Qualitatszertifikate Die internationalen Belohnungen Empfehlungen der Spezialisten Garantiewartung + 375 29 771 23 29 - Minsk, Belarus 00 375 29 771 23 29 - Minsk, Belarus
 |
|
Industrieabgabepreis vom Lagerhaus
Minimalen Vertrag = 30 000 euro preis DDU, Deutschland / Germany preis DDU , Usti nad Labem , Czech Republik Preis EXW , Moskau, Russische Foderation Preis EXW, FCA , Minsk, Republik WeiBruBland |
Glossar Baum Verarbeitung
I
- Immission:
- Beschreibt den Prozeß der Zufuhr von umweltschädlichen Stoffen. Es ist die
Einwirkung der Emission, also emittierter Schadstoffe auf Mensch, Tier und
Pflanzen, nachdem in Luft, Wasser und/oder Boden die Schadstoffausbreitung
erfolgte. Hier sind chemische und physikalische Änderungen möglich.
- Indikator:
- Stoff, der durch Farbwechsel eine chemische Reaktion anzeigt
- Inhaltsstoffe:
- In den Zellen des Kernholzes, besonders in den Poren vorkommende
Substanzen; sie sind z.B. dunkelfarbig in Khaya, hellfarbig in Azobe oder hell
und dunkelfarbig in Merbau. Sie sind weich und stumpfen keine Werkzeuge.
- Inhaltsstoffe:
- In den Zellen des Kernholzes, besonders in den Poren vorkommende
Substanzen; sie sind z.B. dunkelfarbig in Khaya, hellfarbig in Azobe oder hell
und dunkelfarbig in Merbau. Sie sind weich und stumpfen keine Werkzeuge (siehe
auch: Mineralische Einlagerungen).
- Innenausbau:
- Bauteile, die in Gebäuden nur dem Raumklima ausgesetzt oder verwendet
werden, wo die Holzfeuchte unter der für eine Pilzentwicklung notwendigen Höhe
liegt
- Insekten:
- Insekten befallen entweder nur ganz frisches oder nur trockenes Holz. Der
Angriff von Insekten kann durch vorherigen Befall von Pilzen begünstigt
werden. Unterschieden wird zwischen Frischholzinsekten, namentlich Borkenkäfer
und Holzwespe, sowie Trockenholzinsekten, zu denen der Hausbock gehört. Der
Hausbockkäfer wird im Volksmund auch Holzbock oder großer Holzwurm genannt.
Weiterhin gibt es Meerwasserschädlinge, wie den Schiffsbohrwurm oder die
Schiffsbohrmuschel und in den Tropen und Subtropen die Termiten.
- Integrierter Pflanzenschutz:
- Kombination von biologischen, technischen, chemischen und physikalischen
Maßnahmen mit dem Ziel, chemische Pflanzenschutzmittel nur im Notfall dosiert
einzusetzen und dabei Nützlinge möglichst zu schonen.
- Isotrop:
- Siehe Anisotrop
- Itikirriburra-Balliholz:
- ein in Guyana vorkommendes hartes Holz unbekannter Abstammung, ist im Kern
dunkelbraun und tigerartig gefleckt und eignet sich für die Kunsttischlerei.
J
- Jahrring:
- Das ist während eines Jahres vom Baum erzeugte Holzmasse, die in der Regel
im anatomischen Bau unterschiedlichen Zonen besteht: aus dem zuerst gebildeten
weicheren Frühholz und den schwereren, härteren und später gebildeten
Spätholz. Der Jahrring erscheint am Querschnitt als Ring.
- Jakarandaholz:
- (Zuckertannenholz, Polisander, Polyxanderholz), eine dichte und schwere,
namentlich zu Furnieren wie auch Drechslerarbeiten viel gebrauchte
amerikanische Holzart, stammt hauptsächlich von der Bignoniazee Jacaranda
brasiliens, wahrscheinlich aber auch noch von verschiedenen anderen Bäumen.
Das rotbraune oder schwärzliche, von helleren und dunkleren roten Adern
durchzogene und sehr politurfähige Holz kommt aus den trockenen Wäldern des
inneren Brasilien, teils in Stämmen oder Blöcken, von denen der weiße,
ziemlich dicke Splint abgehauen ist, teils in Scheiten und zu Bohlen
geschnitten in den Handel. Je nach Färbung und Zeichnung unterscheidet man
gegen zehn verschiedene Sorten, von denen diejenigen, welche neben vielen
Schattenpartien auch schöne lichte Stellen zeigen, am höchsten geschätzt
werden. Das beste J. wird über Rio de Janeiro, eine zweite Sorte über Bahia
ausgeführt, während ein helleres ostindisches Vorkommen als geringwertiger
gilt.
- Janebo-Hakenplatte:
- Janebo-Hakenplatten dienen zur Lastabtragung bei Neben-/
Hauptträgerkonstruktionen in Brettschicht-, und Nadelholz. Bei
Hauptträgeranschlüsse werden die Widerlagerformteile über Sondernägel an den
Hauptträger, die Hakenplatten über Stabdübel an den Nebenträger angeschlossen.
Die Hakenplatten werden mittig in die eingeschlitzten Köpfe der Nebenträger
eingelassen und in die Widerlager-Formteile eingehakt. Die Anschlüsse können
Querkräfte und Normalkräfte übertragen.
- Japanlack:
- (Urushi), der Rohstoff für die berühmten japanischen Lackarbeiten (s.
lackierte Waren) besteht aus dem gereinigten Milchsafte des giftigen
Lackbaumes oder Firnissumachs, Rhus vernicifera, der in hervorragender
Beschaffenheit aus den Gegenden Yoshino und Aidzu geliefert wird. Der unter
dem Einflusse eines Enzyms (Lakkase) zu einer zähen, süßlich riechenden Masse
eingetrocknete Milchsaft hat ein spez. Gew. von 1,0020 - 1,0369 und enthält
neben 10 - 34 % Wasser, 1,7 - 3,5 % Stickstoffsubstanz und 3,0 - 6,5 % Gummi
ungefähr 60 bis 85 % einer Verbindung von der Formel C14H18O2, die von einigen
als eine Säure (Urushinsäure), von Tschirch als ein Harz (Urushin), von Miyama
als ein Phenol (Urushiol) angesehen wird. Außerdem sind noch geringe Mengen
einer flüchtigen Säure zugegen, die als Ursache der sog. Lackkrankheit gilt,
eines eigentümlichen Hautausschlages, der die Arbeiter bei unvorsichtigem
Hantieren mit dem feuchten Lack befällt.
- Japanwachs:
- (lat. Cera japonica, frz. Cire de Japon, engl. Japan wax), richtiger
Japantalg genannt, findet sich in den Früchten einiger japanischer und
kalifornischer Sumacharten, namentlich Rhus succedanea, und wird in Form
harter, viereckiger Tafeln von hellgelber bis grünlicher Farbe und muscheligem
Bruch in den Handel gebracht. In chemischer Hinsicht besteht J. aus den
Glyzeriden verschiedener Fettsäuren, besonders Palmitin- und Japansäure,
enthält auch freie Palmitinsäure, hingegen keine Stearinsäure, und ist also
kein eigentliches Wachs, sondern ein Fett. Es dient als Ersatz des
Bienenwachses zur Herstellung von Kerzen und zur Verfälschung von Wachs.
- Jarrahholz:
- Das von einer australischen Eukalyptusart stammende Holz, findet zu
Pflasterungszwecken und für Eisenbahnschwellen vielfache Anwendung, kann
hingegen als Ersatz des Mahagoniholzes, von dem es auch äußerlich verschieden
ist, in der feinen Möbeltischlerei nicht mit Vorteil benutzt werden. Es ist
deshalb neuerdings von der Zollbehandlung als Mahagoniholz ausgeschlossen und
unter die allgemeine Gruppe der Nutzhölzer eingereiht worden.
- Joch:
- Konstruktion aus Pfählen um etwas abzustützen.
- Judenholz:
- (Judenbaumholz, Cercisholz), das grüne, schwarzgeaderte Holz eines in den
Mittelmeerländern wachsenden Baumes, Cercis siliquastrum, dient zu
Tischlerarbeiten und Furnieren. Cercis canadensis in Kanada liefert ebenfalls
ein vortreffliches Nutzholz.
- Jungbestandspflege:
- Pflege von gesicherten Kultüren und Dickungen bis zum Eintritt ins
Stangenholzalter. In der ersten Phase geht es vor allem darum, verdämmende
Konkurrenzpflanzen zurückzudrängen, später muss bereits eine
Standraumregulierung durch Aushieb schlechtwüchsiger oder kranker Bäume
erfolgen.
- Juveniles Holz:
- Das im Zentrum des Stammes, in unmittelbarer Nähe der Markröhre, gebildete
Holz (nicht zu verwechseln mit der Markröhre oder dem Mark selbst).
Gekennzeichnet durch breite Jahrringe mit annormalen Eigenschaften. Kommt bei
Laub- und Nadelholz vor und im ungünstigsten Fall bis zu 10 Jahrringe
erfassen.
K
- k-Wert:
- Maß für den Wärmeverlust
- Kahlflächen:
- Durch Einschlag aller Bäume entstehen im Wald Kahlflächen. Nach dem
Landeswaldgesetz dürfen Kahlhiebe bei Laubbäumen erst ab Alter 70 und bei
Nadelbäumen ab 50 Jahren vorgenommen werden. Kahlflächen müssen innerhalb von
3 Jahren wieder bestockt werden.
- Kakaralliholz:
- Ein schweres, hartes Holz, mit festem, dichtem Kern von Lecythis ollaria
in Englisch-Guyana, ist ein vortreffliches Bauholz, namentlich zu Wasserbauten
und zum Schiffsbau, da es dem Meerwasser sehr gut widersteht.
- Kaktusholz:
- Das Holz des gemeinen Kaktus, Opuntia vulgaris, besteht aus zahlreichen
dünnen Lagen oder Blättern, deren Gefäßbündel zu einem weitmaschigen Netzte
vereinigt sind. Diese Blätter werden aus Algier nach Frankreich eingeführt und
dort unter dem Namen Bois de dentelle zu feinen Arbeiten, z. B. zum Auslegen
von Kästchen, Visitenkartenhaltern u. dgl. verarbeitet. Man kann das K. mit
Chlorkalk bleichen, beliebig färben und, nachdem es in Wasser gelegen, auch
biegen.
- Kalkflecken:
- Meist graue oder fast weiße Flecken, die im Kernholz durch Zellen mit
hellfarbigen, meist nicht-mineralischen Inhalten entstehen, wie z.B. in
Afromosia, und bei Furnierhölzern als Fehler gelten.
- Kaltdach:
- Bei einem Kaltdach befindet sich die Dämmschicht zwischen der
Tragkonstruktion. Dieser Aufbau wird häufig als zweischalige, hinterlüftete
Version ausgeführt. Ein Beispiel wäre eine Deckenkonstruktion eines
Flachdaches mit einer Balkenlage. Die Dämmschicht befindet sich hier zwischen
den Balken. Darüber eine Hohlschicht für die Belüftung, dann die abdichtende
Dachhaut.
- Kaltkleber:
- Klebstoffe, deren Aushärttemperatur bei Raumtemperatur (20°C) liegt
- Kambium:
- Die dünne Schicht aus lebenden, meristematischen (sich vermehrenden)
Zellen zwischen Rinde (Pholem) und Holz (Xylem), die durch ständige Teilung
nach außen neue Rindenzellen und nach innen neue Holzzellen bilden. Sie
bewirken das Dickenwachstum verholzender Pflanzen.
- Kamholz:
- (Angolaholz, engl. Cam-wood), eine dem Sandelholz ähnliche, von Baphia
nitida abstammende Sorte Rotholz erhält man aus Sierra Leone und Berbice in
viereckigen Blöcken, die frisch gespalten fast farblos sind, an der Luft aber
bald dunkelrot werden. Eine andere, unter dem Namen Cam-wood gehende Sorte
stammt von einer Thespesiaart und wird auch Gabonholz genannt.
- Kamm:
- Holzverbindung / Doppel-, Kreuz-, Schwalbenschwanz-, Eckkamm
- Kammacher:
- Handwerkliche Sonderqualifikation. Aus Horn -auch Schildpatt- werden im
Spiralschnitt Rohlinge geschnitten, das Thermoplastische Material gerade
gerichtet und die Kammzinken gesägt.
- Kammertrocknung:
- technische Trocknung von Frischholz
- Kanneluren:
- (sumer., babylon., grieh., lat.) Senkrechte Rillen. Hohlkehlen an einem
Säulenschaft.
- Kannelüren:
- (sumer., babylon., grieh., lat.) Senkrechte Rillen. Hohlkehlen an einem
Säulenschaft.
- Kantel:
- Zuschnitt von quadratischem Querschnitt beliebiger Länge. Nicht zu
verwechseln mit Kanthölzern, die vom Stamm für Bauaufgaben geschnitten werden,
z.B. Halb-, Kreuzhölzer.
- Kantholz:
- Schnittholz von quadratischem oder rechteckigem Querschnitt mit einer
Seitenlänge von mindestens 60 mm; die größte Querschnittsseite ist höchstens
dreimal so groß wie die kleine. (Ist die größere Querschnittsseite mindestens
200 mm breit, so spricht man von Balken.)
- Karnies:
- Ein S-förmiges Profil, das auch bei ungleicher Bogenform so bezeichnet
wird.
- Kastanienholz:
- Das gelblichbraune, dunkelschattierte Holz der echten Kastanie, ist dem
Eichenholz etwas ähnlich, aber oft rissig. Es schwindet und quillt nicht,
nimmt eine schöne Politur an und wird als wertvolles Nutzholz verwendet.
Besonders gut eignet es sich zu Faßstäben für Weinfässer, die von Italien nach
Frankreich und England ausgeführt werden. In Oberitalien wird viel K. als
Schlag- oder Unterholz gezogen, da das hierbei erhaltene Stangenholz sehr
geeignet zu Hopfenanlagen und Weinpfählen ist.
- Katalysator:
- Stoff, der eine chemische Reaktion auslöst ohne sich selbst dabei zu
verändern.
- Kehlbalken:
- Konstruktionsteil, horizontal zur Dachaussteifung und als
Zwischendeckenebene
- Kehlbalkendach:
- Dachkonstruktion bei der die Kehlbalken eine tragende Funktion ausüben,
die Sparren sind am First mit einer Fistbohle verbunden
- Kehlbalkendach:
- Kehlbalkendächer werden in der Regel bei Dachneigungen zwischen 30° und
50° angewendet. Bei dem verschieblichen Kehlbalkendach wird die Kehlbalkenlage
nicht ausgesteift. Der Kehlbalken dient als Druckstab und bei ausgebautem
Dachgeschoss als Deckenträger. Ist die Kehlbalkenlage der Abschluss gegen das
nicht ausgebaute und nicht gedämmte Dachgeschoss, sind die Kehlbalken meistens
nicht nach der statischen Beanspruchung sondern nach der erforderlichen
Dämmdicke zu dimensionieren. Beim unverschieblichen Kehlbalkendach wird die
Kehlbalkendecke ausgesteift, indem eine Scheibe ausgebildet wird.
- Kehlbohle:
- Kehle mit aufgelegter Bohle (Sparren laufen durch), Anwendung bei Gauben
href="http://www.zimmererforum.de.">www.zimmererforum.de.
- Keilwinkel:
- Der Winkel zwischen der Spanfläche und der Freifläche einer
Messerschneide, üblicherweise mit dem griechischen Buchstaben beta bezeichnet.
- Kerbe:
- Bundzeichen
- Kernholz:
- Der vom Splintholz ringförmig umgebene und sich durch eine oft dunklere
Färbung abhebende innere Teil des Stammes. Das Kernholz ist stets
widerstandsfähiger gegen Pilzbefall als das Splintholz, besitzt geringeren
Wassergehalt und höhere Festigkeit, Dichte und Dauerhaftigkeit.
