den zahlreichen Korkschneidemaschinen, die das Fünffache der
Handarbeit leisten, besteht diejenige des Franzosen Moreau aus stählernen
Röhren nach Art der Korkbohrer, diejenige von Bothius in Stockholm und von
Köhler in Kopenhagen aus Abschälmaschinen, Stückschneidemaschinen,
Rundschneidemaschinen, Schleifmaschinen, Sortier- und Zählapparaten. Die
Maschinenkorke sind in der Regel kreisrund, werden aber zur Vortäuschung der
besseren Handschnittkorke bisweilen auch kantig geschliffen und zur
Verschließung der Poren mit Korkstaub eingerieben. Neben den früher
bevorzugten konischen (ťspitzenŤ), finden neuerdings mehr und mehr die besser
schließenden zylindrischen (ťgeradenŤ) Korken, besonders als
ťChampagnerkorkeŤ, Eingang. Als gebräuchlichste Handelssorten sind anzuführen:
Spunde (für Fässer und Glasballone), Stöpsel (Weinkorke) und Medizinstöpsel
oder Mixturkorke in etwa zehn Nummern. Als Zeichen besonderer Güte gilt die
helle Farbe, hohe Elastizität sowie das Fehlen von Löchern und Wurmfraß. Zu
ihrer Prüfung empfiehlt der Verband deutscher Korkindustrieller die in Wasser
gelegten Stopfen einige Stunden einem Druck von 4 - 5 Atmosphären auszusetzen,
wobei nur die guten K. weiß, fest und glatt bleiben, während die schlechten
Veränderungen erleiden. Um die Korken geschmeidig zu machen, werden sie
entweder in kaltem Wasser eingeweicht, oder längere Zeit in feuchter Luft auf
150° erhitzt, oder auch wohl mit wäßrigen Invertzuckerlösungen getränkt. Zur
Erhöhung der Elastizität ist Bleichung mit Oxalsäure oder Chlorkalk und
Schwefelsäure oder Kaliumpermanganat und Natriumbisulfit empfohlen worden.
Durch Kochen in Harzen und Ölen oder durch Eintauchen in Leimlösung mit Zusatz
von etwas Tannin oder Kaliumdichromat werden die K. wasserdicht, durch
Einbringen in eine Lösung von Gelatine und Glyzerin und nachheriges Überziehen
mit Paraffin säurefest. Die Wiederverwendung von Altkorken setzt eine
sorgfältige Behandlung mit Chemikalien voraus und ist aus hygienischen Gründen
durch die sächs. Ministerialverordnung vom 12.VIII.1909 gewissen
Einschränkungen unterworfen. - Neben den Stopfen findet der Kork in dünnen
Platten Anwendung zu Einlegesohlen, zu Korkpapier für Zigarettenmundstücke und
Huteinlagen, zu Amboßunterlagen, zur Herstellung profilierter Gebilde und
ganzer Fässer. Weniger gute Stücke dienen zur Herstellung von Schwimmern für
Fischernetze, Ankerbojen, Schwimmgürteln und Rettungsbooten. Die beim
Schneiden erhaltenen Korkabfälle, deren Menge bis zu 65 % des Rohstoffes
ausmachen, werden gemahlen und als Packmaterial, als Isoliermittel, zum
Stopfen von Kissen und Matratzen sowie zur Herstellung von Korkkohle (Spanisch
Schwarz) für Druckerschwärze benutzt. Einen großen Aufschwung hat neuerdings
die Erzeugung von Linoleum (s. d.), von Korkstein und anderen Fußbodenbelägen
genommen. Sie bestehen in der Regel aus Mischungen von geröstetem Korkmehl mit
Kalk, Ton, Gips oder Zement, bisweilen auch unter Zusatz organischer
Bindemittel wie Pech, Teer, Asphalt u. dgl. Kamptulikon (Kortizin) ist ein zu
Platten gewalztes Gemisch von Korkmehl mit Kautschuk, Guttapercha oder
eingedicktem Leinöl. - Die Gesamteinfuhr an Korkholz nach Deutschland betrug
1912 mehr als 206.000 dz im Werte von über 10 Millionen M., die Einfuhr an
Korkstopfen und -waren 18.000 dz (5 Mill. M.), die Ausfuhr 60.000 dz (4,8
Mill. M.).
Korkersatz:
- oder Kunstkork wird aus Korkmehl unter Zusatz von Bindemitteln wie
Nitrozellulose, Kasein, Eiweiß, Kollodium, Viskose, Glyzerin, Mineralöl, Kalk
und Borsäure hergestellt; doch scheint nur der Suberit, ein Erzeugnis aus
Korkmehl, Nitroglyzerin und Rizinusöl, praktische Bedeutung erlangt zu haben.
Als ziemlich brauchbar soll sich auch das durch Einwirkung von Azetylen auf
Kupfer- oder Nickeloxyd hergestellte Kupren erwiesen haben, das wahrscheinlich
aus kupferhaltigen Kohlenwasserstoffen besteht. Für gewisse Zwecke, z. B. die
Herstellung von Linoleum, hat man auch die Verwendung von Holz- oder
Rindenmehl, Holunder- oder Sonnenblumenmark und pulverisierten Baumschwämmen
empfohlen. Als Ersatz für Korkstopfen können sie nicht in Betracht kommen.
Koromandelholz:
- (Calamanderholz), ein dem Ebenholz ähnliches Nutzholz von der Insel
Zeylon, stammt von Diospyros hirsuta.
Korrosionsfäule:
- Holzzerstörung durch bestimmte Pilze bzw. Pilzgruppen, die teils Cellulose
und Lignin gleichzeitig, teils zuerst das Lignin und dann die Cellulose
zersetzen. Im ersten Fall entsteht eine gleichmäßige weißlich-graue
Verfärbung, im letzteren eine unregelmäßige, örtlich begrenzte loch- oder
streifenförmige weißliche Verfärbung; dann spricht man auch von Weißlochfäule
(siehe auch Braunfäule).
Krautschicht:
- Nicht verholzende Waldpflanzen wie Waldmeister oder Springkraut.
kriechen:
- Ein last- und/oder zeitabhängiges Verformungsverhalten von
Polymerschichten. Eine solche Klebeschicht erfährt auch unter ruhender
Beanspruchung eine Formveränderung. Bei Belastung nimmt die Formveränderung
der Klebstoffschicht infolge des Kriechens allmählich zu
Krummschäftigkeit:
- Stämme, bei denen die Fasern stark vom Normalwuchs abweichen, sind
krummschäftig. Am Baum zeigt sich Krummschäftigkeit in verschiedenen Formen,
z.B.. als Schlangenwuchs, Säbelwuchs, Bajonettwuchs oder Posthornwuchs. In der
Regel ist die Ursache Wildfraß. Die Spitzenknospe wurde am jungen Baum durch
Wild zerstört, und eine Seitenknospe übernahm das Längenwachstum. Die Stämme
wachsen nach einer Seitenbiegung wieder senkrecht. Weitere Ursachen für
Krummschäftigkeit können auch Windeinwirkung, Schneebelastung,
Bodenverschiebungen oder ungünstige klimatische Verhältnisse sein.
kröpfen:
- auf Gehrung geschnitten
Krüppelwalm:
- kleiner Walm im Giebel
Krüppelwalmdach:
- Das Krüppelwalmdach erhält man, wenn die Giebel des Satteldaches durch
schräge Dachflächen ersetzt werden. Statt des ganzen Giebels ist nur die
Giebelspitze abgewandt.
Kuhfuß:
- Nageleisen, Brecheisen
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Kultur:
- Durch Saat oder Pflanzung künstlich begründeter Wald.
Kulturpflege:
- Dazu gehört die Beseitigung unerwünschter Konkurrenzpflanzen. Aus
ökologischen und ökonomischen Gründen wird die Entnahme solcher Pflanzen
jedoch auf das absolut Notwendige beschränkt. Darüber hinaus ist eine hohe
Pflanzenvielfalt auf Kulturflächen erwünscht.
Kumaronharz:
- nennt man harzartige Stoffe, die bei der Wäsche des Schwerbenzols mit
Schwefelsäure entstehen, ursprünglich als lästige Schmiere (bis 1906) einfach
verfeuert, dann zur Herstellung von Feueranzündern benutzt wurden und später
im Kriege eine ungeheure Bedeutung als Harzersatz gewonnen haben. In
chemischer Hinsicht sind sie Mischungen von Kondensationsverbindungen des
Indens (C18H16) und des Kumarons (C16H12O2), zwei im Steinkohlenteer
enthaltenen Flüssigkeiten vom Siedepunkt 181° und dem spez. Gew. 1,008,
enthalten weder Säuren noch verseifbare Stoffe und nehmen in dünner Schicht
Sauerstoff aus der Luft auf (verharzen). K. kommen sowohl in öligem bis
teerartigem Zustande als Firnisersatz, wie in fester Form für Lack und
Sikkativ in den Handel. Die letzteren werden nach dem Erweichungspunkt in
springhart (über 50°), hart (40 - 50°), mittelhart (30 - 40°), weich (unter
30°) unterschieden. Obwohl die K. die Eigenschaften der Naturharze nur in
beschränktem Umfange zeigen und insbesondere über den Erweichungspunkt von 65°
(Kolophon 100°) nicht hinauskommen, haben sie doch zum Leimen von Papier sowie
gemischt mit trocknenden Ölen in der Lackindustrie wertvolle Dienste
geleistet. Die Höhe der Erzeugung soll 600.000 t im Jahre betragen.
Kunstharz:
- Künstliche Adhäsionsvermittler bei Klebstoffen sowie Komponente bei
Reaktionsklebstoffen (Phenolharze, Epoxidharze, Polyesterharze
Kurzbrüchigkeit:
- Bezeichnung für brüchiges Kernholz, eine im inneren Stammbereich liegende
Zone kurzbrüchigen Holzes, auf Querschnitten häufig durch eine ausbrechende
Oberfläche erkennbar. Diese Kurzbrüchigkeit kann besonders in starken Stämmen
leichter bis mäßig schwerer tropischer Holzarten auftreten und die
Verwendbarkeit derartiger Kernholzteile wesentlich einschränken.
Kurzbrüchigkeit:
- Bezeichnung für brüchiges Kernholz, eine im inneren Stammbereich liegende
Zone kurzbrüchigen Holzes, auf Querschnitten häufig durch eine ausbrechende
Oberfläche erkennbar. Diese Kurzbrüchigkeit kann besonders in starken Stämmen
leichter bis mäßig schwerer tropischer Holzarten auftreten und die
Verwendbarkeit derartiger Kernholzteile wesentlich einschränken
KVH:
- Konstruktionsvollholz, Stöße keilgezinkt verleimt, getrocknet 15 ą 3 %,
übliche Sortierkl. MS10 und MS13, gehobelt und gefaßt, es wird unterschieden
in sichtbare (Si) und nicht sichtbare (Nsi) Qualität; Verdrehungen, Risse und
sonstige otische Mängel sind durch die Einschnittart minimiert
Kämpfer:
- Waagerechtes Querholz bei Fenstern mit Oberlicht, dient als waagerechter
Anschlag für die Fensterflügel.
Königsäule:
- Mittelsäule bei Türmen
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Körnung:
- Körnung des Schleifpapieres. / Eine mit einem Körner eingeschlagene Marke,
Narbe. / Eine eingedrehte, vertiefte, negative Kegelform (45°).
Künstliche Trocknung:
- Im Gegensatz zur Freilufttrocknung verläuft die künstliche Trocknung, auch
technische Trocknung genannt, unter künstlichen Klimabedingungen, meist in
Kammern oder Durchlaufkanälen. Durch entsprechende Steuerung oder Regelung des
Klimas können wesentlich niedrigere Endfeuchtigkeiten und kürzere
Trocknungszeiten erreicht werden als bei der Freilufttrocknung. Häufig -
insbesondere bei stark dimensioniertem Schnittholz - erfolgt Vortrocknung im
Freien und anschließend künstliche Trocknung (siehe auch: Entspannen).
Künstliche Verjüngung:
- Begründung eines jungen Waldes durch Pflanzung oder Saat.
L
Lacke:
- (lat. Lacca, frz. Laques oder Vernis, engl. Lac oder Varnish). Mit diesem
Namen belegt man, abgesehen von einigen natürlichen Harzen wie Stocklack oder
Schellack (s. d.), dem Japanlack (s. d.) und einigen Lackfarben (s. d.),
sowohl Auflösungen von Harzen in leicht flüchtigen Flüssigkeiten, die sog.
flüchtigen oder mageren Lacke, als auch Mischungen der letzteren mit fetten
Ölen, Harzölen oder Firnis, die sog. Lackfirnisse, fetten oder Öllacke. Im
gewöhnlichen Leben werden die Begriffe Lack und Firnis häufig verwechselt oder
als völlig gleichbedeutend gebraucht, so daß vielfach nur mit Firnis oder
Ölfarbe gestrichene Gegenstände als lackierte in den Handel kommen.
Charakteristisch für einen wahren Lack ist aber immer sein Gehalt an Harz. Als
Harze kommen besonders Bernstein, Dammar, Kopal, Kolophonium sowie neuerdings
Kunstharze (s. Harz), als Lösungsmittel Äther, Alkohol, Amylalkohol,
Amylazetat, Azeton, Benzin, Benzol, Kampferöl, Rosmarinöl, Terpentinöl in
Betracht. Beim Überstreichen der Gegenstände verflüchtigt sich das
Lösungsmittel und das Harz bleibt als dünner durchsichtiger oder bei Zusatz
von Körperfarben undurchsichtiger Überzug zurück. Die fetten Lackfirnisse
bestehen aus Firnis (Leinöl-, Holzöl- oder anderem Firnis) und Harzen in
Terpentinöl. Zu ihrer Herstellung wird der entsprechend in etwa nußgroße
Stücke zerbrochene Kopal (oder auch Bernstein) in Kesseln mit
Kondensationsvorrichtung vorsichtig bei etwa 300 - 350° geschmolzen, wobei das
Kopalöl überdestilliert, und darauf das auf 200° erwärmte Leinöl (Firnis) nach
und nach hinzugegeben, bis bei andauerndem Erhitzen auf 320° eine völlig
gleichmäßige Mischung entstanden ist. Nach dem Abkühlen gibt man Terpentinöl,
unter Umständen auch Sikkative (s. d.) hinzu und unterwirft das fertige
Erzeugnis in der Regel noch einer Filtration. Bei Verwendung von Kolophonium
statt der fossilen Harze kann ein einfacheres Verfahren angewandt werden. Die
fetten Lackfirnisse liefern von allen Lacken die haltbarsten Überzüge,
brauchen aber lange Zeit zum Trocknen (meist in geheizten Räumen) und werden,
oft in Verbindung mit Farben, für Lederzeug, Blechwaren und andere der
Abnutzung ausgesetzte Gegenstände angewandt. Als Unterabteilung gehören zu
ihnen noch die sog. Kautschuklacke, die einen Zusatz von Kautschuk oder
Guttapercha in Benzin gelöst erhalten und sich durch große Geschmeidigkeit,
bei allerdings vermindertem Glanz, auszeichnen. Mattlacke erhalten außerdem
einen Zusatz von Wachs. - Spiritus- oder Weingeistlacke werden in der Regel
gebraucht, wenn die gestrichenen Gegenstände ihre natürliche Farbe behalten
sollen, und daher für diesen Fall aus besonders hellen Harzen bereitet,
während für andere Zwecke auch dunklere Harze, Bernstein, Schellack,
Kolophonium, benutzt werden können. Bisweilen erhalten sie auch einen Zusatz
alkohollöslicher Farben, wieTeerfarbenoder Drachenblut (Goldlack). Kleinere
Mengen der weicheren Harze kann man durch Schütteln der pulverisierten Masse
mit starkem Weingeist schon in der Kälte, leichter in der Sonne oder bei
mäßiger Wärme lösen und durch Filtration von Verunreinigungen trennen. Bei der
Darstellung im großen bedient man sich geschlossener Destillierblasen oder des
sog. Deplazierungsverfahrens, indem man das Harz in ein Sieb schüttet und
dieses so weit in ein mit Weingeist gefülltes Faß hängt, daß es gerade noch
von der Flüssigkeit bespült wird. Die Lösung des Harzes sinkt dann beständig
nach unten und kann nach entsprechendem Absetzen aus einem etwas oberhalb des
Bodens angebrachten Hahn ohne Filtration klar abgezogen werden. Als
Ausgangsmaterial für Spirituslack kommen sämtliche Harze in Betracht. Die
spröderen, wie Sandarak und Mastix, geben sehr glänzende, aber wenig haltbare
Überzüge und werden daher meist durch Zusatz von etwas venezianischem
Terpentin oder weicherem Harz, z. B. Elemi, verbessert. - Terpentinöllacke
unterscheiden sich von den vorigen nur dadurch, daß an Stelle von Spiritus
Terpentinöl oder andere ätherische Öle (Rosmarinöl) als Lösungsmittel benutzt
werden. Sie trocknen etwas langsamer, sind aber haltbarer und weniger spröde,
weil ein Teil des Lösungsmittels von dem eintrocknenden Harzüberzug
festgehalten wird. Das Terpentinöl löst manche Harze schon in der Kälte.
Andere, wie Bernstein und Kopal, werden erst in der Wärme geschmolzen und dann
mit dem Lösungsmittel verdünnt. Die billigsten Terpentinöllacke werden aus
Kolophonium, bessere Sorten aus Sandarak oder Dammara, die besten Fußboden-,
Wagen- und Schleiflacke aus Bernstein oder echtem Kopal hergestellt.
Geschmolzener und dann mit Terpentinöl gemischter Asphalt gibt den schwarzen
Asphalt- oder Eisenlack, der durch Zusatz von heißem Leinölfirnis dauerhafter
wird. Als allgemeine Regel für die Verwendung der flüchtigen Lacke gilt, daß
sich die Terpentinöl-L. besonders zum Aufsetzen auf Ölanstriche, die
Weingeist-L. zum Aufsetzen auf Wasser- und Leimfarben eignen. An Stelle des
Terpentinöls werden vielfach auch andere Lösungsmittel, wie Benzin,
Schwefelkohlenstoff, Holzgeist, Chlorform, Kampferöl, Eukalyptusöl, an Stelle
der genannten Harze die neueren Harzersatzmittel (s. d.) benutzt. - Als
Kennzeichen eines guten Lackes gilt, daß er nach dem Aufstreichen schnell
trocknet und einen nicht klebrigen, stark glänzenden Überzug hinterläßt, der
mit der Zeit weder Risse noch Sprünge bekommt. Bei sorgfältiger Aufbewahrung
in verschlossenen Gefäßen gewinnen die Lacke durch das Alter an Güte. Die
feinsten Wagenlacke, von denen der höchste Grad von Dauerhaftigkeit und
Schönheit verlangt wurde, kamen früher aus England, werden aber jetzt von den
Fabriken in Dresden, Berlin, Mainz, Offenbach und Wien mindestens ebensogut
erzeugt.
Lackfarben:
- (Farblacke) sind Verbindungen von organischen Farbstoffen mit
anorganischen Oxyden oder Salzen. Die zahlreichen, zum Teil sehr schönen, in
Hölzern und anderen Pflanzenteilen enthaltenen Farbstoffe bilden, soweit sie
in Wasser löslich sind, nur Farbenbrühen. Um sie in die Form einer Körperfarbe
zu bringen, muß man sie an eine feste Grundlage binden und bedient sich hierzu
der Eigenschaft mancher Metalloxyde und alkalischen Erden, mit den
Pflanzenfarbstoffen unlösliche Niederschläge zu bilden. Wird z. B. zu einer
Alaunlösung die Lösung eines ätzenden oder kohlensauren Alkalis gebracht, so
fällt die Tonerde des Alauns als weiße Gallerte aus; ist aber die Alaunlösung
vorher mit einer Farbenbrühe gemischt worden, so reißt die Tonerde den
Farbstoff so vollständig an sich, daß die überstehende Flüssigkeit farblos
erscheint. In gleicher Weise wirkt das Zinnoxydul, welches aus einer Lösung
von Zinnchlorür (Zinnsolution) ausgefällt wird. Die Lackfarbe fällt dabei noch
feuriger aus, aber wegen seiner Kostspieligkeit kann das Zinnsalz nur zu
feinerer Ware benutzt werden, während es für gewöhnlich im Gemisch mit Alaun
Anwendung findet. Beide Salze bilden auch die gewöhnlichsten Beizen der
Färberei, bei welcher der Farblack auf der Faser erzeugt wird. Nicht alle
Farbstoffe vertragen die gleiche Behandlung. Einige lassen sich mit kalter
oder heißer Alaunlösung ausziehen und dann mit der alkalischen Lauge fällen.
Bei anderen muß diese das Lösungsmittel abgeben und der Alaun zuletzt
hinzugesetzt werden. Unter Umständen ist es auch geboten, die Tonerde für sich
auszufällen und rein zu waschen und sie dann erst mit der Farbenbrühe unter
Erwärmung zusammenzubringen. Die als farbiger Schlamm erhaltenen Lacke werden
schließlich mit Wasser rein ausgewaschen und entweder noch feucht als Teig (en
pâte) für Kattun- und Wolldruck, Tapeten und Buntpapier verkauft, oder
getrocknet und in Brocken oder zu Täfelchen geformt in den Handel gebracht. Um
die Farben in möglichster Schönheit herzustellen, sind verschiedene
Vorsichtsmaßregeln zu beobachten, die zum Teil als Fabrikgeheimnisse bewahrt
werden. Von den L. sind die roten und gelben am gebräuchlichsten. Der feinste
rote L. ist der Karminlack aus der Koschenille und den Abgängen von der
Karminbereitung (vgl. Koschenille). Weiter sehr beliebt und außerordentlich
dauerhaft sind auch die Krapplacke (vgl. Krapp), die in einer großen
Farbenfolge von Dunkelrot bis zart Rosa dargestellt und durch Zusatz von mehr
oder weniger feinem Bleiweiß in verschiedenen helleren Tönen abgestuft werden.
Außerdem erhält man aus Pernambukholz und Lack dye, dem Farbstoff des
Gummilacks, schöne rote L. Die roten Lacke aus Karmin und Farbhölzern sowie
Mischungen derselben mit anderen Stoffen führen verschiedene Handelsnamen:
Pariser, Wiener, Venezianer, Florentiner Lack, Kugellack usw. Ein schöner
violetterLackist der Orseillelack. Zu gelben Lacken dienen Abkochungen von
Gelbholz, Kreuzbeeren, Waid, Querzitron und anderen gelben
Pflanzenfarbstoffen. Die billigsten derartigen Gelbfarben gehen unter dem
Namen Schüttgelb. Sie erhalten, wenn sie wirklich durch Niederschlag mit
Tonerde gebildet sind, doch noch starke Zusätze von Kreide, sind aber oft nur
durch Übergießen von Kreide oder Kalk mit einer Gelbbrühe hergestellt. Im
letzteren Falle haftet die Farbe nur durch mechanische Aufsaugung an dem
Grundstoff, so daß der Begriff einer Lackfarbe ganz verloren geht. Grüne Lacke
sind in der Regel bloße Mischungen von blauen, aus Indigkarmin bestehenden,
und gelben Niederschlägen, doch erhält man einen natürlichen grünen Lack aus
Kaffeebohnen, die mit einer verdünnten Lösung von Kupfervitriol extrahiert
werden. Durch vorsichtiges Versetzen des Auszuges mit Ätznatron wird ein
Niederschlag erhalten, der, mit Essig besprengt und der Luft ausgesetzt, an
Schönheit der Farbe noch gewinnt. Dieser Farbstoff ist also eigentlich nur ein
mit dem Kaffeefarbstoff (Viridinsäure) geschöntes Kupferoxydhydrat, dessen
eigentlicher Platz unter den Kupferfarben sein würde. Jetzt werden auch viele
solcher L. mit Teerfarbstoffen hergestellt.
Lagerfähigkeit:
- Zeitspanne zwischen dem Herstellen des Klebstoffes und dem Zeitpunkt, bis
zu welchem der Klebstoff unter Einhaltung der vom Hersteller vorgeschriebenen
Lagerungsbedingungen (Verpackung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit) seine
vorgesehenen Eigenschaften beibehält
Lagerholz:
- Kantholz auf Deckenbalken oder Beton zur Aufnahme des Fußbodens
Laibung:
- So bezeichnet man die innere Fläche von Wandöffnungen, Nischen oder Bögen,
z.B. Türlaibung, Fensterlaibung
Laminat:
- Laminat ist ein Boden mit einer Dekoroberfläche. Diese Oberfläche gibt es
in verschiedenen Farben und auch als Holznachbildung. Laminat zeichnet sich
durch seine hohe Strapazierfähigkeit aus, selbst Zigarettenglut und hohe
Absätze können diesem Boden nichts anhaben. In vielen Qualitäten. Dieser Boden
wird "schwimmend" verlegt.
Landhausdiele:
- Landhausdielen sind der traditionellen Dielenverlegung nachempfunden. Es
gibt sie nicht nur als Fertigparkettelemente, sondern auch aus Massivholz. Sie
bestehen aus einem in der ganzen Länge durchgehenden Brett, welches häufig
mittig längs geteilt ist ( 2- Stab - Diele).
Langspanholz:
- Langspanholz ist auf dem Markt unter dem Markenbegriff Parallam bekannt.
Beim Langspanholz handelt es sich um Holzstreifen, die in einem speziellen
Extruderverfahren zu großen Plattenbalken gepresst werden. Langspanholz
zeichnet sich durch die höchsten E-Module und Festigkeitswerte in der Gruppe
der Holzwerkstoffe aus. Das Material findet seine Anwendung überwiegend bei
Sturzkonstruktionen oder als Unterzug - also dort, wo hohe Steifigkeiten und
Biegefestigkeiten gefordert sind. Dennoch ist dieser Werkstoff nicht
unproblematisch, da er in seiner Makro-Struktur viele Lücken und Öffnungen
hat, die sich aus der sehr groben Auflösung des Langspanmaterials ergeben.
Feuchtigkeit kann leicht eindringen und im Querschnitt verbleiben. Deshalb ist
insbesondere beim Einsatz von druckluftbetriebenen Befestigern wie Klammern
und Nägeln darauf zu achten, dass die Einbindelängen ausreichend lang sind,
denn es kann in der Praxis vorkommen, dass eine Klammer erst nach 5 bis 10 mm
unter der Oberfläche einen festen Passsitz im Material findet. Empfohlen wird
daher eine Erhöhung der nach DIN erforderlichen Einbindelängen für Klammern
und Nägel um 25 %.
Latten:
- Schnitthölzer mit Querschnittsflächen nicht größer als 32 cm˛ und einer
Breite bis 80 mm: bei Dachlatten beträgt das Seitenverhältnis des Querschnitts
höchstens 1:2.
Laubholz:
- Durch blättertragende Bäume aus der botanischen Gruppe der Angiospermen
erzeugtes Holz. Im Gegensatz zu den Nadelhölzern besitzen Laubhölzer als
dritte Zellart zusätzlich Gefäße, die im Querschnitt als Poren bezeichnet
werden.
Lederholz:
- die starken, lederartigen Bastfasern der Schößlinge von Dirca palustris,
einer zu den Seidelbastgewächsen (Daphnoideen) gehörigen Pflanze des
südlicheren Nordamerika, sind 1 - 1,5 m lang und werden zur Anfertigung von
Stricken und Matten verwendet.
Leidspindeleinrichtung:
- Erstmalig gezeichnet von Leonardo da Vinci (1459 - 1519). Die Leitspindel
schafft einen meist durch Zahnräder (Vorgelege) übertragenen, mit der
Umdrehung der Arbeitsspindel koordinierten Vorschub des starr geführten
Supportwerkzeugs.
Leim:
- Ursprünglich Klebstoff auf Eiweißbasis. Undifferenzierter Unterbegriff der
Bezeichnung Klebstoff, meist im holzverarbeitenden Gewerbe. Der Begriff
schließt Klebstoffe auf tierischer, pflanzlicher und synthetischer Basis ein
Leim:
- (lat. Gluten, frz. Colle, engl. Glue). Eine Reihe Tierischer Stoffe, wie
Knochen, Knorpel, Häute und Bindegewebe, besitzen die Eigenschaft, obgleich
selbst in kaltem und heißem Wasser unlöslich, durch anhaltendes Kochen mit
Wasser unter Verlust ihrer Form in eine klebende Lösung, die beim Erkalten
gallertartig erstarrt, überzugehen, und werden daher als leimgebende
bezeichnet. Die Leimsiederei verwendet demnach als Ausgangsstoff die Abfälle
von Fleischereien, Gerbereien und Abdeckereien, wie Hautabschnitzel, Flechsen,
Gedärme, Kalbs- und Hammelfüße, Ohrlappen, und benutzt auch die Felle von
Hasen und Kaninchen, denen das Haar für die Hutmacherei abgeschoren ist,
ferner havarierte Häute, Abfälle von Pergament, Weiß- und Handschuhleder als
Leimgut. Nach der chemischen Zusammensetzung unterscheidet man das Kollagen,
welches die eigentliche Leimsubstanz, das Glutin (Haut- oder Knochenleim)
liefert, und das Chondrogen, aus welchem das Chondrin (Knorpelleim) gewonnen
wird. Das letztere kommt wegen seiner geringen Bindekraft weniger in Betracht.
