Glossar. Glossar Baum Verarbeitung. Produktionsfachwörter und die Ausdrücke. Holz Betrieb
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Glossar Baum Verarbeitung

GLOSSAR: A - H GLOSSAR: I - Z

I


Immission:

Beschreibt den Prozeß der Zufuhr von umweltschädlichen Stoffen. Es ist die Einwirkung der Emission, also emittierter Schadstoffe auf Mensch, Tier und Pflanzen, nachdem in Luft, Wasser und/oder Boden die Schadstoffausbreitung erfolgte. Hier sind chemische und physikalische Änderungen möglich.

Indikator:

Stoff, der durch Farbwechsel eine chemische Reaktion anzeigt

Inhaltsstoffe:

In den Zellen des Kernholzes, besonders in den Poren vorkommende Substanzen; sie sind z.B. dunkelfarbig in Khaya, hellfarbig in Azobe oder hell und dunkelfarbig in Merbau. Sie sind weich und stumpfen keine Werkzeuge.

Inhaltsstoffe:

In den Zellen des Kernholzes, besonders in den Poren vorkommende Substanzen; sie sind z.B. dunkelfarbig in Khaya, hellfarbig in Azobe oder hell und dunkelfarbig in Merbau. Sie sind weich und stumpfen keine Werkzeuge (siehe auch: Mineralische Einlagerungen).

Innenausbau:

Bauteile, die in Gebäuden nur dem Raumklima ausgesetzt oder verwendet werden, wo die Holzfeuchte unter der für eine Pilzentwicklung notwendigen Höhe liegt

Insekten:

Insekten befallen entweder nur ganz frisches oder nur trockenes Holz. Der Angriff von Insekten kann durch vorherigen Befall von Pilzen begünstigt werden. Unterschieden wird zwischen Frischholzinsekten, namentlich Borkenkäfer und Holzwespe, sowie Trockenholzinsekten, zu denen der Hausbock gehört. Der Hausbockkäfer wird im Volksmund auch Holzbock oder großer Holzwurm genannt. Weiterhin gibt es Meerwasserschädlinge, wie den Schiffsbohrwurm oder die Schiffsbohrmuschel und in den Tropen und Subtropen die Termiten.

Integrierter Pflanzenschutz:

Kombination von biologischen, technischen, chemischen und physikalischen Maßnahmen mit dem Ziel, chemische Pflanzenschutzmittel nur im Notfall dosiert einzusetzen und dabei Nützlinge möglichst zu schonen.

Isotrop:

Siehe Anisotrop

Itikirriburra-Balliholz:

ein in Guyana vorkommendes hartes Holz unbekannter Abstammung, ist im Kern dunkelbraun und tigerartig gefleckt und eignet sich für die Kunsttischlerei.

J


Jahrring:

Das ist während eines Jahres vom Baum erzeugte Holzmasse, die in der Regel im anatomischen Bau unterschiedlichen Zonen besteht: aus dem zuerst gebildeten weicheren Frühholz und den schwereren, härteren und später gebildeten Spätholz. Der Jahrring erscheint am Querschnitt als Ring.

Jakarandaholz:

(Zuckertannenholz, Polisander, Polyxanderholz), eine dichte und schwere, namentlich zu Furnieren wie auch Drechslerarbeiten viel gebrauchte amerikanische Holzart, stammt hauptsächlich von der Bignoniazee Jacaranda brasiliens, wahrscheinlich aber auch noch von verschiedenen anderen Bäumen. Das rotbraune oder schwärzliche, von helleren und dunkleren roten Adern durchzogene und sehr politurfähige Holz kommt aus den trockenen Wäldern des inneren Brasilien, teils in Stämmen oder Blöcken, von denen der weiße, ziemlich dicke Splint abgehauen ist, teils in Scheiten und zu Bohlen geschnitten in den Handel. Je nach Färbung und Zeichnung unterscheidet man gegen zehn verschiedene Sorten, von denen diejenigen, welche neben vielen Schattenpartien auch schöne lichte Stellen zeigen, am höchsten geschätzt werden. Das beste J. wird über Rio de Janeiro, eine zweite Sorte über Bahia ausgeführt, während ein helleres ostindisches Vorkommen als geringwertiger gilt.