- Kernholz:
- Der vom Splintholz ringförmig umgebene und sich durch eine oft dunklere
Färbung abhebende innere Teil des Stammes. Das Kernholz ist stets
widerstandsfähiger gegen Pilzbefall als das Splintholz, besitzt geringeren
Wassergehalt und höhere Festigkeit, Dichte und Dauerhaftigkeit (siehe auch:
Witterungsfestigkeit).
- Kernholzbäume:
- Kernholzbäume besitzen eine regelmäßige Farbkernbildung. Der Splint ist
feuchter als der Kern. Zu den Kernholzbäumen gehören Nadelbäume, wie Kiefer
und Lärche oder Laubbäume, wie die Eiche.
- Kernmaß:
- Maß des inneren Kerns eines Gewindes. In der Tiefe gemessener Durchmesser
von Profilfolgen.
- Kernreifholzbäume:
- Zwischen Farbkern und Splint liegt eine Übergangszone. Zu den
Kernreifholzbäumen gehören die Ulme (Rister) und die Esche.
- Kernrisse:
- Auch Markrisse, Strahlenrisse genannt, gehen vom Mark aus und folgen dem
Verlauf der Holzstrahlen.
- Kernstoffpartikel:
- In den Zellen des Kernholzes, besonders in den Poren vorkommende
Substanzen; sie sind z.B. dunkelfarbig in Khaya, hellfarbig in Azobe oder hell
und dunkelfarbig in Merbau. Sie sind weich und stumpfen keine Werkzeuge (siehe
auch: Mineralische Einlagerungen, Inhaltsstoffe).
- Kerve:
- (Klaue) Kerbe oder Sattel
- Kesseldruckimprägnierung:
- chem. Holzschutz, wird bei stark bewitterten Hölzern angewendet sowie in
der Schwammsanierung
- Kettenhaus:
- Kettenhaus werden Reihenhäuser genannt, die nicht Wand an Wand, sondern
durch eine Garage bzw. Wintergarten o.ä. getrennt sind
- Kiefernholz:
- (Föhrenholz), das Holz verschiedener Arten der Gattung Pinus. 1. Das
gemeine Kiefernholz, von Pinus silvestris, besitzt eine gelblichweiße Farbe
mit braunrotem, verschwindend kleinem Mark, zahlreichen Holzporen und
regelmäßigem, engmaschigem Holzgewebe. Es ist leicht, sehr harzreich und läßt
sich unter allen Nadelhölzern am wenigsten gerade spalten. Gegen
Witterungseinflüsse zeigt es große Widerstandskraft und wird zu Grubenbauten
in Bergwerken, Brunnenröhren, Balken und namentlich zu Fensterrahmen benutzt.
2. Schwarzföhrenholz, von der österreichischen Kiefer, Pinus laricio var.
austriaca, unterscheidet sich von dem vorigen nicht wesentlich. 3. Arvenholz,
Zirbelkiefernholz, das dichte, rötliche und wohlriechende Holz von Pinus
cembra, kommt nur aus den Alpen und wird viel als Schnittholz verwendet. 4.
Knieholz, Krummholz, Zwergkiefernholz, von der nur im Hochgebirge vorkommenden
Krummholzkiefer, Pinus pumilio, mit auf der Erde liegendem, hin und her
gebogenem Stamm und Ästen, ist sehr dicht und fest, rotbraun mit weißem Splint
und wird vielfach zu Holzschnitzereien verwandt.
- Kieseleinlagerungen:
- Meist nur mit dem Mikroskop erkennbare Teilchen, die häufig aus Kiesel
(SiO2) oder Karbonaten bestehen. Sie sind für bestimmte Arten
charakteristisch, wie z. B. für Kosipo, und können bei der Bearbeitung des
trockenen Holzes die Werkzeuge stärker stumpfen. Vereinzelt können auch grobe,
steinartige Einlagerungen vorkommen und Werkzeuge erheblich beschädigen.
(siehe auch: Kalkflecken, Kernstoffpartikel).
- Kirschbaumholz:
- Das Holz des Kirschbaumes, Prunus Cerasus, ist gelblichrot bis rotbraun,
bei manchen Arten grünbraun, gestreift und geflammt, sehr fest, ziemlich hart
und feinfaserig und hat ziemlich ansehnliche Spiegel. Es läßt sich leicht
bearbeiten und durch Beizen dem Mahagoniholze ähnlich machen. Das Holz alter
Bäume ist ein vortreffliches Tischlerholz, hat jedoch die unangenehme
Eigenschaft, mit der Zeit blasser zu werden, welchem Übelstande man aber durch
Behandlung mit Kalkwasser begegnen kann.
- Kitt:
- Pastöser Dichtstoff, der je nach Zusammensetzung sowohl hart als auch
elastisch aushärten kann und neben der Dichteigenschaft auch
Klebeeigenschaften haben kann
- Klafter:
- Altes Raummaß für Schichtholz, insbesondere Brennholz. Entspricht je nach
Gegend 3 oder 4 Raummetern (Ster). Im amerikanischen Sparchraum enthält ein
Standard-Klafter rund 3,5 Raummeter (entspricht etwa 2,2 Festmeter).
- Klafter:
- Altes Raummaß für Schichtholz, insbesondere Brennholz. Entspricht je nach
Gegend 3 oder 4 Raummetern (Ster). Im amerikanischen Sparchraum enthält ein
Standard-Klafter rund 3,5 Raummeter (entspricht etwa 2,2 Festmeter).
- Klammern:
- Klammern werden bei Holzbauteilen aus Nadelholz (NH) und
Holzwerkstoffplatten aus Nadelholz verwendet. Ohne Bauaufsichtliche Zulassung
(BAZ) aber mit Prüfbescheinigung dürfen Klammern auf Abscheren und kurzfristig
auf Herausziehen (z.B. bei Windsog) beansprucht werden. Bei einer ständigen
Beanspruchung auf Herausziehen (z.B. durch untergehängte Decken) bedürfen die
Klammern einer Bauaufsichtlichen Zulassung. Der Winkel zwischen Klammerrücken
und Holzfaserrichtung sollte >= 30° betragen, um den max. zulässigen
Abscherwert zu erreichen. Klammern können mit geeigneten Geräten durch
Druckluft eingetrieben werden.
- Klaue:
- (Kerve) Sparren-, First-, Fußkerve
- Klauenschifter:
- Schifter, der mit einer Klaue am Grat- oder Kehlsparren angeschlossen
wird.
- Kleb-Dichtstoffe:
- Klebstoffe, die zusätzlich als elastische Dichtstoffe wirken
- Klebefläche:
- Die zu klebende oder verklebte Fläche der Fügeteile
- Klebefuge:
- Spalt (Raum) zwischen den Fügeteilen
- Klebeschicht:
- Die auf eine Klebefläche aufgetragene Klebstoffschicht
- Klebstoff:
- Oberbegriff für nichtmetallische Stoffe, wie z.B. Leim, Kunstharz, Zement
oder Kleister, die gleiche oder verschiedenartige Fügeteile durch
Flächenhaftung (Adhäsion) und innere Festigkeit (Kohäsion) miteinander
verbinden können.
- Klebstoff-Film:
- Die auf eine Klebefläche aufgetragene Klebstoffschicht
- Klebstoffschicht:
- Zwischen den Fügeteilen befindlicher Klebstoff
- Kluppe:
- Gewindeschneidkluppe. Für jeweils ein bestimmtes Gewinde eingerichtetes
Schneidwerkzeug mit gegenständigen Griff, war früher oft Drechselerselbstbau.
/ Bezeichnung für Meßwerkzeug, z.B. für Stämme im Wald, ähnlich einem
Meßschieber.
- Klöbebock:
- Kloben = Eisenhaken, auch: grobes Holzstück, klöben = auseinanderkeilen. /
Bockartiges Bankgestell mit beweglichem Klemmarm, der durch Fußdruck das
Material auf der Bank festhält, damit man es mit dem Zieheisen vorrunden kann.
- Knagge:
- Wiederlager
- Knagge:
- Sind tragende bzw. verstärkende, dreieckförmige Holzstücke oder
Metallformteile, vorwiegend am unteren oder oberen Pfosten anstatt eines
Kopfbandes. Des weiteren dienen Knaggen zur Kippsicherung bzw. zur Sicherung
gegen Abrutschen von Sparrenpfetten.
- Knauf:
- Bezeichnung für ein Endprofil(!), meist in gedrückter Kugelform.
- Kniestock:
- siehe Drempel
- Kniestocktüren:
- Diese nützlichen und preiswerten Türen werden unter Dachschrägen
eingesetzt. Sie verschließen kleine Stauräume.
- Kohäsion:
- Bindekraft innerhalb der Klebstoffschicht
- Konditionieren:
- Nachvergütung des Trocknungsgutes am Ende einer Holztrocknung, um noch
bestehende Feuchteunterschiede und Trocknungsspannungen auszugleichen. Bei
Spanplatten Reklimatisierung, d.h. gesteuerte Abkühlung (anstelle der
sofortigen Heißstapelung) der fertiggepreßten Platten.
- Konfluentes Parenchym:
- Anordnung von Längsparenchymzellen auf dem Hirnschnitt in Form von mehr
oder weniger tangentialen Bändern (siehe auch Bandparenchym).
- Koniferen:
- Gleichbedeutend mit Nadelbäumen.
- Koniferen:
- Gleichbedeutend mit Nadelbäumen
- Konstruktionsholz:
- nach Festigkeit klassifiziertes Holz für den Bau von lasttragenden Teilen
- Konstruktionsvollholz (KVH):
- Konstruktionsvollholz ist ein veredeltes Bauschnittholzerzeugnis. Durch
gezielte Wahl des Einschnitts und durch technische Trocknung wird eine hohe
Formstabilität erreicht und die Rissbildung minimiert. Zusätzliche und
gegenüber DIN 4074-1 verschärfte Sortierkriterien tragen dazu bei, ein hohes
Maß an Funktionstauglichkeit sowie hochwertige Oberflächen für die sichtbare
Anwendung zu gewährleisten. Die zulässige Holzfeuchte beträgt bei KVH 15 +/- 3
%. Durch diese geringe Holzfeuchte ist das Biege-E-Modul auf 10 % gegenüber
Nadelholz S10 zu erhöhen.
- Kontaktklebezeit:
- Zeitspanne eines Kontaktklebers, innerhalb der die scheinbar trockenen
Klebstoffschichten noch miteinander verbunden werden können (offene Zeit)
- Konterlattung:
- Die Konterlattung ist der Teil einer Unterkonstruktion, der u. a. die
Aufgabe hat, die anfallenden Lasten von der Lattung in die tragende
Unterkonstruktion weiterzuleiten.
- Konus:
- (lat.) Pinienzapfen. Körper in Form eines Kegels oder Kegelstumpfes, im
Drechselerhandwerk eher ausschließlich sehr flach verlaufend.
- Konvektion:
- Als Konvektion bezeichnet man den Transport von Feuchtigkeit, die in der
Luft gelöst ist (Wasserdampf). Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als
kühlere. Wenn Luft sich abkühlt, wird Wasserdampf durch Kondensation
abgegeben. Für das Bauwesen birgt die Konvektion eine große Gefahr. Wenn die
Außenhülle eines Gebäudes (Dach und Wand) nicht luftdicht ist, "durchströmt"
die Luft die Wand an dieser Stelle von innen nach außen. Dabei wird auch die
in der Luft gelöste Feuchtigkeit mittransportiert. Im Querschnitt der Wand
wird es von innen nach außen kühler. So kann es passieren, dass die Luft an
einer bestimmten Stelle den Wasserdampf abgeben muss und zwar in Form von
Wassertropfen. Auf diese Art und Weise kann Feuchtigkeit in die Wände gelangen
und dort Schäden anrichten. Die meisten Feuchteschäden im Holzrahmenbau
entstehen durch Konvektion.
- Kopfband:
- schräges Kantholz (auch Büge). Wird für Aussteifungen an Fachwerkwänden
benutzt.
- Korallenholz:
- (frz. Corail végétal), das harte, schönfarbige Holz von Adenanthera
pavonina, einem auf Madagaskar und Réunion heimischen Baume aus der Familie
der Papilionazeen, wird in der Kunsttischlerei verwandt.
- Kork:
- Millionen eingeschlossene Luftzellen im Kork machen ihn weich und
elastisch. Kork gibt es oberflächenbehandelt und versiegelt. Nicht behandelter
Kork kann gewachst, geölt oder lackiert werden. Der Boden wird vollständig mit
dem Unterboden verklebt, ab der Stärke von 13 mm kann er auch mit Nut &
Feder Verbindung "schwimmend" verlegt werden.
- Kork:
- (Pantoffelholz, lat. Suber, frz. Ličge, engl. Cork) nennt man das
eigentümliche Gewebe, das in der Rinde vieler Gewächse mit zunehmendem Alter
an die Stelle der Epidermis tritt und durch vielfach wiederholte Querteilung
der unter der Oberfläche liegenden Zellen entsteht. Es setzt sich aus
lückenlos aneinandergefügten Zellen von meist rechtwinkliger Form zusammen,
die mit Luft gefüllt sind, und deren Wandungen von einem Umwandlungsprodukt
der Zellulose, dem für Wasser und Gase schwer durchlässigen Korkstoff
(Suberin) gebildet werden. Der letztere enthält neben Fetten besonders einen
wachsartigen Körper, das Korkwachs oder Cerin. In technisch verwertbarer Menge
findet sich der K. nur bei der Korkeiche, deren Rinde schon im Altertum zu
denselben Zwecken benutzt wurde wie heute. Diese in den westlichen
Mittelmeerländern heimische Eiche kommt in zwei Arten, Quercus suber und Q.
occidentalis, vor, von denen die erstere den besseren Kork liefert. Der
immergrüne Baum wächst auf trockenen Anhöhen in lichtem Stand und bildet
kleinere oder größere Wälder, besonders in Spanien, Portugal, Algier und
Tunis. Auch in den bergigen Teilen Südfrankreichs und auf Korsika findet sich
die Korkeiche. Die in Mittelitalien und der Provence vorkommende Abart,
Quercus Pseudo-Suber, liefert nur K. geringerer Güte. Sobald die Bäume bei
einem Alter von 15 - 20 Jahren 20 - 30 cm dick geworden sind, wird zunächst
die obere harte Schicht, der sog. männliche Kork (Ličge mâle), in der Weise
entfernt, daß die noch teilungsfähige, korkbildende Schicht (Mutterkork)
erhalten bleibt. Sie bildet eine neue Lage von elastischem weiblichen K.
(Ličge femelle), die nach Verlauf von etwa zehn Jahren abgeschält werden kann.
Sie ist zwar weniger rissig als der männliche K., gibt aber noch keine
besonders gute Korkmasse. Eine brauchbare Handelsware wird vielmehr erst bei
der dritten Schälung erhalten, und von da an verfeinert sich die Güte
beständig, bis der Baum ein Alter von 100 - 150 Jahren erreicht hat. Die
losgelösten, mehr oder weniger gebogenen, 5 - 20 cm dicken Korkplatten werden
nach oberflächlichem Abputzen in heißem oder kaltem Wasser erweicht, darauf
durch Beschweren mit Steinen flach gedrückt und an der Luft getrocknet. In
manchen Gegenden Spaniens zieht man die Korkschwarten auch wohl durch
Flammenfeuer, wodurch die Masse innerlich gebräunt und äußerlich angesengt
wird. Hiermit soll durch Schließung der Poren und Abhaltung von Wurmfraß eine
Verbesserung verbunden sein, doch wird dadurch bisweilen auch eine schlechte
Beschaffenheit verdeckt. - Der K., der um so höher geschätzt wird, je feiner
und gleichmäßiger er ist und je weniger Risse und Hohlräume er zeigt, enthält
neben 75 % Suberin etwa 4 - 5 % Wasser, 0,3 - 0,5 % einer manganreichen Asche
und geringe Mengen von Stickstoffsubstanz, Cerin, Gerbsäure, Phlorogluzin usw.