Um eine Fäulnis der leicht zersetzlichen tierischen Stoffe zu verhindern,
werden sie entweder mit Karbolsäure behandelt, oder getrocknet oder in
Kalkmilch eingelegt. Das letztere Verfahren hat gleichzeitig den Vorteil, daß
es das Fett und andere lösliche Stoffe entfernt, macht aber eine spätere
Wässerung erforderlich, weil der Kalk für die Bildung und Beschaffenheit des
Leims verderblich ist. Aus dem gleichen Grunde werden Knochen vor ihrer
Verarbeitung meist so lange mit verdünnter Salzsäure mazeriert, bis nur die
organische Substanz zurückbleibt. Nach erfolgter Wässerung breitet man die
Masse in dünner Schicht aus, um die noch vorhandenen Kalkspuren in unlöslichen
kohlensauren Kalk überzuführen, oder man behandelt sie zur Bleichung auch wohl
mit schwefliger Säure. Zum Versieden des Leimgutes bediente man sich früher
meist mit Siebboden versehener Kessel auf offenem Feuer, ist aber jetzt dazu
übergegangen, das in geschlossenen Zylindern auf etagenförmigen Sieben
angebrachte Leimgut mit Dampf zu extrahieren. Die unten angesammelte
Leimlösung wird in bestimmten Zeiträumen abgezapft und, vielfach in
Vakuumapparaten, eingedampft. Das zuerst erhaltene Erzeugnis, welches am
kürzesten erhitzt worden ist, gibt die hellste und beste Sorte. Die folgenden
zeigen nach und nach immer dunklere Färbungen und geringere Klebkraft. Die
eingedampfte und durch Stehen geklärte Lösung wird dann filtriert, wenn nötig
durch Einleiten von schwefliger Säure noch etwas gebleicht und in hölzernen
oder metallenen Formen dem Gerinnen überlassen. Zum Zerschneiden der Gallerte
bedient man sich gespannter Messingdrähte und bringt die erhaltenen Tafeln auf
Rahmen mit weitem Draht- oder Bindfadengeflecht in die Trockenräume. Nach dem
Trocknen, welches sehr vorsichtig in einströmender warmer Luft von allmählich
steigender Temperatur erfolgen muß, taucht man die Tafeln zur Erzeugung des
Glanzes einen Augenblick in heißes Wasser und trocknet nochmals schnell zu
Ende. - Als Nebenerzeugnisse gewinnt man Knochenfett, präzipitiertes
Kalziumphosphat und entleimtes Knochenmehl. - Eine besondere Abart, der
Fischleim, wird in den Donaufürstentümern u. a. O. aus der Haut, den Blasen
und Gedärmen von Knorpelfischen durch anhaltendes Kochen mit Wasser
hergestellt und in Form zusammengerollter dünner Blättchen vom Aussehen der
Hausenblase in den Handel gebracht. Die Hausenblase selbst ist kein
eigentlicher Leim, sondern die getrocknete innere Haut der Schwimmblase, also
unverändertes Kollagen. - Die Farbe des L. wechselt von hellgelb bis
dunkelbraun, und ebenso ist der Grad der Durchsichtigkeit großen Schwankungen
unterworfen. Im allgemeinen wird heller und klarer L. höher bewertet und für
gewisse Zwecke ausschließlich benutzt. Jedoch hängt die Klebkraft keineswegs
immer von diesen Eigenschaften ab, vielmehr ist der durch Kalziumphosphat fast
immer milchig getrübte Knochenleim zum Kleben von Holz vortrefflich geeignet.
- In kaltem Wasser quillt L. unter Aufnahme der 10 - 20 fachen Menge seines
eigenen Gewichtes an Wasser auf und wird um so höher geschätzt, je größer
diese Wasseraufnahme in 24 Stunden ist. Weiter verlangt man von ihm, daß er
glänzend, hart und spröde und an der Luft trocken sei, beim Biegen kurz
abbreche und einen glasartigen Bruch gebe. Der Wassergehalt soll 15 %, der
Aschengehalt 1 - 5 % nicht übersteigen, da bereits Zusätze von 2 - 3 %
Mineralstoffen die Klebkraft verringern. In kaltem Wasser darf guter L. selbst
nach 48 Stunden nicht völlig zerflossen sein, muß aber mit heißem Wasser eine
völlig neutrale Lösung geben. Das zuverlässigste Urteil über die Güte des L.
bietet die Ermittelung der Klebkraft, indem man unter Innehaltung bestimmter
Vorschriften Holzstücke aneinander leimt und das zum Zerreißen erforderliche
Gewicht bestimmt. - In chemischer Hinsicht besteht gewöhnlicher L. der
Hauptsache nach aus Glutin, neben welchem in geringer Menge Peptone,
Farbstoffe und Mineralstoffe zugegen sind. Das Glutin gehört zu den
Albuminoiden und unterscheidet sich von den Eiweißkörpern sowie dem Chondrin
dadurch, daß es durch verdünnte Säuren, auch Essigsäure, leicht gelöst wird
und nicht mit Ferrozyankalium, Alaun, Eisenvitriol und Bleizucker
Niederschläge liefert. Durch Gerbsäure wird Glutin aus wäßriger Lösung
gefällt. Beim Kochen mit verdünnten Säuren oder Laugen gibt es zum
Unterschiede vom Chondrin Glykokoll (Leimzucker). - Von den zahlreichen nach
Städten gebildeten Handelsbezeichnungen (Kölner, Breslauer, Nördlinger,
Reutlinger, Kahlaer, Mühlhäuser L.) sind die meisten außer Gebrauch gekommen,
mit Ausnahme des Kölner L., unter welchem man eine besonders helle,
durchscheinende Sorte versteht. Russischer L., eine mit weißer Mineralfarbe
(Bleisulfat, Bleiweiß, Zinkweiß, Kreide) vermischte gewöhnliche Leimmasse,
welche auch als weißer L. bezeichnet wird, hat keinerlei Vorzüge, sondern
höchstens verminderte Klebkraft. An Stelle der alten Ursprungsnamen bedient
man sich neuerdings mehr der Bezeichnungen: hell, fein, mittelfein, mittel. -
Der L. findet als allgemeines Klebemittel ausgedehnte Verwendung. Hellere
Sorten dienen zu Weberschlichte, zur kalten Vergoldung, zu Leimfarben, in der
Hutmacherei zum Appretieren von Strohhüten, zur Papierleimung, zur Herstellung
von Hektographenmasse, zum Ausfällen des Gerbstoffs aus Farbholzabkochungen,
dunklere als Tischler- und Buchbinder-L. - Von besonderen L.-Präparaten seien
noch folgende erwähnt: Elastischer Leim für die Schwärzwalzen der Buchdrucker
und für Formen der Galvanoplastik und Gipsgießerei besteht aus gleichen Teilen
L. und Glyzerin. - Flüssiger L. wird durch Zusatz von Säuren, hauptsächlich
Salpetersäure, Essigsäure, Salzsäure zu konzentrierter Leimlösung dargestellt.
Besonders bewährt haben sich folgende Vorschriften: 100 L., 100 Wasser, 6 - 12
rohe Salpetersäure, oder 40 L., 40 Essig, 10 Spiritus und 5 Alaun. Bei aller
Handlichkeit findet der flüssige L. doch nur beschränkte Anwendung, weil durch
die Säure die Klebkraft leidet und Farben angegriffen werden. Die im Handel
befindlichen Erzeugnisse enthalten übrigens oft gar keinen Leim, sondern
bestehen aus Lösungen von Gummiarabikum mit ein paar Prozent Aluminiumsulfat.
- Mundleim, der in Täfelchen zum Verkauf kommt und nur mit dem Speichel
benetzt zu werden braucht, entsteht durch Auflösen von 2 Teilen L. oder
Gelatine und 1 Teil Zucker in 3 Teilen Wasser und Eindampfen auf 4 Teile. -
Chromleim endlich erhält man durch Mischen einer konzentrierten Lösung von 1
Teil Kaliumdichromat mit der erwärmten Lösung von 5 Teilen L. in 45 Wasser. Er
dient zum Kitten von Glas, zum Leimen von Pergamentpapier und zum
Wasserdichtmachen von Kofferüberzügen, indem er, dem Sonnenlichte ausgesetzt,
mit dem L. eine unlösliche Chromoxydverbindung liefert. Wegen seiner
Lichtempfindlichkeit spielt er ebenfalls beim Pigment- und Lichtdruck und der
Photogalvanographie eine Rolle.
Leinöl:
- (lat. Oleum lini, frz. Huile de lin, engl. Linseed-oil), das fette
trocknende Öl aus den Leinsamen (s. d.) ist wie diese selbst ein wichtiger
Handelsartikel. Die zur Ölgewinnung bestimmten Körner, der sog. Schlaglein,
stammen hauptsächlich von den zur Fasergewinnung gebauten Pflanzen, haben
also, da diese immer vor völliger Reife gezogen werden, nicht den vollen
Ölgehalt, wie die zur Aussaat gezogenen reifen Körner, der Saatlein, von
welcher höherwertigen Sorte nur das zu alt gewordene oder sonst verdorbene Gut
noch dem Schlaglein zufällt. Die Gewinnung des Öls geschieht mit den
gewöhnlichen Mitteln der älteren oder neueren Ölmüllerei und besteht
hauptsächlich im Zerkleinern der Samen auf Stampf- oder Walzwerken, oder
zwischen Mühlsteinen, und Auspressen des so erhaltenen Pulvers in Säcken
mittels Keil-, Schrauben- oder hydraulischen Pressen. In der Regel wird warm
gepreßt, indem man das Mahlgut über Feuer oder mit Dampf auf Platten bis gegen
90° C erhitzt, dabei fleißig wendet und dann gleich in die Presse gibt. In der
Hitze gerinnt das Sameneiweiß und das Wasser verdampft, das Öl läuft daher
dünnflüssiger und reiner und zugleich in größerer Menge ab, als wenn keine
Hitze angewandt würde. Die Ausbeute beträt 25 bis 27 %, während bei dem in
einigen Gegenden, besonders Rußland, Polen, Sachsen, bevorzugten Kaltpressen
nur 20 - 22 % Öl gewonnen werden. Das Verfahren der Extraktion wird bei
Leinsamen nur selten angewandt. Reines kalt gepreßtes L. hat ein spez. Gew.
von 0,930 bis 0,940 und erstarrt bei -16°. Die häufigste und wichtigste
Verwendung des Öles ist die zu Firnissen (s. d.), zu denen aber nur altes Öl,
das bei ein- bis zweijährigem Lagern den größten Teil seiner schleimigen
Bestandteile ausgeschieden hat, benutzt werden soll. Als Verfälschungsmittel
hat man Rüb-, Senf-, Hanf-, Baumwollsamenöl, Fischtran, Mineralöl, Harzöl,
Ölsäure (Olein), Fettsäuren aus Wollfett, Aleuritesöl usw. beobachtet. Ihr
Nachweis ist meist nur auf chemischem Wege möglich, jedoch liefert oft schon
ein Probesieden auf Firnis wertvollen Aufschluß. Eine Reinigung von
schleimigen Teilen wird durch Schütteln mit heißem Wasser, heißer
Kochsalzlösung, Eisenvitriol, Vermischen mit Schnee, Durchfrierenlassen und
Wiederauftauen bewirkt, während längeres Aussetzen an Licht und Sonne das Öl
heller macht. - Minder wichtige Anwendungen des L. sind noch die Bereitung von
Schmierseife, Buchdruckerschwärze und Arzneimitteln, wie Schwefelbalsam und
Brandsalbe. Frisch geschlagenes Leinöl bildet in einigen Gegenden
Deutschlands, besonders der Mark Brandenburg, ein geschätztes Speiseöl. Zu
Leuchtzwecken ist es, als stark rußend, nicht zu gebrauchen. Die
Preßrückstände bilden als Leinölkuchen ein wertvolles Viehfutter und dienen
getrocknet und wieder gepulvert als Leinkuchenmehl (lat. Farina seu Placenta
lini, frz. Gâteau de lin, engl. Linseed cake) auch zu erweichenden Umschlägen.
Leiste:
- Leiste:12-38 mm starkes und 25-63mm breites Holzteil
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Leisten:
- Schnitthölzer mit Querschnittsflächen nicht größer als 32 cm˛ und einer
Breite bis 80 mm: bei Dachlatten beträgt das Seitenverhältnis des Querschnitts
höchstens 1:2.
Leitgewebe:
- Ist für den Stofftransport (Saftströme) zuständig, besteht aus Gefäßen
(Poren) bei Laubhölzern bzw. Frühholztracheiden bei Nadelhölzern.
Letternholz.:
- Mit diesem Namen bezeichnet man im Handel verschiedene Hölzer, so das in
der Feintischlerei hochgeschätzte und zur Herstellung von Violin- und
Spannbogen verwendete Holz von Machaerium Schomburghii, eines in Guyana
heimischen, zu den Papilionazeen gehörigen Baumes, ferner das Holz der zur
Familie der Euphorbiazeen gehörigen Amanoa guyanensis, ebenfalls aus Guyana,
und endlich das Holz der zu den Artokarpeen gehörigen, in Südamerika
heimischen Piratinera guyanensis.
Lichtausschnitt:
- In diesen Ausschnitt setzt man eine beliebige Glasscheibe ein.
Lichtöffnungen setzen tolle Akzente und bringen Helligkeit in einen Raum.
Lichtöffnungstüren sind allerdings teurer, da der Lichtausschnitt in der Tür
zusätzlich verleistet ist, damit eine Glasscheibe halt findet. Die Glasleiste,
entweder foliert, furniert oder massiv.
Lichtöffnung:
- In diesen Ausschnitt setzt man eine beliebige Glasscheibe ein.
Lichtöffnungen setzen tolle Akzente und bringen Helligkeit in einen Raum.
Lichtöffnungstüren sind allerdings teurer, da der Lichtausschnitt in der Tür
zusätzlich verleistet ist, damit eine Glasscheibe halt findet. Die Glasleiste,
entweder foliert, furniert oder massiv.
Lignin:
- Charakteristischer Bestandteil der Zellwände verholzter pflanzlicher
Gewebe. Lignin zählt zu den am häufigsten vorkommenden pflanzlichen
Naturstoffen. Es ist eine komplexe hochpolymere Verbindung, aus der etwa 25%
der gesamten Holzsubstanz bestehen, und die sehr ungleichmäßig über die
Zellwand verteilt ist: Etwa 75% bis 90% der gesamten Ligninmenge sind in der
Mittellamelle und in der (äußeren) Primärwand der Zellen konzentriert, der
Rest ist über die breite Sekundärwand verteilt, die überweigend aus Cellulose
besteht. Im Gegensatz zur Cellulose mit ihren langen Kettenmolekül ist das
dreidimensional vernetzte Lignin unelastisch und verleiht den Zellwänden
Steifigkeit und Druckfestigkeit; außerdem wirkt es als "Verbindungsmittel"
zwischen den einzelnen Zellen.
Linaloeholz:
- (Linalue, Linanue), das Holz verschiedener Burserazeen, wie Bursera
aloëxylon, Delpechiana Poiss., ferner von Elaphrium graveolens, nach anderen
von Amyris Linaloe, ist sehr reich an ätherischem Öl und besitzt deshalb einen
starken, sehr angenehmen Geruch. Das in frischem Zustande gelblichweiße, nach
mehrjähriger Lagerung hellbräunlich und geruchlos werdende Holz wächst in den
heißen Tälern der westlichen mexikanischen Kordilleren, namentlich in der
Gegend von Misteca bei Matamoros. Eine andere Sorte von Linaloeholz kommt
neuerdings auch aus Kayenne, wo es gleichfalls zur Destillation von Linaloeöl
benutzt wird. Dieses Holz stammt aber nicht von einer Burserazee, sondern
wahrscheinlich von der zu den Laurazeen gehörigen Ocotea caudata ab.
Lindenholz:
- (lat. Lignum tiliae, frz. Bois de tilleul, engl. Linden wood), das Holz
der verschiedenen Lindenbäume, stammt am häufigsten von der kleinblättrigen
oder Winterlinde, Tilia parvifolia, die über ganz Europa verbreitet ist und
namentlich in Rußland sowie im gemäßigten Asien große Wälder bildet, während
die großblättrige oder Sommerlinde (Tilia grandifolia) einen viel
beschränkteren Verbreitungsbezirk hat und hauptsächlich in Süddeutschland und
Österreich angetroffen wird. Das L. ist weiß, etwas ins Graue und Rötliche
spielend, sehr weich und leicht, aber doch auch zähe, dicht und von sehr
gleichmäßigem Gefüge. Es besitzt wenig hervortretende Jahresringe, spaltet
Licht, aber nicht eben, läßt sich nach verschiedenen Richtungen hin leicht
bearbeiten, ohne auszubröckeln, und eignet sich daher vorzüglich zu
Bildhauerarbeiten. L. nimmt, wenn auch schwierig, eine schöne Politur an und
steht im Trocknen sehr gut, geht aber bei Feuchtigkeit bald zugrunde und ist
dem Wurmfraße sehr ausgesetzt. Es wird auch zu Zeichenbrettern, als
Modellierholz, von Instrumentenmachern, Drechseln und Tischlern viel benutzt.
Das Holz der Winterlinde ist etwas dunkler, zäher und härter als das der
Sommerlinde. Die aus L. bereitete Holzkohle (lat. Carbo tiliae, frz. Charbon
de tilleul, engl. Lindenwood charcoal), wird als Zahnpulver benutzt.
Linoleum:
- Linoleum ist ein reines Naturprodukt, das auf einer mit Nut & Feder
versehenen Holzfaserplatte aufgebaut ist. Es ist hygienisch und
trittelastisch.
Lochlaibungsfestigkeit:
- Wird ein Verbindungsmittel auf Abscheren beansprucht, wird der befestigte
Werkstoff (bspw. OSB) auf seine Lochlaibungsfestigkeit beansprucht. Folglich
ist die Lochlaibungsfestigkeit der Widerstand, welcher die Platte im
Kontaktbereich dem Verbindungsmittel entgegensetzt.
Longitudinal:
- Parallel zur Hauptachse eines Baumstammes oder Astes, beschreibt somit die
axiale Richtung der vorherrschenden Zellstruktur; entspricht der Bezeichnung
"längs zur Faser".
Luftdichtheit:
- Unter Luftdichtheit versteht man allgemein das Verhindern des
Durchströmens von Luft durch die Bauteile. Um die Luftdichtheit eines Gebäudes
zu gewährleisten, müssen konstruktive Maßnahmen getroffen werden. Die
Außenbauteile sind so zu konstruieren, dass keine offenen Fugen entstehen bzw.
Stoßfugen durch Abkleben mit geeignetem Klebeband luftdicht ausgeführt werden.
Wanddurchdringungen sind zu vermeiden und wenn, dann mit Installationsebene.
Einbauteile. wie z. B. Steckdosen, sind mit winddichten Hohlraumdosen
luftdicht einzubauen. Nicht luftdichte Bauteile lassen hohe Heizwärmeverluste
entstehen. Die Luftdichtheit ist durch den Blower-Door-Test messbar.
Luftschadstoffe:
- Menschen produzieren über 2000 verschiedene Luftschadstoffe, vor allem
Abgase aus dem Straßen- und Flugverkehr, aus Industrie und Hausbrand.
Luftschallbrücke:
- Luftschallbrücke entsteht durch Spalten oder Risse in Holzdecken.
Lufttrocken:
- Abgekürzt: lutro, Feuchtegleichgewicht des Holzes im Außenklima, in
unserem Klima ca. 15%, schwankend je nach Jahreszeit zwischen ca. 12% und 20%
(siehe auch Freilufttrocknung, Technische Trocknung).
Lufttrocknung:
- luftgetrocknetes Holz
Lumen:
- Der von der Zellwand eingeschlossene Hohlraum einer Zelle.
Luzienholz:
- nennt man sowohl das wohlriechende Holz des Mahalebkirschbaumes, von dem
die sog. Weichselrohre kommen (s. d.), als auch das weiße bis gelbliche Holz
der Traubenkirsche (Prunus Padus), das zu Tischler- oder Drechslerarbeiten
benutzt wird. Noch geschätzter ist das Holz des amerikanischen immergrünen
Traubenkirschbaumes von Karolina, das in der Färbung dem Mahagoniholz gleicht.
Es dient als sog. falsches Mahagoni zur Herstellung von Möbeln, die mit der
Zeit ein immer schöneres Aussehen erhalten.
Längs zur Faser:
- Bedeutet üblicherweise parallel zur Faserrichtung.
Längsrisse:
- Auch Trocknungsrisse genannt; Trennung der Holzzellen längs zur Faser
aufgrund ungleichmäßiger Schwindung; am häufigsten auf Hirnflächen von
Schnittholz vorkommend.
Lärchenholz:
- (Lerchenholz) von Larix europaea, erscheint im Splinte weiß, sonst
rötlich, braunrötlich oder rotgelb, bei alten Stämmen zuweilen dunkel
geflammt. Es ist sehr harzreich, wenig dem Werfen und nicht dem Wurmfraß
unterworfen und daher ein ausgezeichnetes, sehr dauerhaftes Bauholz für Land-
und Wasserbauten, Mastbäume und Eisenbahnschwellen, während die jungen Stämme
als Hopfen- und Telegraphenstangen benutzt werden. Als Brennholz steht es im
Werte zwischen Kiefer und Fichte.
Lösungsmittel:
- Flüchtige (verdunstende) Flüssigkeiten, die als Hilfsmittel im Klebstoff
enthalten sind um ihn verarbeitbar zu halten. Sie sind in der Regel leicht
entzündlich. Mit dem Verdunsten der Lösungsmittel bindet der Klebstoff ab
Lünette:
- (frz.)Eigentlich: kleiner Mond, weil die "Mondform" des umgreifenden
Bogens die Dreipunktsicherung gegen das Durchbiegen langer Drehstücke bietet.
M
Mahagoniholz:
- (Mahoniholz, frz. Bois d'acajou, engl. Mahogany) nennt man eine Reihe
wertvoller Nutzhölzer, die von verschiedenen Pflanzen abstammen. Als echter
Mahagonibaum hat jedoch nur die in Mittelamerika und Westindien wachsende
Swietenia mahagoni aus der Familie der Zedreleen zu gelten, deren Holz je nach
Klima und Standort große Unterschiede aufweist. Auf den Inseln bleibt der Baum
zwar wesentlich kleiner, hat aber schöneres Holz, welches meist als sog.
spanisches in Blöcken von 45 - 50 cm Querschnitt und 3 m Länge in den Handel
kommt, während das vom Festlande, besonders aus Honduras stammende,
möglicherweise von Swietenia multijuga, dicker und bis 4 m lang ist. Das
feinste und dichteste Holz liefern die Bäume aus hohen trockenen und felsigen
Lagen, doch wird auch das schwammige, grobfaserige Holz des feuchten
Tieflandes als Blindholz und Unterfurnier verarbeitet. Das echte M. von guten
Standorten ist dicht, hart und schwer, im Trocknen wie unter Wasser sehr
dauerhaft und gegen Würmer unangreifbar. Es schwindet sehr unbedeutend, ist
dem Verwerfen und Reißen weniger unterworfen als irgendein anderes Nutzholz
und nimmt eine schöne Politur an. Die Farbe ist an neuem Holze gewöhnlich
heller, rotgelb bis hellbräunlich, dunkelt aber allmählich bis ins
Kastanienbraune nach. Auch zeigt sich meist eine schöne Zeichnung mit
abwechselnden, verschieden gefärbten Adern, Streifen, Wellen, Flammen, feinen
Jahresringen, seidenartig glänzenden Markstrahlen und als feine Ringe
erscheinenden Poren. Außer den erwähnten Blöcken kommt das Holz auch in Form
von Planken in den Handel, und schließlich gewinnt man noch aus den ästigen
Stammteilen und Auswüchsen schönes Maserholz und das sog. Pyramidenholz, bei
welchem die Flammen sich nach entgegengesetzten Richtungen verbreiten. - Von
anderen als M. bezeichneten Hölzern wird das afrikanische, auch Madeira-M.
oder Kailzedraholz genannte, zu Möbelfurnieren, feinen Kasten für Mikroskope,
Gewichtssätze u. dgl. viel verbraucht. Es stammt von Kaya senegalensis und ist
dem echten Holze noch am ähnlichsten, jedoch härter als dieses. Von
ostindischen Zedreleen wird das sog. Atlasholz mit schönem Seidenglanze
gewonnen, und von Eukalyptusarten das dichte, rote, veilchenartig riechende
neuholländische M. Weißes M. ist das Anakardienholz.
Makroskopische Merkmale:
- Mit dem bloßen Auge oder unter leichter Lupenvergrößerung (meist 10fach)
sichtbare Kennzeichen des Holzes, z.B. gewisse Strukturmerkmale wie
Jahrringverlauf, Frühholz- und Spätholzanteil, Poren, Holzstrahlen,
Längsparechym, Harzgänge; zu unterscheiden von den mikroskopischen Merkmalen.
Mann:
- Mann alte Bez. für Verstrebungsfigur
Mansarddach:
- Das Mansarddach ist ein Knickdach, dessen unterer Teil steiler ist als der
obere. Dadurch läßt sich der Dachraum leichter für Wohnzwecke ausbauen.
Markflecken:
- Rosabraune und sehr unterschiedlich große Flecken, die nach einem Befall
von Minierfliegen in der rindennahen Wachstumsschicht entstehen; im
Querschnitt meist nierenförmig und bis 2 cm breit, im Längsschnitt bis 10 cm
lang.
Markröhre:
- Auch Mark gennant. Zentrale Röhre im Stamm innerhalb des ersten Jahrrings,
in Farbe und Struktur vom umgebenden Holz abweichend (wird insbesondere bei
der Sortierung von Profilbrettern mit Schattennutberücksichtigt). Nicht zu
verwechseln mit dem Herz.
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Markstrahlen:
- Quer zur Faser verlaufende und auf die Markröhre gerichtete Bänder aus
Speicherzellen. Sie erscheinen auf Querschnitten als feine, oft nur mit der
Lupe erkennbare Linien (\"Strahlen\") und auf dem Radialschnitt als "Spiegel",
teils so breit, daß sie das Holzbild, wie bei den Eichen, wesentlich
beeinflussen.
Masarde:
- Mansarde ist ein ausgebautes Dachgeschoß, Dachraum
Maserholz:
- Vom normalen Wuchs durch Faserwirbel abweichende Struktüren; sie ergeben
beim tangentialen Einschnitt oder durch Schälen überwiegend rundliche Formen,
wie z. B. bei Rüster. Maserholz kann in Knollen oder auch in Stämmen
vorkommen.
Maserwuchs:
- Eine Wuchsanomalie mit stark veränderten Holzstruktüren, kann z.B. zu sehr
dekorativen Furnier-Textüren führen. Entstehung durch gehäuft vorhandene
Präventivknoten ("schlafende Augen"), die immer wieder im Wachstum
unterbrochen und überwallt werden; dadurch entstehen entweder im Wurzelbereich
(Wurzelmaserknollen) oder im Stammbereich (Maserstämme) mehr oder weniger
große beulen- oder knollenartige Auswüchse.
Massivholz:
- (=Vollholz) Vollholz liegt im Unterschied zu den durch Trennen des Holzes
und erneutes Zusammenfügen mit unterschiedlicher Faserrichtung hergestellten
Holzwerkstoffen - in seiner unveränderten gewachsenen Struktur vor. Vollhölzer
werden als Schnittware (Balken, Bohlen, Bretter, Leisten, Pfähle, Stempel,
Masten oder Schwellen) verwendet.
Massivholzdielen:
- Massivholzdielen sind durch und durch massiv. Um Fugenbildungen zu
vermeiden, werden diese Dielen genagelt. Es gibt sie fertig behandelt oder
roh. Massivholz kann oft renoviert werden und ist daher lebenslang haltbar und
schön.
Mauerlatte:
- Kantholz auf Mauerkrone liegend
Mechanische Spannung:
- Maß für die Beanspruchung eines Körpers durch äußere Kräfte. Zahlenmäßig
die einwirkende Kraft bezogen auf eine Flächeneinheit (siehe auch
Trocknungsspannungen).
Medium-Density-Fibreboard:
- (mitteldichte Faserplatte)Bei der Herstellung von bautechnischen
MDF-Platten gibt es zwei Verfahren: Das eine ist das als umweltbedenklich
eingestufte Nassverfahren, das andere Herstellungsverfahren ist ein
Trockenprozess, durch den auch die Kronotec MDF hergestellt wird. Dieser
Trockenprozess bringt Plattenwerkstoffe mit guten Festigkeiten für
baustatische Anwendungen hervor. Hochwertige heimische Nadelholzarten, wie
Fichte und Kiefer, werden mittels eines Refiners verfasert und mit geringen
Anteilen an Bindemitteln versehen. Die Fasern werden getrocknet, zu einem
Faserflies gestreut und auf einer Endlospresse schonend unter Hitze und Druck
in bis zu 2,80 m breite Plattenstränge verpresst. Die verwendeten Bindemittel
sind formaldehydfrei und bauökologisch unbedenklich. Die bautechnischen
MDF-Platten sind als diffusionsoffen zu bezeichnen und eignen sich daher
hervorragend im Wandbereich als äußere Beplankung und im Dachbereich als
Dachplatte.