Janebo-Hakenplatte:

Janebo-Hakenplatten dienen zur Lastabtragung bei Neben-/ Hauptträgerkonstruktionen in Brettschicht-, und Nadelholz. Bei Hauptträgeranschlüsse werden die Widerlagerformteile über Sondernägel an den Hauptträger, die Hakenplatten über Stabdübel an den Nebenträger angeschlossen. Die Hakenplatten werden mittig in die eingeschlitzten Köpfe der Nebenträger eingelassen und in die Widerlager-Formteile eingehakt. Die Anschlüsse können Querkräfte und Normalkräfte übertragen.

Japanlack:

(Urushi), der Rohstoff für die berühmten japanischen Lackarbeiten (s. lackierte Waren) besteht aus dem gereinigten Milchsafte des giftigen Lackbaumes oder Firnissumachs, Rhus vernicifera, der in hervorragender Beschaffenheit aus den Gegenden Yoshino und Aidzu geliefert wird. Der unter dem Einflusse eines Enzyms (Lakkase) zu einer zähen, süßlich riechenden Masse eingetrocknete Milchsaft hat ein spez. Gew. von 1,0020 - 1,0369 und enthält neben 10 - 34 % Wasser, 1,7 - 3,5 % Stickstoffsubstanz und 3,0 - 6,5 % Gummi ungefähr 60 bis 85 % einer Verbindung von der Formel C14H18O2, die von einigen als eine Säure (Urushinsäure), von Tschirch als ein Harz (Urushin), von Miyama als ein Phenol (Urushiol) angesehen wird. Außerdem sind noch geringe Mengen einer flüchtigen Säure zugegen, die als Ursache der sog. Lackkrankheit gilt, eines eigentümlichen Hautausschlages, der die Arbeiter bei unvorsichtigem Hantieren mit dem feuchten Lack befällt.

Japanwachs:

(lat. Cera japonica, frz. Cire de Japon, engl. Japan wax), richtiger Japantalg genannt, findet sich in den Früchten einiger japanischer und kalifornischer Sumacharten, namentlich Rhus succedanea, und wird in Form harter, viereckiger Tafeln von hellgelber bis grünlicher Farbe und muscheligem Bruch in den Handel gebracht. In chemischer Hinsicht besteht J. aus den Glyzeriden verschiedener Fettsäuren, besonders Palmitin- und Japansäure, enthält auch freie Palmitinsäure, hingegen keine Stearinsäure, und ist also kein eigentliches Wachs, sondern ein Fett. Es dient als Ersatz des Bienenwachses zur Herstellung von Kerzen und zur Verfälschung von Wachs.

Jarrahholz:

Das von einer australischen Eukalyptusart stammende Holz, findet zu Pflasterungszwecken und für Eisenbahnschwellen vielfache Anwendung, kann hingegen als Ersatz des Mahagoniholzes, von dem es auch äußerlich verschieden ist, in der feinen Möbeltischlerei nicht mit Vorteil benutzt werden. Es ist deshalb neuerdings von der Zollbehandlung als Mahagoniholz ausgeschlossen und unter die allgemeine Gruppe der Nutzhölzer eingereiht worden.

Joch:

Konstruktion aus Pfählen um etwas abzustützen.

Judenholz:

(Judenbaumholz, Cercisholz), das grüne, schwarzgeaderte Holz eines in den Mittelmeerländern wachsenden Baumes, Cercis siliquastrum, dient zu Tischlerarbeiten und Furnieren. Cercis canadensis in Kanada liefert ebenfalls ein vortreffliches Nutzholz.

Jungbestandspflege:

Pflege von gesicherten Kultüren und Dickungen bis zum Eintritt ins Stangenholzalter. In der ersten Phase geht es vor allem darum, verdämmende Konkurrenzpflanzen zurückzudrängen, später muss bereits eine Standraumregulierung durch Aushieb schlechtwüchsiger oder kranker Bäume erfolgen.

Juveniles Holz:

Das im Zentrum des Stammes, in unmittelbarer Nähe der Markröhre, gebildete Holz (nicht zu verwechseln mit der Markröhre oder dem Mark selbst). Gekennzeichnet durch breite Jahrringe mit annormalen Eigenschaften. Kommt bei Laub- und Nadelholz vor und im ungünstigsten Fall bis zu 10 Jahrringe erfassen.

K


k-Wert:

Maß für den Wärmeverlust

Kahlflächen:

Durch Einschlag aller Bäume entstehen im Wald Kahlflächen. Nach dem Landeswaldgesetz dürfen Kahlhiebe bei Laubbäumen erst ab Alter 70 und bei Nadelbäumen ab 50 Jahren vorgenommen werden. Kahlflächen müssen innerhalb von 3 Jahren wieder bestockt werden.