Sein spez. Gew. beträgt 0,12 - 0,15. - Von den zahlreichen Handelssorten wird
der helle, weiche andalusische und der härtere, rötliche katalonische K.
besonders geschätzt. An zweiter Stelle sind die französischen und die sehr
großen Erträge Algiers (5 Mill. Kilogramm jährlich, allein in der Provinz
Constantine 400.000 ha bebaut) zu nennen, während die Zufuhren aus Korsika,
Italien, Sizilien und die sehr minderwertigen Sorten aus Istrien und Dalmatien
nicht als Flaschenkorke, sondern nur als Fischerkorke (Schwimmkorke) benutzt
werden können. - Die Hauptverwendung findet der K. zu Korkstopfen (Stöpseln,
Pfropfen, lat. Subera, frz. Bouchons, engl. Corks), die früher aus den
Ursprungsländern, besonders Spanien, fertig geschnitten zu uns kamen, jetzt
aber in steigendem Maße aus eingeführten Platten in England, Frankreich
(Bordeaux) und Deutschland geschnitten werden. Hauptort der deutschen
Korkschneiderei ist Delmenhorst in Oldenburg, daneben gibt es in Bremen,
Sachsen (Raschau bei Schwarzenberg), Thüringen und Wien bedeutende Fabriken.
Das Schneiden erfolgt entweder, wie bei der feineren Ware, mit der Hand, oder
bei Massenware mit Maschinen. Beim Schneiden mit der Hand, das teuerere, aber
wegen Vermeidung schadhafter Stellen auch bessere Ware liefert und vielfach
(bei Delmenhorst) als Heimarbeit betrieben wird, zerlegt man die, wenn nötig,
in Wasser eingeweichten und äußerlich ťabgeborktenŤ Platten, indem man sie
über das festgeklemmte Messer hinwegzieht, in Streifen und letztere in Würfel.
Mulmige und sonst fehlerhafte Stellen werden ausgeschnitten, auch muß darauf
geachtet werden, daß die mit lockerem Parenchym und Steinzellen (Lentizellen)
erfüllten dunklen Streifen, den Stopfen quer durchsetzen. Nur bei den großen
Spunden, bei denen dies nicht möglich ist, verlaufen diese Streifen senkrecht.
Das Rundschneiden der Würfel endlich erfolgt in ähnlicher Weise, wie man einen
Apfel schält und erfordert große Geschicklichkeit des Arbeiters, der stündlich
bis zu 150 Stopfen fertigstellen kann. Alle mit der Hand geschnittenen Korke
sind daran zu erkennen, daß ihr Querschnitt nicht kreisrund, sondern schwach
kantig ist. Von den zahlreichen Korkschneidemaschinen, die das Fünffache der
Handarbeit leisten, besteht diejenige des Franzosen Moreau aus stählernen
Röhren nach Art der Korkbohrer, diejenige von Bothius in Stockholm und von
Köhler in Kopenhagen aus Abschälmaschinen, Stückschneidemaschinen,
Rundschneidemaschinen, Schleifmaschinen, Sortier- und Zählapparaten. Die
Maschinenkorke sind in der Regel kreisrund, werden aber zur Vortäuschung der
besseren Handschnittkorke bisweilen auch kantig geschliffen und zur
Verschließung der Poren mit Korkstaub eingerieben. Neben den früher
bevorzugten konischen (ťspitzenŤ), finden neuerdings mehr und mehr die besser
schließenden zylindrischen (ťgeradenŤ) Korken, besonders als
ťChampagnerkorkeŤ, Eingang. Als gebräuchlichste Handelssorten sind anzuführen:
Spunde (für Fässer und Glasballone), Stöpsel (Weinkorke) und Medizinstöpsel
oder Mixturkorke in etwa zehn Nummern. Als Zeichen besonderer Güte gilt die
helle Farbe, hohe Elastizität sowie das Fehlen von Löchern und Wurmfraß. Zu
ihrer Prüfung empfiehlt der Verband deutscher Korkindustrieller die in Wasser
gelegten Stopfen einige Stunden einem Druck von 4 - 5 Atmosphären auszusetzen,
wobei nur die guten K. weiß, fest und glatt bleiben, während die schlechten
Veränderungen erleiden. Um die Korken geschmeidig zu machen, werden sie
entweder in kaltem Wasser eingeweicht, oder längere Zeit in feuchter Luft auf
150° erhitzt, oder auch wohl mit wäßrigen Invertzuckerlösungen getränkt. Zur
Erhöhung der Elastizität ist Bleichung mit Oxalsäure oder Chlorkalk und
Schwefelsäure oder Kaliumpermanganat und Natriumbisulfit empfohlen worden.
Durch Kochen in Harzen und Ölen oder durch Eintauchen in Leimlösung mit Zusatz
von etwas Tannin oder Kaliumdichromat werden die K. wasserdicht, durch
Einbringen in eine Lösung von Gelatine und Glyzerin und nachheriges Überziehen
mit Paraffin säurefest. Die Wiederverwendung von Altkorken setzt eine
sorgfältige Behandlung mit Chemikalien voraus und ist aus hygienischen Gründen
durch die sächs. Ministerialverordnung vom 12.VIII.1909 gewissen
Einschränkungen unterworfen. - Neben den Stopfen findet der Kork in dünnen
Platten Anwendung zu Einlegesohlen, zu Korkpapier für Zigarettenmundstücke und
Huteinlagen, zu Amboßunterlagen, zur Herstellung profilierter Gebilde und
ganzer Fässer. Weniger gute Stücke dienen zur Herstellung von Schwimmern für
Fischernetze, Ankerbojen, Schwimmgürteln und Rettungsbooten. Die beim
Schneiden erhaltenen Korkabfälle, deren Menge bis zu 65 % des Rohstoffes
ausmachen, werden gemahlen und als Packmaterial, als Isoliermittel, zum
Stopfen von Kissen und Matratzen sowie zur Herstellung von Korkkohle (Spanisch
Schwarz) für Druckerschwärze benutzt. Einen großen Aufschwung hat neuerdings
die Erzeugung von Linoleum (s. d.), von Korkstein und anderen Fußbodenbelägen
genommen. Sie bestehen in der Regel aus Mischungen von geröstetem Korkmehl mit
Kalk, Ton, Gips oder Zement, bisweilen auch unter Zusatz organischer
Bindemittel wie Pech, Teer, Asphalt u. dgl. Kamptulikon (Kortizin) ist ein zu
Platten gewalztes Gemisch von Korkmehl mit Kautschuk, Guttapercha oder
eingedicktem Leinöl. - Die Gesamteinfuhr an Korkholz nach Deutschland betrug
1912 mehr als 206.000 dz im Werte von über 10 Millionen M., die Einfuhr an
Korkstopfen und -waren 18.000 dz (5 Mill. M.), die Ausfuhr 60.000 dz (4,8
Mill. M.).
- Korkersatz:
- oder Kunstkork wird aus Korkmehl unter Zusatz von Bindemitteln wie
Nitrozellulose, Kasein, Eiweiß, Kollodium, Viskose, Glyzerin, Mineralöl, Kalk
und Borsäure hergestellt; doch scheint nur der Suberit, ein Erzeugnis aus
Korkmehl, Nitroglyzerin und Rizinusöl, praktische Bedeutung erlangt zu haben.
Als ziemlich brauchbar soll sich auch das durch Einwirkung von Azetylen auf
Kupfer- oder Nickeloxyd hergestellte Kupren erwiesen haben, das wahrscheinlich
aus kupferhaltigen Kohlenwasserstoffen besteht. Für gewisse Zwecke, z. B. die
Herstellung von Linoleum, hat man auch die Verwendung von Holz- oder
Rindenmehl, Holunder- oder Sonnenblumenmark und pulverisierten Baumschwämmen
empfohlen. Als Ersatz für Korkstopfen können sie nicht in Betracht kommen.
- Koromandelholz:
- (Calamanderholz), ein dem Ebenholz ähnliches Nutzholz von der Insel
Zeylon, stammt von Diospyros hirsuta.
- Korrosionsfäule:
- Holzzerstörung durch bestimmte Pilze bzw. Pilzgruppen, die teils Cellulose
und Lignin gleichzeitig, teils zuerst das Lignin und dann die Cellulose
zersetzen. Im ersten Fall entsteht eine gleichmäßige weißlich-graue
Verfärbung, im letzteren eine unregelmäßige, örtlich begrenzte loch- oder
streifenförmige weißliche Verfärbung; dann spricht man auch von Weißlochfäule
(siehe auch Braunfäule).
- Krautschicht:
- Nicht verholzende Waldpflanzen wie Waldmeister oder Springkraut.
- kriechen:
- Ein last- und/oder zeitabhängiges Verformungsverhalten von
Polymerschichten. Eine solche Klebeschicht erfährt auch unter ruhender
Beanspruchung eine Formveränderung. Bei Belastung nimmt die Formveränderung
der Klebstoffschicht infolge des Kriechens allmählich zu
- Krummschäftigkeit:
- Stämme, bei denen die Fasern stark vom Normalwuchs abweichen, sind
krummschäftig. Am Baum zeigt sich Krummschäftigkeit in verschiedenen Formen,
z.B.. als Schlangenwuchs, Säbelwuchs, Bajonettwuchs oder Posthornwuchs. In der
Regel ist die Ursache Wildfraß. Die Spitzenknospe wurde am jungen Baum durch
Wild zerstört, und eine Seitenknospe übernahm das Längenwachstum. Die Stämme
wachsen nach einer Seitenbiegung wieder senkrecht. Weitere Ursachen für
Krummschäftigkeit können auch Windeinwirkung, Schneebelastung,
Bodenverschiebungen oder ungünstige klimatische Verhältnisse sein.
- kröpfen:
- auf Gehrung geschnitten
- Krüppelwalm:
- kleiner Walm im Giebel
- Krüppelwalmdach:
- Das Krüppelwalmdach erhält man, wenn die Giebel des Satteldaches durch
schräge Dachflächen ersetzt werden. Statt des ganzen Giebels ist nur die
Giebelspitze abgewandt.
- Kuhfuß:
- Nageleisen, Brecheisen
href="http://www.zimmmererforum.de">www.zimmmererforum.de
- Kultur:
- Durch Saat oder Pflanzung künstlich begründeter Wald.
- Kulturpflege:
- Dazu gehört die Beseitigung unerwünschter Konkurrenzpflanzen. Aus
ökologischen und ökonomischen Gründen wird die Entnahme solcher Pflanzen
jedoch auf das absolut Notwendige beschränkt. Darüber hinaus ist eine hohe
Pflanzenvielfalt auf Kulturflächen erwünscht.
- Kumaronharz:
- nennt man harzartige Stoffe, die bei der Wäsche des Schwerbenzols mit
Schwefelsäure entstehen, ursprünglich als lästige Schmiere (bis 1906) einfach
verfeuert, dann zur Herstellung von Feueranzündern benutzt wurden und später
im Kriege eine ungeheure Bedeutung als Harzersatz gewonnen haben. In
chemischer Hinsicht sind sie Mischungen von Kondensationsverbindungen des
Indens (C18H16) und des Kumarons (C16H12O2), zwei im Steinkohlenteer
enthaltenen Flüssigkeiten vom Siedepunkt 181° und dem spez. Gew. 1,008,
enthalten weder Säuren noch verseifbare Stoffe und nehmen in dünner Schicht
Sauerstoff aus der Luft auf (verharzen). K. kommen sowohl in öligem bis
teerartigem Zustande als Firnisersatz, wie in fester Form für Lack und
Sikkativ in den Handel. Die letzteren werden nach dem Erweichungspunkt in
springhart (über 50°), hart (40 - 50°), mittelhart (30 - 40°), weich (unter
30°) unterschieden. Obwohl die K. die Eigenschaften der Naturharze nur in
beschränktem Umfange zeigen und insbesondere über den Erweichungspunkt von 65°
(Kolophon 100°) nicht hinauskommen, haben sie doch zum Leimen von Papier sowie
gemischt mit trocknenden Ölen in der Lackindustrie wertvolle Dienste
geleistet. Die Höhe der Erzeugung soll 600.000 t im Jahre betragen.
- Kunstharz:
- Künstliche Adhäsionsvermittler bei Klebstoffen sowie Komponente bei
Reaktionsklebstoffen (Phenolharze, Epoxidharze, Polyesterharze
- Kurzbrüchigkeit:
- Bezeichnung für brüchiges Kernholz, eine im inneren Stammbereich liegende
Zone kurzbrüchigen Holzes, auf Querschnitten häufig durch eine ausbrechende
Oberfläche erkennbar. Diese Kurzbrüchigkeit kann besonders in starken Stämmen
leichter bis mäßig schwerer tropischer Holzarten auftreten und die
Verwendbarkeit derartiger Kernholzteile wesentlich einschränken.
- Kurzbrüchigkeit:
- Bezeichnung für brüchiges Kernholz, eine im inneren Stammbereich liegende
Zone kurzbrüchigen Holzes, auf Querschnitten häufig durch eine ausbrechende
Oberfläche erkennbar. Diese Kurzbrüchigkeit kann besonders in starken Stämmen
leichter bis mäßig schwerer tropischer Holzarten auftreten und die
Verwendbarkeit derartiger Kernholzteile wesentlich einschränken
- KVH:
- Konstruktionsvollholz, Stöße keilgezinkt verleimt, getrocknet 15 ą 3 %,
übliche Sortierkl. MS10 und MS13, gehobelt und gefaßt, es wird unterschieden
in sichtbare (Si) und nicht sichtbare (Nsi) Qualität; Verdrehungen, Risse und
sonstige otische Mängel sind durch die Einschnittart minimiert
- Kämpfer:
- Waagerechtes Querholz bei Fenstern mit Oberlicht, dient als waagerechter
Anschlag für die Fensterflügel.
- Königsäule:
- Mittelsäule bei Türmen
href="http://www.zimererforum.de">www.zimererforum.de
- Körnung:
- Körnung des Schleifpapieres. / Eine mit einem Körner eingeschlagene Marke,
Narbe. / Eine eingedrehte, vertiefte, negative Kegelform (45°).
- Künstliche Trocknung:
- Im Gegensatz zur Freilufttrocknung verläuft die künstliche Trocknung, auch
technische Trocknung genannt, unter künstlichen Klimabedingungen, meist in
Kammern oder Durchlaufkanälen. Durch entsprechende Steuerung oder Regelung des
Klimas können wesentlich niedrigere Endfeuchtigkeiten und kürzere
Trocknungszeiten erreicht werden als bei der Freilufttrocknung. Häufig -
insbesondere bei stark dimensioniertem Schnittholz - erfolgt Vortrocknung im
Freien und anschließend künstliche Trocknung (siehe auch: Entspannen).
- Künstliche Verjüngung:
- Begründung eines jungen Waldes durch Pflanzung oder Saat.
L
- Lacke:
- (lat. Lacca, frz. Laques oder Vernis, engl. Lac oder Varnish). Mit diesem
Namen belegt man, abgesehen von einigen natürlichen Harzen wie Stocklack oder
Schellack (s. d.), dem Japanlack (s. d.) und einigen Lackfarben (s. d.),
sowohl Auflösungen von Harzen in leicht flüchtigen Flüssigkeiten, die sog.
flüchtigen oder mageren Lacke, als auch Mischungen der letzteren mit fetten
Ölen, Harzölen oder Firnis, die sog. Lackfirnisse, fetten oder Öllacke. Im
gewöhnlichen Leben werden die Begriffe Lack und Firnis häufig verwechselt oder
als völlig gleichbedeutend gebraucht, so daß vielfach nur mit Firnis oder
Ölfarbe gestrichene Gegenstände als lackierte in den Handel kommen.