Mehretagenpresse:
- Veraltete Technologie zur Herstellung von Holzwerkstoffplatten. In
mehreren übereinander geordneten Pressregistern werden Platten mit einem
festgelegten Grundformat unter Hitze und Druck zu Holzwerkstoffplatten
verpresst. Nachteilig ist die enge Formatbegrenzung der Mehretagenpresse.
Mehrfach-Poren:
- Zwei und mehr in radialer Richtung dicht beieinanderliegende Poren.
Meißel:
- Flaches Eisen, beidseitig an der Arbeitsseite geschliffen, wird von den
Drehslern Meißel genannt, obwohl seine Form den sonst üblichen Umgang mit dem
Meißel ausschließt.
Meristem:
- Bildungs- und Teilungsgewebe (Grundgewebe) der Pflanzen. Zu unterscheiden
ist u.a. zwischen dem das Längenwachstum bewirkenden Vegetationskegel an der
Spitze von Sprossen und Wurzeln und dem Verdickungsring (Kambium), der durch
Zellteilung und -abscheidung das Dickenwachstum veranlaßt.
Messerfurnier:
- Schichtweises Abtrennen (Messern) einzelner dünner Holzblätter (Furniere)
von einem aufgespannten Stamm oder Stammteil durch ein parallel zur
Auflagerebene oder senkrecht zu dieser wirkendes Messer (horizontal oder
vertikal arbeitende Furniermessermaschine).
Messerrisse:
- Beim Schälen oder Messern von Furnier durch Biegebeanspruchung des
Furnierblattes auf der dem Messer zugekehrten Seite in regelmäßigen Abständen
entstehende feine, sichelförmige Risse (sog. Haarrisse). Die Rißtiefe ist von
der Holzart, der Vorbehandlung, den Schneidbedingungen und der Furnierdicke
abhängig (siehe auch Offene Seite und Geschlossene Seite).
Metallschrot:
- Schrot: althochdeutsch. Abgeschnittenes, kleines Stück. Kleine
Metallstücke, die durch ihre Kleinheit sich als Schüttgut leicht verdichten
lassen (vergleiche: Schrotpatrone).
Meterriß:
- Ist der Rohbau fertig und es wird mit dem Innenausbau begonnen, legt man
den Meterriß fest: Im Plan sind zwar alle Einbaumaße enthalten, aber sie
werden immer von der Oberkante des fertigen Fußbodens (OKFF) angegeben - und
der ist noch nicht gelegt. Der Rohfußboden ist aber nicht eben. Nun wird mit
Hilfe eines Nivelliergerätes, einem Lasergerät oder einer Schlauchwaage gnau 1
m OKFF an jeder Tür, jedem Fenster der endgültige Meterriß angegeben, nach dem
sich in Zukunft alle Handwerker richten müssen. Von hier aus können alle Maße
exakt nach dem Plan ausgerechne, alle Geräte, Leitungen usw. eingebaut werden
Mindestdachneigung:
- Mindestdachneigung ist die unterste Dachneigungsgrenze bei Dachdeckungen,
die nicht unterschritten werden darf. Sie liegt immer unter der
Regeldachneigung.
Mineralische Einlagerungen:
- Meist nur mit dem Mikroskop erkennbare Teilchen, die häufig aus Kiesel
(SiO2) oder Karbonaten bestehen. Sie sind für bestimmte Arten
charakteristisch, wie z. B. für Kosipo, und können bei der Bearbeitung des
trockenen Holzes die Werkzeuge stärker stumpfen. Vereinzelt können auch grobe,
steinartige Einlagerungen vorkommen und Werkzeuge erheblich beschädigen.
(siehe auch: Kalkflecken, Kernstoffpartikel)
Mischbestände:
- Bestände aus zwei oder mehr Baumarten (Mischwald). Die vorkommenden
Baumarten haben je nach Häufigkeit und Verteilung Einfluss auf die
ökologischen Verhältnisse.
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Mischungsverhältnis:
- Verhältnis, in dem die Komponenten von Zwei- und Mehrkomponentenkleber und
eventuelle Füllstoffe miteinander gemischt werden müssen, um das gewünschte
Klebeergebnis zu erhalten
Mittellage:
- Bei Sperrholz die innere Lage, auf der beidseitig je eine (dreilagiges
Sperrholz), zwei (fünflagiges Sperrholz) oder mehr Lagen symmetrisch
aufgeleimt sind. Die Mittellage kann aus Furnier (Furniersperrholz), aus
Holzstäben (Stab- und Stäbchensperrholz) oder aus einem anderen Werkstoff
(zusammengesetztes Sperrholz) bestehen. Bei mehrschichtigen Spanplatten
spricht man von Mittelschicht.
Mittelpfette:
- Mittelpfetten finden dann Anwendung, wenn ein Sparrendach aufgrund zu
hoher Spannweiten nicht mehr wirtschaftlich ausgeführt werden kann. Die
Mittelpfette dient dabei als mittlere Unterstützung des Sparrens und aus dem
vorherigen Einfeldträger des Sparrens wird ein Zweifeldträger. Mittelpfetten
werden in Kombination mit Fuß- und in manchen Fällen auch mit Firstpfetten
angeordnet. Mittelpfetten müssen in bestimmten Abständen abgestützt werden und
können als Durchlaufträger oder Gelenkpfette ausgebildet werden.
Mittelriß:
- Eingedrehte Richtmarke. Im Sprachvergleich bedeutet Riß (Aufriß, Grundriß)
die verbindlichere Form, weil eingekerbt, mit dem Werkzeug gerissen, gegenüber
dem Strich, der ein in der Luft gestrichenes Zeichen ist, also verwischt
werden kann.
Mittelwald:
- Ist eine Zwischenform von Niederwald und Hochwald. Im Mittelwald kommt
sowohl eine Unterschicht aus Stockausschlägen als auch eine Oberschicht aus
hochgewachsenen Stockausschlägen oder aus Samen erwachsenen Bäumen vor. Die
Oberschicht diente als Bauholz, die stockschlägige Unterschicht der
Brennholznutzung.
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Mondphasenholz:
- Besonders hochwertiges Holz, das insbesondere in Skandinavien im Winter
zur Zeit der Saftruhe in der letzten Woche vor Neumond geerntet wird.
Mondringe:
- Jahrringe im Kernholz, deren Farbe und Eigenschaften hinsichtlich der
Verwendung sich kaum von denen des Splintholzes unterscheiden. Tritt vor allem
bei Eiche auf.
Monokotyledonen:
- Gehören zu der Pflanzengruppe, deren Samen von einer vollkommen
geschlossenen Hülle umgeben sind (bedecktsamige Pflanzen); hierzu zählen neben
den Monokotyledonen (Einkeimblätter, z.B. alle Gräser) die Dikotyledonen
(Zweikeimblätter), worunter wiederum alle Laubholzbäume fallen.
Montageschaum:
- Mit speziellem Montageschaum (1- oder 2-Komponentenschaum) wird die
Verkeilung der Zarge gesichert. Verwenden Sie nur Montageschaum für Türen und
lesen die Gebrauchsanleitung gut durch. Vorsicht: der Schaum kann bei Kontakt
an den sichtbaren Stellen zu Verfärbungen an Tür und Zarge führen.
Morsekegel:
- Maschinenteil. Flachkonischer Kegelstumpf, der die Werkzeug, z.B.
Mitnehmer, festhält. Der flachkonische, im flachen Winkel von 1,25°-1,30°
gebildete Kegelstumpf wird auch für angedrehte Kanteln usw. verwendet.
Morsekonus:
- Maschinenteil. Flachkonischer Kegelstumpf, der die Werkzeug, z.B.
Mitnehmer, festhält. Der flachkonische, im flachen Winkel von 1,25°-1,30°
gebildete Kegelstumpf wird auch für angedrehte Kanteln usw. verwendet.
Mosaikparkett:
- Mosaikparkett ist eine Variante des Fertigparketts. Es ist ca. 8 mm stark
und kennzeichnet sich durch sein Würfelmuster aus.
Musterböden:
- Musterböden sind Designer- oder klassische Schloßböden mit interessanter
Gestaltung.
Mykorrhiza:
- Sind Wurzelpilze, die mit den höheren Pflanzen in Symbiose leben. Die mit
dem Wurzelsystem verwachsenen Pilze übernehmen dabei teilweise oder in
Einzelfälle fast vollständig die Wurzelfunktionen, indem sie die Pflanzen mit
Wasser und Nährstoffen versorgen (insbesondere mit Stickstoff und Phosphat)
und dafür organische Stoffe (Kohlenhydrate) erhalten.
Myzel:
- Die Gesamtheit der Hyphen (Pilzfäden), die teils einzeln, teils zu
Strängen verflochten das Substrat (Holz) durchziehen. Bei flächenförmiger,
filziger Ausbreitung des Myzels spricht man von Myzelflächen, bei nur
lockerer, watteartiger Verflechtung der zarten Lufthyphen von Myzelwatte;
beide Oberflächenmyzelbildungen sind häufig mit bloßem Auge gut erkennbar.
Mönch:
- (Nonne) Dachziegel ohne Verfalzung; dies sind zwei zusammengehörige
konisch geformte Hohlziegel, wobei der Nonnenziegel größer ist; wenig geeignet
sind diese Ziegel für rauhes Feuchtklima, da sie eine stark profilierte
Dachfläche abgeben
Mörtelunterfugte Schwelle:
- Das Fußrähm von Außenwand und Innenwand im Erdgeschossbereich wird mit
Mörtel der Mörtelgruppe 2 unterfugt. Dieses erfolgt zur Vermeidung von
kapillaren Feuchtewanderungen und ungleichmäßigen Setzungen.
N
Nachgeschnittenes Holz:
- Nach dem Trocknungsprozeß nochmals geschnittenes Holz.
Nachhaltigkeit:
- Bezeichnung für die ständige und optimale Erfüllung der Nutz-, Schutz- und
Erholungsfunktion der Wälder. Bezogen auf die Holzernte bedeutet das Prinzip
der Nachhaltigkeit, dass nie mehr Holz eingeschlagen wird als nachwächst.
Dadurch wird auch die Versorgung künftiger Generationen gesichert.
Nackte Bitumenbahnen:
- Nackte Bitumenbahnen dies sind Rohfilzpappen, welche in
-->Destillationsbitumen oder auch in Naturasphalt getränkt wurden, diese
alleine haben keine dichtende Wirkung, sondern dienen nur als Träger für
Dichtungsbeschichtungen aus Bitumen
Nadelholz:
- Von nadeltragenden Koniferen (Nadelbäume) aus der botanischen Gruppe der
Gymnospermen erzeugtes Holz. Bei ihnen fehlen die für Laubholz typischen
Gefäße (Poren).
Narbe:
- Einpressungen von Mitnehmern, Dornen, Schraubenlöcheren usw., die beim
Einspannen an die Drehbank entstehen.
Nase:
- Nase schmückende Vorsprünge im Fachwerk
Nassklebezeit:
- Zeitspanne, innerhalb der eine Nassverklebung möglich ist
Naturharz:
- Zähflüssiger Aussscheidungsstoff von Nadelbäumen, welcher als Grundstoff
für Klebstoffe, Lacke und Kitte verwendet wird
Naturharze:
- Die in den Harzgängen (Harzkanälen) zahlreicher Nadelhölzer gebildete
Substanz; auch in Form von Harzansammlungen, wie z.B. in Taschen, Adern,
Narben, aber auch bei Baumverletzungen auftretend.
Naturverjüngung:
- Begründung des Waldes aus den Samen des bestehenden Bestandes oder
vegetative Vermehrung, z. B. durch Stockausschläge oder Wurzelbrut.
Nenngröße:
- Abmessung zur Angabe der geplanten Größe eines Bauteiles oder eines
Gebäudeteiles
Nennmaß:
- Die z.B. beim Verkauf angegebenen Abmessungen des Schnittholzes; im
Nennmaß sind Sägeungenauigkeiten, Änderungen des Feuchtegehaltes und weitere
Bearbeitungsstufen wie z.B. Hobeln noch nicht berücksichtigt (siehe auch
Sollmaß).
Niederwald:
- Aus Stockausschlag oder Wurzelbrut entstandener Waldbestand. Niederwälder
wurden früher in sehr kurzen Umtriebszeiten meist zur Gerbrindengewinnung oder
Brennholzerzeugung bewirtschaftet.
Niedrigenergiehaus:
- Eine amtliche Definition gibt es nicht, denn ein Niedrigenergiehaus
beschreibt keine bestimmte Bauform oder Bauweise, sondern eher einen
Verbrauchsstandard. Als Bezugsgröße wird im allgemeinen der jährliche
Heizwärmebedarf, bezogen auf einen Quadratmeter, gewählt. Ein
Niedrigenergiehaus braucht für die Raumheizung 30-70 kWh pro m2 und pro Jahr.
Das entspricht 3-7 l Heizöl.
Nijmoholz:
- (Njimoholz) wird aus den Hinterländern von Kamerun teils in Form spärlich
mit Rinde bedeckter Scheiben, teils in gleichmäßig berindeten
Wurzelabschnitten eingeführt, die beide im Innern eine schöne gelbe Farbe
sowie bisweilen rötliche Flecken zeigen und einen gelben alkoholischen Auszug
mit lebhaft grüner Fluoreszenz liefern. Das Holz besitzt einen eigentümlichen
Moschusgeruch und stammt wahrscheinlich von demselben Baume, welcher die
Donndackerinde liefert.
Nodus:
- (lat.) Knoten. Wird für Formen im Ablauf einer Gestalt gebraucht.
Nonne:
- (Mönch)Dachziegel ohne Verfalzung; dies sind zwei zusammengehörige konisch
geformte Hohlziegel, wobei der Nonnenziegel größer ist; wenig geeignet sind
diese Ziegel für rauhes Feuchtklima, da sie eine stark profilierte Dachfläche
abgeben.
Nutverbindung:
- siehe gespundetes Holz
Nutzschicht:
- Die Nutzschicht wird bei jedem Fertigparkett angegeben. Sie gibt letzlich
an, wie oft ein Parkett renovierfähig ist, d.h. sie sagt etwas über die
Lebensdauer des Parketts aus.
Nußbaumholz:
- (Walnußbaumholz, frz. Bois de noyer, engl. Wood of nut-tree), das Holz von
Juglans regia (vgl. Nüsse), bildet ein sehr beliebtes und wertvolles Nutzholz
für die Möbeltischlerei. Es ist dunkelbraun, oft schwärzlich geadert und
besitzt sehr charakteristische lange Poren, die jedoch nicht so groß sind, wie
die des Eichenholzes. Das sehr feste und dauerhafte Holz nimmt eine sehr
schöne Politur an und wird zu Bildschnitzereien und Drechslerarbeiten,
Gewehrschäften und Furnieren verwandt. Auch die Knorren, Wurzelstöcke und
Auswüchse sind wegen ihrer schönen Maserung sehr gesucht. Man unterscheidet im
Handel italienisches, schweizerisches, rheinisches und böhmisches N. Das Holz
junger Bäumchen ist noch weiß, aber sehr zäh und biegsam und wird daher zu
Peitschenstielen verarbeitet. Als nordamerikanisches N. wird meist das
Hickoryholz bezeichnet, jedoch kommt unter gleichem Namen auch das Holz einer
anderen Nußbaumart, Juglans nigra, zu uns, das im Bau dem europäischen ähnlich
und von gleichmäßig brauner Farbe ist.
Nägel:
- Unterschieden wird zwischen Nägel mit glattem Schaft und Nägel mit
profiliertem Schaft (Sondernägel). Zu den Sondernägeln gehören Schraubnägel
und Rillennägel. Sie werden in die Tragfähigkeitsklassen I bis III aufgeteilt.
Schraubnägel, wie Sparrennägel, werden vorzugsweise für holz und
holzwerkstoffverbindungen eingesetzt. Rillennägel werden zur Verbindung
von Holz-Stahlblechverbindungen eingesetzt. Nägel können ständig auf Abscheren
und kurzfristig auf Herausziehen beansprucht werden. Bei
Anschlusskonstruktionen mit Nägeln sind die Randabstände zu beachten. Bei
Einsatz in korrosionsgefährdeten Bereichen sind verzinkte Nägel zu verwenden.
Nährstoffe:
- Zehn Elemente sind nötig, damit eine Pflanze gedeihen kann: Vor allem
Kohlenstoff (C) , Sauerstoff (O), Wasserstoff (H), Stickstoff (N), Phosphor
(P) und Schwefel (S), sowie Kalium (K), Kalzium (Ca), Magnesium (Mg) und Eisen
(Fe). Wenn nur eines dieser sog. Makroelemente fehlt, ist das notwendige
Verhältnis der Nährstoffe gestört und es kommt zu Mangelerscheinungen, die im
Extremfall zu Erkrankungen führen. Zusätzlich benötigt die Pflanze eine Reihe
von Mikroelementen (Spurenelemente, in Form von Ionen) wie z. B. Mangan (Mn),
Zinn (Zn), Kobalt (Co), Kupfer (Cu) sowie Natrium. Makro- und Mikroelemente
außer Kohlenstoff werden von der Pflanze mit den Wurzeln aufgenommen:-H und O
als Wasser, -N als Nitrat- oder Ammonium-Ion,-S und P als Sulfat- und
Phosphationen, -K, Mg, Da, Fe und die meisten Mikronährelemte als Kationen.
O
Obelisk:
- Spitzsäule
Oberflächenrisse:
- Auch Außen- oder Haarrisse genannt, faserparalleles Aufreißen des Holzes
in den Außenbereichen infolge zu scharfer Trocknung; Oberflächenrisse als
Gütemerkmal dürfen höchstens 1/10 der Holzdicke, bei Holzdicken bis 50 mm
maximal 5 mm erreichen.
Obholz:
- Aufholz bei der Sparrenklaue oder anderst das Maß von oberkante Holz bis
zur tiefsten Stelle einer Klaue
Ochsenauge:
- runde oder ovale öffnung im Dach
Offene Seite:
- Schäl- und Messerfurniere besitzen eine offene und eine geschlossene
Seite; die offene Seite liegt bei der Herstellung am Messer an und weist im
allgemeinen bogenförmig in das Furnier hineinreichende Risse auf (siehe auch
Geschlossene Seite).
Offene Wartezeit:
- siehe Wartezeit
Offene Zeit:
- Zeitspanne eines Kontaktklebers, innerhalb der die scheinbar trockenen
Klebstoffschichten noch miteinander verbunden werden können
OKRF:
- OKRF ist die Abkürzung für "Oberkante Rohfußboden". OKRF plus
Fußbodenaufbau (Dämmung, Estrich, Belag) ergibt OKFF (Oberkante
Fertigfußboden). Die Höhenangabe (Koten) des Rohfußbodens ist für die
Ausführung des Rohbaus maßgebend
Optische Mitte:
- Da die Bewertung der Mitte auf der Senkrechten nicht die rechnerische
richtige Mitte trifft, unterscheidet man zwischen der exakten geometrischen
und der vom Standort und Objekt abhängigen "optischen Mitte". Sie liegt in der
Regel über der geometrischen.
Ort:
- Dachbegrenzung, allg. für Spitze, Ecke, Ende
Ortbalken:
- Ortbalken liegt neben dem Mauerwerk
Ortgang:
- Form der Giebelausbildung am Dach.
Osageholz:
- (Osagen-Orange) ist mit Gelbholz (s. d.) von Morus tinctoria oder Maclura
aurantiaca identisch und führt seinen Namen nach dem Indianerstamm der Osagen,
die aus dem elastischen Holze Bogen herstellten.
OSB:
- OSB steht für Oriented Strand Board. Die OSB-Platte besteht aus einem
Dreischichtaufbau aus Schälspänen, die im Englischen "Strands" genannt werden.
Diese Späne werden in drei Schichten um 90° versetzt zueinander gestreut,
daher die Bezeichnung "Oriented". Mit Leimharzen benetzt werden diese
Schälspäne unter Druck und Temperatur zu Plattenwerkstoffen verpresst. Die
Schälspäne bestehen überwiegend aus Kiefernholz und haben eine Länge von 10
bis 15 cm und eine Breite von ca. 2 bis 3 cm. KRONOPLY OSB-Platten bestehen zu
95 % aus Kiefernholz und 5 % Leimanteilen.
Oszillierend:
- Schwankend, pendelnd, hier: auf- und niedergehende Führung des
Schleifbandes.
Overlay:
- Farblose, hochwertige Melaminharzfilme als Schutz für darunterliegende
Dekorfilme (siehe auch Beschichtungswerkstoffe).
Ölbaumholz:
- (Olivenholz), das Holz des Ölbaums, Olea europaea, ein sehr dichtes und
festes, fast strukturlos erscheinendes Nutzholz, besitzt eine gelbliche Farbe,
erscheint im Kern braun gewässert und geflammt und ist dem Wurmstich und der
Fäulnis nicht unterworfen. Es nimmt eine sehr schöne Politur an und ist daher
für die Drechslerei und Kunsttischlerei sehr gesucht.
Ölfarben:
- Zum Verarbeiten fertige Ölfarben werden sowohl für Künstler als auch zu
gewöhnlichen Firnis- und Lackanstrichen auf Holz und Metall in den Handel
gebracht. Die feinen Ö. finden sich zuweilen noch in Tierblase zu kleinen
Beuteln eingebunden, die beim Gebrauch mit einer Nadel angestochen werden und
durch das kleine Loch für den jeweiligen Bedarf Ö. austreten lassen.
Zweckmäßiger aber sind kleine zusammendrückbare Hülsen von Zinnfolie, sog.
Zinntuben, aus deren Halsöffnung die Farbe hinausgedrückt wird und die beim
Nichtgebrauch durch ein Schraubendeckelchen geschlossen werden. - Für
Anstreicher sind alle gebräuchlichen Erd- und Mineralfarben in Öl oder Firnis
vorrätig. Sie werden auf Maschinen zur Konsistenz eines steifen Breies
zusammengerieben und in hölzernen Fäßchen, die nach oben enger zulaufen, mit
etwas Wasser bedeckt, verkauft.
P
Palisade:
- Pfähle nebeneinandergereit als Holzwand
Pappelholz:
- das Holz der verschiedenen Arten von Pappeln. 1. Das hellfarbige Holz der
Schwarzpappel, Populus nigra, ist sehr weich, fast schwammig und fasert leicht
beim Bearbeiten, ist aber dem Reißen und Werfen wenig unterworfen. 2. Das Holz
der Silberpappel oder Weißpappel, Populus alba, st ziemlich hellfarbig,
bisweilen gelb geflammt und geadert, zäh, ziemlich spaltbar und sehr leicht,
und wird zu Drechsler- und Tischlerarbeiten benutzt. 3. Das häufig ins
Bräunliche spielende Holz der Zitterpappel, Populus tremula, ist zäh und
dicht, ziemlich fest und gut spaltbar, wirft sich wenig und läßt sich gut und
glatt bearbeiten. Es dient zu Schnitzereien und Tischlerarbeiten. 4. Das Holz
der italienischen oder Chausseepappel, Populus pyramidalis, ist
hellgelblichweiß, weich, eicht, zäh und schwerspaltig, wirft sich nicht,
bekommt keine Risse, steht im Trocknen gut, aber weniger im Nassen, und wird
zur Herstellung von Modellen, als Blindholz für Furtnierarbeiten und zum
Wagenbau benutzt. 5. Das Holz der kanadischen Pappel, Populus canadensis, ist
ziemlich weiß, im Alter nach dem Kern hin bräunlich und wie das
Zitterpappelholz verwendbar. Die Ruten der italienischen Pappel eignen sich
ausgezeichnet zu Flechtwerk, Zäunen und Faschinen.
Parallele Kehlbalkenlage:
- Parallel zu Mittelpfetten angeordnete Kehlbalkenlage, die sich
hervorragend zur Vorelementierung eignet.
Parenchymzellen:
- Zellen mit Hauptfunktion, Nähr- und Aufbaustoffe zu speichern und bei
Bedarf wieder abzugeben. Die Zellwände sind zur Erhöhung der Durchlässigkeit
nach allen Seiten durchlöchert (siehe auch Tüpfel).
Parkett:
- Parkett ist lt. DIN Norm ein Holzfußboden ab 2 mm Nutzschicht.
Passbolzen:
- Passbolzen sind Schrauben, die wie Stabdübel eingesetzt werden. Stabdübel
und Passbolzen sind im Gegensatz zu tragenden Bolzenverbindungen
uneingeschränkt einsetzbar.
PEFC:
- Abkürzung für Pan-Europäische Forst Zertifizierung. Gütesiegel für Holz
aus nachhaltiger Forstwirtschaft in Europa und speziell in Deutschland. Die
PEFC prüft allerdings keine Einzelbetriebe, sondern Waldregionen, deren
Besitzer dutzende kleiner Forstbetriebe sein können.
Performanceprüfung:
- Bei der Performanceprüfung handelt es sich um eine
Gebrauchstauglichkeitsprüfung von Holzwerkstoffen in der Bauteilanwendung. Im
Gegensatz zur reinen Werkstoffprüfung orientiert sich die Performanceprüfung
an der Gebrauchstauglichkeit des Bauteils. In Performanceprüfungen werden
Flächen, Wand und Dachbauteile auf ihre Schlagstoßfestigkeit und auf ihre
Gesamtstabilität auch unter Berücksichtigung von Nut- und Federverbindungen
getestet. In Deutschland ist als Vornorm die prEN 12871 vorgesehen.
Pfannenstecher:
- Langer Abstechstahl mit zur Schneide hin gebrogene Form, in der Länge nach
unten schmaler geschmiedet. Die Bahn ist blank geschliffen oder leicht
geflutet.
Pfettendach:
- Das Pfettendach besteht aus Unterzügen, die Pfetten genannt werden, und
aus Sparren, die auf den Pfetten aufliegen und die Dachhaut tragen. Als
Pfetten werden Fuß- und Mittelpfetten unterschieden, die in bestimmten
Abständen (etwas 4 bis 5 m) auf Spitzen aufliegen.
Pflaumenbaumholz:
- (Zwetschenbaumholz) von Prunus domestica ist sehr dicht, von feinem Korn
und dunkelrötlichbrauner Farbe und gegen den Kern hin mehr oder weniger mit
braunroten und violettroten Adern und Flammen geziert. Es wird von Tischlern
und Drechslern benutzt und mit Vorliebe zu Faßhähnen und den billigeren
Holzblasinstrumenten verarbeitet.
Phenolharze:
- PF-Harze sind synthetische, härtbare Kunstharzklebstoffe, die gelegentlich
auch Phenoplaste oder Phenoplastleime bezeichnet werden. Phenolharze gehören
zur Gruppe der Phenolplaste und damit zu den irreversibel aushärtenden,
duroplastischen Klebstoffen. Phenolharze werden in der Holzwerkstofindustrie
z.B. zur Verleimung der Deckschichten von Kronoply OSB/3 eingesetzt.
Klebverbindungen mit Phenolharzen sind beständig gegen hohe und wechselnde
Feuchte- und Temperaturbeanspruchung, gegen viele Chemikalien und
Holzschutzmittel. Die technische Herstellung der Phenolharze erfolgt
überwiegend auf synthetischen Wege aus verschiedenen Benzolderivaten.
Phenoplaste:
- Sammelbezeichnung für alle Phenol- und Kresolharze sowie für Phenol- und
Resorcin - Formaldehydharze.
Pholem:
- siehe Rinde
Pilze:
- Pilze befallen nur feuchtes Holz ab einer Feuchte von u = 18 bis 20 %.
Ausgeschlossen ist ein Pilzbefall bei vollständiger Durchfeuchtung oder
konstanter Trockenheit. Wichtig ist die Unterscheidung in Bläuepilze,
Moderfäulepilze und in holzzerstörende Pilze. Holzzerstörende Pilze sind in
erster Linie die Braunfäule, die Weißfäule, die Weißlochfäule und die
Moderfäule. Blaue Pilze befallen bevorzugt Nadelholz. Sie sind lediglich
holzverfärbende Pilze und haben keinen Einfluss auf die Festigkeit des Holzes.
Pinole:
- (ital.) Pinienkern. In der Längsrichtung verschiebbares Gegenlager zur
Drehspindel im Reitstock. Dient der Aufnahme von (mitlaufender)Körnerspitze
oder Bohr- und Senkwerkzeugen.
Pionierbaumarten:
- Die ersten Baumarten, die sich auf Freiflächen ansiedeln. Sie sind
lichtliebend und widerstandsfähig gegen natürliche Umwelteinflüsse wie Hitze,
Trockenheit oder Frost. Sie besitzen besonders leichte und flugfähige Samen,
z. B. Birke, Aspe, Kiefer, Erle und Weide.
Planke:
- Bezeichnung für Bohlen, die konstruktiv eingesetzt werden können - z.B.
für Bootsstege.