Charakteristisch für einen wahren Lack ist aber immer sein Gehalt an Harz. Als
Harze kommen besonders Bernstein, Dammar, Kopal, Kolophonium sowie neuerdings
Kunstharze (s. Harz), als Lösungsmittel Äther, Alkohol, Amylalkohol,
Amylazetat, Azeton, Benzin, Benzol, Kampferöl, Rosmarinöl, Terpentinöl in
Betracht. Beim Überstreichen der Gegenstände verflüchtigt sich das
Lösungsmittel und das Harz bleibt als dünner durchsichtiger oder bei Zusatz
von Körperfarben undurchsichtiger Überzug zurück. Die fetten Lackfirnisse
bestehen aus Firnis (Leinöl-, Holzöl- oder anderem Firnis) und Harzen in
Terpentinöl. Zu ihrer Herstellung wird der entsprechend in etwa nußgroße
Stücke zerbrochene Kopal (oder auch Bernstein) in Kesseln mit
Kondensationsvorrichtung vorsichtig bei etwa 300 - 350° geschmolzen, wobei das
Kopalöl überdestilliert, und darauf das auf 200° erwärmte Leinöl (Firnis) nach
und nach hinzugegeben, bis bei andauerndem Erhitzen auf 320° eine völlig
gleichmäßige Mischung entstanden ist. Nach dem Abkühlen gibt man Terpentinöl,
unter Umständen auch Sikkative (s. d.) hinzu und unterwirft das fertige
Erzeugnis in der Regel noch einer Filtration. Bei Verwendung von Kolophonium
statt der fossilen Harze kann ein einfacheres Verfahren angewandt werden. Die
fetten Lackfirnisse liefern von allen Lacken die haltbarsten Überzüge,
brauchen aber lange Zeit zum Trocknen (meist in geheizten Räumen) und werden,
oft in Verbindung mit Farben, für Lederzeug, Blechwaren und andere der
Abnutzung ausgesetzte Gegenstände angewandt. Als Unterabteilung gehören zu
ihnen noch die sog. Kautschuklacke, die einen Zusatz von Kautschuk oder
Guttapercha in Benzin gelöst erhalten und sich durch große Geschmeidigkeit,
bei allerdings vermindertem Glanz, auszeichnen. Mattlacke erhalten außerdem
einen Zusatz von Wachs. - Spiritus- oder Weingeistlacke werden in der Regel
gebraucht, wenn die gestrichenen Gegenstände ihre natürliche Farbe behalten
sollen, und daher für diesen Fall aus besonders hellen Harzen bereitet,
während für andere Zwecke auch dunklere Harze, Bernstein, Schellack,
Kolophonium, benutzt werden können. Bisweilen erhalten sie auch einen Zusatz
alkohollöslicher Farben, wieTeerfarbenoder Drachenblut (Goldlack). Kleinere
Mengen der weicheren Harze kann man durch Schütteln der pulverisierten Masse
mit starkem Weingeist schon in der Kälte, leichter in der Sonne oder bei
mäßiger Wärme lösen und durch Filtration von Verunreinigungen trennen. Bei der
Darstellung im großen bedient man sich geschlossener Destillierblasen oder des
sog. Deplazierungsverfahrens, indem man das Harz in ein Sieb schüttet und
dieses so weit in ein mit Weingeist gefülltes Faß hängt, daß es gerade noch
von der Flüssigkeit bespült wird. Die Lösung des Harzes sinkt dann beständig
nach unten und kann nach entsprechendem Absetzen aus einem etwas oberhalb des
Bodens angebrachten Hahn ohne Filtration klar abgezogen werden. Als
Ausgangsmaterial für Spirituslack kommen sämtliche Harze in Betracht. Die
spröderen, wie Sandarak und Mastix, geben sehr glänzende, aber wenig haltbare
Überzüge und werden daher meist durch Zusatz von etwas venezianischem
Terpentin oder weicherem Harz, z. B. Elemi, verbessert. - Terpentinöllacke
unterscheiden sich von den vorigen nur dadurch, daß an Stelle von Spiritus
Terpentinöl oder andere ätherische Öle (Rosmarinöl) als Lösungsmittel benutzt
werden. Sie trocknen etwas langsamer, sind aber haltbarer und weniger spröde,
weil ein Teil des Lösungsmittels von dem eintrocknenden Harzüberzug
festgehalten wird. Das Terpentinöl löst manche Harze schon in der Kälte.
Andere, wie Bernstein und Kopal, werden erst in der Wärme geschmolzen und dann
mit dem Lösungsmittel verdünnt. Die billigsten Terpentinöllacke werden aus
Kolophonium, bessere Sorten aus Sandarak oder Dammara, die besten Fußboden-,
Wagen- und Schleiflacke aus Bernstein oder echtem Kopal hergestellt.
Geschmolzener und dann mit Terpentinöl gemischter Asphalt gibt den schwarzen
Asphalt- oder Eisenlack, der durch Zusatz von heißem Leinölfirnis dauerhafter
wird. Als allgemeine Regel für die Verwendung der flüchtigen Lacke gilt, daß
sich die Terpentinöl-L. besonders zum Aufsetzen auf Ölanstriche, die
Weingeist-L. zum Aufsetzen auf Wasser- und Leimfarben eignen. An Stelle des
Terpentinöls werden vielfach auch andere Lösungsmittel, wie Benzin,
Schwefelkohlenstoff, Holzgeist, Chlorform, Kampferöl, Eukalyptusöl, an Stelle
der genannten Harze die neueren Harzersatzmittel (s. d.) benutzt. - Als
Kennzeichen eines guten Lackes gilt, daß er nach dem Aufstreichen schnell
trocknet und einen nicht klebrigen, stark glänzenden Überzug hinterläßt, der
mit der Zeit weder Risse noch Sprünge bekommt. Bei sorgfältiger Aufbewahrung
in verschlossenen Gefäßen gewinnen die Lacke durch das Alter an Güte. Die
feinsten Wagenlacke, von denen der höchste Grad von Dauerhaftigkeit und
Schönheit verlangt wurde, kamen früher aus England, werden aber jetzt von den
Fabriken in Dresden, Berlin, Mainz, Offenbach und Wien mindestens ebensogut
erzeugt.
- Lackfarben:
- (Farblacke) sind Verbindungen von organischen Farbstoffen mit
anorganischen Oxyden oder Salzen. Die zahlreichen, zum Teil sehr schönen, in
Hölzern und anderen Pflanzenteilen enthaltenen Farbstoffe bilden, soweit sie
in Wasser löslich sind, nur Farbenbrühen. Um sie in die Form einer Körperfarbe
zu bringen, muß man sie an eine feste Grundlage binden und bedient sich hierzu
der Eigenschaft mancher Metalloxyde und alkalischen Erden, mit den
Pflanzenfarbstoffen unlösliche Niederschläge zu bilden. Wird z. B. zu einer
Alaunlösung die Lösung eines ätzenden oder kohlensauren Alkalis gebracht, so
fällt die Tonerde des Alauns als weiße Gallerte aus; ist aber die Alaunlösung
vorher mit einer Farbenbrühe gemischt worden, so reißt die Tonerde den
Farbstoff so vollständig an sich, daß die überstehende Flüssigkeit farblos
erscheint. In gleicher Weise wirkt das Zinnoxydul, welches aus einer Lösung
von Zinnchlorür (Zinnsolution) ausgefällt wird. Die Lackfarbe fällt dabei noch
feuriger aus, aber wegen seiner Kostspieligkeit kann das Zinnsalz nur zu
feinerer Ware benutzt werden, während es für gewöhnlich im Gemisch mit Alaun
Anwendung findet. Beide Salze bilden auch die gewöhnlichsten Beizen der
Färberei, bei welcher der Farblack auf der Faser erzeugt wird. Nicht alle
Farbstoffe vertragen die gleiche Behandlung. Einige lassen sich mit kalter
oder heißer Alaunlösung ausziehen und dann mit der alkalischen Lauge fällen.
Bei anderen muß diese das Lösungsmittel abgeben und der Alaun zuletzt
hinzugesetzt werden. Unter Umständen ist es auch geboten, die Tonerde für sich
auszufällen und rein zu waschen und sie dann erst mit der Farbenbrühe unter
Erwärmung zusammenzubringen. Die als farbiger Schlamm erhaltenen Lacke werden
schließlich mit Wasser rein ausgewaschen und entweder noch feucht als Teig (en
pâte) für Kattun- und Wolldruck, Tapeten und Buntpapier verkauft, oder
getrocknet und in Brocken oder zu Täfelchen geformt in den Handel gebracht. Um
die Farben in möglichster Schönheit herzustellen, sind verschiedene
Vorsichtsmaßregeln zu beobachten, die zum Teil als Fabrikgeheimnisse bewahrt
werden. Von den L. sind die roten und gelben am gebräuchlichsten. Der feinste
rote L. ist der Karminlack aus der Koschenille und den Abgängen von der
Karminbereitung (vgl. Koschenille). Weiter sehr beliebt und außerordentlich
dauerhaft sind auch die Krapplacke (vgl. Krapp), die in einer großen
Farbenfolge von Dunkelrot bis zart Rosa dargestellt und durch Zusatz von mehr
oder weniger feinem Bleiweiß in verschiedenen helleren Tönen abgestuft werden.
Außerdem erhält man aus Pernambukholz und Lack dye, dem Farbstoff des
Gummilacks, schöne rote L. Die roten Lacke aus Karmin und Farbhölzern sowie
Mischungen derselben mit anderen Stoffen führen verschiedene Handelsnamen:
Pariser, Wiener, Venezianer, Florentiner Lack, Kugellack usw. Ein schöner
violetterLackist der Orseillelack. Zu gelben Lacken dienen Abkochungen von
Gelbholz, Kreuzbeeren, Waid, Querzitron und anderen gelben
Pflanzenfarbstoffen. Die billigsten derartigen Gelbfarben gehen unter dem
Namen Schüttgelb. Sie erhalten, wenn sie wirklich durch Niederschlag mit
Tonerde gebildet sind, doch noch starke Zusätze von Kreide, sind aber oft nur
durch Übergießen von Kreide oder Kalk mit einer Gelbbrühe hergestellt. Im
letzteren Falle haftet die Farbe nur durch mechanische Aufsaugung an dem
Grundstoff, so daß der Begriff einer Lackfarbe ganz verloren geht. Grüne Lacke
sind in der Regel bloße Mischungen von blauen, aus Indigkarmin bestehenden,
und gelben Niederschlägen, doch erhält man einen natürlichen grünen Lack aus
Kaffeebohnen, die mit einer verdünnten Lösung von Kupfervitriol extrahiert
werden. Durch vorsichtiges Versetzen des Auszuges mit Ätznatron wird ein
Niederschlag erhalten, der, mit Essig besprengt und der Luft ausgesetzt, an
Schönheit der Farbe noch gewinnt. Dieser Farbstoff ist also eigentlich nur ein
mit dem Kaffeefarbstoff (Viridinsäure) geschöntes Kupferoxydhydrat, dessen
eigentlicher Platz unter den Kupferfarben sein würde. Jetzt werden auch viele
solcher L. mit Teerfarbstoffen hergestellt.
- Lagerfähigkeit:
- Zeitspanne zwischen dem Herstellen des Klebstoffes und dem Zeitpunkt, bis
zu welchem der Klebstoff unter Einhaltung der vom Hersteller vorgeschriebenen
Lagerungsbedingungen (Verpackung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit) seine
vorgesehenen Eigenschaften beibehält
- Lagerholz:
- Kantholz auf Deckenbalken oder Beton zur Aufnahme des Fußbodens
- Laibung:
- So bezeichnet man die innere Fläche von Wandöffnungen, Nischen oder Bögen,
z.B. Türlaibung, Fensterlaibung
- Laminat:
- Laminat ist ein Boden mit einer Dekoroberfläche. Diese Oberfläche gibt es
in verschiedenen Farben und auch als Holznachbildung. Laminat zeichnet sich
durch seine hohe Strapazierfähigkeit aus, selbst Zigarettenglut und hohe
Absätze können diesem Boden nichts anhaben. In vielen Qualitäten. Dieser Boden
wird "schwimmend" verlegt.
- Landhausdiele:
- Landhausdielen sind der traditionellen Dielenverlegung nachempfunden. Es
gibt sie nicht nur als Fertigparkettelemente, sondern auch aus Massivholz. Sie
bestehen aus einem in der ganzen Länge durchgehenden Brett, welches häufig
mittig längs geteilt ist ( 2- Stab - Diele).
- Langspanholz:
- Langspanholz ist auf dem Markt unter dem Markenbegriff Parallam bekannt.
Beim Langspanholz handelt es sich um Holzstreifen, die in einem speziellen
Extruderverfahren zu großen Plattenbalken gepresst werden. Langspanholz
zeichnet sich durch die höchsten E-Module und Festigkeitswerte in der Gruppe
der Holzwerkstoffe aus. Das Material findet seine Anwendung überwiegend bei
Sturzkonstruktionen oder als Unterzug - also dort, wo hohe Steifigkeiten und
Biegefestigkeiten gefordert sind. Dennoch ist dieser Werkstoff nicht
unproblematisch, da er in seiner Makro-Struktur viele Lücken und Öffnungen
hat, die sich aus der sehr groben Auflösung des Langspanmaterials ergeben.
Feuchtigkeit kann leicht eindringen und im Querschnitt verbleiben. Deshalb ist
insbesondere beim Einsatz von druckluftbetriebenen Befestigern wie Klammern
und Nägeln darauf zu achten, dass die Einbindelängen ausreichend lang sind,
denn es kann in der Praxis vorkommen, dass eine Klammer erst nach 5 bis 10 mm
unter der Oberfläche einen festen Passsitz im Material findet. Empfohlen wird
daher eine Erhöhung der nach DIN erforderlichen Einbindelängen für Klammern
und Nägel um 25 %.
- Latten:
- Schnitthölzer mit Querschnittsflächen nicht größer als 32 cm˛ und einer
Breite bis 80 mm: bei Dachlatten beträgt das Seitenverhältnis des Querschnitts
höchstens 1:2.
- Laubholz:
- Durch blättertragende Bäume aus der botanischen Gruppe der Angiospermen
erzeugtes Holz. Im Gegensatz zu den Nadelhölzern besitzen Laubhölzer als
dritte Zellart zusätzlich Gefäße, die im Querschnitt als Poren bezeichnet
werden.
- Lederholz:
- die starken, lederartigen Bastfasern der Schößlinge von Dirca palustris,
einer zu den Seidelbastgewächsen (Daphnoideen) gehörigen Pflanze des
südlicheren Nordamerika, sind 1 - 1,5 m lang und werden zur Anfertigung von
Stricken und Matten verwendet.
- Leidspindeleinrichtung:
- Erstmalig gezeichnet von Leonardo da Vinci (1459 - 1519). Die Leitspindel
schafft einen meist durch Zahnräder (Vorgelege) übertragenen, mit der
Umdrehung der Arbeitsspindel koordinierten Vorschub des starr geführten
Supportwerkzeugs.