Plattenstahl:
- Schlichtstahl. Ein flaches (plattes) Dreheisen, das nur vorn einseitig im
stumpfen Winkel geschliffen ist. Gelegendlich wird die Schneide auch vorn
seitlich im Winkel von 85° angeschliffen, um damit Böden auch am seitlichen
Anschluß sauber "schlichten" zu können.
Plattenstoßstütze:
- Die Stütze, auf der die Platten gestoßen werden, wird Plattenstoßstütze
genannt. Bei der Plattenstoßstütze muss der Schubfluss aus der Scheibenwirkung
der Wandbeplankung sowie die anfallenden Vertikallasten nachgewiesen werden.
Es ist besonders auf die Verbindungsmittelrandabstände und den
Verbindungsmittelabstand untereinander zu achten
Plenterwald:
- Im Gegensatz zum Altersklassenwald, in dem die einzelnen Altersstufen
räumlich getrennt sind, stehen in einem Plenterwald Bäume aller
Entwicklungsstufen auf kleinster Fläche nebeneinander. Die Verjüngung findet
permanent statt. Eingriffe dienen stets der Verjüngung, Erziehung und Ernte
gleichzeitig.
PMDI-Verleimung:
- PMDI-Verleimung: Polymere Diphenylmethandiisocyanate, wird zur Herstellung
der Kronoply-OSB/4 verwandt und garantiert eine formaldehydfrei verklebte
OSB-Platte. Der Emissionswert liegt bei ca. 0,01 ppm. PMDI wird bei Kronoply
OSB/3 in der Mittelschicht verwendet. Es entstehen zwischen Holz und Klebstoff
echte chemische Bindungen, durch diese Verbindung der Holzpartikel erhält man
mechanisch festere Bindungen mit guter Feuchtebeständigkeit. Bezogen auf die
gleiche Menge eingesetzten Klebstoffes erzielt man im Vergleich zu den mit
Phenolharz verleimten Platten die dreifache Festigkeit.
Polymere:
- Makromoleküle, die als Basisstoff in Klebstoffen die Kohäsion bewirken
Polymerisation:
- Bei der Polymerisation verbinden sich kleine Moleküle (Monomere) zu
Riesenmolekülen (Polymere), ohne ihre Zusammensetzung dabei wesentlich zu
ändern
Polystyrol:
- Polystyrol (PS) ist ein Schaumkunststoff, der entweder als
"Partikelschaum" oder als "Extruderschaum" hergestellt und verwendet wird.
Geregelt werden Schaumkunststoffe in der DIN 18164. Beide Produkte können als
Wärmedämmstoffe nicht druckbelastet (W), druckbelastet (WD) und druckbelastet
mit besonderer Formbeständigkeit (WS) eingesetzt werden. Als
Trittschalldämmstoff unter Estrichen ist jedoch nur der PS - Partikelschaum
einsetzbar.
Polyurethan:
- Polyurethan (PUR) ist ein Schaumkunststoff, der durch eine chemische
Reaktion hergestellt wird. Geregelt werden Schaumkunststoffe in der DIN 18164.
PUR wird als nicht druckbelasteter (W) und druckbelasteter Wärmedämmstoff (WD)
in Wänden oder druckverteilenden Böden eingesetzt bzw. als Wärmedämmstoffe,
die besonders druckbelastbar sind und eine hohe Formbeständigkeit besitzen
(WS).
Poren:
- Durch Gefäßzellen gebildete feine Röhren, die im Querschnitt runde oder
ovale Öffnungen und auf Längsschnittflächen rillenartige Vertiefungen bilden.
Bei grobporigen Hölzern sind die einzelnen Poren mit bloßem Auge erkennbar,
wie z. B. bei Wenge; bei mittelgroßen Poren ist nur das Vorhandensein der
Poren, aber nicht die einzelne unterscheidbar, wie z.B. bei Makore; bei
feinporigen Hölzern, wie z.B. bei Mansonia sind Poren nur noch mit der Lupe
auf glatten Querschnitten sichtbar; Nadelhölzer sind porenlos.
Porenrillen:
- An Längsschnitten von Laubhölzern sichtbare aufgeschnittene Gefäßzellen;
sie sind um so deutlicher, je weilumiger die Gefäße sind (grobporige
Holzarten), z.B. Eiche oder Khaya. (Fälschlicherweise auch als Nadelrisse
bezeichnet, obwohl es sich nicht im Risse handelt.)
Prosenchym:
- Leblose Holzzellen, deren Funktion in der mechanischen Festigung des
Stammes und in der Leitung von Wasser und Mineralsalzen liegt (Festigkeits-
und Leitgewebe); hierzu zählen Tracheiden, Fasern und Gefäße (Tracheen). Der
größte Volumenanteil des Holzgewebes besteht aus Prosenchymzellen (siehe auch
Parenchym).
Psychrometer:
- Meßgerät zur Bestimmung der relativen Luftfeuchte, bestehend aus einem
Trocken- und einem Feuchtthermometer. Die damit in einem gegebenen Klima
gemessene´Temperaturdifferenz ist direkt von der Luftfeuchte abhängig und wird
als Psychrometerdifferenz bezeichnet (siehe auch Trocken- und
Feuchttemperatur).
Pultdach:
- Das Pultdach hat nur eine schräge Dachfläche.
Pultdachbinder:
- Ein Pultdachbinder ist ein Vollwandträger aus Brettschichtholz.
Punktast:
- Ein Ast mit einem Durchmesser von höchstens 5 mm. Punktäste bleiben bei
der Gütesortierung meist unberücksichtigt.
Pyramiden:
- Sie entstehen aus tangentialen Anschnitten sich gabelnder Stämme gleicher
Stärke; die wirbelige Zellstruktur an ihrer Nahtstelle ergibt besonders
dekorative Strukturbilder bei Amerikanischem Mahagoni.
Pyramiden-Struktur:
- Sie entstehen aus tangentialen Anschnitten sich gabelnder Stämme gleicher
Stärke; die wirbelige Zellstruktur an ihrer Nahtstelle ergibt besonders
dekorative Strukturbilder bei Amerikanischem Mahagoni.
Q
Quellung:
- Die Vergrößerung der drei Abmessungen und damit auch des Volumens durch
Feuchtigkeitsaufnahme. Quellung ist nur unterhalb Fasersättigung, also
unterhalb etwa 28 bis 36% Holzfeuchtigkeit, möglich. Entsprechend dazu tritt
bei Feuchtigkeitsabnahme Schwindung des Holzes auf. Quellung und Schwindung
wiederholen sich jeweils bei erneuter Befeuchtung beziehungsweise Trocknung
(siehe auch: Stehvermögen).
Quer zur Faser:
- Üblicherweise senkrecht zur Faserrichtung
Querschnitt:
- Quer zur Stammachse bzw. zum Faserverlauf geführter Schnitt. Er ist für
die mikro- und makroskopische Bestimmung des Holzes am besten geeignet. Auf
der Querschnittsfläche zeigen sich Jahrringaufbau, Längsparenchym und
Holzstrahlen am deutlichsten.
Querschnittgrößen:
- Stärke und Breite eines Holzteiles
Quick-System:
- Das Metabo Quick-System erlaubt einen werkzeuglosen Wechsel des Werkzeugs
(z.B. Schleifscheiben oder Sägeblätter).
R
Radial:
- In einem Baum die horizontale Richtung zwischen Mark und Rinde.
Radialschnitt:
- Die Jahrringe sind als parallel zur Stammachse verlaufende und die
Markstrahlen als radial verlaufende Streifen zu sehen. Die längs
angeschnittenen Markstrahlen erscheinen als glänzende Spiegel.
Rafen:
- auf Pfetten aufgelegtes tragendes Holz
Rahmen:
- Als Rahmen wird häufig die Skelettkonstruktion von Wandelementen in
Holzrahmenbauweise bezeichnet, auch Rahmenwerk genannt. Dies besteht aus
kammergetrocknetem Konstruktionsvollholz.
Randabschlussbalken:
- Äußerer Montageabschluss der Balkenlage mit wichtigen Funktionen in der
Statik und Bemessung sowie hinsichtlich der Winddichtigkeit.
Randbalken:
- Der Randbalken wird senkrecht zu den Deckenbalken an deren Enden
angeordnet. Er wird benötigt, um die Windlasten aus den oberen Geschossen in
das darunterliegende Geschoss abzuleiten.
Rasterstütze:
- Unter Rasterstütze versteht man die Stützen im Holzrahmenbau, die im
üblichen Abstand von 0,625 cm angeordnet werden und das Raster bilden.
Reaktionsholz:
- Anormales, den Gebrauchswert des Holzes negativ beeinflussendes
Holzgewebe, tritt auf dem Stammquerschnitt einseitig in etwa halbringförmigen
Schichten auf. Entsteht als Reaktion des Baumes auf einseitige äußere
Einwirkungen (z.B. Schiefstellung am Hang, Wind, Schnee).
Reaktionsverfärbung:
- Durch die Verbindung bestimmter Gase bzw. Abgase (meist Ammoniak) oder
Metalle (meist Eisen) mit chemisch sauren Kernhölzern verursachte
Verfärbungen; Wasser bzw. eine sehr hohe Holzfeuchte ist für Nicht-Gase als
"Oberträger" erforderlich; die Metalle werden hierbei häufig korrodiert, wie
z. B. bei Eiche und Western Red Cedar.
Reaktionsverfärbung:
- Durch die Verbindung bestimmter Gase bzw. Abgase (meist Ammoniak) oder
Metalle (meist Eisen) mit chemisch sauren Kernhölzern verursachte
Verfärbungen; Wasser bzw. eine sehr hohe Holzfeuchte ist für Nicht-Gase als
"Oberträger" erforderlich; die Metalle werden hierbei häufig korrodiert, wie
z. B. bei Eiche und Western Red Cedar.
Regeldachneigung:
- Regeldachneigung ist die unterste Dachneigungsgrenze, bei der sich in der
Praxis eine Dachdeckung als regensicher erwiesen hat. Hinweis: Bezieht sich
auf die Sparrenneigung und nicht auf die Eindeckfläche.
Regeln der Baukunst:
- Regeln der Baukunst auch allgemein anerkannte Regeln der Baukunst, die im
Bauwesen anerkannten wissenschaftlichen, technischen und wirklichen
Erfahrungen, die in sog. Regelwerken oder DIN-Normen festgelegt sind.
Abweichungen von den allgemein anerkannten Regeln der Baukunst können bei
Baumängeln zu Gewährleistungsansprüchen des Bauherrn führen.
Reifholz:
- Mit Reifholz wird der Kern eines Holzes bezeichnet, der sich in der Farbe
nicht vom Splint unterscheidet, jedoch wesentlich wasserärmer ist als dieser.
Reifholzbäume:
- Älterer Begriff für Bäume, die keinen Farbkern ausbilden, jedoch im
Innenholz trockener, d.h. "reifer", aber auch verkernt sind (wie z.B. Fichte);
es handelt sich somit um Bäume mit hellem, makroskopisch nicht vom Splintholz
zu unterscheidenden Kernholz.
Reifholzbäume:
- Reifholzbäume besitzen ein helles Kernholz. Sie haben keinen
Farbunterschied über den gesamten Querschnitt. Der Splint ist feuchter als der
Kern. Zu den Reifholzbäumen gehören die Nadelbäume Fichte und Tanne oder z. B.
Laubbäume wie Rotbuche oder Linde.
Reitnagel:
- Historische Bezeichnung für Reitstock.
Reitstock:
- Bildet, auf den Wangen beliebig festgestetzt, das Gegenlager zum
Spindelkasten. Er muß immer sorgfähltig auf die Drehachse ausgerichtet sein.
Relative Luftfeuchte:
- Das Verhältnis des tatsächlich in der Luft vorhandenen Dampfteildruckes zu
dem zur vorliegenden Lufttemperatur gehörigem Sattdampf druck des
Wasserdampfes, meist in Prozent angegeben; vereinfacht (aber physikalisch
nicht ganz exakt) das prozentuale Verhältnis des tatsächlich in der Luft
vorhandenen absoluten Feuchtegehaltes (Istfeuchte) zur maximal möglichen
Sättigungsfeuchte bei der jeweiligen Temperatur.
Relative Luftfeuchte:
- Das Verhältnis des tatsächlich in der Luft vorhandenen Dampfteildruckes zu
dem zur vorliegenden Lufttemperatur gehörigem Sattdampf druck des
Wasserdampfes, meist in Prozent angegeben; vereinfacht (aber physikalisch
nicht ganz exakt) das prozentuale Verhältnis des tatsächlich in der Luft
vorhandenen absoluten Feuchtegehaltes (Istfeuchte) zur maximal möglichen
Sättigungsfeuchte bei der jeweiligen Temperatur.
Reservoir:
- (Vorrats-)Tank, auch für Druckluft oder das Vakuum.
Resistenz:
- Begriff für die Widerstandsfähigkeit des Kernholzes im Feuchtzustand (>
20% Holzfeuchte) gegen Pilzbefall (siehe auch: Außenbau, Splintholz,
Kernholz).
Resistenzklasse:
- Stufe in dem Klassifizierungssystem der natürlichen Resistenz
(Dauerhaftigkeit oder Widerstandsfähigkeit) von Holzarten gegen den Angriff
holzzerstörender Pilze, alter Begriff nach DIN 68 364. Künftig ersetzt durch
Dauerhaftigkeitsklasse
Resonanzhölzer:
- Diesen Namen führen im Holzhandel aus Tannen- und Fichtenstämmen
gefertigte dünne Holzplatten, die bei der Herstellung von Musikinstrumenten
Verwendung finden und namentlich im Böhmerwald, Oberbayern und dem westlichen
Teile des sächsischen Erzgebirges in großer Menge gewonnen werden. Zu ihrer
Herstellung eignet sich nur ganz gesundes, astfreies Holz mit feinen und
gleich starken Jahresringen, aber ohne Harzgallen. Früher wurde alles
Resonanzholz gespalten, während jetzt auch Sägen hierzu eingerichtet sind. Je
nach der Größe und Güte unterscheidet man Resonanzbodenholz für Klaviere,
Geigendeckelholz, Gitarrenholz, Baßdeckelholz usw.
Riegel:
- waagerechtes Verbandholz im Fachwerk
Riegeltextur:
- Dekorative quergestreifte Zeichnung bei bestimmten Holzarten insbesondere
auf radialen Schnittflächen (z.B. Ahorn); die Fasern sind hier - statt normal
axial gestreckt - in einer Ebene (meist tangential) kurz gewellt.
Riegelwuchs:
- Eine wellenförmige Verformung aller axial gerichteten Zellstränge quer zur
Faserrichtung, die bei allen Hölzern vorkommen kann, häufig bei Ahorn und
Nußbaum. Das dabei entstehende Lichtspiel wechselt mit verändertem
Lichteinfall die als Hell-Dunkelzonierung entstehenden Riegel.
Riemenfußboden:
- Riemenfußboden (Fußbodenriemen) sind gehobelte Bretter, die gespundet
(Bretter mit Nut und angefräster Feder) sind. Man unterscheidet zwischen Lang-
und Kurzriemen. Die Langriemen haben meist Zimmerlänge und sind gespundet.
Dagegen werden Kurzriemen in verschiedenen Längen hergestellt. Sie sind rundum
genutet oder mit Nut und Feder erhältlich. Die rundum genuteten Kurzriemen
werden mit Querholzfedern verbunden. Bei der Holzauswahl wird auf die gleichen
Auswahlkriterien wie beim einfachen Dielenfußboden wert gelegt. Die Verlegung
des Riemenfußboden geschieht ähnlich wie beim einfachen Dielenfußboden, nur
daß beim Riemenfußboden die gespundeten Bretter einzeln verdeckt genagelt
werden. Kurzriemen verlegt man in der Länge versetzt, damit an den Stößen
(Verbindung von Riemen zu Riemen) kein Schwachpunkt entsteht und damit das
unterschiedliche Arbeitsverhalten der Riemen sich nicht aufaddiert. Diese
Verlegung wird auch Schiffsverband genannt. Sollte bei Langriemen gestoßen
werden, muß darauf geachtet werden, daß sich der Stoß auf einem Lagerholz
befindet.
Rifts:
- Im Rift-, Spiegel- oder Radialschnitt hergestellte Laub- oder
Nadelholzbretter (Riftbretter) mit vorwiegend aufrecht stehenden Jahrringen
(Winkel zwischen Jahrring und Brettseite nicht kleiner als 60°, optimal 90°).
Rifts besitzen eine größere Oberflächenhärte, ein geringeres Schwindmaß und
ein besseres Stehvermögen als die im Fladerschnitt hergestellten
Seitenbretter.
Riftschnitt:
- Radialer Einschnitt, bei dem die Zuwachszonen möglichst rechtwinklig
(aufrecht) zur Brettbreite liegen, auch Einschnitt "mit stehenden
Jahresringen" genannt. Durch Riftschnitt läßt sich das Stehvermögen des Holzes
verbessern und das Verziehen von Holzquerschnitten vermeiden (siehe auch:
Schnittrichtungen).
Riftschälen:
- Furniertechnik- -> Schältechnik. Wie beim Messern können für das
Stay-Log-Schälen Stammsegmente in die Maschine eingespannt werden. Die
Herstellung von Rift-Furnieren, d.h. Furnieren mit streifiger Zeichnung
erfolgt vorzugsweise nach dieser Technik.
Rinde:
- Alle Stamm- und Astteile außerhalb des Kambiums, bestehend aus lebender
Innenrinde (Pholem) und toter Außenrinde (Periderm, Borke).
Ringporigkeit:
- Im Querschnitt periodisch wiederkehrende Ringe aus eng liegenden größeren
Poren (Frühholz), die mit Ringen aus kleineren und weniger zahlreichen Poren
abwechseln (Spätholz). Ringporige Hölzer ergeben im radialen Anschnitt
Poren-Streifer und tangential Poren-Fladern (siehe auch: Blume, Fladern,
Frühholz, Spätholz, Streifer, Zerstreutporigkeit).
Ringrisse:
- Den Jahrringen folgende Risse, die entweder den ganzen Jahrring oder den
größten Teil eines Jahrrings erfassen können (Ringschäle) oder sich auf einen
weniger ausgedehneten Jahrringteil beschränken. Sie verlaufen meist in den
ersten Schichten des Frühholzes. Entstehung in der Regel durch Wuchsspannungen
im stehenden Baum.
Ringschäle:
- Den Jahrringen folgende Risse, die entweder den ganzen Jahrring oder den
größten Teil eines Jahrrings erfassen können (Ringschäle) oder sich auf einen
weniger ausgedehneten Jahrringteil beschränken. Sie verlaufen meist in den
ersten Schichten des Frühholzes. Entstehung in der Regel durch Wuchsspannungen
im stehenden Baum.
Riß:
- Als Gütemerkmal von Schnittholz wird beispielsweise unterschieden nach der
Art der Risse (Kernriß, Frostriß, Trockenriß, Ringriß bzw. Ringschäle,
Schilferriß) oder nach Lage der Risse (Seitenriß, Kantenflächeriß, Endriß)
oder nach der Tiefe der Risse (Oberflächenriß bzw. Haarriß, tiefer Riß,
durchgehender Riß).
Rofe:
- Rofe auf Pfetten aufgelegtes tragendes Holz
Rohbaurichtmaß:
- Das ist das Maß, daß dem Maurer für die Öffnung vorgegeben wird. Es ist
größer als das Türeinbaumaß, da die Tür noch in die Öffnung eingepaßt werden
muß.
Rohdichte:
- Damit wird die Dichte bzw. das spezifische Gewicht von Holz und
Holzwerkstoffen bezeichnet. Sie wird errechnet, indem die Masse eines
Holzkörpersdurch sein Volumen dividiert wird. Die Masse wird durch Wiegen und
Volumen entweder aus den räumlichen Abmaßen oder durch Flüssigkeitsverdrängung
bestimmt.
Rohdichte:
- Die Rohdichte bezeichnet das Gewicht eines Stoffes, bezogen auf ein
bestimmtes Volumen (in der Regel ein mł).
Roofen:
- auf Pfetten aufgelegtes tragendes Holz
Rosenholz:
- (lat. Lignum rhodii, frz. Bois de rose, engl. Rose wood). Unter diesem
Namen finden sich verschiedene Hölzer im Handel, die entweder einen entfernt
rosenähnlichen Geruch besitzen oder sich durch eine schön rosenrote bis
purpurrote Färbung auszeichnen. Die ersteren dienen zu Parfümeriezwecken, die
letzteren in Form von Furnieren zu eingelegten Arbeiten in der
Kunsttischlerei. Das Möbelrosenholz wird besonders in England als das schönste
und teuerste Luxusholz verarbeitet. Es erscheint meist in starken Blöcken, die
von großen Bäumen aus Brasilien sowohl, als auch aus Siam und anderen
Bezugsquellen herrühren. Das beste R. aus Bahia in Brasilien, angeblich von
Physocalymna floribundum (Pohl), hat auf purpurrotem Grunde dunklere
Marmorierung oder Maserung. Je reicher die Zeichnung, je tiefer die Färbung
und je stärker die Unterschiede der Farbentöne, um so teurer wird das Holz
bezahlt. Ferner liefern Cordia Gerascanthus und Cordia sebestina in Westindien
R. für die Kunsttischlerei. - Das Parfümerieholz besteht aus den knolligen,
schweren Wurzeln zweier auf den Kanarischen Inseln wachsender Windenarten,
Convolvulus scoparius und Convolvulus floribundus. Es riecht beim Reiben und
Raspeln angenehm rosenartig und hat einen bitterharzigen Geschmack. Man
verwendet das geraspelte Holz zum Füllen von Riechkissen, bereitet daraus
durch Mazerieren mit Weingeist eine Rosenholztinktur und destilliert daraus
das angenehm rosenartig riechende ätherische Rosenholzöl (lat. Oleum ligni
rhodii, frz. Essence de bois de rose, engl. Rose-wood oil), das zu Parfümerien
gebraucht wird. - Das kanarische R., die echte Sorte, kommt in Stücken von 2˝
- 9 cm Durchmesser, welche außen grau, innen schön braungelb oder rötlich
geadert sind, in den Handel. Der ihm auch beigelegte Name Rhodiserholz gehört
eigentlich einer anderen Wurzel, die von einer im Orient (Zypern, Rhodus)
wachsenden Ginsterart herrühren soll.
Rotbuchenholz:
- Die Rotbuche, Fagus silvatica, liefert ein außerordentlich hartes Holz von
rötlicher Farbe und großem, glänzendem, dunkelbraun gefärbtem Spiegel. Es hat
nächst dem Eichenholze die breitesten Markstrahlen, läßt sich gut spalten und
glatt bearbeiten und bekommt keine Risse, ist aber sehr dem Werfen
unterworfen. Das R. wird zur Herstellung von landwirtschaftlichen Geräten,
Mühlwellen und Mühlrädern sowie in der Stellmacherei verarbeitet und ist
außerdem ein ganz vorzügliches, aber teures Brennmaterial. Der Buchenholzteer
(s. d.) bildet den Rohstoff für die Kreosotherstellung.
Rotholz:
- Unter diesem Namen kommen verschiedene, einen roten Farbstoff enthaltende
Holzarten in den Handel, die von Bäumen aus der nur in den Tropen heimischen
Familie der Zäsalpineen abstammen. Andere rote Stammhölzer, wie z. B.
Blauholz, Sandelholz, Kaliaturholz, rechnet man hingegen nicht zu den
Rothölzern, sondern führt sie unter ihren besonderen Namen in den Preislisten
auf. Zu dem nach der Herkunft in südamerikanisches, westindisches und
ostindisches unterschiedenen R. gehören folgende Handelssorten:
Pernambukrotholz (Fernambukholz, Brasilienholz, lat. Lignum fernambuci, frz.
Bois de Brésil ou de Fernambouc, engl. Pernambuco wood), das Kernholz von
Caesalpinia echinata, wurde früher aus dem Hafen von Pernambuko in Brasilien
ausgeführt, woher es seinen Namen erhalten hat, kommt aber jetzt nicht mehr
oft in den Handel und wird daher auch nur ausnahmsweise als Farbholz verwandt.
Höchstens benutzt man es wegen seiner hohen Politurfähigkeit als feines
Tischlerholz und zu Violinbogen. Das Holz bildet arm- bis schenkeldicke Stücke
von ungefähr 1ź m Länge und faserigem Gefüge, wird aber häufig durch andere
Rotholzarten, namentlich Bahiaholz, ersetzt. Für Färbereizwecke werden jetzt
hauptsächlich St. Martharotholz, Mazatlanrotholz, Nikaragua- und
Kostarikarotholz verwandt. Das St. Martharotholz (Martinsholz, Stockfischholz,
Pfirsichholz), von Caesalpinia brasiliensis, ist im Kern schön rot und reich
an Farbstoff, im Splint hellgelb. Die Scheite sind an dem einem Ende rund, am
anderen abgesägt und lassen auf dem Querschnitte hellere, radiale Streifen
erkennen. Die von den jüngeren Ästen herrührenden Stücke führen den Namen
Brasiletto, jedoch bezeichnet man hiermit nach anderen Angaben auch mehrere
von Kuba, Jamaika und den Bahamainseln kommende geringwertigere R.-Arten,
dünne Stücke von bräunlichgelber Farbe, die von Caesalpinia vesicaria und C.
crista herrühren sollen. Das Nikaraguarotholz ist dem St. Marthaholz sehr
ähnlich und stammt vielleicht von demselben Baume. Die Scheite sind meist
etwas gedreht und noch von hellem Splinte bedeckt. Das Mazatlan-Lima-R. hat
oft lange Spalten, die einen grauen Überzug zeigen. Frisch geschnitten ist es
gelblich, wird aber an der Luft rot. Kostarikarotholz, aus der gleichnamigen
Republik, bildet ebenfalls eine gesuchte Sorte. - Unter den ostindischen
Rothölzern ist das wichtigste das Sapanrotholz, von dem man wieder Siam-Sapan
und Birma-Sapan unterscheidet. Ersteres ist lebhaft gelbrot, ohne Splint,
letzteres hellrot, später nachdunkelnd und noch vom Splint umgeben. Beide
Sorten stammen von Caesalpinia Sapan. Andere geringwertige Sorten sind
Padang-Sapan und Java-Sapan. - Das R. wird erst in Europa geraspelt und
fermentiert, wodurch die Farbe lebhafter wird, und ebenso wie das daraus
hergestellte Rotholzextrakt in der Färberei und zur Herstellung roter
Farblacke benutzt. Der wertbestimmende Farbstoff, das Brasilein, ist nur zum
Teil fertig gebildet in dem Holze enthalten, während der Hauptteil sich als
Chromogen (Brasilin) vorfindet, aus dem sich erst nach und nach durch
Einwirkung der Luft das Brasilein bildet.
Rotstreifigkeit:
- Teilweise durch Pilze befallenes Holz, gekennzeichnet durch unregelmäßige,
meist streifenförmige, dunkle Verfärbungen auf der Holzoberfläche (im
Stammquerschnitt meist radial verlaufende, keilförmige Streifen). Häufig bei
zu lange zu feucht gelagertem Fichten- und Tannenholz auftretend.
Roßkastanienholz:
- von Aesculus Hippocastanum ist gelblichweiß bis rötlichgelb und
grobfaserig, besitzt aber feinen Spiegel. Da es ziemlich weich ist und leicht
fault, ist es zu Bauholz nicht geeignet.
Rundast:
- Der Rundast ist ein Ast, der so geschnitten ist, daß das Verhältnis
zwischen dem größten und dem kleinsten Durchmesser nicht größer als 2 ist
(siehe auch Flügelast).
Runder Ast:
- Auch Rundast genannt, ist ein Ast, der so geschnitten ist, daß das
Verhältnis zwischen dem größten und dem kleinsten Durchmesser nicht größer als
2 ist (siehe auch Flügelast).
Rundholz:
- Teil des gesägten und von Zweigen und Ästen befreiten Baumstammes
Rundkantentür:
- Durch die abgerundeten Kanten ist diese Tür unempfindlicher als eine
Standardtür und anspruchsvoller in der Optik. Abgerundete Kanten sind viel
stoßfester wie gerade Türkanten.
Rundschälen:
- Furniertechnik -> Schältechnik. Bei hochwertigen Holzarten wie
Vogelaugenahorn, vor allem aber dekorativen Wurzelhölzern wie Nußbaum, Vavona
oder Pappelmaser werden durch das Rundschälen Furniere mit annähernd gleicher
Zeichnungen gewonnen. Gleiches gilt für das Rundschälen von in Drittel oder
Viertel geteilte Blöcke, wie beispielsweise buntem Bubinga, dessen
individuelle Schönheit um ein vielfaches besser zum Ausdruck kommt, als dies
durch die Aufarbeitung in Messermaschinen möglich wäre.
Rune:
- Rune germ. Schriftzeichen, z. B. an Fachwerken
Rücken:
- Abtransport der Stämme nach der Holzernte. Heute benutzt man dazu
überwiegend Maschinen, sogenannte Rückeschlepper.
S
Saft:
- Flüssigkeit in den Leitgeweben des Baumes, bestehend aus Wasser und darin
gelösten anorganischen und organischen Nähr-, Speicher- und Inhaltsstoffen.
Man unterscheidet den aufsteigenden Saftstrom (Transpirationsstrom) von den
Wurzeln zu den Blättern (erfolgt im Leitgewebe des Splintholzes, d.h. in den
jüngsten Jahrringen) sowie den absteigenden Assimilatstrom von den Blättern zu
den Wurzeln (erfolgt im jüngsten, kambiumnahen Bereich der Innenrinde).
Saftfrisch:
- Feuchte des Rundholzes unmittelbar nach dem Einschlag, entspricht etwa dem
Feuchtegehalt im lebendem Baum; nicht zu verwechseln mit frischem Holz.
Sandelholz:
- (Santelholz, Santalholz, lat. Lignum santalinum, Lignum santali, frz. Bois
de santal, engl. Sandal wood). Unter diesem Namen kommen verschiedene Hölzer
in den Handel, von denen einige zu den Farbhölzern gehören und hauptsächlich
in der Färberei Verwendung finden, während die anderen teils als Möbelholz,
teils zur Darstellung des ätherischen Sandelholzöles benutzt werden. Das rote
Holz stammt von einem mächtigen Baume aus der Familie der
Schmetterlingsblütler, Pterocarpus santalinus, der in den Gebirgen Ostindiens
und Zeylons wächst. Es kommt in Blöcken oder Scheiten von einem Zentner
Gewicht und mehr nach Europa und wird hier geraspelt und gemahlen, in feinen
wolligen Fasern oder in Pulverform in den Handel gebracht. Ein besonders
feines Pulver führt die Bezeichnung Flugsandel. Das schwere, im Wasser
untersinkende Holz hat grobe, gewundene und gekreuzt verlaufende Fasern und
ist mit harzglänzenden Kanälen durchzogen. Die blutrote Farbe frischer
Spaltflächen wird an der Luft bräunlich. Von anderen Rothölzern unterscheidet
S. sich dadurch, daß es weder an kaltes noch an siedendes Wasser seinen
Farbstoff (Santalin) abgibt, hingegen kann letzterer aus dem zerkleinerten
Holze durch Weingeist mit blutroter, oder durch alkalische Laugen und
Sodalösung mit violetter Farbe ausgezogen werden. Aus der alkalischen Lösung
läßt sich der Farbstoff durch Säuren ausfällen. Man kann also die Farbe auf
Zeuge befestigen, wenn man sie mit jener Lösung tränkt und dann durch ein
saures Bad zieht, doch ist der Ton so gefärbter Wolle stets ins Violette
gehend. Eine schönere Farbe entsteht, wenn das feine Pulver mit Wasser und
Wolle gekocht wird. Sie ist dann rein rot und wird durch Zusatz einer Beize
noch schöner. In Verbindung mit anderen Holzfarbstoffen verwendet man das S.
zu modegrünen, bronzenen und braunen Farbtönen auf Wollzeuge. Weingeistige
Auszüge werden außerdem zum Rotfärben verschiedener Tinktüren, Konditoreiwaren
und Liköre benutzt. Die stärksten und schönsten Stücke des S. (Kaliaturholz)
bilden einen gesuchten Rohstoff der Kunsttischlerei, da dieses Holz,
namentlich im polierten Zustande, prachtvolle Farben zeigt. - Das weiße oder
gelbe S. stammt von Santalum album, einem Baume aus der kleinen Familie der
Santalazeen, der auf Timor und einigen anderen ostindischen Inseln sowie an
der Küste von Koromandel wild wie auch angepflanzt vorkommt. Als gleichwertige
Art wird Santalum Freycinetianum von den Südseeinseln angeführt, während das
westindische S. von der zu den Rutazeen gehörigen Amyris balsamifera stammt.
Das zu uns eingeführte Holz bildet gewöhnlich nur armdicke, 6 - 9 dm lange,
glatt geschälte Scheite, an denen der Splint weißlichgelb, der Kern gelb ist.
Es hat als Möbelholz den Vorzug, daß es nicht von Würmern angegangen wird,
dient aber hauptsächlich zur Gewinnung des ätherischen Öles, von dem es bei
der Destillation mit Wasserdampf bis über 6 % liefert.
Sandelholzöl:
- (lat. Oleum santali, frz. Essence de santal, engl. Oil of sandal wood),
das ätherische Öl des weißen Sandelholzes, ist eine blaßgelbe, sehr
dickflüssige, kratzend schmeckende Flüssigkeit von anhaltendem aromatischen
Geruche. Das spez. Gew. beträgt 0,974 - 0,985, die Linksdrehung im 100-mm-Rohr
-16 bis 20°. Das Öl besteht zu 90 % und darüber aus zwei isomeren Alkoholen,
a- und ß-Santalol, und im übrigen aus einer ganzen Reihe von Verbindungen, von
denen hier die Kohlenwasserstoffe Santen und Santalen, die Alkohole
Santenonalkohol und Teresantalol, die Aldehyde Nortrizykloeksantalal und
Santalal, die Ketone Santenon und Santalon sowie die Teresantalsäure und
Santalsäure genannt seien. Es löst sich in fünf Teilen 70 % igem Alkohol. Das
sog. westindische S. von Amyris balsamifera unterscheidet sich von dem echten
oder ostindischen durch seine Unlöslichkeit in 70 % igem Alkohol, seine
Rechtsdrehung und das niedrigere spez. Gew. (0,950 - 0,970). Es enthält u. a.
das Sesquiterpen Kadinen und den Alkohol Amyrol, aber kein Santalol. Das echte
S. wird als Parfüm, hauptsächlich aber in Gelatinekapseln (Santal Midy) gegen
Tripper angewandt.
Sapotillholz:
- (Bullyholz, Breiapfelholz, engl. Bullet wood), das braungrünliche Holz des
in Westindien und dem nördlichen Teile von Südamerika wachsenden Baumes Achras
Sapota, ist sehr dicht und hart und gehört zu den besten Zimmerhölzern. Die
als Sapotillpflaumen bezeichneten Früchte haben, wenn sie teigig geworden,
einen quittenähnlichen Geruch und Geschmack und werden im Ursprungslande
genossen. Die bittere, zusammenziehend schmeckende Rinde des Baumes, die
früher als Cortex Sapotae in Apotheken geführt wurde, dient ebenso wie die
sehr bitteren Samenkerne (Sapotillkörner, lat. Grana Sapotillae) in Amerika
als Fiebermittel.
Satteldach:
- Das Satteldach ist zu erkennen an zwei gegeneinander geneigten
Dachflächen.
Schalung:
- Brettschalung ist ein stabförmiger Werkstoff mit längsseitiger Nut und
Feder, der als Bekleidung von Decken oder Dachflächen verwendet wird. Ebenso
kann eine Schalung auch zur Bekleidung von schlagregensicheren Fassaden
eingesetzt werden. Im weiteren Sinne wird unter einer Schalung auch die
Bekleidung einer Decken- oder Dachfläche mit Holzwerkstoffplatten bezeichnet.
Holzwerkstoffplatten als Schalung verfügen immer über eine längsseitige Nut-
und Federverbindung. Kronoply OSB und Kronotec MDF eignen sich hervorragend
als Decken- bzw. Dachschalung.
Schellack:
- (Gummilack, Lackharz, lat. Lacca, Gummi lacca, frz. Gomme laque, engl.
Lac) ist das Erzeugnis einer kleinen roten Schildlaus (Tachardia lacca, Coccus
lacca, Coccus fica), die in Ostindien auf verschiedenen Bäumen und Sträuchern,
namentlich auf Schleicheria trijuga, Anona squamosa, Butea frondosa, Croton
lacciferus, Ficus- und Urostiqua-Arten lebt. Die Tiere, die an den von ihnen
befallenen Stellen dicht gedrängt rund um den Zweig sitzen, schwellen nach der
Befruchtung blasenförmig zu Erbsengröße auf, füllen sich mit Eiern und einer
lebhaft roten Flüssigkeit und umgeben sich mit der harzigen, allmählich
erhärtenden Masse, welche das Tier wie eine Kapsel völlig einschließt. Hiermit
ist der Lebenslauf des Muttertieres abgeschlossen, die junge Brut aber, die
aus den Eiern hervorgeht, nährt sich von dem roten Safte und bahnt sich nach
ihrer völligen Entwicklung einen Weg ins Freie. Die verlassenen Wohnungen, die
in größeren Massen dicht geschlossene, rauhe Borken bilden, werden mit den
Zweigen abgebrochen und liefern den Stocklack (lat. Lacca in ramulis seu
baculis, frz. Laque en bâtons, engl. Stick-Lac), mit dessen Einsammlung sich
die Bewohner verschiedener Gegenden Ostindiens, besonders am Ganges,
beschäftigen. Der Stocklack bildet rauhe, außen braunrötliche Röhren oder
Bruchstücke von solchen, oft mit noch ansitzendem Zweigstücke, ist leicht
zerbrechlich auf dem Bruch glänzend und enthält im Inneren die zahlreichen
Brutzellen, die teils leer sind, teils noch roten Farbstoff enthalten. Je nach
der Herkunft zerfällt diese Rohware in mehrere Sorten, unter denen die von
Siam, eine sehr dunkelfarbige, braune oder schwärzliche und an Farbstoff
reiche am höchsten, die bengalische, farbstoffarme, daher gelbe oder
gelbrötliche am wenigsten geschätzt wird. Beim Abklopfen von den Zweigen
zerfällt der Stocklack in Körner, den sog. Körnerlack (lat. Lacca in granis,
frz. Laque en grains, engl. Seed-Lac). Beide enthalten den Lac dye genannten
Farbstoff des Sch., der für die meisten Zwecke durch Ausziehen mit schwacher
Lauge entfernt werden muß. Die entfärbte Masse wird dann in wurstförmigen
Säcken vorsichtig erwärmt, der austretende geschmolzene Lack auf Metallblech
gestrichen, von dem es in der bekannten dünnblättrigen Form als Sch. lemon
oder orange abspringt. - Außerdem kommen noch Knopfschellack, Blut-Rubin- oder
Granat-Schellack in den Handel, welche direkt, ohne Entfernung des Farbstoffs,
durch einfache Auswahl aus dem Stocklack hergestellt werden und kleine, meist
runde, wenig durchscheinende, hellbraune bis braunrote Tafeln von sehr glatter
Oberfläche und reiner Masse bilden. - Sch. ist eine natürliche Mischung
verschiedener Harze, insgesamt etwa 90 %, und enthält außerdem noch mehr oder
weniger Farbstoff und etwas Wachs. Weingeist löst ihn in der Kälte unter
Hinterlassung des Wachses, heißer Weingeist nimmt auch von diesem etwas auf,
das sich aber beim Erkalten wieder ausscheidet. Die trübe Lösung kann durch
Filtrieren geklärt werden. In Benzin ist Schellack selbst unlöslich, während
die Wachsmasse dadurch zur Lösung gebracht wird. Zur Entfernung der für einige
Zwecke störenden Wachs- und Farbmasse wird der Sch. bisweilen noch weiter
raffiniert, zuerst mit Lauge erhitzt, dann mit Eau de Javelle entfärbt und mit
Säuren ausgeschieden und in Form von Stangen oder Zöpfen als gebleichter Sch.
(Lacca alba depurata in bacillis, frz. Laque purifié, engl. Purified lac) in
den Handel gebracht. Die verschiedenen Schellacksorten werden vielfach zur
Herstellung von Lacken, namentlich Spirituslacken und Politüren, benutzt und
geben einen schnell trocknenden, schön glänzenden Überzug. Durch Zusatz von
Teerfarbstoffen oder anderen Farben erhält man die farbigen Spirituslacke.
Außerdem wird Sch. zu Siegellack und in der Feuerwerkerei zu den
rauchschwachen Buntfeuern verwandt. Gepulverter Schellack findet entweder für
sich, oder in Verbindung mit anderen Harzen, als Kitt, Verwendung. Die beim
Aufkochen von Sch. mit alkalischer Boraxlösung erhaltene leimartige Masse, die
nach dem Trocknen einen wasserdichten Überzug bildet, führt als Steife für
Hutmacher den Namen Wasserfirnis. Mit Teerfarben und anderen Farben gefärbt,
ergibt sie die sog. Lederappretüren. - Ein als Lacca in tabulis bezeichnetes
schellackartiges Gummi soll sich auch aus Fouquiera splendens, der in
Nordamerika am Rio grande heimischen Ocotillapflanze, gewinnen lassen. - Die
Versendung des Schellacks aus dem Ursprungslande Ostindien geschieht meist
über Kalkutta, nach London und Hamburg, in Kisten von etwa 70 kg, die mit
Sackleinwand bedeckt sind. Zum Nachweise der häufigen Verfälschungen durch
Kolophonium und andere Harze behandelt man den Sch. mit Benzin, worin er,
abgesehen von den geringen Wachsmengen, unlöslich ist.
Scherbeanspruchung:
- Spannungszustand (und daraus resultierende Verformung), bei dem eine von
außen wirkende Kraft einen Teil des beanspruchten Materials gegenüber dem
anderen parallel, aber in entgegengesetzte Richtung zu verschieben sucht;
tritt z.B. im Holzbau insbesondere an Verbindungen auf.
Schichtholz:
- Balken, Bögen und Stützen aus mehreren Holzschichten, die parallel zur
Längsachse eines Bauelementes angeordnet sind. Die Schichten sind annähernd
parallel zu ihrer Faserstruktur zu einem größeren Querschnitt zusammengeleimt.
Schichtstück:
- Ein Schichtstück (Nocke) ist ein Anschluss-Blechstück, dessen Länge
mindestens der des jeweiligen Deckwerkstoffes entsprechen muss. Es besteht aus
dem den Deckwerkstoff über- oder unterdeckenden Schenkel sowie aus dem
wandseitigen, an dem aufgehenden Bauteil hochgeführten Schenkel. Schichtstücke
(Nocken) werden auch bei der Ausführung von Kehlen (Nockenkehle) verwendet.
Schiebetür:
- Diese Tür läuft auf Schienen in oder vor der Wand. Dadurch, daß diese Tür
keinen Schwenkbereich hat, ist diese Art der Tür sehr platzsparend. In der
Wand: Die Tür verschwindet in der Wand. Nicht immer für den nachträglichen
Einbau geeignet. Vor der Wand: Die Tür verschwindet in einem Türkasten, der an
der Wand befestigt wird. Diese Tür kann nachträglich problemlos eingebaut
werden.
Schienen:
- Es gibt verschiedene Arten von Schienen. Anschlußprofil: Benötigen Sie an
allen Übergängen zu anderen Bodenbelägen ( gleiche Höhe). Anpassungsprofil:
Benötigen Sie um Höhenunterschiede zwischen zwei Bodenbelägen auszugleichen.
Abschlußprofil: Für einen sauberen Abschluß zwischen zwei unterschiedlichen
Bodenbelägen. Übergangsleiste: Bei gleichhohen Übergängen einsetzbar.
Schiffsboden:
- Schiffsboden ist das vielleicht traditionellste Muster. Alten Decks von
Schiffen nachempfunden ist es zeitlos schön und betont den Raum im
Hintergrund.
Schimmel:
- Nest- oder Rasenartiger Befall von Holzoberflächen mit Schimmelpilzen
(Schlauchpilzen), die eine meist grünliche bis schwarze Färbung aufweisen.
Schimmelpilze bewirken keine Holzzerstörung; sie ernähren sich hauptsächlich
von Zellinhaltsstoffen.
Schirmhieb:
- In Althölzern wird das geschlossene Kronendach durch die Entnahme
einzelner Bäume nach und nach aufgelockert. Dadurch dringt mehr Licht und
Wasser auf den Boden, und die Verjüngung durch Samen tritt ein.
Schlagklotz:
- Mit diesem länglichen Brett schlägt man die einzelnen Elemente dicht
aneinander, ohne die Elemente zu beschädigen. So entstehen bei richtiger
Verlegung keine Fugen mehr.
Schlauchwaage:
- Schlauchwaage ist ein fast ganz mit Wasse gefüllter, durchsichtiger
Schlauch, Werden beide Enden hochgehoben, ist der Wasserpegel auf beiden
Seiten gleich hoch. Mit diesem einfachen Gerät kann man über größere Distanzen
die gleiche Höhe angeben.
Schließblech:
- Sitzt in der Zarge, damit Türen geschlossen und abgeschlossen werden
können.Sollte die Tür schlecht schließen, kleine Unebenheiten mit einer Feile
nacharbeiten.
Schlussdach:
- Pultdach
Schnittrichtungen:
- Der besondere Aufbau des Holzes macht die Unterscheidung von drei
Schnittrichtungen erforderlich: der Querschnitt, auch Hirnschnitt genannt, der
Flader - oder Tangentialschnitt und der Spiegel- oder Radialschnitt, der auch
als Riftschnitt oder Quartier bezeichnet wird (siehe auch: Fladern,
Holzstrahlen, Schwindung).
schrubben:
- grob hobeln
Schräge Jahrringlage:
- Schnittholz, dessen Jahrringe mit den Oberfächen einen Winkel von 30° bis
60° bilden.
Schrägfaser:
- Relative Abweichung der Faserrichtung von der Längskante eines
Schnittholzes; wird als Verhältnis der Faserabweichung in Querrichtung zur
Bezugskantenlänge (Meßstrecke in Längsrichtung) in Prozent angegeben.
Schutzfunktionen des Waldes:
- Schutzfunktionen zur Bewahrung der Stabilität des Naturhaushaltes und zur
Sicherung von Naturgütern. Hierzu zählen Schutz des Bodens vor Erosion durch
Wind- und Wassereinwirkung, Lawinenschutz, Wasserschutz, Lärmschutz,
Naturschutz (Arten- und Biotopschutz), Landschaftsschutz, Klimaschutz,
Immissionsschutz und Sichtschutz.
Schwarzast:
- Der abgestorbene Teil eines Astes, der vom weiterwachsenden Holz des
Stammes eingeschlossen ist; Farbe schwarzbraun; wenn er lose, d.h. nicht mehr
mit dem umgebenden Holz verwachsen ist, wird er als Durchfallast bezeichnet.
Schwimmende Verlegung:
- Von einer schwimmenden Verlegung wird gesprochen, wenn der
Holzwerkstoffbodenbelag keinen direkten Kontakt mit der Rohbodenkonstruktion
hat, sondern schwimmend auf einer nachgiebigen Dämmstofflage aufliegt.
Schwimmende Böden müssen immer mit einer umlaufenden Nut und Feder verbunden
sein und eine gewisse Platteneigensteifigkeit aufweisen. Kronoply OSB ist der
optimale Werkstoff für schwimmende Fußböden, da hohe Festigkeitswerte
verbunden sind mit einer hohen Stabilität der Nut- und Federverbindung.
Schwimmende Böden werden in der Regel in Nut und Feder untereinander verleimt.
Bei der Dämmstofflage ist darauf zu achten, dass eine möglichst niedrige
Steifigkeit vorhanden ist, um Trittschall zu reduzieren. Gut geeignet sind
Weichfaserdämmplatten oder mineralische Trittschalldämmplatten.
Schwinden:
- Holz und Holzwerkstoffe können bei Feuchtigkeitsentzug schwinden, d.h. sie
erfahren eine Formänderung durch Kontraktion. Grundsätzlich ist das
Schwindverhalten bei Holzwerkstoffen wie Kronoply OSB deutlich geringer als
bei Vollholz. Während bei Vollholz Schwindungen in Richtung der Jahrringe bis
zu 15 % auftreten können, betragen sie bei einer Kronoply OSB max. 1 %. (siehe
auch Dehnen)
Schwindung:
- Verkleinerung der Abmessungen und damit auch des Volumens von Holz infolge
einer Feuchtigkeitsabnahme. Schwindung ist ebenso wie der umgekehrte Vorgang,
die Quellung, nur unterhalb der Fasersättigung möglich. Hierbei sind die
Abmessungsänderungen in Richtung der Zuwachszonen (= tangential) stets größer
als in Richtung der Holzstrahlen (= radial) (siehe auch: Riftschnitt).
Schälfurnier:
- Auf der Schälmaschine vom rotierenden Stamm durch ein feststehendes Messer
kontinuierlich abgetrenntes dünnes Holzblatt (in Dicken von ca. 0,25 mm bis 8
mm).
Schälrisse:
- Beim Schälen oder Messern von Furnier durch Biegebeanspruchung des
Furnierblattes auf der dem Messer zugekehrten Seite in regelmäßigen Abständen
entstehende feine, sichelförmige Risse (sog. Haarrisse). Die Rißtiefe ist von
der Holzart, der Vorbehandlung, den Schneidbedingungen und der Furnierdicke
abhängig (siehe auch Offene Seite und Geschlossene Seite).
Schüsseln:
- Querkrümmung von Brettern und anderen Holzquerschnitten durch Schwinden,
wobei sich die rechte (marknahe) Seite aufwölbt, die linke (rindennahe) hohl
wird (siehe auch Verformungen).
Seitenbretter:
- Im Flader- oder Tangentialschnitt erzeugte Bretter mit vorwiegend
liegenden Jahrringen, auch Seitenware oder Seiten genannt. Seitenbretter
besitzen eine geringere Oberflächenhärte, ein größeres Schwindmaß und daher
ein schlechteres Stehvermögen als im Radialschnitt hergestellt Riftbretter.
Sheddach:
- Sägedach
Sheddach:
- Das Sheddach ist gekennzeichnet durch eine Reihung von asym.
Satteldächern, wobei der annähernd senkrechte Teil oft verglast ist.
Siegellack:
- (Packlack, Postlack, lat. Lacca sigillata, frz. Laque de poste, engl.
Sealing Wax) nennt man im allgemeinen Mischungen harziger, in der Hitze
schmelzender Stoffe mit Körperfarben. Die Grundlage zu gutem S. ist Schellack,
dessen Schmelzbarkeit durch Zusatz von etwa ź oder mehr venetianischem
Terpentin erhöht wird. Als Farbkörper für den feinsten roten S. benutzt man
ausschließlich guten Vermillonzinnober. Bei den geringeren Sorten wird dieser
Stoff zum Teil, bei noch wohlfeileren ganz durch Mennige, Chromrot oder
Englischrot ersetzt, während für den Schellack Kolophonium und ähnliche
Harzstoffe eintreten. Zur Vermehrung des Gewichts, zur Ersparung an Farbstoff
und zur Abtönung der Farbe werden häufig auch weiße erdige Zusätze von
Talkpulver, Schwerspat, Barytweiß oder Kreide angewandt. Die erdigen Stoffe,
zum Teil auch die Farbkörper, werden bei den besseren Sorten erst für sich mit
Terpentin und Terpentinöl gut verrieben und dann zu der schmelzenden
Schellackmasse hinzugesetzt. - Gewöhnliche Flaschenlacke bestehen nur aus
Kolophonium, Burgunderharz oder Weißpech und gewöhnlichem Terpentin nebst
billigen Farbkörpern. Als Farben benutzt man für Schwarz feinen Ruß,
Beinschwarz oder Pechasphalt, für Braun Zinnober mit Ruß oder irgendeine
braune Erdfarbe, für Gelb und Orange die betreffenden Chrombleifarben, für
Grün Chromgrün oder Kupfergrün (Schweinfurtergrün darf zu S. nicht verwandt
werden, da es beim Schmelzen giftige Dämpfe von arseniger Säure entwickelt),
für Blau Ultramarin. Der blaue S. ist am schwierigsten herzustellen, da hierzu
die Harzmasse besonders hell sein muß, und man benutzt daher gebleichten
Schellack in Verbindung mit Dammar oder anderen hellen Harzen. Zu Gold- und
Bronzelack werden in die Masse kleine Flitter von echtem Blattgold oder Bronze
eingerührt. - Zum Parfümieren feiner S. benutzt man Benzoëharz, Tolu- oder
Perubalsam oder Moschus, die erst der zum Ausgießen fertigen Masse einverleibt
werden. Die Vereinigung der Bestandteile erfolgt durch gelindes Schmelzen über
Kohlenfeuer. Man erhitzt und rührt, bis das Gemisch Blasen wirft, nimmt es
dann vom Feuer und rührt weiter, bis die Blasen vergehen, und gießt die Masse
schließlich in blecherne, innen verzinnte Formen, die mit etwas feinem Öl
ausgestrichen sind. Die erhärteten Stangen werden geglänzt, indem man sie
rasch durch eine Spiritusflamme oder die Hitze eines Kohlenfeuers zieht.
SiO2:
- Meist nur mit dem Mikroskop erkennbare Teilchen, die häufig aus Kiesel
(SiO2) oder Karbonaten bestehen. Sie sind für bestimmte Arten
charakteristisch, wie z. B. für Kosipo, und können bei der Bearbeitung des
trockenen Holzes die Werkzeuge stärker stumpfen. Vereinzelt können auch grobe,
steinartige Einlagerungen vorkommen und Werkzeuge erheblich beschädigen.(siehe
auch: Kalkflecken, Kernstoffpartikel).
Sollmaß:
- Das Maß, das nach der maschinellen Bearbeitung des Schnittholzes bei einem
bestimmten Feuchtegehalt erreicht werden soll (siehe auch Nennmaß).
Sondernägel:
- Sondernägel besitzen einen schraubenförmigen oder gerillten Schaft, der
die Tragfähigkeit des Nagels auf Herausziehen verbessert. Sondernägel werden
in die Tragfähigkeitsklassen I bis III aufgeteilt. Es wird unterschieden
zwischen Schraubnägeln, die einen schraubenförmigen Schaft besitzen und
vorwiegend für holz oder holzwerkstoff Verbindungen eingesetzt
werden und Rillennägeln, die einen gerillten Schaft besitzen und häufig für
Holz-Stahlblech Verbindungen eingesetzt werden. Zu den Rillennägeln gehören
die Kammnägel, die auch als Ankernägel bezeichnet werden.
Sorptionsisotherme:
- Die Sorptionsisotherme beschreibt die sich bei einer bestimmten relativen
Luftfeuchtigkeit einstellende Gleichgewichtsfeuchte im Holz oder Holzwerkstoff
in Form einer mathematischen Kurve
Spannrückig:
- Wulstartige Verstärkungen in Richtung der Stammachse; sie sind häufig an
Stammenden zu beobachten, wo sie aus Wurzelanläufen entstanden (siehe auch:
Brettwurzeln).
Spannung:
- (mechanische): Maß für die Beanspruchung eines Körpers durch äußere
Kräfte. Zahlenmäßig die einwirkende Kraft bezogen auf eine Flächeneinheit
(siehe auch Trocknungsspannungen).
Spanplatten zementgebunden:
- Zementgebundene Spanplatten bestehen aus Spänen, werden jedoch nicht mit
Kunstharzbindemitteln sondern mit Portland-Zement gebunden. Sie sind aufgrund
der Alkalität des Bindemittels pilz- und insektenbeständig und weisen gute
Brandschutzeigenschaften auf. Nachteilig ist das hohe Gewicht sowie die
schlechte Verarbeitbarkeit (Werkzeugabstumpfung, Staubentwicklung).
Insbesondere länger gelagerte Platten sind durch den eintretenden
Karbonatisierungsprozess nur noch unter Schwierigkeiten nagelbar und können
ausschließlich mit selbstschneidenden Schrauben befestigt werden.
Spanwinkel:
- Der Winkel zwischen der Spanfläche (Oberseite eines Schneidmessers) und
einer Ebene senkrecht zur Schnittrichtung, üblicherweise mit dem griechischem
Buchstaben gamma bezeichnet.
Sparrendächer:
- Das Sparrendach gehört neben dem Pfettendach zu den üblichen
Tragwerksformen der Hausdächer. Entwicklungsgeschichtlich ist das Sparrendach
ein Steildach. Sparrenpaare werden in bestimmten Abständen über die Länge des
Daches angeordnet und sind entweder zusammen mit einem Zugband aus
Holzdeckenbalken oder zusammen mit einer Schwelle auf einer Massivdecke aus
Stahlbeton anzuordnen. Die Aussteifung erfolgt mit Holzwerkstoffplatten oder
Windrispenband; Berechnung nach DIN 1052.
Sparrennagel:
- Sparrennägel gehören zu den Sondernägeln (Schraubnägel). Sie dienen der
Befestigung von Sparren auf Pfetten und zur Stoßausbildung. Sparrennägel
zeichnen sich durch einen hohen Abscherwiderstand aus. Durch die Profilierung
weiten sie ein Gewinde mit Widerhaken im Holz auf und können so besonders
hohen Windsogkräften standhalten.
Sparrenpfettenanker:
- Um rechtwinklig sich kreuzende Kanthölzer miteinander zu verbinden, werden
beide Bauteile durch einen Sparrenpfettenanker miteinander verbunden. In
erster Linie wird der Sparrenpfettenanker zur Sicherung von Sparren gegen
abhebende Kräfte (Windsog) eingesetzt. Er kann jedoch auch zur Aufhängung von
Deckenbalken eingesetzt werden.