- Leim:
- Ursprünglich Klebstoff auf Eiweißbasis. Undifferenzierter Unterbegriff der
Bezeichnung Klebstoff, meist im holzverarbeitenden Gewerbe. Der Begriff
schließt Klebstoffe auf tierischer, pflanzlicher und synthetischer Basis ein
- Leim:
- (lat. Gluten, frz. Colle, engl. Glue). Eine Reihe Tierischer Stoffe, wie
Knochen, Knorpel, Häute und Bindegewebe, besitzen die Eigenschaft, obgleich
selbst in kaltem und heißem Wasser unlöslich, durch anhaltendes Kochen mit
Wasser unter Verlust ihrer Form in eine klebende Lösung, die beim Erkalten
gallertartig erstarrt, überzugehen, und werden daher als leimgebende
bezeichnet. Die Leimsiederei verwendet demnach als Ausgangsstoff die Abfälle
von Fleischereien, Gerbereien und Abdeckereien, wie Hautabschnitzel, Flechsen,
Gedärme, Kalbs- und Hammelfüße, Ohrlappen, und benutzt auch die Felle von
Hasen und Kaninchen, denen das Haar für die Hutmacherei abgeschoren ist,
ferner havarierte Häute, Abfälle von Pergament, Weiß- und Handschuhleder als
Leimgut. Nach der chemischen Zusammensetzung unterscheidet man das Kollagen,
welches die eigentliche Leimsubstanz, das Glutin (Haut- oder Knochenleim)
liefert, und das Chondrogen, aus welchem das Chondrin (Knorpelleim) gewonnen
wird. Das letztere kommt wegen seiner geringen Bindekraft weniger in Betracht.
Um eine Fäulnis der leicht zersetzlichen tierischen Stoffe zu verhindern,
werden sie entweder mit Karbolsäure behandelt, oder getrocknet oder in
Kalkmilch eingelegt. Das letztere Verfahren hat gleichzeitig den Vorteil, daß
es das Fett und andere lösliche Stoffe entfernt, macht aber eine spätere
Wässerung erforderlich, weil der Kalk für die Bildung und Beschaffenheit des
Leims verderblich ist. Aus dem gleichen Grunde werden Knochen vor ihrer
Verarbeitung meist so lange mit verdünnter Salzsäure mazeriert, bis nur die
organische Substanz zurückbleibt. Nach erfolgter Wässerung breitet man die
Masse in dünner Schicht aus, um die noch vorhandenen Kalkspuren in unlöslichen
kohlensauren Kalk überzuführen, oder man behandelt sie zur Bleichung auch wohl
mit schwefliger Säure. Zum Versieden des Leimgutes bediente man sich früher
meist mit Siebboden versehener Kessel auf offenem Feuer, ist aber jetzt dazu
übergegangen, das in geschlossenen Zylindern auf etagenförmigen Sieben
angebrachte Leimgut mit Dampf zu extrahieren. Die unten angesammelte
Leimlösung wird in bestimmten Zeiträumen abgezapft und, vielfach in
Vakuumapparaten, eingedampft. Das zuerst erhaltene Erzeugnis, welches am
kürzesten erhitzt worden ist, gibt die hellste und beste Sorte. Die folgenden
zeigen nach und nach immer dunklere Färbungen und geringere Klebkraft. Die
eingedampfte und durch Stehen geklärte Lösung wird dann filtriert, wenn nötig
durch Einleiten von schwefliger Säure noch etwas gebleicht und in hölzernen
oder metallenen Formen dem Gerinnen überlassen. Zum Zerschneiden der Gallerte
bedient man sich gespannter Messingdrähte und bringt die erhaltenen Tafeln auf
Rahmen mit weitem Draht- oder Bindfadengeflecht in die Trockenräume. Nach dem
Trocknen, welches sehr vorsichtig in einströmender warmer Luft von allmählich
steigender Temperatur erfolgen muß, taucht man die Tafeln zur Erzeugung des
Glanzes einen Augenblick in heißes Wasser und trocknet nochmals schnell zu
Ende. - Als Nebenerzeugnisse gewinnt man Knochenfett, präzipitiertes
Kalziumphosphat und entleimtes Knochenmehl. - Eine besondere Abart, der
Fischleim, wird in den Donaufürstentümern u. a. O. aus der Haut, den Blasen
und Gedärmen von Knorpelfischen durch anhaltendes Kochen mit Wasser
hergestellt und in Form zusammengerollter dünner Blättchen vom Aussehen der
Hausenblase in den Handel gebracht. Die Hausenblase selbst ist kein
eigentlicher Leim, sondern die getrocknete innere Haut der Schwimmblase, also
unverändertes Kollagen. - Die Farbe des L. wechselt von hellgelb bis
dunkelbraun, und ebenso ist der Grad der Durchsichtigkeit großen Schwankungen
unterworfen. Im allgemeinen wird heller und klarer L. höher bewertet und für
gewisse Zwecke ausschließlich benutzt. Jedoch hängt die Klebkraft keineswegs
immer von diesen Eigenschaften ab, vielmehr ist der durch Kalziumphosphat fast
immer milchig getrübte Knochenleim zum Kleben von Holz vortrefflich geeignet.
- In kaltem Wasser quillt L. unter Aufnahme der 10 - 20 fachen Menge seines
eigenen Gewichtes an Wasser auf und wird um so höher geschätzt, je größer
diese Wasseraufnahme in 24 Stunden ist. Weiter verlangt man von ihm, daß er
glänzend, hart und spröde und an der Luft trocken sei, beim Biegen kurz
abbreche und einen glasartigen Bruch gebe. Der Wassergehalt soll 15 %, der
Aschengehalt 1 - 5 % nicht übersteigen, da bereits Zusätze von 2 - 3 %
Mineralstoffen die Klebkraft verringern. In kaltem Wasser darf guter L. selbst
nach 48 Stunden nicht völlig zerflossen sein, muß aber mit heißem Wasser eine
völlig neutrale Lösung geben. Das zuverlässigste Urteil über die Güte des L.
bietet die Ermittelung der Klebkraft, indem man unter Innehaltung bestimmter
Vorschriften Holzstücke aneinander leimt und das zum Zerreißen erforderliche
Gewicht bestimmt. - In chemischer Hinsicht besteht gewöhnlicher L. der
Hauptsache nach aus Glutin, neben welchem in geringer Menge Peptone,
Farbstoffe und Mineralstoffe zugegen sind. Das Glutin gehört zu den
Albuminoiden und unterscheidet sich von den Eiweißkörpern sowie dem Chondrin
dadurch, daß es durch verdünnte Säuren, auch Essigsäure, leicht gelöst wird
und nicht mit Ferrozyankalium, Alaun, Eisenvitriol und Bleizucker
Niederschläge liefert. Durch Gerbsäure wird Glutin aus wäßriger Lösung
gefällt. Beim Kochen mit verdünnten Säuren oder Laugen gibt es zum
Unterschiede vom Chondrin Glykokoll (Leimzucker). - Von den zahlreichen nach
Städten gebildeten Handelsbezeichnungen (Kölner, Breslauer, Nördlinger,
Reutlinger, Kahlaer, Mühlhäuser L.) sind die meisten außer Gebrauch gekommen,
mit Ausnahme des Kölner L., unter welchem man eine besonders helle,
durchscheinende Sorte versteht. Russischer L., eine mit weißer Mineralfarbe
(Bleisulfat, Bleiweiß, Zinkweiß, Kreide) vermischte gewöhnliche Leimmasse,
welche auch als weißer L. bezeichnet wird, hat keinerlei Vorzüge, sondern
höchstens verminderte Klebkraft. An Stelle der alten Ursprungsnamen bedient
man sich neuerdings mehr der Bezeichnungen: hell, fein, mittelfein, mittel. -
Der L. findet als allgemeines Klebemittel ausgedehnte Verwendung. Hellere
Sorten dienen zu Weberschlichte, zur kalten Vergoldung, zu Leimfarben, in der
Hutmacherei zum Appretieren von Strohhüten, zur Papierleimung, zur Herstellung
von Hektographenmasse, zum Ausfällen des Gerbstoffs aus Farbholzabkochungen,
dunklere als Tischler- und Buchbinder-L. - Von besonderen L.-Präparaten seien
noch folgende erwähnt: Elastischer Leim für die Schwärzwalzen der Buchdrucker
und für Formen der Galvanoplastik und Gipsgießerei besteht aus gleichen Teilen
L. und Glyzerin. - Flüssiger L. wird durch Zusatz von Säuren, hauptsächlich
Salpetersäure, Essigsäure, Salzsäure zu konzentrierter Leimlösung dargestellt.
Besonders bewährt haben sich folgende Vorschriften: 100 L., 100 Wasser, 6 - 12
rohe Salpetersäure, oder 40 L., 40 Essig, 10 Spiritus und 5 Alaun. Bei aller
Handlichkeit findet der flüssige L. doch nur beschränkte Anwendung, weil durch
die Säure die Klebkraft leidet und Farben angegriffen werden. Die im Handel
befindlichen Erzeugnisse enthalten übrigens oft gar keinen Leim, sondern
bestehen aus Lösungen von Gummiarabikum mit ein paar Prozent Aluminiumsulfat.
- Mundleim, der in Täfelchen zum Verkauf kommt und nur mit dem Speichel
benetzt zu werden braucht, entsteht durch Auflösen von 2 Teilen L. oder
Gelatine und 1 Teil Zucker in 3 Teilen Wasser und Eindampfen auf 4 Teile. -
Chromleim endlich erhält man durch Mischen einer konzentrierten Lösung von 1
Teil Kaliumdichromat mit der erwärmten Lösung von 5 Teilen L. in 45 Wasser. Er
dient zum Kitten von Glas, zum Leimen von Pergamentpapier und zum
Wasserdichtmachen von Kofferüberzügen, indem er, dem Sonnenlichte ausgesetzt,
mit dem L. eine unlösliche Chromoxydverbindung liefert. Wegen seiner
Lichtempfindlichkeit spielt er ebenfalls beim Pigment- und Lichtdruck und der
Photogalvanographie eine Rolle.
- Leinöl:
- (lat. Oleum lini, frz. Huile de lin, engl. Linseed-oil), das fette
trocknende Öl aus den Leinsamen (s. d.) ist wie diese selbst ein wichtiger
Handelsartikel. Die zur Ölgewinnung bestimmten Körner, der sog. Schlaglein,
stammen hauptsächlich von den zur Fasergewinnung gebauten Pflanzen, haben
also, da diese immer vor völliger Reife gezogen werden, nicht den vollen
Ölgehalt, wie die zur Aussaat gezogenen reifen Körner, der Saatlein, von
welcher höherwertigen Sorte nur das zu alt gewordene oder sonst verdorbene Gut
noch dem Schlaglein zufällt. Die Gewinnung des Öls geschieht mit den
gewöhnlichen Mitteln der älteren oder neueren Ölmüllerei und besteht
hauptsächlich im Zerkleinern der Samen auf Stampf- oder Walzwerken, oder
zwischen Mühlsteinen, und Auspressen des so erhaltenen Pulvers in Säcken
mittels Keil-, Schrauben- oder hydraulischen Pressen. In der Regel wird warm
gepreßt, indem man das Mahlgut über Feuer oder mit Dampf auf Platten bis gegen
90° C erhitzt, dabei fleißig wendet und dann gleich in die Presse gibt. In der
Hitze gerinnt das Sameneiweiß und das Wasser verdampft, das Öl läuft daher
dünnflüssiger und reiner und zugleich in größerer Menge ab, als wenn keine
Hitze angewandt würde. Die Ausbeute beträt 25 bis 27 %, während bei dem in
einigen Gegenden, besonders Rußland, Polen, Sachsen, bevorzugten Kaltpressen
nur 20 - 22 % Öl gewonnen werden. Das Verfahren der Extraktion wird bei
Leinsamen nur selten angewandt. Reines kalt gepreßtes L. hat ein spez. Gew.
von 0,930 bis 0,940 und erstarrt bei -16°. Die häufigste und wichtigste
Verwendung des Öles ist die zu Firnissen (s. d.), zu denen aber nur altes Öl,
das bei ein- bis zweijährigem Lagern den größten Teil seiner schleimigen
Bestandteile ausgeschieden hat, benutzt werden soll. Als Verfälschungsmittel
hat man Rüb-, Senf-, Hanf-, Baumwollsamenöl, Fischtran, Mineralöl, Harzöl,
Ölsäure (Olein), Fettsäuren aus Wollfett, Aleuritesöl usw. beobachtet. Ihr
Nachweis ist meist nur auf chemischem Wege möglich, jedoch liefert oft schon
ein Probesieden auf Firnis wertvollen Aufschluß. Eine Reinigung von
schleimigen Teilen wird durch Schütteln mit heißem Wasser, heißer
Kochsalzlösung, Eisenvitriol, Vermischen mit Schnee, Durchfrierenlassen und
Wiederauftauen bewirkt, während längeres Aussetzen an Licht und Sonne das Öl
heller macht. - Minder wichtige Anwendungen des L. sind noch die Bereitung von
Schmierseife, Buchdruckerschwärze und Arzneimitteln, wie Schwefelbalsam und
Brandsalbe. Frisch geschlagenes Leinöl bildet in einigen Gegenden
Deutschlands, besonders der Mark Brandenburg, ein geschätztes Speiseöl. Zu
Leuchtzwecken ist es, als stark rußend, nicht zu gebrauchen. Die
Preßrückstände bilden als Leinölkuchen ein wertvolles Viehfutter und dienen
getrocknet und wieder gepulvert als Leinkuchenmehl (lat. Farina seu Placenta
lini, frz. Gâteau de lin, engl. Linseed cake) auch zu erweichenden Umschlägen.
- Leiste:
- Leiste:12-38 mm starkes und 25-63mm breites Holzteil
href="http://wwwholzwurm-page.de">wwwholzwurm-page.de
- Leisten:
- Schnitthölzer mit Querschnittsflächen nicht größer als 32 cm˛ und einer
Breite bis 80 mm: bei Dachlatten beträgt das Seitenverhältnis des Querschnitts
höchstens 1:2.
- Leitgewebe:
- Ist für den Stofftransport (Saftströme) zuständig, besteht aus Gefäßen
(Poren) bei Laubhölzern bzw. Frühholztracheiden bei Nadelhölzern.
- Letternholz.:
- Mit diesem Namen bezeichnet man im Handel verschiedene Hölzer, so das in
der Feintischlerei hochgeschätzte und zur Herstellung von Violin- und
Spannbogen verwendete Holz von Machaerium Schomburghii, eines in Guyana
heimischen, zu den Papilionazeen gehörigen Baumes, ferner das Holz der zur
Familie der Euphorbiazeen gehörigen Amanoa guyanensis, ebenfalls aus Guyana,
und endlich das Holz der zu den Artokarpeen gehörigen, in Südamerika
heimischen Piratinera guyanensis.
- Lichtausschnitt:
- In diesen Ausschnitt setzt man eine beliebige Glasscheibe ein.
Lichtöffnungen setzen tolle Akzente und bringen Helligkeit in einen Raum.
Lichtöffnungstüren sind allerdings teurer, da der Lichtausschnitt in der Tür
zusätzlich verleistet ist, damit eine Glasscheibe halt findet. Die Glasleiste,
entweder foliert, furniert oder massiv.
- Lichtöffnung:
- In diesen Ausschnitt setzt man eine beliebige Glasscheibe ein.
Lichtöffnungen setzen tolle Akzente und bringen Helligkeit in einen Raum.
Lichtöffnungstüren sind allerdings teurer, da der Lichtausschnitt in der Tür
zusätzlich verleistet ist, damit eine Glasscheibe halt findet. Die Glasleiste,
entweder foliert, furniert oder massiv.