Speichergewebe:
- Zur Erfüllung ihrer verschiedenen Aufgaben im Holzkörper werden
unterschieden: a. Leitgewebe für den Stofftransport (Saftströme), bestehend
aus Gefäßen (Poren) bei Laubhölzern bzw. Frühholztracheiden bei Nadelhölzern;
b. Speichergewebe für Stoffwechsel und Stoffspeicherung, bestehend aus
Parenchymzellen; c. Stütz- oder Festigungsgewebe bestehend aus Fasern bei
Laubhölzern; d. Holzstrahlen bestehend aus leitenden und oft auch speichernden
Zellelementen.
Speicherzellen:
- Überwiegend dünnwandige und kurze, in Faserrichtung verlaufende Zellen,
die, in großer Zahl vorkommend, das Holzbild durch eine von den Fasern
abweichende Färbung stark beeinflussen können, wie z. B. bei Wenge. Das
Vorkommen und die Art der Anordnung auf dem Querschnitt sind ein gutes
Bestimmungsmerkmal (siehe auch: Fladern, Holzstrahlen, Streifer).
Sperrholz:
- Oberbegriff für verschiedene Plattenarten, die aus mindestens drei
aufeinandergeleimten Holzlagen symmetrisch aufgebaut sind, wobei die
Faserrichtung benachbarter Lagen meist um 90° versetzt (abgesperrt) sind. Nach
Art der Lagen werden unterschieden: a. Furniersperrholz (früher Furnierplatte
genannt) betseht ausschließlich aus Furnieren, b. Stabsperrholz (früher
Tischlerplatte genannt) mit einer Mittellage aus höchstens 30 mm breiten
Holzstäben, c. Stäbchensperrholz (früher auch Tischlerplatte genannt) mit
einer Mittellage aus höchsten 8 mm dicken, hochkant zur Platteneben stehenden
Stäbchen, meist aus Schälfurnieren, d. Zusammengeseztes Spaeerholz besitzt
neben den Furnierlagen auch mindestens eine Lage aus anderen Werkstoffen als
Schnittholz oder Furnier, z.B.Furnierspanplatte.
Sperrholz:
- Sperrholz besteht aus Furnierlagen, die kreuzweise miteinander verbunden
sind. Die Verbindung erfolgt durch Verpressung unter Druck und Hitze und
Einsatz von wasserfestem Phenolharzleim. Sperrholz sollte ohne Anstrich keinem
Schlagregen ausgesetzt werden. Ein diffusionsdurchlässiger und
wasserabweisender Anstrich, beispielsweise mit Öl- oder Acryl-Latex-Mitteln,
kann hier jedoch einen geeigneten Wetterschutz bieten.
Spezialtüren:
- Zu den Spezialtüren gehören einbruchhemmende Türen, Rauch- und
Brandschutztüren, Windfangtüren, Strahlentüren etc. Diese Türen zeichnen sich
durch eine besondere Technik aus.
Spiegel:
- Quer zur Faser verlaufende und auf die Markröhre gerichtete Bänder aus
Speicherzellen. Sie erscheinen auf Querschnitten als feine, oft nur mit der
Lupe erkennbare Linien ("Strahlen") und auf dem Radialschnitt als "Spiegel",
teils so breit, daß sie das Holzbild, wie bei den Eichen, wesentlich
beeinflussen (siehe auch: Schnittrichtungen).
Spiegelschnitt:
- Die Jahrringe sind als parallel zur Stammachse verlaufende und die
Markstrahlen als radial verlaufende Streifen zu sehen. Die längs
angeschnittenen Markstrahlen erscheinen als glänzende Spiegel.
Splint:
- Die Stämme aller Bäume enthalten Splintholz. Der Anteil ist von der Art,
dem Alter und den Wachstumsbedingungen abhängig. Bei den meisten Arten ist es
ein etwa 3 bis 5 cm breiter Mantel hellfarbigen Holzes, der das Kernholz
einschließt. Er ist vor allem im Feuchtzustand empfindlich für Pilz- und
Insektenbefall (siehe auch: Kernstoffe, Bläue, Witterungsfestigkeit).
Splintholz:
- Die Stämme aller Bäume enthalten Splintholz. Der Anteil ist von der Art,
dem Alter und den Wachstumsbedingungen abhängig. Bei den meisten Arten ist es
ein etwa 3 bis 5 cm breiter Mantel hellfarbigen Holzes, der das Kernholz
einschließt. Er ist vor allem im Feuchtzustand empfindlich für Pilz- und
Insektenbefall (siehe auch: Kernstoffe, Bläue, Witterungsfestigkeit).
Splintholzbäume:
- Splintholzbäume haben keine Farb- und Feuchteunterschiede zwischen Außen-
und Innenholz. Zu den Splintholzbäumen gehören: Zitterpappel, Birke, Erle,
Ahorn und Weißbuche.
Splintholzkäfer:
- Zur Gattung Lyctus spp. gehörende Trockenholzinsekten, Laubholzschädlinge,
befallen bevorzugt die Splintholzteile von stärkereichen Holzarten (sowohl
einheimische, wie z.B. Eiche, Ahorn, Pappel, als auch tropische, wie z.B.
Abachi, Limba, Tola branca). Die mit feinen, fest zusammengedrücktem Bohrmehl
gefüllten Fraßgänge der Larven verlaufen meist in Faserrichtung. Vollständige
Zerstörung der Frühholzschichten; die Spätholzschichten sowie die Außenflächen
des Holzes bleiben erhalten.
Splitternd:
- durch Holzaufbau bedingte Eigenschaft, mit langen, spießigen Splittern zu
brechen.
Sprossenrahmen:
- (für Lichtöffnungen)Dieser Rahmen wird komplett auf die Glasscheibe
gesetzt, um besondere Akzente zu setzen. Zur Türenrenovierung geeignet.
Sprossenrahmen gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen.
Sprossenrahmen:
- (als Auflegerahmen)Dieser Rahmen wird auf das vollflächige Türblatt
aufgebracht, z.B. ein schwarzer Rahmen auf Buche Türen oder farbige Rahmen auf
weißen Türblättern.
Sprödes Holz:
- Gegensatz zu zähem Holz; gekennzeichnet durch ein eher stumpfes als
langfaseriges Bruchbild. Ursachen können z.B. sein: Druckholz (Reaktionsholz),
juveniles Holz, Druckbruch, hohe Temperatur und extreme Zuwachsraten.
Spundverbindung:
- siehe gespundetes Holz
Spätholz:
- Auf das Frühholz folgende, bei Laubhölzern meist porenärmere und bei
Nadelhölzern besonders dunkle und harte Zonen; sie bilden den Abschluß einer
Zuwachszone.
Staatswald:
- Wald, der sich im Besitz von Bund und Ländern befindet.
Stakung:
- Stakung im Gefach eingesetzte Hölzer oder Keile
Stamm:
- Auch als Schaft bezeichnet. Beim lebenden Baum die Holsäule vom
Wurzelansatz bis zur Verzweigung des Stammes in die Äste der Krone, bzw. bei
wipfelschäftigen Bäumen bis zum Gipfeltrieb; er ermöglicht als tragende Säule
den Kronenaufbau und übernimmt die Leitung der Stoffe. Nach der Fällung
liefern Stamm und Stammteile (Erdstamm, Mittelstamm und Zopf) das Stammholz.
Standardtür:
- Ist eine Tür ohne besondere Ausführungen ( Wabeneinlage, BB - Schloß,
Bänder V0026WF).
Standorte:
- (Wald)Durch Klima, Boden und Exposition gekennzeichnete Gesamtheit der
Umwelteinflüsse. Die Verhältnisse eines Standortes bestimmen, welche Baumarten
auf ihm optimal wachsen können.
Standortskartierung:
- In der Standortskarte werden die gesamten Umwelteinflüsse eines bestimmten
Waldortes festgehalten. Sie ist wesentliches Kriterium der Baumarten- und
Betriebszieltypenplanung.
Standrohre:
- Standrohre bilden den Übergang zwischen den Regenfallrohren und den
Grundleitungen. Sie sind aus dickeren, schlagfesteren, gleichen oder
materialverträglichen Werkstoffen hergestellt.
Stapel:
- Im Gegensatz zur dichten Stapelung (Parketierung) von bereits getrocknetem
Schnittholz wir frisch eingeschnittenes Holz zur Einleitung einer
Holztrocknung in der Regel schichtweise mit Abstandhaltern (Stapellatten)
aufgesetzt, damit eine gute Belüftung aller Hölzer im Stapel ermöglicht wird.
Stauchbrüche:
- Auch Querrisse genannt; Faserstauchungen, auf Längsflächen erkennbar an
unregelmäßig geknickten Fasern; durch Erreichen der Längsdruckfestigkeit des
Holzes erzeugte Brüche, die quer zur Faserrichtung verlaufen. Sie können
bereits am stehenden Stamm durch örtlich begrenzte mechanische
Überbeanspruchung entstehen. Durch Stauchbrüche geschädigtes Holz ist für
mechanische Belastungen nicht mehr verwendbar.
Stay Log Schälen:
- Furniertechnik -> Schältechnik. Dieses Verfahren ist eine
Weiterentwicklung des zuvor beschriebenen Exzentrisch-Schälens. Der Schnitt
durch die Jahresringe ist wesentlich flacher, so daß zur Mitte hin Furniere
mit an den Seiten gestreifter und nach innen blumiger Textur anfallen.
Grundsätzlich gilt, daß durch die Stay-Log-Technik auch Hölzer mit schwächerem
Stammdurchmesser wirtschaftlich aufgearbeitet werden können.
Stehvermögen:
- Verhalten des Holzes bezüglich Maß- und Formänderung bei sich ändernder
relativer Luftfeuchte der Umgebung. Günstig für das Stehvermögen ("gut
stehend") sind: kleine Quell - bzw. Schwindmaße, geringer Unterschied zwischen
radialen und tangentialen Quellmaßen, regelmäßiger Faserverlauf, träger
Feuchtigkeitsaustausch des Holzes mit der Umgebung und Riftschnitt.
Steigband:
- überblattende Verstrebung. Bei Fachwerk auch Andreaskreutz.
Stichbalken:
- einerseits Mauerauflager, andererseits Stich in andere Balkenlage.
Stichbalken:
- Streichbalken auf Konsole liegendes Holz oder neben einer Wand liegender
Deckenbalken.
Stichmaß:
- überhöhung bei Bögen.
Stiftäste:
- Ähnlich einem Astansatz, von der Oberfläche radial in den Stamm
hineinlaufende Veränderungen der Zellrichtung. Sie sind an den Stämmen als
Narbe oder dornenartiger Ansatz, auf dem Fladerschnitt als rundlicher "Fleck"
und auf den Spiegelschnitten als "riegelähnliche" Streifen erkennbar.
Stiltüren:
- Stiltüren sind Türen mit verschiedenen Bekleidungsleisten und
Auflegerahmen oder Füllungen.
Stockausschlag:
- Stockausschlag entsteht durch das Austreiben von Knospen am nach der Ernte
eines Altbaumes verbliebenen Schaftteil ("Stock"). Baumarten mit gutem
Stockausschlagsvermögen sind Eiche, Hainbuche, Weide, Erle und Linde.
Stockwerkbau:
- Während bei den meisten Holzarten die Holzstrahlen auf den Fladerflächen
zerstreut angeordnet sind, können diese, vor allem bei bestimmten tropischen
Arten, in quer zur Faserrichtung verlaufenden (horizontalen) Reihen zugeordnet
sein. Dieses wichtige Bestimmungsmerkmal ist nur auf gehobelten oder glatt
gespaltenen Fladerflächen und unter der Rinde auf der Stammoberfläche gut
erkennbar.
Strands:
- Unter Strands versteht man die Schälspäne, die für die Herstellung von OSB
verwendet werden. Diese Schälspäne sind zwischen 10 und 12 cm lang und
zwischen 2 und 3 cm breit. Sie bestehen überwiegend aus Kiefernholz.
Streifer:
- Hiermit werden alle nach einem besonderen Verfahren erzeugte, radial
gemessene ("Quartier") Furniere bezeichnet, deren Holzbild durch einen
regelmäßigen Wechsel in der Färbung oder durch den Wechsel von Früh- und
Spätholz oder durch den Wechseldrehwuchs streifig erscheint (siehe auch:
Struktur, Farbstreifen, Glanzstreifen, Wechseldrehwuchs).
Struktur:
- Der Teil des Holzbildes, der durch die unterschiedliche Richtung, Größe
und Verteilung der Zellen hervorgerufen wird, wie z. B. bei Grobporigkeit,
Ringporigkeit und Wechseldrehwuchs; rein farbliche Unterschiede sind kein
Merkmal der Struktur (siehe auch: Farbstreifen, Streifer, Glanzstreifen,
Zuwachszonen).
Sturmlatte:
- Sturmlatte (Windrispe), früher aus Holz und heute aus Metall. Dient zur
Längsaussteifung eines Daches.
Stützgewebe:
- Zur Erfüllung ihrer verschiedenen Aufgaben im Holzkörper werden
unterschieden: a. Leitgewebe für den Stofftransport (Saftströme), bestehend
aus Gefäßen (Poren) bei Laubhölzern bzw. Frühholztracheiden bei Nadelhölzern;
b. Speichergewebe für Stoffwechsel und Stoffspeicherung, bestehend aus
Parenchymzellen; c. Stütz- oder Festigungsgewebe bestehend aus Fasern bei
Laubhölzern d. Holzstrahlen bestehend aus leitenden und oft auch speichernden
Zellelementen.
Sägegetreift:
- Art der Kantenbearbeitung von Nadelschnittholz; Baumkante ist zwar
erlaubt, alle Seiten müssen jedoch auf ihrer ganzen Länge mindestens von der
Säge gestreift sein.
Süßholz:
- (Süßholzwurzel, lat. Radix liquiritiae seu Radix glycyrrhizae, frz. Racine
de réglisse, engl. Liquorice root) stammt von verschiedenen Glyzyrrhiza-Arten,
die im Mittelmeergebiet, in Südosteuropa und Vorderasien heimisch sind und in
einer ganzen Reihe von Ländern, hauptsächlich Spanien, Südfrankreich,
Süddeutschland, Italien, Ungarn, Mähren, Südrußland, China und Nordamerika
angebaut werden. Die Süßholzpflanze gehört zu der Familie der
Schmetterlingsblütler und ist in den oberirdischen Teilen krautig. Die Blätter
sind unpaarig, 5 - 8 fach gefiedert mit stachelspitzigen Fiedern, die
Blütentrauben kürzer als die Blätter, die Hülsen wenigsamig und kurz. Die
ausdauernde Wurzel besitzt zahlreiche lange Ausläufer mit schuppigen
Niederblättern, aus deren Achseln neue Schößlinge entstehen. - Im Handel
unterscheidet man besonders zwei Sorten, das spanische und das russische S. -
Das spanische S. (lat. Radix liquiritiae hispanica seu glabra), von
Glycyrrhiza glabra L., besteht vorwiegend aus Ausläufern, während die
eigentlichen Wurzeln in den Ursprungsländern selbst auf Süßholzsaft
verarbeitet werden. Die Pflanze treibt einen bis 1 m langen und 2,5 cm dicken,
senkrecht in die Erde dringenden Hauptstamm, der selten Äste, aber zahlreiche
lange, horizontal verlaufende Ausläufer hat. Diese sind hier und da mit
Stengelknospen besetzt und unterscheiden sich außerdem von den Wurzeln durch
die Gegenwart eines ziemlich schwachen Markes. Das spanische S., das übrigens
nicht nur aus Spanien, sondern auch aus Frankreich, Süddeutschland usw.
stammt, bildet meist fingerdicke Stäbe von 6 - 9 cm Länge, graubrauner
runzeliger Oberfläche und gelbem, faserig zähem Holzkörper. Es schmeckt süß,
hintennach etwas kratzend, kommt ungeschält in den Handel und ist so schwer,
daß es in Wasser untersinkt. Das in Spanien selbst gebaute S. unterscheidet
man in zwei Hauptsorten, katalonisches S. von Tortosa und S. von Alikante, die
beide in Ballen von 35 - 40 kg über französische Häfen eingeführt werden. Das
in Deutschland (Gegend von Bamberg und Schweinfurt) und Mähren gebaute S. ist
dem in Spanien gewonnenen ähnlich, aber dünner und von blasserem Gelb. Es
kommt teilweise, in längliche Kränze gebunden, in den Handel, während die
Hauptmenge an Ort und Stelle auf Extrakt verarbeitet wird. Das mährische S.
wird im Lande selbst verbraucht. Französisches S. ist in der Regel spanische,
über Frankreich gegangene Ware, da dieses Land selbst noch viel S. zur
Extraktbereitung einführt. Italienisches S. kommt nicht in den Handel, wird
vielmehr auf Extrakt verarbeitet. Unter der Bezeichnung spanisches S. geht
endlich auch aus Kleinasien und Nordamerika stammende Ware. - Das russische S.
(lat. Radix liquiritiae russica, echinata seu mundata), von Glycyrrhiza
glabra, var. glandulifera, besteht aus Wurzeln und Ausläufern und ist die
allein offizinelle Droge des deutschen Arzneibuches. Die Pflanze bildet eine
bis 2 m hohe Staude, ist im südlichen Rußland, in Ungarn, Galizien, Armenien
und Persien heimisch und wird besonders im südlichen Rußland für den Handel
angebaut. Im Gegensatz zu der spanischen Süßholzpflanze ist sie drüsig
behaart. Das russische S., das von Petersburg in Ballen von 75 - 100 kg, mit
Lindenbastmatten umgeben, zu uns gelangt, bildet dicke, oft gespaltene
Wurzelstücke oder auch Ausläufer, die geschält in den Handel kommen. Das Holz
ist sehr faserig, strahlig zerklüftet und besitzt neben einem helleren Gelb
ein lockereres Gefüge als das spanische S. Infolge seiner größeren
Leichtigkeit schwimmt es auf Wasser. Der Geschmack des russischen S. ist süß,
ohne kratzenden Nachgeschmack. - Apotheker und Drogisten beziehen das S.
größtenteils von Großhandlungen in geschnittenem Zustande. Ebenso wird das
Pulvern des S. von diesen besorgt, da sich die faserige Wurzel ohne
maschinelle Einrichtungen nur schwer zerkleinern läßt. Die Güte eines
Süßholzpulvers wird hauptsächlich nach der Farbe bewertet. Je reiner und
intensiver das Gelb ist, als desto besser gilt die Sorte. Etwaige
Verfälschungen lassen sich mikroskopisch und durch die Aschenbestimmung leicht
erkennen. - Den wertvollsten Bestandteil der Süßholzwurzel bildet der
Süßholzzucker, das Glyzyrrhizin, das sich als saures Ammoniumsalz zu 6 - 7 %
vorfindet. Es ist ein unkristallisierbarer, gelblichweißer Stoff von stark
süßem Geschmack, der sich beim Kochen mit verdünnten Säuren in Traubenzucker
und eine harzige Substanz spaltet. Daneben enthält die Süßholzwurzel noch
Asparagin, Pflanzeneiweiß, Farbstoffe, Zucker, ungefähr 7 % Mineralstoffe,
Stärke und ein braunes Harz. Das letztere, das den kratzenden Nachgeschmack
verursacht und sich in der russischen Ware nur in sehr geringer Menge
vorfindet, ist zwar an und für sich in Wasser unlöslich, wird aber doch beim
Auskochen der Wurzel unter Vermittlung der übrigen Bestandteile mit
ausgezogen. Die S. findet ausgedehnte Anwendung in der Pharmazie. Die ganze
Wurzel wird häufig im Handverkauf als ťSüßholz in StangenŤ verlangt, die
geschnittene ist ein Hauptbestandteil des Brusttees, und die gepulverte findet
sich im Brustpulver (lat. Pulvis liquiritiae compositus) wieder. Letztere
dient auch als Bindemittel zu Pillenmassen, während das geschnittene S. zur
Herstellung des Süßholzextraktes, des Süßholzsirups usw. benutzt wird. Im
allgemeinen gilt das S. als reizlinderndes, die Tätigkeit der Schleimhäute
anregendes, geschmackverbesserndes Mittel. - Die verschiedenen Arzneibücher
sind sich nicht einig, ob dem spanischen oder dem russischen S. der Vorrang
gebührt. Während das deutsche Arzneibuch nur die Verwendung des letzteren
gestattet, lassen andere Arzneibücher, z. B. das schweizerische und
österreichische, beide Arten zu. - Süßholzsaft, Lakritzensaft, Bärendreck
(lat. Succus seu Extractum liquiritiae seuglycyrrhizae, frz. Suc ou Jus de
réglisse, engl. Juice of liquorice) heißt das durch Auskochen der
Süßholzwurzel gewonnene Extrakt; es wird in allen Anbauländern des S., doch
nicht immer in gleich guter Beschaffenheit hergestellt. Besonders
Unteritalien, Sizilien, Südspanien und Südfrankreich erzeugen große Mengen.
Die Gewinnung geschieht in umfangreichen Siedereien. Die von den Pflanzern
gekauften Wurzeln werden frisch in kürzere Stückchen geschnitten, gewaschen,
zu Brei zermalmt und in großen Kesseln mit Wasser auf freiem Feuer 4 - 5
Stunden ausgekocht. Die von dem Rückstand abgeseihte und abgepreßte
Flüssigkeit wird durch Absetzenlassen geklärt und dann in Eisen- oder
Kupferpfannen eingedampft, zuletzt unter beständigem Umrühren, damit die Masse
keine Klümpchen bildet, sondern eine gleichförmige Honigdicke erlangt. Aus dem
Teige werden dann runde oder flachgedrückte Stangen von verschiedener Länge
und Dicke, seltener Kuchen oder Brote geformt. Der trockene Süßholzsaft bildet
schwarze oder schwarzbraune Sangen oder Massen von kurzem, stark glänzendem
Bruch und angenehm süßem Geschmack. Er enthält die wesentlichen Bestandteile
der Wurzel in konzentrierter Form, ungefähr 15 % Glyzyrrhizin, 5 % Zucker, 15
% gummöse Stoffe und 7 % Mineralbestandteile. Eine gute Ware hat kaum mehr als
15 % Wasser und hinterläßt beim Erschöpfen mit lauwarmem Wasser höchstens 25 %
unlösliche Stoffe. Bei größerem Rückstand liegt der Verdacht vor, daß eine
Verfälschung durch Stärke oder Mehl stattgefunden hat. Auf etwaigen
Kupfergehalt prüft man durch Einleiten von Schwefelwasserstoff in die
salzsaure Lösung der Asche, wobei keine Bräunung eintreten darf. Der
gewöhnliche Süßholzsaft, im Handel als roher S. bezeichnet, findet als Brust-
und Hustenmittel, ferner zu Tabakbeizen und auch wohl als Wasserfarbe
Verwendung und dient vor allem zur Herstellung des gereinigten S. Die meist
zylindrischen, etwa 15 - 20 mm dicken, 10 - 15 cm langen Süßholzsaftstangen
des Handels stammen aus Unteritalien, Kalabrien, Sizilien, Frankreich, Spanien
und Südrußland und sind fast stets auf der Längsseite mit dem Ursprungs- und
Fabrikstempel versehen. Die Versendung geschieht in Kisten, mit
Lorbeerblättern als Packmaterial. Nur Rußland verwendet Eichenblätter zur
Verpackung. Die französische Ware bildet dünne Stengel, zu je 100 Stück in
Pappkasten von 1 kg verpackt. Kalabreser Lakritzen gelten auch heute noch als
bevorzugte Sorte. Am höchsten wird die Marke Barracco geschätzt, dann folgen
die Marken: P. S. (Principe di Salerno), Martucci, Policoco, Corgiliano,
Cassano und andere. Die beste französische Ware trägt den Stempel E. B. 60.
Beim Einkauf der gezeichneten Stangenlakritzen ist genau auf den Namen zu
achten, da manche Erzeuger denselben mit geringen Abänderungen nachahmen. Die
dünnen, unbezeichneten Stangen, die in Deutschland im Kleinhandel verkauft
werden, sindgrößtenteils deutschen Ursprungs. - Der gereinigte Lakritzensaft
(lat. Succus liquiritiae depuratus) wird aus den gewöhnlichen Stangenlakritzen
durch kaltes Ausziehen mit Wasser und Eindampfen der klaren Flüssigkeit
bereitet. Zu diesem Zwecke schichtet man in einem Holzfaß abwechselnde Lagen
von ausgewaschenem Stroh und Lakritzenstangen übereinander, füllt mit Wasser
auf und läßt mehrere Tage stehen, worauf man die Lösung abzapft und in
gleicher Weise noch einen Auszug entnimmt. Die durch Kolieren geklärten
Auszüge werden im Wasserbade bis zum dicken Extrakt eingedampft. Zur Gewinnung
von Lakritzenpulver setzt man das Eindampfen noch weiter fort, zieht die zähe
Masse zu Bändern aus, trocknet diese bei gelinder Wärme völlig und pulvert sie
dann. Das kaffeebraune Pulver, das sehr hygroskopisch ist, wird in gut
verschlossenen Gläsern aufbewahrt. Der gereinigte Süßholzsaft stellt ein
braunes, in Wasser klar lösliches, dickes Extrakt dar, das in den Apotheken
zur Herstellung von Hustenmixtüren, Brustelixier, gereinigten
Stangenlakritzen, Lakritzentäfelchen, Cachou usw. vielfache Verwendung findet,
während das gereinigte Lakritzenpulver einen Hauptbestandteil der
Salmiakpastillen bildet.
T
T-Holz:
- Schwedischer Begriff für nach Festigkeit sortiertes Holz gemäß den
Richtlinien T30, T24 und T18.
Tafel:
- normalerweise gehobeltes, profiliertes und gespundetes Holzteil zur
Innengestaltung
Tafelbauweise:
- Konstruktionstechnik mit vorgefertigten Tafeln zum Bau von Holzhäusern,
bestehend in der Regel aus Holzrippen mit Wärmedämmfüllung und beidseitiger
Holzwerkstoffbekleidung.
Tangential:
- Beschreibung von Oberflächen und Schnittebenen senkrecht zu den
Holzstrahlen, d.h. mehr oder weniger paralel zu den Jahrringen (siehe auch
Tangentialschnitt oder Fladerschnitt).
Tangentialschnitt:
- Die Jahrringe erscheinen in bogen- und wellenförmigen Linien. Größere
Markstrahlen, die rechtwinklig duchschnitten werden, treten als spindelförmige
dunkle Striche auf (hauptsächlich Eiche und Buche).
Tannenholz:
- das Holz der Weißtanne oder Edeltanne, Abies pectinata, das von allen
Nadelhölzern am wenigsten Harz enthält, hat eine fast weißliche, ins gelbliche
spielende Farbe, ist sehr lang- und geradfaserig und daher von vollkommenster
Spaltbarkeit. Das weiche und leichte Holz wirft sich wenig und hält sich im
Trockenen sehr lange und wird daher als Bauholz sowie zu Tischler-,
Drechsler-, Böttcherarbeiten und Resonanzholz benutzt.
Taubenziegel:
- Ziegel mit halbkreisförmig gewölbter, meist vergitterter, Öffnung zur
Belüftung des Dachraumes.
Taupunkt:
- Diejenige Temperatur, bei welcher der in der Luft enthaltene Wasserdampf
als flüssiges Wasser ausfällt (kondensiert).
Taupunkttemperatur:
- Wasserdampf kann nur einen maximalen Sättigungsdruck erreichen. Bei
Abkühlung steigt die relative Feuchte an, da der Sättigungsdruck auch mit der
Temperatur abfällt. Die relative Feuchte erreicht 100 %, wenn die
Taupunkttemperatur erreicht ist. Fällt die Temperatur weiterhin, fällt
Wasserdampf in Form von Tauwasser aus.
Tauwasser:
- Ausfall von Wasserdampf. Tauwasser wurde früher auch Schwitz- oder
Kondenswasser genannt.
Teakholz:
- Der auch als indische Eiche bezeichnete Teakbaum, Tectonia grandis, der
als einer der höchsten aller Bäume in den hoch und trocken liegenden Wäldern
Ostindiens vorkommt, zeichnet sich durch schnelles und gerades Wachstum aus
und erreicht in 100 Jahren seine volle Stärke. Das hellbraune, poröse und
ölhaltige Holz, das sich gut bearbeiten läßt, bildet wegen seiner
Widerstandsfähigkeit gegen Wurmfraß und seiner Haltbarkeit im Wasser, die
dreimal größer als diejenige des Eichenholzes ist, einen gesuchten Rohstoff
für Wasserbauten. Vor allem wird es beim Schiffsbau, u. a. als Unterlage für
die Panzerplatten der Kriegsschiffe benutzt. Infolge der regen Nachfrage sind
die Bestände bereits stark gelichtet, nur auf Malabar, Java und Zeylon ist der
geschätzte Baum noch in größeren Mengen erhalten, und man hat daher neuerdings
künstliche Pflanzungen angelegt. Die Blüten und Blätter der T. werden in den
Tropen gegen Cholera und Harnleiden angewandt. - Australisches T. stammt von
Endiandra glauca, afrikanisches T. von Oldfielda africana und Pterocarpus
erinaceus. Beide sind vortrefflich für den Bau von Eisenbahnwagen geeignet.