- Lignin:
- Charakteristischer Bestandteil der Zellwände verholzter pflanzlicher
Gewebe. Lignin zählt zu den am häufigsten vorkommenden pflanzlichen
Naturstoffen. Es ist eine komplexe hochpolymere Verbindung, aus der etwa 25%
der gesamten Holzsubstanz bestehen, und die sehr ungleichmäßig über die
Zellwand verteilt ist: Etwa 75% bis 90% der gesamten Ligninmenge sind in der
Mittellamelle und in der (äußeren) Primärwand der Zellen konzentriert, der
Rest ist über die breite Sekundärwand verteilt, die überweigend aus Cellulose
besteht. Im Gegensatz zur Cellulose mit ihren langen Kettenmolekül ist das
dreidimensional vernetzte Lignin unelastisch und verleiht den Zellwänden
Steifigkeit und Druckfestigkeit; außerdem wirkt es als "Verbindungsmittel"
zwischen den einzelnen Zellen.
- Linaloeholz:
- (Linalue, Linanue), das Holz verschiedener Burserazeen, wie Bursera
aloëxylon, Delpechiana Poiss., ferner von Elaphrium graveolens, nach anderen
von Amyris Linaloe, ist sehr reich an ätherischem Öl und besitzt deshalb einen
starken, sehr angenehmen Geruch. Das in frischem Zustande gelblichweiße, nach
mehrjähriger Lagerung hellbräunlich und geruchlos werdende Holz wächst in den
heißen Tälern der westlichen mexikanischen Kordilleren, namentlich in der
Gegend von Misteca bei Matamoros. Eine andere Sorte von Linaloeholz kommt
neuerdings auch aus Kayenne, wo es gleichfalls zur Destillation von Linaloeöl
benutzt wird. Dieses Holz stammt aber nicht von einer Burserazee, sondern
wahrscheinlich von der zu den Laurazeen gehörigen Ocotea caudata ab.
- Lindenholz:
- (lat. Lignum tiliae, frz. Bois de tilleul, engl. Linden wood), das Holz
der verschiedenen Lindenbäume, stammt am häufigsten von der kleinblättrigen
oder Winterlinde, Tilia parvifolia, die über ganz Europa verbreitet ist und
namentlich in Rußland sowie im gemäßigten Asien große Wälder bildet, während
die großblättrige oder Sommerlinde (Tilia grandifolia) einen viel
beschränkteren Verbreitungsbezirk hat und hauptsächlich in Süddeutschland und
Österreich angetroffen wird. Das L. ist weiß, etwas ins Graue und Rötliche
spielend, sehr weich und leicht, aber doch auch zähe, dicht und von sehr
gleichmäßigem Gefüge. Es besitzt wenig hervortretende Jahresringe, spaltet
Licht, aber nicht eben, läßt sich nach verschiedenen Richtungen hin leicht
bearbeiten, ohne auszubröckeln, und eignet sich daher vorzüglich zu
Bildhauerarbeiten. L. nimmt, wenn auch schwierig, eine schöne Politur an und
steht im Trocknen sehr gut, geht aber bei Feuchtigkeit bald zugrunde und ist
dem Wurmfraße sehr ausgesetzt. Es wird auch zu Zeichenbrettern, als
Modellierholz, von Instrumentenmachern, Drechseln und Tischlern viel benutzt.
Das Holz der Winterlinde ist etwas dunkler, zäher und härter als das der
Sommerlinde. Die aus L. bereitete Holzkohle (lat. Carbo tiliae, frz. Charbon
de tilleul, engl. Lindenwood charcoal), wird als Zahnpulver benutzt.
- Linoleum:
- Linoleum ist ein reines Naturprodukt, das auf einer mit Nut & Feder
versehenen Holzfaserplatte aufgebaut ist. Es ist hygienisch und
trittelastisch.
- Lochlaibungsfestigkeit:
- Wird ein Verbindungsmittel auf Abscheren beansprucht, wird der befestigte
Werkstoff (bspw. OSB) auf seine Lochlaibungsfestigkeit beansprucht. Folglich
ist die Lochlaibungsfestigkeit der Widerstand, welcher die Platte im
Kontaktbereich dem Verbindungsmittel entgegensetzt.
- Longitudinal:
- Parallel zur Hauptachse eines Baumstammes oder Astes, beschreibt somit die
axiale Richtung der vorherrschenden Zellstruktur; entspricht der Bezeichnung
"längs zur Faser".
- Luftdichtheit:
- Unter Luftdichtheit versteht man allgemein das Verhindern des
Durchströmens von Luft durch die Bauteile. Um die Luftdichtheit eines Gebäudes
zu gewährleisten, müssen konstruktive Maßnahmen getroffen werden. Die
Außenbauteile sind so zu konstruieren, dass keine offenen Fugen entstehen bzw.
Stoßfugen durch Abkleben mit geeignetem Klebeband luftdicht ausgeführt werden.
Wanddurchdringungen sind zu vermeiden und wenn, dann mit Installationsebene.
Einbauteile. wie z. B. Steckdosen, sind mit winddichten Hohlraumdosen
luftdicht einzubauen. Nicht luftdichte Bauteile lassen hohe Heizwärmeverluste
entstehen. Die Luftdichtheit ist durch den Blower-Door-Test messbar.
- Luftschadstoffe:
- Menschen produzieren über 2000 verschiedene Luftschadstoffe, vor allem
Abgase aus dem Straßen- und Flugverkehr, aus Industrie und Hausbrand.
- Luftschallbrücke:
- Luftschallbrücke entsteht durch Spalten oder Risse in Holzdecken.
- Lufttrocken:
- Abgekürzt: lutro, Feuchtegleichgewicht des Holzes im Außenklima, in
unserem Klima ca. 15%, schwankend je nach Jahreszeit zwischen ca. 12% und 20%
(siehe auch Freilufttrocknung, Technische Trocknung).
- Lufttrocknung:
- luftgetrocknetes Holz
- Lumen:
- Der von der Zellwand eingeschlossene Hohlraum einer Zelle.
- Luzienholz:
- nennt man sowohl das wohlriechende Holz des Mahalebkirschbaumes, von dem
die sog. Weichselrohre kommen (s. d.), als auch das weiße bis gelbliche Holz
der Traubenkirsche (Prunus Padus), das zu Tischler- oder Drechslerarbeiten
benutzt wird. Noch geschätzter ist das Holz des amerikanischen immergrünen
Traubenkirschbaumes von Karolina, das in der Färbung dem Mahagoniholz gleicht.
Es dient als sog. falsches Mahagoni zur Herstellung von Möbeln, die mit der
Zeit ein immer schöneres Aussehen erhalten.
- Längs zur Faser:
- Bedeutet üblicherweise parallel zur Faserrichtung.
- Längsrisse:
- Auch Trocknungsrisse genannt; Trennung der Holzzellen längs zur Faser
aufgrund ungleichmäßiger Schwindung; am häufigsten auf Hirnflächen von
Schnittholz vorkommend.
- Lärchenholz:
- (Lerchenholz) von Larix europaea, erscheint im Splinte weiß, sonst
rötlich, braunrötlich oder rotgelb, bei alten Stämmen zuweilen dunkel
geflammt. Es ist sehr harzreich, wenig dem Werfen und nicht dem Wurmfraß
unterworfen und daher ein ausgezeichnetes, sehr dauerhaftes Bauholz für Land-
und Wasserbauten, Mastbäume und Eisenbahnschwellen, während die jungen Stämme
als Hopfen- und Telegraphenstangen benutzt werden. Als Brennholz steht es im
Werte zwischen Kiefer und Fichte.
- Lösungsmittel:
- Flüchtige (verdunstende) Flüssigkeiten, die als Hilfsmittel im Klebstoff
enthalten sind um ihn verarbeitbar zu halten. Sie sind in der Regel leicht
entzündlich. Mit dem Verdunsten der Lösungsmittel bindet der Klebstoff ab
- Lünette:
- (frz.)Eigentlich: kleiner Mond, weil die "Mondform" des umgreifenden
Bogens die Dreipunktsicherung gegen das Durchbiegen langer Drehstücke bietet.
M
- Mahagoniholz:
- (Mahoniholz, frz. Bois d'acajou, engl. Mahogany) nennt man eine Reihe
wertvoller Nutzhölzer, die von verschiedenen Pflanzen abstammen. Als echter
Mahagonibaum hat jedoch nur die in Mittelamerika und Westindien wachsende
Swietenia mahagoni aus der Familie der Zedreleen zu gelten, deren Holz je nach
Klima und Standort große Unterschiede aufweist. Auf den Inseln bleibt der Baum
zwar wesentlich kleiner, hat aber schöneres Holz, welches meist als sog.
spanisches in Blöcken von 45 - 50 cm Querschnitt und 3 m Länge in den Handel
kommt, während das vom Festlande, besonders aus Honduras stammende,
möglicherweise von Swietenia multijuga, dicker und bis 4 m lang ist. Das
feinste und dichteste Holz liefern die Bäume aus hohen trockenen und felsigen
Lagen, doch wird auch das schwammige, grobfaserige Holz des feuchten
Tieflandes als Blindholz und Unterfurnier verarbeitet. Das echte M. von guten
Standorten ist dicht, hart und schwer, im Trocknen wie unter Wasser sehr
dauerhaft und gegen Würmer unangreifbar. Es schwindet sehr unbedeutend, ist
dem Verwerfen und Reißen weniger unterworfen als irgendein anderes Nutzholz
und nimmt eine schöne Politur an. Die Farbe ist an neuem Holze gewöhnlich
heller, rotgelb bis hellbräunlich, dunkelt aber allmählich bis ins
Kastanienbraune nach. Auch zeigt sich meist eine schöne Zeichnung mit
abwechselnden, verschieden gefärbten Adern, Streifen, Wellen, Flammen, feinen
Jahresringen, seidenartig glänzenden Markstrahlen und als feine Ringe
erscheinenden Poren. Außer den erwähnten Blöcken kommt das Holz auch in Form
von Planken in den Handel, und schließlich gewinnt man noch aus den ästigen
Stammteilen und Auswüchsen schönes Maserholz und das sog. Pyramidenholz, bei
welchem die Flammen sich nach entgegengesetzten Richtungen verbreiten. - Von
anderen als M. bezeichneten Hölzern wird das afrikanische, auch Madeira-M.
oder Kailzedraholz genannte, zu Möbelfurnieren, feinen Kasten für Mikroskope,
Gewichtssätze u. dgl. viel verbraucht. Es stammt von Kaya senegalensis und ist
dem echten Holze noch am ähnlichsten, jedoch härter als dieses. Von
ostindischen Zedreleen wird das sog. Atlasholz mit schönem Seidenglanze
gewonnen, und von Eukalyptusarten das dichte, rote, veilchenartig riechende
neuholländische M. Weißes M. ist das Anakardienholz.
- Makroskopische Merkmale:
- Mit dem bloßen Auge oder unter leichter Lupenvergrößerung (meist 10fach)
sichtbare Kennzeichen des Holzes, z.B. gewisse Strukturmerkmale wie
Jahrringverlauf, Frühholz- und Spätholzanteil, Poren, Holzstrahlen,
Längsparechym, Harzgänge; zu unterscheiden von den mikroskopischen Merkmalen.
- Mann:
- Mann alte Bez. für Verstrebungsfigur
- Mansarddach:
- Das Mansarddach ist ein Knickdach, dessen unterer Teil steiler ist als der
obere. Dadurch läßt sich der Dachraum leichter für Wohnzwecke ausbauen.
- Markflecken:
- Rosabraune und sehr unterschiedlich große Flecken, die nach einem Befall
von Minierfliegen in der rindennahen Wachstumsschicht entstehen; im
Querschnitt meist nierenförmig und bis 2 cm breit, im Längsschnitt bis 10 cm
lang.
- Markröhre:
- Auch Mark gennant. Zentrale Röhre im Stamm innerhalb des ersten Jahrrings,
in Farbe und Struktur vom umgebenden Holz abweichend (wird insbesondere bei
der Sortierung von Profilbrettern mit Schattennutberücksichtigt). Nicht zu
verwechseln mit dem Herz.
href="http://www.holzwurm-page.de.de">www.holzwurm-page.de.de
- Markstrahlen:
- Quer zur Faser verlaufende und auf die Markröhre gerichtete Bänder aus
Speicherzellen. Sie erscheinen auf Querschnitten als feine, oft nur mit der
Lupe erkennbare Linien (\"Strahlen\") und auf dem Radialschnitt als "Spiegel",
teils so breit, daß sie das Holzbild, wie bei den Eichen, wesentlich
beeinflussen.
- Masarde:
- Mansarde ist ein ausgebautes Dachgeschoß, Dachraum
- Maserholz:
- Vom normalen Wuchs durch Faserwirbel abweichende Struktüren; sie ergeben
beim tangentialen Einschnitt oder durch Schälen überwiegend rundliche Formen,
wie z. B. bei Rüster. Maserholz kann in Knollen oder auch in Stämmen
vorkommen.
- Maserwuchs:
- Eine Wuchsanomalie mit stark veränderten Holzstruktüren, kann z.B. zu sehr
dekorativen Furnier-Textüren führen. Entstehung durch gehäuft vorhandene
Präventivknoten ("schlafende Augen"), die immer wieder im Wachstum
unterbrochen und überwallt werden; dadurch entstehen entweder im Wurzelbereich
(Wurzelmaserknollen) oder im Stammbereich (Maserstämme) mehr oder weniger
große beulen- oder knollenartige Auswüchse.
- Massivholz:
- (=Vollholz) Vollholz liegt im Unterschied zu den durch Trennen des Holzes
und erneutes Zusammenfügen mit unterschiedlicher Faserrichtung hergestellten
Holzwerkstoffen - in seiner unveränderten gewachsenen Struktur vor. Vollhölzer
werden als Schnittware (Balken, Bohlen, Bretter, Leisten, Pfähle, Stempel,
Masten oder Schwellen) verwendet.
- Massivholzdielen:
- Massivholzdielen sind durch und durch massiv. Um Fugenbildungen zu
vermeiden, werden diese Dielen genagelt. Es gibt sie fertig behandelt oder
roh. Massivholz kann oft renoviert werden und ist daher lebenslang haltbar und
schön.
- Mauerlatte:
- Kantholz auf Mauerkrone liegend
- Mechanische Spannung:
- Maß für die Beanspruchung eines Körpers durch äußere Kräfte. Zahlenmäßig
die einwirkende Kraft bezogen auf eine Flächeneinheit (siehe auch
Trocknungsspannungen).
- Medium-Density-Fibreboard:
- (mitteldichte Faserplatte)Bei der Herstellung von bautechnischen
MDF-Platten gibt es zwei Verfahren: Das eine ist das als umweltbedenklich
eingestufte Nassverfahren, das andere Herstellungsverfahren ist ein
Trockenprozess, durch den auch die Kronotec MDF hergestellt wird. Dieser
Trockenprozess bringt Plattenwerkstoffe mit guten Festigkeiten für
baustatische Anwendungen hervor. Hochwertige heimische Nadelholzarten, wie
Fichte und Kiefer, werden mittels eines Refiners verfasert und mit geringen
Anteilen an Bindemitteln versehen. Die Fasern werden getrocknet, zu einem
Faserflies gestreut und auf einer Endlospresse schonend unter Hitze und Druck
in bis zu 2,80 m breite Plattenstränge verpresst. Die verwendeten Bindemittel
sind formaldehydfrei und bauökologisch unbedenklich. Die bautechnischen
MDF-Platten sind als diffusionsoffen zu bezeichnen und eignen sich daher
hervorragend im Wandbereich als äußere Beplankung und im Dachbereich als
Dachplatte.
- Mehretagenpresse:
- Veraltete Technologie zur Herstellung von Holzwerkstoffplatten. In
mehreren übereinander geordneten Pressregistern werden Platten mit einem
festgelegten Grundformat unter Hitze und Druck zu Holzwerkstoffplatten
verpresst. Nachteilig ist die enge Formatbegrenzung der Mehretagenpresse.
- Mehrfach-Poren:
- Zwei und mehr in radialer Richtung dicht beieinanderliegende Poren.