Technische Trocknung:
- Im Gegensatz zur Freilufttrocknung verläuft die technische Trocknung unter
künstlichen Klimabedingungen, meist in Kammern oder Durchlaufkanälen. Durch
entsprechende Steuerung oder Regelung des Klimas können wesentlich niedrigere
Endfeuchtigkeiten und kürzere Trocknungszeiten erreicht werden als bei der
Freilufttrocknung. Häufig - insbesondere bei stark dimensioniertem Schnittholz
- erfolgt Vortrocknung im Freien und anschließend künstliche Trocknung (siehe
auch: Entspannen).
Teerpappe:
- im Gegensatz zu Bitumenpappe, mit Teer getränkte Isolier- und Dachpappe.
Terminal-Parenchym:
- Meist sehr schmale, aber deutliche, helle, tangentiale Bänder aus
Parenchymzellen als Trennungslinien zwischen den Zuwachszonen, wie z.B. bei
Pappel.
Textur:
- Zeichnung des Holzes (im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Maserung
bezeichnet), wird hervorgerufen durch die Struktur des Holzes bei Normalwuchs
und bei Wuchsanomalien sowie durch Farbdifferenzierungen. Die
strukturabhängige Textur wird u.a. bestimmt durch die Poren, die Jahrringe.
die Holzstrahlen sowie den Faserverlauf.
Thyllen:
- Artbedingte blasenartige Zelleinwüchse, welche die Poren verschließen
können und die Abgabe wie die Aufnahme von Feuchtigkeit beeinflussen können;
Thyllen fehlen im Splint.
Tierische Holzschädlinge:
- Die häufigsten tierischen Holzschädlinge an verbautem Holz sind vor allem
der Hausbock, der Nagekäfer, der Splintholzkäfer und die Holzwespe.
Tonnendach:
- Das Tonnendach ist gebogen und hat die Form eines Tonnengewölbes.
Topfzeit:
- Gebrauchsdauer von Klebstoffen, die Zeitspanne, in der ein Klebstoffansatz
nach dem Mischen aller Bestandteile für eine bestimmte Verwendung gerade noch
verarbeitungsfähig ist.
Totholz:
- Holz von stehenden und liegenden abgestorbenen Bäumen, Ästen oder
Baumkronen, das im Wald verbleibt als Lebensraum und Nährstoffquelle für
Pflanzen und Tiere dient.
Tracheen:
- Langgestreckte runde oder ovale Zellen, deren Querwände gänzlich oder
teilweise geöffnet sind.
Tracheiden:
- Mit einem Anteil von 90% Hauptform der Nadelhölzer; sie verlaufen parallel
zur Stammachse (Längstracheiden) und haben die Aufgabe der Wasserleitung und
Festigkeit.
Traufblech:
- Das Traufblech ist das Anschlussblech an der Traufe. Es kann die Aufgabe
des Rinneneinlaufbleches oder des Tropfbleches erfüllen. Bei Metalldeckungen
kann es auch die Funktion eines durchgehenden Haftstreifens (Vorstoßblech)
erfüllen.
Traufhöhe:
- Die Traufhöhe ist der Abstand zwischen Geländeoberkante und der Traufe.
Die Traufhöhe ist im örtlichen Bebauungsplan vorgeschrieben und muß unbedingt
eingehalten werden.
Trittschalldämmung:
- Wird zwischen dem Untergrund und dem Parkett bei der "schwimmenden
Verlegung" gelegt. Es dämmt den Trittschall, gleicht Unebenheiten aus und gibt
durch die Elastizität angenehmen Laufkomfort. Die Trittschalldämmung gibt es
aus Folie, Filzplatten, bituminierten Korkschrotmatten, Rollkork und
Rippenpappe.
Trocken:
- Als trocken werden Hölzer bezeichnet, deren Feuchtegehalt dem künftigen
Verwendungsklima entspricht: für Bauteile, die ständig mit der Außenluft in
Berührung kommen, 12 bis 15% und für Bauteile im Innern von Räumen 8 bis 12%.
Für Baurundholz (DIN 4074 T 2) und Bauholz für Zimmerarbeiten (DIN 68365)
werden andere Feuchtigkeitsgehalte angenommen (siehe auch Halbtrockenes Holz
und Frisches Holz).
Trockenbau:
- Bei der Trockenbauweise werden überwiegend industriell vorgefertigte
Plattenwerkstoffe wie Gipskarton oder OSB auf Holz- oder Metallständern durch
Verschraubung bzw. Vernagelung befestigt. Als Dämmung werden in der Regel
mineralische Dämmstoffe eingebracht. Der Trockenbau hat, wie schon der Name
sagt, den Vorteil, dass keine Baufeuchte entsteht wie bei den Massivbauweisen,
bei der Steine und Mörtel durch den Abbindeprozess über eine längere Zeit
Feuchtigkeit emittieren.
Trockenestrich:
- Trockenestrichelemente bestehen in den meisten Fällen aus zwei miteinander
verbundenen Gipskarton- oder Gipsfaserplatten, die durch versetzte Anordnung
beider Platten und den dadurch entstehenden Stoß verlegt werden. Angeboten
werden diese Trockenestrichelemente mit und ohne unterseitige Dämmung. Sie
können auch bei Verwendung einer Fußbodenheizung angeordnet werden.
Trockenestrichelemente haben den Vorteil, sofort begehbar zu sein und keine
Feuchte ins Bauteilinnere zu bringen, was gerade bei den heutigen,
hochgedämmten und luftdichten Bauwerken als Vorteil zu betrachten ist.
Trockenfäule:
- Verwirrender und selten verwendeter Begriff für den Endzustand eines
pilzbefallenen und wieder ausgetrockneten, sehr brüchigen Holzes. Das Wachstum
von Pilzen setzt jedoch eine mehr oder weniger hohe Holzfeuchte voraus.
Trockenkammer:
- Beheizter Raum zur Trocknung von Schnittholz, Furnieren oder anderen
Holzprodukten, in dem die Temperatur, die relative Luftfeuchte und die
Geschwindigkeit der Luftumwälzung geregelt werden.
Trockentemperatur:
- Die mit einem üblichen Thermometer gemessene Temperatur der Luft (siehe
auch Feuchttemperatur, Psychrometer).
Trocknung:
- Feuchteentzug aus dem Holz in allen Phasen der Holzbe- und verarbeitung,
von der Holzernte bis zum Fertigprodukt; Abgabe des freien und eines Teils des
gebundenen Wassers. Kann in hohem Maße beeinflußt werden (siehe
Freilufttrocknung, Technische Trocknung).
Trocknungsprogramme:
- Steuerungsschema, die die Aufeinanderfolge der am Trockner einzustellenden
relativen Luftfeuchte und Lufttemperatur, d.h. der Trocknungsstufen für den
Ablauf einer Schnittholztrocknung in einer Trockenkammer vorgeben.
Trocknungsschäden:
- Die durch die Holztrocknung bewirkte, mehr oder weniger wertmindernde
Schädigung des Trocknungsgutes in der Form von Verfärbungen, Rißbildungen,
Verschalung, Zellkollaps, Harzaustritt usw.
Trocknungsspannung:
- Die beim Trocknen (unterhalb Fasersättigung) im Trocknungsgut durch
Behinderung der Schwindverformungen enstehen inneren Kräfte, bezogen auf die
Flächeneinheit (siehe auch Spannung).
Trocknungstafeln:
- Steuerungsschema, die die Aufeinanderfolge der am Trockner einzustellenden
relativen Luftfeuchte und Lufttemperatur, d.h. der Trocknungsstufen für den
Ablauf einer Schnittholztrocknung in einer Trockenkammer vorgeben.
Tropfblech:
- Ein Tropfblech ist ein Traufblech, das an der Dachtraufe ohne Dachrinne
das anfallende Niederschlagswasser ableitet, ohne dass die Unterkonstruktion
gefährdet wird. Das Tropfblech wird ebenfalls verwendet, um an der Traufe von
Unterdächern das Schmelzwasser abzuleiten.
Tupeloholz:
- (Tupelowurzel), ein aus Florida kommendes, sehr leichtes und weiches Holz
von gelblichweißer Farbe, findet in der Chirurgie Anwendung, indem man daraus
Stäbchen schnitzt oder drechselt, die in Wunden stark quellen und wie
Laminaria digitata als Quellmeißel dienen. Das T. stammt von Nyssa
grandidentata und Nyssa aquatica, während verwandte Arten, wie N. uniflora und
multiflora, unbrauchbar sind.
Tüpfel:
- Dünnstellen in der Zellwand zwischen benachbarten Zellen, die den Wasser-
und Stoffstransport von Zelle zu Zelle ermöglichen.
Türbänder:
- Diese verbinden Tür und Zarge. An diesen wird die Tür eingehängt. Es gibt
sie u.a. in der 2 - teiligen und 3 - teiligen Ausführung (für hohe
Belastbarkeit).
Türeinbaumaß:
- Das Türeinbaumaß ist die Größe für die Tür mit der Zarge. Das Türeinbaumaß
ist kleiner als das Rohbaurichtmaß, damit die Tür in der Öffnung winklig
ausgerichtet und befestigt werden kann.
Türelement:
- Eine Tür besteht aus: Zarge, Türblatt, Türbänder, Drückergarnitur,
Bekleidungsleisten.
Türenvielfalt:
- Es gibt eine große Auswahl an Türen, fast alle in Normmaßen. Natürlich
sind von allen Ausführungen auch Sondermaße möglich, z.B. raumhoch, oder
breiter, oder mit besonders dicken Mauerstärken.
U
U-Wert:
- Der U-Wert (früher auch k-Wert) ist ein Maß für die Wärmedurchgang eines
Bauteils und wird in W/(m˛K) angegeben. Je kleiner desto besser, weil weniger
Wärme verloren geht.
U-Wert:
- Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils (bislang als k-Wert bezeichnet)
[W/(m˛*K)]
Ueberhälter:
- In Verjüngungsflächen belassene einzelne erwachsene Bäume nennt man
Überhälter. Sie dienen einerseits der Produktion starken und qualitativ
hochwertigen Holzes, werden aber auch aus ästhetischen und ökologischen
Gründen in die nächste Umtriebszeit übernommen.
Umkehrdach:
- Dämmungsebene auf der Sparrenkonstruktion (nicht hinterlüftet)
Umtriebszeit:
- Bezeichnung für die durchschnittliche Dauer von der Begründung eines
Waldes bis zu seiner Ernte.
Umwandlung:
- In waldbaulichem Sinne: Wechsel der Baumart. Mit Umwandlung kann aber auch
ein Wechsel der Nutzungsart gemeint sein, z. B. durch Bebauung ehemaliger
Waldflächen.
Unbesäumt:
- Bezeichnung für nichtbesämtes Schnittholz mit Baumkante an beiden Kanten,
meist im Blockschnitt erzeugt. Laubschnittholz wird im allgemeinen unbesäumt
als Blockware gehandelt. Aufgrund der natürlichen Baumsilhouette sind sie
unterschiedlich breit. Sie werden mit gehobelten Oberflächen oder sägerauh in
folgenden Maßen angeboten: Längen zwischen 150 und 650 cm; Dicken zwischen 10
und 35 mm.
Unterdach:
- eine unter den Ziegeln oder anderem Deckmaterial liegende, dichtende
Schicht, welche das Eindringen von Regen und Schnee im Dachbereich verhindern
und die Dämmung vor Feuchtigkeit schützen soll.
Unterfurniere:
- Bei Sperrholz mit mehr als drei Lagen die Furniere unmittelbar unter den
Deckfurnieren; ihre Faserrichtung verläuft rechtwinklig zu derjenigen der
Deckfurniere, daher oft auch als Absperrfurniere bezeichnet.
Unterlegscheibe:
- Unterlegscheiben werden je nach Verwendungsart in unterschiedlichen Normen
behandelt. Für tragende Bolzen- und Dübelverbindungen sind runde
Unterlegscheiben in der DIN 1052-2 geregelt. Runde Unterlegscheiben für Pass-
und Heftbolzen sind geregelt in der DIN 440.
UV-Strahlung:
- ultraviolette Strahlung erzeugt aus Sonnenlicht. Die UV-Strahlung ist die
entscheidende Einwirkung, die Verfärbungen wie das Ausbleichen der
Holzoberfläche verursacht. Um diese Verfärbung bei Holzfassaden zu verhindern,
muss eine pigmentierte Lasur verwendet werden. Die Pigmente brechen die
UV-Strahlen und verhindern so ein Vergrauen der Holzfassade.
V
Verformungen:
- Formabweichungen des Holzes, unterteilt in Krümmungen (Längskrümmung der
Seite oder der Schmalfläche, Querkrümmung) und in Verdrehungen ("winschiefes"
Verziehen).
Verjüngung:
- Natürliche oder künstliche Begründung eines neuen Bestandes.
Verkernung:
- Nachträgliche Kernbildung bei manchen Holzarten duch Veränderung der
inneren Holzsubstanz (Kernholz).
Verkleidung:
- Holzbretter, Tafeln usw. zum Abdecken der Fassade, normalerweise mit einer
feingeschnittenen (nicht gehobelten) Oberfläche und Nut- und Spundverbindung
Verlegearten:
- "Schwimmende Verlegung": Die Parkettelemente, werden in der Nut- und
Federverbindung miteinander verleimt. Das Parkett ist hierbei nicht mit dem
Untergrund verbunden. Der Vorteil dieser Verlegeart: Fugenlos dicht, kaum
Laufgeräusche, die Dehnungsfuge wird mir einer Fußleiste abgedeckt, sauber zu
entfernen und daher für Mietwohnungen gut geeignet. Diese Verlegeart eignet
sich jedoch nicht für Massivholzdielen, die vernagelt oder verschraubt werden
müssen. Vollflächige Verklebung: Die Parkettelemente werden vollflächig mit
dem Unterboden verklebt. Die Laufgeräusche sind lauter als bei der
"schwimmenden Verlegung".
Vernetzung:
- Chemischer Abbindevorgang, welcher auch als Härtung oder Aushärtung
bezeichnet wird, zugehörig Gerinnung (z.B. Blutalbuminklebstoffe),
Polykondensation (z.B. Harnstoff-, Melmain-, Phenolharze) und Polyaddition
(z.B. Polyurethanklebstoffe).
Verschalung:
- Zustand in getrocknetem Holz, bei dem nicht abgebaute innere
Trocknungsspannungen die äußeren Schichten des Holzquerschnittes unter Druck-
und die Innenbereiche unter Zugspannung halten.
Versiegelung:
- Die Versiegelung: schützt das Holz und macht es strapazierfähig. Es gibt
verschiedene Arten einer Versiegelung ( Öl, Wachs, Lack).Diese werden je nach
Anforderung eingesetzt. Lacke: Alle großen Hersteller stellen Lacke aus
umweltfreundlichem Acryllack her.Lacke erhöhen die Strapazierfähigkeit der
Böden enorm. Öle & Wachse: Sie sind sehr leicht aufzubringen und
reparierfähig , sehen aber nicht so elegant aus wie Lacke.
Verstrebungsfigur:
- am oder im Fachwerk liegendes Verstrebungsholz.
Verwachsener Ast:
- Der noch voll lebende Teil des Astes mit dem umgebenden Holz fest
verwachsen (siehe auch Durchfallast).
Verwerfung:
- "Windschiefes" Verziehen des Holzes in Form von spiralförmigen
Verdrehungen in Längsrichtung (siehe auch Verformungen); die vier Ecken einer
Fläche befinden sich nicht mehr in einer Ebene.
Verwitterung:
- Verfärbung und Zerstörung des Holzes im Oberflächenbereich. Tritt ein,
wenn Holz längere Zeit ungeschützt der Einwirkung von Sonne (insbesondere der
energiereichen UV-Starhlung), Niederschlag und Luftsauerstoff ausgesetzt wird;
auch Feuchte- und Temperaturschwankungen, die zu Spannungsrissen in Holz und
Zellwänden führen, sowie Pilzbefall und mechanischer Abrieb durch Wind und
Staub können zur Verwitterung beitragen.
Verziehen:
- Hiermit werden Formänderungen bezeichnet, die von der ursprünglichen
Richtung der Kanten und Flächen abweichen.
Vogelaugen:
- Ringförmige Zeichnungen im Furnier.
Vogelaugentextur:
- Textur auf Schälschnitten (Tangentialfläche), die durch den Anschnitt
linsenförmiger Vertiefungen der Jahrringe als kleine runde oder ovale Flächen
von nur wenigen Millimeter Duchmesser entstehen und wie Vogelaugen aussehen.
Vollholz:
- Vollholz liegt im Unterschied zu den durch Trennen des Holzes und erneutes
Zusammenfügen mit unterschiedlicher Faserrichtung hergestellten
Holzwerkstoffen - in seiner unveränderten gewachsenen Struktur vor. Vollhölzer
werden als Schnittware (Balken, Bohlen, Bretter, Leisten, Pfähle, Stempel,
Masten oder Schwellen) verwendet.
Vollholzquerschnitte:
- Bei Fertigung des Rahmenwerks im Holzsystembau gibt es nach
unterschiedlicher Anwendung getrennt übliche Querschnitte, die verbunden
werden. Bei einer Anwendung für die Außenwand sind die üblichen Querschnitte
6/14 cm, 6/16 cm, 6/18 cm und 6/20 cm. In der Innenwand liegen sie bei 6/8 cm,
6/10 cm und 6/12 cm, bei der Anwendung als Deckenelement 6/22 cm oder 6/24 cm,
Anwendung eines Randbalkens 6/22 cm oder 6/24 cm, bei Anwendung als
Dachsparren 6/18 cm oder 6/20 cm. Die neue Energieeinsparverordnung wird zur
Folge haben, dass Außenwandquerschnitte im Regelfall stärker als 16 cm sein
werden. Somit begünstigt die weitere Entwicklung den Ersatz von Vollholz durch
stabförmige Holzwerkstoffprodukte wie Furnierschichtholz (Kerto) oder
Furnierstreifenholz (Timber Strand).
Vorbau:
- Bezeichnung für die Anlage einer Kultur unter dem Schirm der Altbäume zur
Einbringung nicht vorhandener Baumarten im Wege der Bestandesverjüngung (z.B.
Buchenvorbau in reinen Fichtenbeständen).
Vorkern:
- Ein artbedingter, mehrere Zentimeter breiter Ring zwischen Kernholz und
Splintholz, der heller und weniger widerstandsfähig gegen Pilzbefall als das
Kernholz ist.
Vornutzung:
- Im Zuge von Durchforstungen (Pflegemaßnahmen in mittelalten Wäldern)
anfallende Holzmassen.
W
Wacholderholz:
- (Kaddigholz. lat. Lignum juniperi, frz. Bois de geničvre, engl.
Juniper-wood), das gelbliche oder rötlichweiße, ziemlich weiche Holz des
Wacholders (Juniperus communis) ist schwer zu spalten und sehr dauerhaft,
dabei dicht und feinfaserig und besitzt einen angenehmen aromatischen Geruch,
der beim Erwärmen oder Entzünden noch deutlicher hervortritt. W. wird als
Drechslerholz angewandt, aber auch im Drogenhandel geführt. Man verkauft es in
diesem Falle in geraspeltem oder fein geschnittenem Zustande und verwendet es
als Zusatz zu Holztee und zur Bereitung von Wacholderholzöl.
Wachs:
- (lat. Cera, frz. Cire, engl. Wax). Ursprünglich verstand man unter W. nur
das Bienenwachs, hat diese Bezeichnung aber später auf eine Reihe anderer
ähnlich aussehender Stoffe wie Japanwachs, Karnaubawachs usw. übertragen, die
in besonderen Abschnitten besprochen sind. Das W. schlechthin, das
Bienenwachs, ist ein Verdauungsprodukt der Biene, Apis mellifica, welches
diese in den Stöcken zum Aufbau der Waben benutzt. Zu seiner Gewinnung werden
die durch Pressen oder Zentrifugieren vom Honig befreiten Waben in siedendem
Wasser geschmolzen und dadurch von den zu Boden sinkenden Verunreinigungen
befreit. Nach nochmaligem Umschmelzen wird die Masse dann in Scheiben oder
Brote gegossen. Dieses sog. Gelb- oder Rohwachs (Cera flava) besitzt, wenn es
von jungen Stöcken stammt (Jungfernwachs), eine schmutzige weißgelbliche,
sonst eine gelbe oder, bei indischen, afrikanischen und amerikanischen Sorten,
eine graubraune bis dunkelbraune Farbe, körnigen Bruch und angenehmen Geruch
nach Honig. In der Kälte spröde, wird es in der Hand weicher und knetbar, beim
Kauen klebt es, zum Unterschied von harzhaltigem W., nicht an den Zähnen. Für
verschiedene Zwecke, besonders zur Herstellung von Kerzen, wird das W. durch
Bleichen in weißes Wachs (Cera alba) übergeführt. Man bedient sich hierzu
entweder der Rasenbleiche, indem man das in feine Fäden oder Späne zerteilte
W., bisweilen unter Zusatz von Terpentinöl, den Strahlen der Sonne aussetzt,
oder man behandelt das W. mit chemischen Oxydationsmitteln, wie Chlorkalk,
Kaliumpermanganat oder -dichromat oder Wasserstoffsuperoxyd. Durch letztere
Mittel wird das W. aber chemisch verändert und für verschiedene Zwecke
unbrauchbar. Ein Zusatz von etwa 5% Talg, der das Bleichen erleichtert und die
Geschmeidigkeit erhöht, gilt als zulässig, hingegen ist ein Weißfärben mit
Weinstein, Alaun, Bleiweiß, Schwerspat, Gips oder Kreide als Verfälschung zu
beurteilen. - Das W. ist in Wasser unlöslich und in kaltem Alkohol nahezu
unlöslich. Von kaltem Äther werden etwa 50 %, von kaltem Chloroform 25 %
aufgenommen. Siedender Alkohol entzieht dem W. die Zerotinsäure, während es
von ätherischen Ölen, Chloroform, Äther, Schwefelkohlenstoff, Benzin, Benzol
und Tetrachlorkohlenstoff leicht und vollständig gelöst wird. Der Schmelzpunkt
liegt bei 62 - 64°, das spez. Gew. beträgt 0,960 - 0,970. Gebleichtes W. ist
im allgemeinen härter, spröder und auch etwas schwerer als das gelbe W. Seiner
chemischen Zusammensetzung nach unterscheidet sich das W. von den Fetten durch
das gänzliche Fehlen von Glyzerin. Es besteht hauptsächlich aus Zerin, einem
Gemisch von freier Zerotinsäure und etwas Melissinsäure, und aus Myrizin
(Palmitinsäure-Melissylester) neben geringeren Mengen Zerylalkohol und
Kohlenwasserstoffen. - Bei dem verhältnismäßig hohen Preise des W. sind
Verfälschungen häufig zu beobachten, zu deren Erkennung einige leicht
auszuführende Vorprüfungen mit Erfolg herangezogen werden können. Reines W.
nimmt Kreidestriche an. Es schmilzt zu einer klaren Flüssigkeit, während
zugesetzte Mineralstoffe, Erben- und Getreidemehle sich in pulveriger Form
abscheiden. Beim Kochen mit der 20 fachen Menge Weingeist darf die nach dem
Erkalten filtrierte Lösung nicht gefärbt sein, nicht sauer reagieren und durch
Wasser nur schwach opalisierend werden. Gelbfärbung deutet auf fremde
Farbstoffe, starke Trübung auf Zusatz von Stearinsäure hin. Beim Kochen mit
zehn Teilen Wasser und drei Teilen Kristallsoda soll sich das W. nach dem
Erkalten über der wäßrigen klaren Flüssigkeit wieder abscheiden, während beim
Entstehen einer Emulsion Verdacht auf Beimischung von Fetten oder Stearinsäure
besteht. Die genaue chemische Analyse setzt die Bestimmung der Säurezahl (19 -
21), der Esterzahl (73 - 76) und der Verseifungszahl (etwa 95) voraus. Das
Verhältnis zwischen Säure- und Esterzahl, die sog. Verhältniszahl, beträgt
meist 3,6 bis 3,8. - Das W. findet vielfache Verwendung zu feineren Kerzen,
Wachsstöcken, Pflastern, Salben und Pomaden, Figuren, Blumen und Appretüren.
Es wird in großen Mengen aus dem Auslande eingeführt, 1913 rund 3 Millionen
Kilogramm, davon etwa 1 Million Kilogramm aus Deutsch- und
Portugiesisch-Ostafrika. - Vorwachs (Propolis) ist ein in Alkohol lösliches
Harz, das von den Bienen zum Befestigen der Waben in den Stöcken erzeugt wird.
- Wachspapier (lat. Charta cerata, frz. Papier ciré, engl. Waxed Paper) ist
mit geschmolzenem W. getränktes Papier.
Wachstuch:
- Während das alte W. oder die Wachsleinwand wächserne Überzüge hatte,
bestehen die heutigen Stoffe aus leichteren oder schwereren Baumwoll-,
Leinen-, Werg- oder Jutegeweben, die mit einer biegsamen farbigen
Firnisschicht überzogen und oft auch lackiert sind. Zu ihrer Herstellung
werden die Gewebe in Rahmen eingespannt und zunächst mit einer Leim- oder
Kleisterschicht grundiert, um die Poren des Gewebes zu schließen. Die auf
diesen Untergrund aufgetragene erste Schicht von Firnisfarbe wird nach dem
völligen Austrocknen mit Bimsstein ebengeschliffen und ebenso mit jeder
folgenden verfahren. Die Zahl der aufzutragenden Schichten hängt von der Art
und Stärke der Ware ab. Zum Schluß folgt ein Glanzfirnis oder eine Lackierung.
Die einfarbigen Waren sind meist schwarz oder doch dunkelfarbig und sehen in
den feinen Sorten wie lackiertes Leder aus, an dessen Stelle sie häufig
benutzt werden. Das meiste W. wird gedruckt oder sonst farbig gemustert und
dient dann zu Fußbodenbekleidung und Wandtapeten, Möbeldecken, zum Ausschlagen
von Wagen und ähnlichen Zwecken.
Wald:
- Ökosystem, dessen Pflanzengesellschaft vorwiegend von Bäumen geprägt wird
und mehr oder weniger ausgedehnte Landflächen einnimmt. Im natürlichen Zustand
bleibt ein Wald über einen längeren Zeitraum in einem vergleichsweise
stabilen, selbstregulierten Zustand. Klima, Böden, Höhenlage und Relief einer
Region bestimmen die Zusammensetzung der Pflanzengesellschaften und
insbesondere die charakteristischen Baumarten eines Waldes. Die
vorherrschenden Baumarten sind typischerweise mit bestimmten Sträuchern und
Kräutern vergesellschaftet. Störungen wie Waldbrände oder Abholzung durch die
Forstwirtschaft können zu Verschiebungen hin zu einem anderen Waldtyp führen.
Bleibt der Wald jedoch ungestört, wird die ökologische Sukzession schließlich
zu einer so genannten Klimax-Waldgesellschaft führen. Eingriffe des Menschen
in Form von Waldbewirtschaftung und Waldschutz dienen der Erhaltung nutzbarer
oder geschützter Waldtypen.
Waldbau:
- Planmäßige Bewirtschaftung des Waldes. Dazu gehören u. a. Pflanzenanzucht,
Verjüngung, Bestandespflege und Bestandeserziehung sowie Bodenverbesserung.
Waldfrisch:
- Feuchte des Rundholzes unmittelbar nach dem Einschlag, entspricht etwa dem
Feuchtegehalt im lebendem Baum; nicht zu verwechseln mit frischem Holz.
Waldschutz:
- Darunter versteht man den Schutz des Waldes vor Schäden aller Art
einschließlich der Maßnahmen zur Vorbeugung und Bekämpfung. So wird die
Entwicklung von Schadinsektenpopulationen laufend überwacht, um das Entstehen
von Kalamitäten rechtzeitig verhindern zu können.
Walmdach:
- Das Walmdach erhält man, wenn die Giebel des Satteldaches durch schräge
Dachflächen ersetzt werden.
Warmdach:
- Flachdachkonstruktion mit einschaligem, unbelüfteten Schichtaufbau. Beim
Warmdach liegen die einzelnen Schichten des Dachaufbaus direkt auf der
tragenden Konstruktion. Der gesamte Schichtaufbau wird je nach den
Temperaturverhältnissen mehr oder weniger stark erwärmt.
Warmhärtend:
- Aushärten bei (künstlich) erhöhter Temperatur
Warnfähigkeit:
- Eigenschaft gesunden Holzes, vor dem Brechen durch knisterndes Geräusch
anzuzeigen, daß die Bruchgrenze erreicht ist.
Wartezeit:
- Umfaßt die Zeitspanne zwischen dem Klebstoffauftrag auf die zu
verbindenden Fügeteile und dem Erreichen des vollen Preßdrucks. Sie gliedert
sich in zwei Abschnitte: Die offene Wartezeit ist die Zeit vom
Klebstoffauftrag bis zum Zusammenlegen (Vereinigen) der Werkstücke. Unter der
geschlossenen Wartezeit versteht man die Zeit vom Zusammenlegen der Fügeteile
bis zum Erreichen des vollen Preßdrucks.