- Meißel:
- Flaches Eisen, beidseitig an der Arbeitsseite geschliffen, wird von den
Drehslern Meißel genannt, obwohl seine Form den sonst üblichen Umgang mit dem
Meißel ausschließt.
- Meristem:
- Bildungs- und Teilungsgewebe (Grundgewebe) der Pflanzen. Zu unterscheiden
ist u.a. zwischen dem das Längenwachstum bewirkenden Vegetationskegel an der
Spitze von Sprossen und Wurzeln und dem Verdickungsring (Kambium), der durch
Zellteilung und -abscheidung das Dickenwachstum veranlaßt.
- Messerfurnier:
- Schichtweises Abtrennen (Messern) einzelner dünner Holzblätter (Furniere)
von einem aufgespannten Stamm oder Stammteil durch ein parallel zur
Auflagerebene oder senkrecht zu dieser wirkendes Messer (horizontal oder
vertikal arbeitende Furniermessermaschine).
- Messerrisse:
- Beim Schälen oder Messern von Furnier durch Biegebeanspruchung des
Furnierblattes auf der dem Messer zugekehrten Seite in regelmäßigen Abständen
entstehende feine, sichelförmige Risse (sog. Haarrisse). Die Rißtiefe ist von
der Holzart, der Vorbehandlung, den Schneidbedingungen und der Furnierdicke
abhängig (siehe auch Offene Seite und Geschlossene Seite).
- Metallschrot:
- Schrot: althochdeutsch. Abgeschnittenes, kleines Stück. Kleine
Metallstücke, die durch ihre Kleinheit sich als Schüttgut leicht verdichten
lassen (vergleiche: Schrotpatrone).
- Meterriß:
- Ist der Rohbau fertig und es wird mit dem Innenausbau begonnen, legt man
den Meterriß fest: Im Plan sind zwar alle Einbaumaße enthalten, aber sie
werden immer von der Oberkante des fertigen Fußbodens (OKFF) angegeben - und
der ist noch nicht gelegt. Der Rohfußboden ist aber nicht eben. Nun wird mit
Hilfe eines Nivelliergerätes, einem Lasergerät oder einer Schlauchwaage gnau 1
m OKFF an jeder Tür, jedem Fenster der endgültige Meterriß angegeben, nach dem
sich in Zukunft alle Handwerker richten müssen. Von hier aus können alle Maße
exakt nach dem Plan ausgerechne, alle Geräte, Leitungen usw. eingebaut werden
- Mindestdachneigung:
- Mindestdachneigung ist die unterste Dachneigungsgrenze bei Dachdeckungen,
die nicht unterschritten werden darf. Sie liegt immer unter der
Regeldachneigung.
- Mineralische Einlagerungen:
- Meist nur mit dem Mikroskop erkennbare Teilchen, die häufig aus Kiesel
(SiO2) oder Karbonaten bestehen. Sie sind für bestimmte Arten
charakteristisch, wie z. B. für Kosipo, und können bei der Bearbeitung des
trockenen Holzes die Werkzeuge stärker stumpfen. Vereinzelt können auch grobe,
steinartige Einlagerungen vorkommen und Werkzeuge erheblich beschädigen.
(siehe auch: Kalkflecken, Kernstoffpartikel)
- Mischbestände:
- Bestände aus zwei oder mehr Baumarten (Mischwald). Die vorkommenden
Baumarten haben je nach Häufigkeit und Verteilung Einfluss auf die
ökologischen Verhältnisse.
href="http://www.wald-online.de">www.wald-online.de
- Mischungsverhältnis:
- Verhältnis, in dem die Komponenten von Zwei- und Mehrkomponentenkleber und
eventuelle Füllstoffe miteinander gemischt werden müssen, um das gewünschte
Klebeergebnis zu erhalten
- Mittellage:
- Bei Sperrholz die innere Lage, auf der beidseitig je eine (dreilagiges
Sperrholz), zwei (fünflagiges Sperrholz) oder mehr Lagen symmetrisch
aufgeleimt sind. Die Mittellage kann aus Furnier (Furniersperrholz), aus
Holzstäben (Stab- und Stäbchensperrholz) oder aus einem anderen Werkstoff
(zusammengesetztes Sperrholz) bestehen. Bei mehrschichtigen Spanplatten
spricht man von Mittelschicht.
- Mittelpfette:
- Mittelpfetten finden dann Anwendung, wenn ein Sparrendach aufgrund zu
hoher Spannweiten nicht mehr wirtschaftlich ausgeführt werden kann. Die
Mittelpfette dient dabei als mittlere Unterstützung des Sparrens und aus dem
vorherigen Einfeldträger des Sparrens wird ein Zweifeldträger. Mittelpfetten
werden in Kombination mit Fuß- und in manchen Fällen auch mit Firstpfetten
angeordnet. Mittelpfetten müssen in bestimmten Abständen abgestützt werden und
können als Durchlaufträger oder Gelenkpfette ausgebildet werden.
- Mittelriß:
- Eingedrehte Richtmarke. Im Sprachvergleich bedeutet Riß (Aufriß, Grundriß)
die verbindlichere Form, weil eingekerbt, mit dem Werkzeug gerissen, gegenüber
dem Strich, der ein in der Luft gestrichenes Zeichen ist, also verwischt
werden kann.
- Mittelwald:
- Ist eine Zwischenform von Niederwald und Hochwald. Im Mittelwald kommt
sowohl eine Unterschicht aus Stockausschlägen als auch eine Oberschicht aus
hochgewachsenen Stockausschlägen oder aus Samen erwachsenen Bäumen vor. Die
Oberschicht diente als Bauholz, die stockschlägige Unterschicht der
Brennholznutzung.
href="http://www.wald-online.de">www.wald-online.de
- Mondphasenholz:
- Besonders hochwertiges Holz, das insbesondere in Skandinavien im Winter
zur Zeit der Saftruhe in der letzten Woche vor Neumond geerntet wird.
- Mondringe:
- Jahrringe im Kernholz, deren Farbe und Eigenschaften hinsichtlich der
Verwendung sich kaum von denen des Splintholzes unterscheiden. Tritt vor allem
bei Eiche auf.
- Monokotyledonen:
- Gehören zu der Pflanzengruppe, deren Samen von einer vollkommen
geschlossenen Hülle umgeben sind (bedecktsamige Pflanzen); hierzu zählen neben
den Monokotyledonen (Einkeimblätter, z.B. alle Gräser) die Dikotyledonen
(Zweikeimblätter), worunter wiederum alle Laubholzbäume fallen.
- Montageschaum:
- Mit speziellem Montageschaum (1- oder 2-Komponentenschaum) wird die
Verkeilung der Zarge gesichert. Verwenden Sie nur Montageschaum für Türen und
lesen die Gebrauchsanleitung gut durch. Vorsicht: der Schaum kann bei Kontakt
an den sichtbaren Stellen zu Verfärbungen an Tür und Zarge führen.
- Morsekegel:
- Maschinenteil. Flachkonischer Kegelstumpf, der die Werkzeug, z.B.
Mitnehmer, festhält. Der flachkonische, im flachen Winkel von 1,25°-1,30°
gebildete Kegelstumpf wird auch für angedrehte Kanteln usw. verwendet.
- Morsekonus:
- Maschinenteil. Flachkonischer Kegelstumpf, der die Werkzeug, z.B.
Mitnehmer, festhält. Der flachkonische, im flachen Winkel von 1,25°-1,30°
gebildete Kegelstumpf wird auch für angedrehte Kanteln usw. verwendet.
- Mosaikparkett:
- Mosaikparkett ist eine Variante des Fertigparketts. Es ist ca. 8 mm stark
und kennzeichnet sich durch sein Würfelmuster aus.
- Musterböden:
- Musterböden sind Designer- oder klassische Schloßböden mit interessanter
Gestaltung.
- Mykorrhiza:
- Sind Wurzelpilze, die mit den höheren Pflanzen in Symbiose leben. Die mit
dem Wurzelsystem verwachsenen Pilze übernehmen dabei teilweise oder in
Einzelfälle fast vollständig die Wurzelfunktionen, indem sie die Pflanzen mit
Wasser und Nährstoffen versorgen (insbesondere mit Stickstoff und Phosphat)
und dafür organische Stoffe (Kohlenhydrate) erhalten.
- Myzel:
- Die Gesamtheit der Hyphen (Pilzfäden), die teils einzeln, teils zu
Strängen verflochten das Substrat (Holz) durchziehen. Bei flächenförmiger,
filziger Ausbreitung des Myzels spricht man von Myzelflächen, bei nur
lockerer, watteartiger Verflechtung der zarten Lufthyphen von Myzelwatte;
beide Oberflächenmyzelbildungen sind häufig mit bloßem Auge gut erkennbar.
- Mönch:
- (Nonne) Dachziegel ohne Verfalzung; dies sind zwei zusammengehörige
konisch geformte Hohlziegel, wobei der Nonnenziegel größer ist; wenig geeignet
sind diese Ziegel für rauhes Feuchtklima, da sie eine stark profilierte
Dachfläche abgeben
- Mörtelunterfugte Schwelle:
- Das Fußrähm von Außenwand und Innenwand im Erdgeschossbereich wird mit
Mörtel der Mörtelgruppe 2 unterfugt. Dieses erfolgt zur Vermeidung von
kapillaren Feuchtewanderungen und ungleichmäßigen Setzungen.
N
- Nachgeschnittenes Holz:
- Nach dem Trocknungsprozeß nochmals geschnittenes Holz.
- Nachhaltigkeit:
- Bezeichnung für die ständige und optimale Erfüllung der Nutz-, Schutz- und
Erholungsfunktion der Wälder. Bezogen auf die Holzernte bedeutet das Prinzip
der Nachhaltigkeit, dass nie mehr Holz eingeschlagen wird als nachwächst.
Dadurch wird auch die Versorgung künftiger Generationen gesichert.
- Nackte Bitumenbahnen:
- Nackte Bitumenbahnen dies sind Rohfilzpappen, welche in
-->Destillationsbitumen oder auch in Naturasphalt getränkt wurden, diese
alleine haben keine dichtende Wirkung, sondern dienen nur als Träger für
Dichtungsbeschichtungen aus Bitumen
- Nadelholz:
- Von nadeltragenden Koniferen (Nadelbäume) aus der botanischen Gruppe der
Gymnospermen erzeugtes Holz. Bei ihnen fehlen die für Laubholz typischen
Gefäße (Poren).
- Narbe:
- Einpressungen von Mitnehmern, Dornen, Schraubenlöcheren usw., die beim
Einspannen an die Drehbank entstehen.
- Nase:
- Nase schmückende Vorsprünge im Fachwerk
- Nassklebezeit:
- Zeitspanne, innerhalb der eine Nassverklebung möglich ist
- Naturharz:
- Zähflüssiger Aussscheidungsstoff von Nadelbäumen, welcher als Grundstoff
für Klebstoffe, Lacke und Kitte verwendet wird
- Naturharze:
- Die in den Harzgängen (Harzkanälen) zahlreicher Nadelhölzer gebildete
Substanz; auch in Form von Harzansammlungen, wie z.B. in Taschen, Adern,
Narben, aber auch bei Baumverletzungen auftretend.
- Naturverjüngung:
- Begründung des Waldes aus den Samen des bestehenden Bestandes oder
vegetative Vermehrung, z. B. durch Stockausschläge oder Wurzelbrut.
- Nenngröße:
- Abmessung zur Angabe der geplanten Größe eines Bauteiles oder eines
Gebäudeteiles
- Nennmaß:
- Die z.B. beim Verkauf angegebenen Abmessungen des Schnittholzes; im
Nennmaß sind Sägeungenauigkeiten, Änderungen des Feuchtegehaltes und weitere
Bearbeitungsstufen wie z.B. Hobeln noch nicht berücksichtigt (siehe auch
Sollmaß).
- Niederwald:
- Aus Stockausschlag oder Wurzelbrut entstandener Waldbestand. Niederwälder
wurden früher in sehr kurzen Umtriebszeiten meist zur Gerbrindengewinnung oder
Brennholzerzeugung bewirtschaftet.
- Niedrigenergiehaus:
- Eine amtliche Definition gibt es nicht, denn ein Niedrigenergiehaus
beschreibt keine bestimmte Bauform oder Bauweise, sondern eher einen
Verbrauchsstandard. Als Bezugsgröße wird im allgemeinen der jährliche
Heizwärmebedarf, bezogen auf einen Quadratmeter, gewählt. Ein
Niedrigenergiehaus braucht für die Raumheizung 30-70 kWh pro m2 und pro Jahr.
Das entspricht 3-7 l Heizöl.
- Nijmoholz:
- (Njimoholz) wird aus den Hinterländern von Kamerun teils in Form spärlich
mit Rinde bedeckter Scheiben, teils in gleichmäßig berindeten
Wurzelabschnitten eingeführt, die beide im Innern eine schöne gelbe Farbe
sowie bisweilen rötliche Flecken zeigen und einen gelben alkoholischen Auszug
mit lebhaft grüner Fluoreszenz liefern. Das Holz besitzt einen eigentümlichen
Moschusgeruch und stammt wahrscheinlich von demselben Baume, welcher die
Donndackerinde liefert.
- Nodus:
- (lat.) Knoten. Wird für Formen im Ablauf einer Gestalt gebraucht.
- Nonne:
- (Mönch)Dachziegel ohne Verfalzung; dies sind zwei zusammengehörige konisch
geformte Hohlziegel, wobei der Nonnenziegel größer ist; wenig geeignet sind
diese Ziegel für rauhes Feuchtklima, da sie eine stark profilierte Dachfläche
abgeben.
- Nutverbindung:
- siehe gespundetes Holz
- Nutzschicht:
- Die Nutzschicht wird bei jedem Fertigparkett angegeben. Sie gibt letzlich
an, wie oft ein Parkett renovierfähig ist, d.h. sie sagt etwas über die
Lebensdauer des Parketts aus.
- Nußbaumholz:
- (Walnußbaumholz, frz. Bois de noyer, engl. Wood of nut-tree), das Holz von
Juglans regia (vgl. Nüsse), bildet ein sehr beliebtes und wertvolles Nutzholz
für die Möbeltischlerei. Es ist dunkelbraun, oft schwärzlich geadert und
besitzt sehr charakteristische lange Poren, die jedoch nicht so groß sind, wie
die des Eichenholzes. Das sehr feste und dauerhafte Holz nimmt eine sehr
schöne Politur an und wird zu Bildschnitzereien und Drechslerarbeiten,
Gewehrschäften und Furnieren verwandt. Auch die Knorren, Wurzelstöcke und
Auswüchse sind wegen ihrer schönen Maserung sehr gesucht. Man unterscheidet im
Handel italienisches, schweizerisches, rheinisches und böhmisches N. Das Holz
junger Bäumchen ist noch weiß, aber sehr zäh und biegsam und wird daher zu
Peitschenstielen verarbeitet. Als nordamerikanisches N. wird meist das
Hickoryholz bezeichnet, jedoch kommt unter gleichem Namen auch das Holz einer
anderen Nußbaumart, Juglans nigra, zu uns, das im Bau dem europäischen ähnlich
und von gleichmäßig brauner Farbe ist.
- Nägel:
- Unterschieden wird zwischen Nägel mit glattem Schaft und Nägel mit
profiliertem Schaft (Sondernägel). Zu den Sondernägeln gehören Schraubnägel
und Rillennägel. Sie werden in die Tragfähigkeitsklassen I bis III aufgeteilt.
Schraubnägel, wie Sparrennägel, werden vorzugsweise für Holz-Holz und
Holz-Holzwerkstoffverbindungen eingesetzt. Rillennägel werden zur Verbindung
von Holz-Stahlblechverbindungen eingesetzt. Nägel können ständig auf Abscheren
und kurzfristig auf Herausziehen beansprucht werden. Bei
Anschlusskonstruktionen mit Nägeln sind die Randabstände zu beachten. Bei
Einsatz in korrosionsgefährdeten Bereichen sind verzinkte Nägel zu verwenden.
- Nährstoffe:
- Zehn Elemente sind nötig, damit eine Pflanze gedeihen kann: Vor allem
Kohlenstoff (C) , Sauerstoff (O), Wasserstoff (H), Stickstoff (N), Phosphor
(P) und Schwefel (S), sowie Kalium (K), Kalzium (Ca), Magnesium (Mg) und Eisen
(Fe). Wenn nur eines dieser sog. Makroelemente fehlt, ist das notwendige
Verhältnis der Nährstoffe gestört und es kommt zu Mangelerscheinungen, die im
Extremfall zu Erkrankungen führen. Zusätzlich benötigt die Pflanze eine Reihe
von Mikroelementen (Spurenelemente, in Form von Ionen) wie z. B. Mangan (Mn),
Zinn (Zn), Kobalt (Co), Kupfer (Cu) sowie Natrium. Makro- und Mikroelemente
außer Kohlenstoff werden von der Pflanze mit den Wurzeln aufgenommen:-H und O
als Wasser, -N als Nitrat- oder Ammonium-Ion,-S und P als Sulfat- und
Phosphationen, -K, Mg, Da, Fe und die meisten Mikronährelemte als Kationen.
O
- Obelisk:
- Spitzsäule
- Oberflächenrisse:
- Auch Außen- oder Haarrisse genannt, faserparalleles Aufreißen des Holzes
in den Außenbereichen infolge zu scharfer Trocknung; Oberflächenrisse als
Gütemerkmal dürfen höchstens 1/10 der Holzdicke, bei Holzdicken bis 50 mm
maximal 5 mm erreichen.
- Obholz:
- Aufholz bei der Sparrenklaue oder anderst das Maß von oberkante Holz bis
zur tiefsten Stelle einer Klaue
- Ochsenauge:
- runde oder ovale öffnung im Dach
- Offene Seite:
- Schäl- und Messerfurniere besitzen eine offene und eine geschlossene
Seite; die offene Seite liegt bei der Herstellung am Messer an und weist im
allgemeinen bogenförmig in das Furnier hineinreichende Risse auf (siehe auch
Geschlossene Seite).
- Offene Wartezeit:
- siehe Wartezeit
- Offene Zeit:
- Zeitspanne eines Kontaktklebers, innerhalb der die scheinbar trockenen
Klebstoffschichten noch miteinander verbunden werden können
- OKRF:
- OKRF ist die Abkürzung für "Oberkante Rohfußboden". OKRF plus
Fußbodenaufbau (Dämmung, Estrich, Belag) ergibt OKFF (Oberkante
Fertigfußboden). Die Höhenangabe (Koten) des Rohfußbodens ist für die
Ausführung des Rohbaus maßgebend
- Optische Mitte:
- Da die Bewertung der Mitte auf der Senkrechten nicht die rechnerische
richtige Mitte trifft, unterscheidet man zwischen der exakten geometrischen
und der vom Standort und Objekt abhängigen "optischen Mitte". Sie liegt in der
Regel über der geometrischen.
- Ort:
- Dachbegrenzung, allg. für Spitze, Ecke, Ende
- Ortbalken:
- Ortbalken liegt neben dem Mauerwerk
- Ortgang:
- Form der Giebelausbildung am Dach.
- Osageholz:
- (Osagen-Orange) ist mit Gelbholz (s. d.) von Morus tinctoria oder Maclura
aurantiaca identisch und führt seinen Namen nach dem Indianerstamm der Osagen,
die aus dem elastischen Holze Bogen herstellten.
- OSB:
- OSB steht für Oriented Strand Board. Die OSB-Platte besteht aus einem
Dreischichtaufbau aus Schälspänen, die im Englischen "Strands" genannt werden.
Diese Späne werden in drei Schichten um 90° versetzt zueinander gestreut,
daher die Bezeichnung "Oriented". Mit Leimharzen benetzt werden diese
Schälspäne unter Druck und Temperatur zu Plattenwerkstoffen verpresst. Die
Schälspäne bestehen überwiegend aus Kiefernholz und haben eine Länge von 10
bis 15 cm und eine Breite von ca. 2 bis 3 cm. KRONOPLY OSB-Platten bestehen zu
95 % aus Kiefernholz und 5 % Leimanteilen.
- Oszillierend:
- Schwankend, pendelnd, hier: auf- und niedergehende Führung des
Schleifbandes.
- Overlay:
- Farblose, hochwertige Melaminharzfilme als Schutz für darunterliegende
Dekorfilme (siehe auch Beschichtungswerkstoffe).
- Ölbaumholz:
- (Olivenholz), das Holz des Ölbaums, Olea europaea, ein sehr dichtes und
festes, fast strukturlos erscheinendes Nutzholz, besitzt eine gelbliche Farbe,
erscheint im Kern braun gewässert und geflammt und ist dem Wurmstich und der
Fäulnis nicht unterworfen. Es nimmt eine sehr schöne Politur an und ist daher
für die Drechslerei und Kunsttischlerei sehr gesucht.
- Ölfarben:
- Zum Verarbeiten fertige Ölfarben werden sowohl für Künstler als auch zu
gewöhnlichen Firnis- und Lackanstrichen auf Holz und Metall in den Handel
gebracht. Die feinen Ö. finden sich zuweilen noch in Tierblase zu kleinen
Beuteln eingebunden, die beim Gebrauch mit einer Nadel angestochen werden und
durch das kleine Loch für den jeweiligen Bedarf Ö. austreten lassen.
Zweckmäßiger aber sind kleine zusammendrückbare Hülsen von Zinnfolie, sog.
Zinntuben, aus deren Halsöffnung die Farbe hinausgedrückt wird und die beim
Nichtgebrauch durch ein Schraubendeckelchen geschlossen werden. - Für
Anstreicher sind alle gebräuchlichen Erd- und Mineralfarben in Öl oder Firnis
vorrätig. Sie werden auf Maschinen zur Konsistenz eines steifen Breies
zusammengerieben und in hölzernen Fäßchen, die nach oben enger zulaufen, mit
etwas Wasser bedeckt, verkauft.
P
- Palisade:
- Pfähle nebeneinandergereit als Holzwand
- Pappelholz:
- das Holz der verschiedenen Arten von Pappeln. 1. Das hellfarbige Holz der
Schwarzpappel, Populus nigra, ist sehr weich, fast schwammig und fasert leicht
beim Bearbeiten, ist aber dem Reißen und Werfen wenig unterworfen. 2. Das Holz
der Silberpappel oder Weißpappel, Populus alba, st ziemlich hellfarbig,
bisweilen gelb geflammt und geadert, zäh, ziemlich spaltbar und sehr leicht,
und wird zu Drechsler- und Tischlerarbeiten benutzt. 3. Das häufig ins
Bräunliche spielende Holz der Zitterpappel, Populus tremula, ist zäh und
dicht, ziemlich fest und gut spaltbar, wirft sich wenig und läßt sich gut und
glatt bearbeiten. Es dient zu Schnitzereien und Tischlerarbeiten. 4. Das Holz
der italienischen oder Chausseepappel, Populus pyramidalis, ist
hellgelblichweiß, weich, eicht, zäh und schwerspaltig, wirft sich nicht,
bekommt keine Risse, steht im Trocknen gut, aber weniger im Nassen, und wird
zur Herstellung von Modellen, als Blindholz für Furtnierarbeiten und zum
Wagenbau benutzt. 5. Das Holz der kanadischen Pappel, Populus canadensis, ist
ziemlich weiß, im Alter nach dem Kern hin bräunlich und wie das
Zitterpappelholz verwendbar. Die Ruten der italienischen Pappel eignen sich
ausgezeichnet zu Flechtwerk, Zäunen und Faschinen.
- Parallele Kehlbalkenlage:
- Parallel zu Mittelpfetten angeordnete Kehlbalkenlage, die sich
hervorragend zur Vorelementierung eignet.
- Parenchymzellen:
- Zellen mit Hauptfunktion, Nähr- und Aufbaustoffe zu speichern und bei
Bedarf wieder abzugeben. Die Zellwände sind zur Erhöhung der Durchlässigkeit
nach allen Seiten durchlöchert (siehe auch Tüpfel).
- Parkett:
- Parkett ist lt. DIN Norm ein Holzfußboden ab 2 mm Nutzschicht.
- Passbolzen:
- Passbolzen sind Schrauben, die wie Stabdübel eingesetzt werden. Stabdübel
und Passbolzen sind im Gegensatz zu tragenden Bolzenverbindungen
uneingeschränkt einsetzbar.
- PEFC:
- Abkürzung für Pan-Europäische Forst Zertifizierung. Gütesiegel für Holz
aus nachhaltiger Forstwirtschaft in Europa und speziell in Deutschland. Die
PEFC prüft allerdings keine Einzelbetriebe, sondern Waldregionen, deren
Besitzer dutzende kleiner Forstbetriebe sein können.
- Performanceprüfung:
- Bei der Performanceprüfung handelt es sich um eine
Gebrauchstauglichkeitsprüfung von Holzwerkstoffen in der Bauteilanwendung. Im
Gegensatz zur reinen Werkstoffprüfung orientiert sich die Performanceprüfung
an der Gebrauchstauglichkeit des Bauteils. In Performanceprüfungen werden
Flächen, Wand und Dachbauteile auf ihre Schlagstoßfestigkeit und auf ihre
Gesamtstabilität auch unter Berücksichtigung von Nut- und Federverbindungen
getestet. In Deutschland ist als Vornorm die prEN 12871 vorgesehen.
- Pfannenstecher:
- Langer Abstechstahl mit zur Schneide hin gebrogene Form, in der Länge nach
unten schmaler geschmiedet. Die Bahn ist blank geschliffen oder leicht
geflutet.
- Pfettendach:
- Das Pfettendach besteht aus Unterzügen, die Pfetten genannt werden, und
aus Sparren, die auf den Pfetten aufliegen und die Dachhaut tragen. Als
Pfetten werden Fuß- und Mittelpfetten unterschieden, die in bestimmten
Abständen (etwas 4 bis 5 m) auf Spitzen aufliegen.
- Pflaumenbaumholz:
- (Zwetschenbaumholz) von Prunus domestica ist sehr dicht, von feinem Korn
und dunkelrötlichbrauner Farbe und gegen den Kern hin mehr oder weniger mit
braunroten und violettroten Adern und Flammen geziert. Es wird von Tischlern
und Drechslern benutzt und mit Vorliebe zu Faßhähnen und den billigeren
Holzblasinstrumenten verarbeitet.
- Phenolharze:
- PF-Harze sind synthetische, härtbare Kunstharzklebstoffe, die gelegentlich
auch Phenoplaste oder Phenoplastleime bezeichnet werden. Phenolharze gehören
zur Gruppe der Phenolplaste und damit zu den irreversibel aushärtenden,
duroplastischen Klebstoffen. Phenolharze werden in der Holzwerkstofindustrie
z.B. zur Verleimung der Deckschichten von Kronoply OSB/3 eingesetzt.
Klebverbindungen mit Phenolharzen sind beständig gegen hohe und wechselnde
Feuchte- und Temperaturbeanspruchung, gegen viele Chemikalien und
Holzschutzmittel. Die technische Herstellung der Phenolharze erfolgt
überwiegend auf synthetischen Wege aus verschiedenen Benzolderivaten.
- Phenoplaste:
- Sammelbezeichnung für alle Phenol- und Kresolharze sowie für Phenol- und
Resorcin - Formaldehydharze.
- Pholem:
- siehe Rinde
- Pilze:
- Pilze befallen nur feuchtes Holz ab einer Feuchte von u = 18 bis 20 %.
Ausgeschlossen ist ein Pilzbefall bei vollständiger Durchfeuchtung oder
konstanter Trockenheit. Wichtig ist die Unterscheidung in Bläuepilze,
Moderfäulepilze und in holzzerstörende Pilze. Holzzerstörende Pilze sind in
erster Linie die Braunfäule, die Weißfäule, die Weißlochfäule und die
Moderfäule. Blaue Pilze befallen bevorzugt Nadelholz. Sie sind lediglich
holzverfärbende Pilze und haben keinen Einfluss auf die Festigkeit des Holzes.
- Pinole:
- (ital.) Pinienkern. In der Längsrichtung verschiebbares Gegenlager zur
Drehspindel im Reitstock. Dient der Aufnahme von (mitlaufender)Körnerspitze
oder Bohr- und Senkwerkzeugen.
- Pionierbaumarten:
- Die ersten Baumarten, die sich auf Freiflächen ansiedeln. Sie sind
lichtliebend und widerstandsfähig gegen natürliche Umwelteinflüsse wie Hitze,
Trockenheit oder Frost. Sie besitzen besonders leichte und flugfähige Samen,
z. B. Birke, Aspe, Kiefer, Erle und Weide.
- Planke:
- Bezeichnung für Bohlen, die konstruktiv eingesetzt werden können - z.B.
für Bootsstege.
- Plattenstahl:
- Schlichtstahl. Ein flaches (plattes) Dreheisen, das nur vorn einseitig im
stumpfen Winkel geschliffen ist. Gelegendlich wird die Schneide auch vorn
seitlich im Winkel von 85° angeschliffen, um damit Böden auch am seitlichen
Anschluß sauber "schlichten" zu können.
- Plattenstoßstütze:
- Die Stütze, auf der die Platten gestoßen werden, wird Plattenstoßstütze
genannt. Bei der Plattenstoßstütze muss der Schubfluss aus der Scheibenwirkung
der Wandbeplankung sowie die anfallenden Vertikallasten nachgewiesen werden.
Es ist besonders auf die Verbindungsmittelrandabstände und den
Verbindungsmittelabstand untereinander zu achten
- Plenterwald:
- Im Gegensatz zum Altersklassenwald, in dem die einzelnen Altersstufen
räumlich getrennt sind, stehen in einem Plenterwald Bäume aller
Entwicklungsstufen auf kleinster Fläche nebeneinander. Die Verjüngung findet
permanent statt. Eingriffe dienen stets der Verjüngung, Erziehung und Ernte
gleichzeitig.
- PMDI-Verleimung:
- PMDI-Verleimung: Polymere Diphenylmethandiisocyanate, wird zur Herstellung
der Kronoply-OSB/4 verwandt und garantiert eine formaldehydfrei verklebte
OSB-Platte. Der Emissionswert liegt bei ca. 0,01 ppm. PMDI wird bei Kronoply
OSB/3 in der Mittelschicht verwendet. Es entstehen zwischen Holz und Klebstoff
echte chemische Bindungen, durch diese Verbindung der Holzpartikel erhält man
mechanisch festere Bindungen mit guter Feuchtebeständigkeit. Bezogen auf die
gleiche Menge eingesetzten Klebstoffes erzielt man im Vergleich zu den mit
Phenolharz verleimten Platten die dreifache Festigkeit.
- Polymere:
- Makromoleküle, die als Basisstoff in Klebstoffen die Kohäsion bewirken
- Polymerisation:
- Bei der Polymerisation verbinden sich kleine Moleküle (Monomere) zu
Riesenmolekülen (Polymere), ohne ihre Zusammensetzung dabei wesentlich zu
ändern
- Polystyrol:
- Polystyrol (PS) ist ein Schaumkunststoff, der entweder als
"Partikelschaum" oder als "Extruderschaum" hergestellt und verwendet wird.
Geregelt werden Schaumkunststoffe in der DIN 18164. Beide Produkte können als
Wärmedämmstoffe nicht druckbelastet (W), druck
| |