Wechseldrehwuchs:
- Eine bei verschiedenen Tropenhölzern vorkommende arteigene Struktur. Sie
entsteht durch eine 1 bis 8 cm breite, im wechselnden Drehsinn spiralig um die
Stammachse (Markröhre) laufende Schichtung der Zellen. Da von Schicht zu
Schicht die Richtung der Zellachse wechselt bzw. sich kreuzt, entstehen bei
radialem Anschnitt Flächen aus Streifen mit unterschiedlich gerichteten
Zellen. Hierdurch wird eine wechselnde Reflexion des Lichtes erzeugt, die
einen Wechsel von matten und glänzenden Streifen hervorruft. Nachteilig kann
sich der Wechseldrehwuchs durch eine streifige Widerspänigkeit (Ausreißen) und
durch ein stärkeres Verziehen bei Seitenbrettern geringer Dicke auswirken
(siehe auch: Glanzstreifen, Streifer).
Weichselholz:
- stammt von dem Mahalebkirschbaum (Prunus Mahaleb), der strauchartig auf
dürren, sonnigen Höhen des südlichen Europas, namentlich in Niederösterreich,
wächst, aber auch in besonderen Baumschulen zu geraden Stämmchen gezogen wird.
Da für gewisse Zwecke, wie zu Pfeifenrohren, ganz knotenfreie Stücke ohne
Schnittspuren gewünscht werden, umwickelt man in den großen Anlagen in
Deutschösterreich (Baden bei Wien), Ungarn (Preßburg) und der Türkei die
Stellen, an denen sich Zweigknospen bilden wollen, sorgfältig mit Tuch. Das
Holz, das von seinem Vorkommen bei St. Lucie in den Vogesen auch als
Luzienholz bezeichnet wird, zeigt eine schön braune, hell punktierte und
schwach quergestreifte Rinde, die beim Einölen einen dauernden Glanz annimmt,
und einen rötlichen, nach dem Trocknen gelben Kern. Der angenehme Geruch, der
am schönsten bei dem Badener, hingegen fast gar nicht bei dem türkischen und
ungarischen W. auftritt und beim Trocknen schwächer wird, beruht auf einem
Gehalte an Kumarin. Die jungen Stämmchen werden nach vorsichtigem Trocknen mit
Alkali gebeizt, mit Schachtelhalm abgerieben, gerade gebogen und schwach geölt
und liefern eine gesuchte Ware für Pfeifenrohre, Zigarrenspitzen und
Spazierstöcke. Nachahmungen werden aus gewöhnlichem Kirschbaumholz durch
Parfümierung mit Kumarin hergestellt.
Weißbuchenholz:
- (Hainbuchenholz, Hornbaumholz), das Holz von Carpinus betulus, eines in
feuchten Wäldern der Ebene wachsenden Laubholzbaumes, ist weiß, sehr zähe und
hart, kurzfaserig, schwer und dicht und hat sehr enge, wenig zahlreiche Gefäße
sowie sehr feine, oft gruppenweise zusammenstehende Markstrahlen. Der Stamm
wächst häufig etwas gedreht, weshalb das Holz in diesem Falle schiefspaltig
ist. Die Spiegel sind von wenig dunklerer Farbe als die übrige Holzmasse,
verhältnismäßig dick und nicht gerade, sondern wellenartig gekrümmt, so daß
sie auf einem nach den Jahresringen geführten Schnitt als schmale, nicht sehr
auffallend sichtbare Flammen erscheinen. Das W. eignet sich sehr gut beim
Maschinenbau zu Rollen und Kämmen, Werkzeugheften und Hobelgestellen. Als
Bauholz für den Hochbau ist es weniger gut zu verwenden, dagegen ganz
ausgezeichnet für Wasserbauten. Auch wird es bisweilen zu Tischlerarbeiten
benutzt.
Weißfäule:
- Auch Korrosionsfäule bezeichnet; Holzzerstörung durch bestimmte Pilze bzw.
Pilzgruppen, die teils Cellulose und Lignin gleichzeitig, teils zuerst das
Lignin und dann die Cellulose zersetzen. Im ersten Fall entsteht eine
gleichmäßige weißlich-graue Verfärbung, im letzteren eine unregelmäßige,
örtlich begrenzte loch- oder streifenförmige weißliche Verfärbung; dann
spricht man auch von Weißlochfäule (siehe auch Braunfäule).
Wiederaufforstung:
- Neubegründung von Wald auf Kahlflächen im Wald. Nach dem Landeswaldgesetz
besteht zur Wiederaufforstung die Pflicht innerhalb von 3 Jahren.
Wiederkehrdach:
- Andere Bezeichnung für das Walmdach.
Windbrett:
- Abschlußbrett (Stirnbrett) am Ortgang
Windrispenband:
- Windrispenbänder sind aus Stahlblech und dienen in erster Linie zur
Aussteifung von Dach- und Deckenkonstruktionen. Befestigt werden Windrispen
mit Kammnägeln.
Witterungsfestigkeit:
- Begriff für die Widerstandsfähigkeit des Kernholzes im Feuchtzustand (>
20% Holzfeuchte) gegen Pilzbefall (siehe auch: Außenbau, Splint, Kern).
Wohngesundheit:
- Der Begriff ist nicht genormt. In der Praxis wird unter Wohngesundheit ein
gesundes, ausgeglichenes Raumklima und die weitestgehende Freiheit von
Schadstoffemissionen verstanden. Einzelne Qualitätsverbände haben Richtlinien
definiert, in denen. die Grenzwerte für Emissionen von z. B. Formaldehyd
definiert und deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten angesiedelt wurden.
Generell ist in Holzrahmenbauten ein ausgeglichenes Wohnklima mit einem hohen
Wohngesundheitswert festzustellen. Dies liegt vor allem daran, dass
Holzwerkstoffe wie OSB in hohem Maße in der Lage sind, Feuchtigkeit zu
speichern und wieder abzugeben.
Wohnungsabschlußtüren:
- Wohnungsabschlußtüren sind Türen, die Wohnungen innerhalb eines Hauses
trennen, z.B. in einem Mehrfamilienhaus. Diese Türen zeichnen sich je nach
Ausführung: durch Ihre Sicherheit(verstärkte Schließbleche und Bänder,
Sicherheitsg.) durch Schallschutz(besondere Einlage, Bodendichtung oder
Schall-Ex) durch Klimaklasseneinstufung (bis Klasse 3 mit Verstärkung für
Klimaunterschiede) aus.
Wollige Oberfläche:
- Aufstehende Fasern (Holzzellen) aus einer bearbeiteten Holzoberfläche;
eines der Kriterien der Oberflächenqualität. Ursachen können stumpfe Werkzeuge
sowie Überdämpfen bei der Furnierherstellung sein (siehe auch Zugholz).
Wuchsgebiete:
- Vom geologischen Aufbau klar vorgezeichnete naturräumliche Gliederung.
Baden-Württemberg ist in 7 Wuchsgebiete eingeteilt. Zu ihnen gehören z. B. der
Schwarzwald und die Schwäbische Alb.
Wurzelfasern:
- Die Wurzeln einiger inländischer Pflanzen, z. B. Queckenwurzel,
hauptsächlich aber Wurzeln tropischer Gewächse, wie Reis u.a., werden im
geschälten, teilweise auch im gebleichten Zustande vielfach zur Herstellung
von Besen und Bürsten benutzt.
Wurzeln:
- nennt man die meist unterirdischen Ernährungsorgane der Pflanzen, mit
denen diese am Erdboden, oder bei den Wasserpflanzen im Wasser, bei den
Luftwurzeln an dem Stamme befestigt sind. Von ihnen botanisch verschieden,
aber im allgemeinen Sprachgebrauche oft zu ihnen gerechnet, sind die übrigen
unterirdischen Pflanzenteile, die Wurzelstöcke, Zwiebeln, Knollen und
Knollwurzeln. Die echte Wurzel (lat. Radix) unterscheidet sich von den
Stengelorganen dadurch, daß sie ungegliedert und ohne Blattknospen ist und
kein Chlorophyll enthält. Der Wurzelstock (lat. Rhizoma) ist ein
unterirdisches Stengelorgan, das oftmals wieder Nebenwurzeln treibt, und im
Gegensatz zur echten Wurzel im Innern Mark enthält. Zwiebeln (lat. Bulbus)
sind Stengelorgane mit einem Zwiebelboden, die an der Unterseite Wurzeln, auf
der Oberseite die Keimknospen tragen. Die letzteren sind von den fleischig
gewordenen Schuppenblättern umschlossen, von denen die äußeren allmählich
absterben und dann häutig werden. Die Knolle (lat. Tuber) ist gleichfalls ein
unterirdisches Stengelorgan mit ein oder mehreren Knospen. Sie dient der
jungen Pflanze als Nahrung und stirbt nach der Entwicklung ab, sobald sich
eine neue Knospe gebildet hat, die im kommenden Jahre die Nahrung wieder
vermittelt. Knollzwiebeln (lat. Bulbo-Tuber) sind Zwiebeln mit einer fleischig
verdickten Zwiebelscheibe, die mit einer oder weniger Häuten umgeben ist. -
Als Beispiel für die vorstehend aufgeführten Wurzeln und sog. Wurzelarten sind
zu nennen: echte Wurzeln: Baldrian, Liebstöckel, Zaunrübe; Wurzelstöcke:
Kalmus, Veilchenwurzel; Zwiebel: Speisezwiebel, Meerzwiebel; Knolle: Akonit;
Knollzwiebel: Safran, Herbstzeitlose. - Die Wurzeln bilden für den Handel, und
zwar sowohl für den Heil- und Gewerbegebrauch als auch für den
Nahrungsmittelhandel, je nach der Herkunft, einen wichtigen Gegenstand.
Näheres siehe bei den betreffenden Abhandlungen.
Wärmedehnung:
- Auch thermischer Ausdehnungskoeffizient; die durch Temperaturänderung im 1
K (1 Kelvin = 1° Celsius) bewirkte Längenänderung (bzw. Volumenänderung) eines
Stoffes, bezogen auf die Ausgangslänge (bzw. das Ausgangsvolumen). Da Holz bei
Erwärmung zugleich trocknet, wird die thermische Ausdehnung von der
entgegengesetzt wirkenden Schwindung überlagert und kann daher in der Regel
vernachlässigt werden.
Wärmekapazität:
- Erforderliche Wärmemenge (in W oder kJ), um 1 kg eines Stoffes um 1°C zu
erwärmen.
Wärmeleitfähigkeit:
- Stoffkennwert für den Wärmedurchgang durch ein Matreial infolge von
Wärmeleitung; gibt die Wärmemenge an, die pro Sekunde bei einer
Temeraturdifferenz von 1 K (=1° C) auf einer Länge von 1 m durch einen
Stoffquerschnitt von 1 m˛ transportiert wird. Die Wärmeleitfähigkeit des
Holzes hängt von der Richtung, der Rohdichte und der Feuchte ab. Sie wird für
den rechnerischen Nachweis des Wärmeschutzes (Wärmedämmung) von Gebäuden und
Bauteilen benötigt; je niedriger die Wärmeleitzahl, desto besser ist die
Dämmwirkung.
X
Xylem:
- Das Zellgewebe des Baumes (ausgenommen der Markröhre) innerhalb des
Kambiums. Gleichbedeutend mit Holz.
Y
Z
Zahnbrust:
- Diejenige Seite des Zahnes, die beim beginn des Schnittes dem Werkstück
zugekehrt ist.
Zahnecke:
- Die Zahnecke befindet sich an den Auslaufseiten des Zahnkopfes. Sie sind
die Auslaufpunkte der Zahnspitzenkanten oder der Teil des Schneidenteiles, an
der Hauptschneide und Nebenshneide mit gemeinsamer Spanfläche zusammentreffen.
Zahneckform:
- Es gibt zwei verschiedene Zahneckenform. Die symmetrischen Zahnecken haben
die Form eines gleichschenkligen Dreieckes oder eines senkrecht gedruckten
lateinischen Buchstaben A. Deshalb heißen sie A-Ecken. Die unsymmetrischen
Ecken haben die Form eines ungleichschenkligen Dreiecks und heißen N-Ecken.
Zahnform:
- Gestalt des Sägezahnes in Seitenansicht und senkrecht zur angenommenen
Arbeitsebene.
Zahnfuß:
- Untere Teil des Zahnes. Er verleiht dem Zahn die Standfestigkeit. Der
Zahnfuß kann je nach benötigtem Spanraum verschieden ausgebildet sein.
Zahnfußform:
- Jede Zahnfußform wird mit einem lateinischen großen Buchstaben
gekennzeichnet. Die Zahnfußform werden in zwei Gruppen eingeteilt: mit rundem
Zahnlückengrund, diese unterteilen sich wiederum in Zähne mit gerader
Zahnbrust, Kenzeichnung mit dem Buchstaben V, und Zähne mit gekrümmter
Zahnbrust, Kennzeicchnung mit dem Buchstaben C; mit waagerecht-geradem
Zahnlückengrund, diese werden mit dem Buchstaben U gekennzeichnet.
Zahnhobel:
- Handhobel zum Egalisieren von Flächen und aufrauhen zu verleimender
Flächen. Das Hobeleisen hat eine feingeriefte Spiegelfläche, so daß die
Schneide beim Anschleifen eine feine Zahnung erhält. Die schabende Wirkung
wird durch ein Schnittwinkel von 80°erreicht.
Zahnhöhe:
- Sie wird senkrecht zur Zahnspitzenlinie bis zum tiefsten Punkt des
Zahnlückengrundes gemessen. Die Zahnhöhe soll nie größer sein, als der
notwendige Spanraum (Zahnlücke) und der Schrank (Schränken) erfordern.
Zahnkopf:
- Obere Teil des Zahnes(Sägezahn). Er besitzt eine oder mehrere Zahnspitzen.
Der Zahnkopf ist je nach Verwendungszweck verschieden ausgebildet.
Zahnkopfform:
- Sie lassen sich in 3 Gruppen einteilen: Zähne mit N-Ecken; Zähne mit
A-Ecken;N-und A-ecken gemischt. Jeder Kopfform ist mit einem großen
lateinischen Buchstaben gekennzeichnet
Zahnlücke:
- (Spanraum) Die Zahnlücke ist der Raum zwischen zwei Zähnen, der zur
Aufnahme der abgetrennten Späne zur Verfügung steht. Die notwendige Größe der
Zahnlücke ist abhängig von der Schnitthöhe, der Vorschubgeschwindigkeit, der
Schnittfugenbreite und der Schnittgeschwindigkeit. Die abgetrennten Späne
nehmen einen zwei bis dreieinhalbfach größeren Raum ein als das Vollholz
Gestauchte Zähne erfordern einen größeren Spanraum, da hierbei die
Schnittbreite je Zahn größer ist als bei geschränkten Zähnen. Es ist falsch,
große Zahnform zu wählen, wenn gewisse Umstände es nicht erfordern, da dadurch
die Schnittflächengüte sinkt. Je größer der Span- und Keilwinkel ist, um so
kleiner wird der Freiwinkel, und um so weniger Platz bleibt bei geradlinigen
Zahnrücken für die Zahnlücke. Ist die Zahnlücke für die Aufnahme der Späne zu
gering, muß der Zahnrücken gebrochen oder gekrümmt werden.
Zahnlückengrund:
- (Zahngrund) Unterster Teil der Zahnlücke. Er bildet den Übergang von der
Zahnbrust des einen Zahnes zum Zahnrücken des anderen Zahnes. Der
Zahnlückengrund soll eine möglichst große Ausrundung aufwweisen, damit eine
hohe Standfestigkeit und geringe Kerbwirkung erreicht und ein Festsetzen von
Sägespänen verhindert wird. Beim Einreißen des Zahnlückengrund hat auch die
Oberflächengüte der Fläche des Zahnlückengrund Bedeutung.
Zahnprofil:
- siehe Zahnform
Zahnrücken:
- Die Seite des Zahnes, die nach dem Schnittvorgang beim Verlassen des
Werkstückes diesem zugekehrt ist. Um bei einem kleinen Freiwinkel die
Zahnlücke entsprechend dem benötigtem Spanraum zu vergrößern, wird der
Zahnrücken gebrochen oder gekrümmt. Nach der Form des Zahnrückens wird die
Zahnkopfform bei einspitzigen Zähnen benannt. Die dem Zahnrücken entsprechende
Fläche stellt die Freifläche des Zahnes dar.
Zahnscheibeenmühle:
- Zerkleinerungsmaschine. Zur Zerlegung von Hackschnitzeln und
kleinstückigen Holzresten. Mahlwerkzeug besteht aus einer feststehenden und
einer rotierenden Zahnscheibe, die ineinander greifen. Zahnscheiben bestehen
aus konzentrisch angeordneten Zähnen. Die Gutzufuhr erfolgt axial, daher ist
die Zahnung der Scheiben innen grob und wird mit zunehmendem Mahlgrad nach
außen feiner. Das Mahlgut wird radial und tangential aus den Mahlscheiben
geschleudert. Mahlscheiben sind aus Hartguß, Wasserkühlung im
Mühlgehäusemantel.
Zarge:
- Die Zarge ist der Rahmen in den Maueröffnungen bei Türen und Fenstern. Sie
wird auch häufig "Futter" oder "Rahmen" genannt.
Zedernholz:
- Das echte Holz der Libanonzeder ist längst außer Verkehr gekommen und der
Baum selbst auf den Gebirgen von Syrien und Kleinasien zur Seltenheit
geworden. Die jetzige Bezeichnung umfaßt verschiedene andere, einigermaßen
ähnliche, wohlriechende und weiche Hölzer, die meist in weiße und rote
unterschieden werden. Eines der ersteren, das sog. spanische Z., stammt von
einem baumartigen Wacholder, Juniperus oxycedrus, der in den Mittelmeerländern
nicht selten ist, und auch zwei amerikanische Nadelhölzer, Cupressus thujoides
und Taxodium distichum, liefern weißes Z. Das in größeren Massen zu
Bleistiften verarbeitete rote Z.-Bleistiftholz (Red cedar) stammt von zwei
amerikanischen Wacholderbäumen. Juniperus virginiana und bermudiana. Hierzu
kommt das braunrötliche, wohlriechende Kuba-Z., das vorzugsweise
Zuckerkistenholz genannt wird und von einem westindischen Laubbaume, Cedrela
odorata, gewonnen wird. - Aus den Spänen, die bei der Herstellung von
Bleistiften in großen Massen abfallen, destilliert man noch eine erhebliche
Menge Öl. Eine geringwertigere Sorte des letzteren, die nur aus den leichter
siedenden Anteilen von weniger feinem Geruch besteht, kommt aus den
Trockenkammern der amerikanischen Bleistiftfabriken. - Das Zedernholzöl
(Zedernöl, lat. Oleum ligni cedri, frz. Essence de cčdre, engl. Cedar oil),
ein blaßgelbes, etwas dickflüssiges ätherisches Öl vom spez. Gew. 0,940 -
0,961 dient als Zusatz zu Seifenparfüm, ferner zur Verfälschung von anderen
ätherischen Ölen und schließlich zum Parfümieren der aus inländischen Hölzern
gefertigten und etwas naturfarben gebeizten Zigarrenkisten.
Zeichnung:
- Ein Holzbild mit unterschiedlichen Farben, wie z. B. bei Zebrano oder mit
unterschiedlich farbigen Struktüren wie bei Wenge (siehe auch: Streifer,
Struktur).
Zeichnung:
- Ein Holzbild mit unterschiedlichen Farben, wie z. B. bei Zebrano oder mit
unterschiedlich farbigen Struktüren wie bei Wenge (siehe auch: Streifer,
Struktur).
Zelle:
- Holz besteht aus Zellen. Jede dieser Zellen besitzt eine Zellwand und
einen Zellraum. Zellgruppen gleicher Art werden als Gewebe bezeichnet.
Nadelholz besteht überwiegend aus Faserzellen (Tracheiden) und aus
Speicherzellen (Parenchymzellen).
Zelle:
- Holz besteht aus Zellen. Jede dieser Zellen besitzt eine Zellwand und
einen Zellraum. Zellgruppen gleicher Art werden als Gewebe bezeichnet.
Nadelholz besteht überwiegend aus Faserzellen (Tracheiden) und aus
Speicherzellen (Parenchymzellen).
Zellkollaps:
- Durch kollabierende Zellen stark verformtes und im Extremfall durch
Bildung breiter, wabenförmiger Innenrisse wertlos gewordenes Holz, häufig
kenntlich an unregelmäßig eingefallenen, bisweilen waschbrettartiger
Oberfläche und erheblichen Querschnittsverzerrungen. Als Hauptursache werden
extreme kapillare Zugkräfte des flüssigen Wassers angenommen, die bei zu
scharfer Trocknung des noch nassen Holzes (über Fasersättigung) auftreten.
Kollapsgefährdet sind vor allem bestimmte Laubhölzer (z.B. Eiche, Buche,
Eukalyptus, Hickory und zahlreiche Tropenhölzer).
Zeltdach:
- Das Zeltdach ist gekennzeichnet durch mehrere (mindestens 3) gegeneinander
geneigte Dachflächen.
Zerstreutporigkeit:
- Im Querschnitt ohne deutliche Zonierung durch Poren, weil diese
gleichmäßig verteilt sind; Längsschnitte ohne durch Poren bedingte
Strukturbilder, wie Poren-Fladern oder Poren-Streifer (siehe auch: Fladern,
Streifer, Ringporigkeit).
Zinkenverbindung:
- geleimte Endfugen mit keilförmigen, symmetrischen Zinken zur Verbindung
von Bauteilen
Zitronenholz:
- nennt man 1. das Holz des Zitronenbaumes, ein sehr dichtes und weißes
Holz, das nicht in unseren Handel kommt, und 2. ein gelbes Holz von
unbekannter Abstammung mit schwachem, zitronenartigem Geruch. Das letztere ist
sehr fein, dicht und ziemlich schwer, nimmt eine schöne Politur an und stammt
aus Westindien.
Zugeisen:
- Das Zugeisen ermöglicht es, die einzelnen Elemente mühelos und fugendicht
ohne Beschädigung der Dielen zusammenzufügen( z.B. bei Randabschlüssen, unter
Heizkörpern).
Zugholz:
- Anormales, den Gebrauchswert des Holzes negativ beeinflussendes
Holzgewebe, tritt auf dem Stammquerschnitt einseitig in etwa halbringförmigen
Schichten auf. Entsteht als Reaktion des Baumes auf einseitige äußere
Einwirkungen (z.B. Schiefstellung am Hang, Wind, Schnee).
Zusammensetzung des Holzes:
- Die Hauptbestandteile sind Cellulose, Hemicellulosen und Lignin, aus denen
die Zellwände aufgebaut sind. Dazu kommen wechselnde Mengen Holzinhaltsstoffe
(Harze, Gerbstoffe, aromatische Verbindungen, Proteine anorganische
Bestandteile u.a.).
Zuwachs:
- Damit wird die jährlich produzierte Holzmenge eines Waldbestandes auf
einer bestimmten Fläche getrennt nach Baumarten bezeichnet. Da das Wachstum
der verschiedenen Baumarten je nach Altersstufe unterschiedlich ist, wird auch
nach "laufendem Gesamtzuwachs" unterschieden. Der durchschnittliche
Gesamtzuwachs bezieht sich auf eine angenommene Umtriebszeit.
Zuwachsrate:
- Die relative Geschwindigkeit des Dickenwachstums eines Baumes;
üblicherweise als Anzahl der Jahrringe pro Zentimeter angegeben
Zuwachszonen:
- Klimatisch bedingte und sich wiederholende Unterschiede in der Struktur
und Färbung, die auf Querschnitten zu ringförmigen Zonen und auf
Längsschnitten zu Streifen bzw. Fladern führen. Entstehen die Zuwachszonen
jährlich, so werden sie auch als Jahrringe bezeichnet, wie z.B. bei Lärche und
Teak (siehe auch: Farbstreifen, Frühholz, Spätholz).
Zwieseltextur:
- Beim Längsschnitt (Messern) durch einen Baumzwiesel (Gabelwuchs) in der
Ebene der beiden Gabeln erhält man wertvolle Pyramidenfurniere mit sehr
interessanter Textur.
Zwieseltextur:
- Beim Längsschnitt (Messern) durch einen Baumzwiesel (Gabelwuchs) in der
Ebene der beiden Gabeln erhält man wertvolle Pyramidenfurniere mit sehr
interessanter Textur.
Zwieselwuchs:
- Übernehmen nach der Zerstörung zwei oder mehrere Seitenknospen das
Längenwachstum des Baumes, so entsteht eine Stammteilung. Gabelung
(Zweiteilung der Stämme) entstehen auch häufig durch Vererbung. Zwieselwuchs
entsteht, wenn drei oder mehrere Seitenknospen das Längenwachstum übernehmen.
Zwischenkern:
- Ein artbedingter, mehrere Zentimeter breiter Ring zwischen Kern und
Splint, der heller und weniger widerstandsfähig gegen Pilzbefall als das
Kernholz ist.
Zwischenkern:
- Ein artbedingter, mehrere Zentimeter breiter Ring zwischen Kern und
Splint, der heller und weniger widerstandsfähig gegen Pilzbefall als das
Kernholz ist.
Zähigkeit:
- Bei Flüssigkeiten soviel wie Viskosität, bei festen Stoffen als nicht
eindeutige Bezeichnug für Wiederstandsfähigkeit gegen mechanische
Beanspruchung benutzt.
Zündhölzer:
- (Streichhölzer). Dieses in ungeheuren Mengen verbrauchte Mittel zur
Feuererzeugung ist erst seit etwa 80 Jahren bekannt. Bis dahin verschaffte man
sich Feuer mit Hilfe von Stahl, Feuerstein und Schwamm oder seit 1805 mittels
des sog. Tunkfeuerzeugs, indem man an einem Ende mit Schwefel und chlorsaurem
Kali versehene Hölzchen auf mit konzentrierter Schwefelsäure getränkten Asbest
tupfte. 1832 wurden von verschiedenen Fabriken, in Deutschland von dem
Württemberger Kammerer, die ersten Phosphorzündhölzer in den Handel gebracht,
die sich an jeder Fläche entzündeten und trotz wiederholter Verbote allgemeine
Verbreitung fanden. Die Hölzchen werden in waldreichen Gegenden, im Schwarz-
und Böhmerwald, Erzgebirge, Riesengebirge und Elsaß, ferner in Österreich und
Schweden aus weichen Hölzern, Pappel, Esche, Fichte und Tanne meist mit
Maschinen geschnitten und dann in besonderen Fabriken mit den Zündköpfen
versehen. Man taucht sie zu diesem Zwecke mit einem Ende in geschmolzenen
Schwefel oder bei den besseren Sorten in Stearin oder Paraffin und nach dem
Trocknen des Überzuges in die eigentliche Zündmasse, ein Gemisch von fein
zerteilten Phosphorstückchen und Leim, Gummi, Dextrin oder anderen
Bindemitteln. Vielfach enthält die Zündmasse neben dem Phosphor noch andere
Oxydationsmittel, wie Braunstein, Salpeter, Mennige oder Bleisuperoxyd. Die
hohe Giftigkeit der Phosphorzündhölzer und die mit ihrer Herstellung
verbundenen gesundheitlichen Gefahren haben schon frühzeitig Versuche zum
Ersatz des Phosphors veranlaßt, die zur Erfindung der sog.
Sicherheitszündhölzer führten. Obgleich eine deutsche Erfindung, gelangten
diese doch erst zu Ansehen, als sie auf dem Umwege über Schweden, als sog.
schwedische Z. zu uns kamen. Die Sicherheitszündhölzer enthalten keinen
giftigen (weißen) Phosphor. Ihr Zündkopf besteht vielmehr aus einem Gemenge
von vorwiegend chlorsaurem Kalium und etwas Schwefel, Schwefelantimon,
chromsaurem Kalium oder Mennige mit Bindemitteln (Dextrin usw.). Sie entzünden
sich nur an besonderen Reibflächen, die einen Überzug von Schwefelantimon,
rotem (ungiftigem) Phosphor und Gummi erhalten haben. Zur Verhinderung des
lästigen Nachglimmens werden die Holzdrähte meist mit phosphorsaurem Ammonium
imprägniert. Da die außerordentlich bequeme Handhabung der Phosphorhölzer ihre
Verdrängung verhinderte, ist im Hinblick auf die zahllosen Opfer der
Phosphornekrose durch Reichsgesetz bestimmt worden, daß weißen Phosphor
enthaltende Z. vom 1. I. 1907 in Deutschland weder hergestellt, noch in
Verkehr gebracht werden dürfen. Vom 1. I. 1908 an ist auch die Einfuhr aus dem
Ausland verboten. Als Ersatz sind bereits jetzt verschiedene brauchbare Z. im
Handel, die sich an jeder Reibfläche entzünden lassen und hauptsächlich eine
ungiftige Form des Phosphors, den sog. hellroten Phosphor, oder auch
Phosphortrisulfid oder Sulfophosphit enthalten. Hingegen haben sich die nach
dem vom Reiche angekauften Schwienigschen Verfahren herstellten sog. Reichs-Z.
mit bleisaurem Kalzium als unbrauchbar erwiesen. - Bengalische Z., hergestellt
durch Zusatz von Buntfeuermischung, in grün, rot usw., gelten als
Feuerwerkskörper.
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