Kakaralliholz:

Ein schweres, hartes Holz, mit festem, dichtem Kern von Lecythis ollaria in Englisch-Guyana, ist ein vortreffliches Bauholz, namentlich zu Wasserbauten und zum Schiffsbau, da es dem Meerwasser sehr gut widersteht.

Kaktusholz:

Das Holz des gemeinen Kaktus, Opuntia vulgaris, besteht aus zahlreichen dünnen Lagen oder Blättern, deren Gefäßbündel zu einem weitmaschigen Netzte vereinigt sind. Diese Blätter werden aus Algier nach Frankreich eingeführt und dort unter dem Namen Bois de dentelle zu feinen Arbeiten, z. B. zum Auslegen von Kästchen, Visitenkartenhaltern u. dgl. verarbeitet. Man kann das K. mit Chlorkalk bleichen, beliebig färben und, nachdem es in Wasser gelegen, auch biegen.

Kalkflecken:

Meist graue oder fast weiße Flecken, die im Kernholz durch Zellen mit hellfarbigen, meist nicht-mineralischen Inhalten entstehen, wie z.B. in Afromosia, und bei Furnierhölzern als Fehler gelten.

Kaltdach:

Bei einem Kaltdach befindet sich die Dämmschicht zwischen der Tragkonstruktion. Dieser Aufbau wird häufig als zweischalige, hinterlüftete Version ausgeführt. Ein Beispiel wäre eine Deckenkonstruktion eines Flachdaches mit einer Balkenlage. Die Dämmschicht befindet sich hier zwischen den Balken. Darüber eine Hohlschicht für die Belüftung, dann die abdichtende Dachhaut.

Kaltkleber:

Klebstoffe, deren Aushärttemperatur bei Raumtemperatur (20°C) liegt

Kambium:

Die dünne Schicht aus lebenden, meristematischen (sich vermehrenden) Zellen zwischen Rinde (Pholem) und Holz (Xylem), die durch ständige Teilung nach außen neue Rindenzellen und nach innen neue Holzzellen bilden. Sie bewirken das Dickenwachstum verholzender Pflanzen.

Kamholz:

(Angolaholz, engl. Cam-wood), eine dem Sandelholz ähnliche, von Baphia nitida abstammende Sorte Rotholz erhält man aus Sierra Leone und Berbice in viereckigen Blöcken, die frisch gespalten fast farblos sind, an der Luft aber bald dunkelrot werden. Eine andere, unter dem Namen Cam-wood gehende Sorte stammt von einer Thespesiaart und wird auch Gabonholz genannt.

Kamm:

Holzverbindung / Doppel-, Kreuz-, Schwalbenschwanz-, Eckkamm

Kammacher:

Handwerkliche Sonderqualifikation. Aus Horn -auch Schildpatt- werden im Spiralschnitt Rohlinge geschnitten, das Thermoplastische Material gerade gerichtet und die Kammzinken gesägt.

Kammertrocknung:

technische Trocknung von Frischholz

Kanneluren:

(sumer., babylon., grieh., lat.) Senkrechte Rillen. Hohlkehlen an einem Säulenschaft.

Kannelüren:

(sumer., babylon., grieh., lat.) Senkrechte Rillen. Hohlkehlen an einem Säulenschaft.

Kantel:

Zuschnitt von quadratischem Querschnitt beliebiger Länge. Nicht zu verwechseln mit Kanthölzern, die vom Stamm für Bauaufgaben geschnitten werden, z.B. Halb-, Kreuzhölzer.

Kantholz:

Schnittholz von quadratischem oder rechteckigem Querschnitt mit einer Seitenlänge von mindestens 60 mm; die größte Querschnittsseite ist höchstens dreimal so groß wie die kleine. (Ist die größere Querschnittsseite mindestens 200 mm breit, so spricht man von Balken.)

Karnies:

Ein S-förmiges Profil, das auch bei ungleicher Bogenform so bezeichnet wird.

Kastanienholz:

Das gelblichbraune, dunkelschattierte Holz der echten Kastanie, ist dem Eichenholz etwas ähnlich, aber oft rissig. Es schwindet und quillt nicht, nimmt eine schöne Politur an und wird als wertvolles Nutzholz verwendet. Besonders gut eignet es sich zu Faßstäben für Weinfässer, die von Italien nach Frankreich und England ausgeführt werden. In Oberitalien wird viel K. als Schlag- oder Unterholz gezogen, da das hierbei erhaltene Stangenholz sehr geeignet zu Hopfenanlagen und Weinpfählen ist.

Katalysator:

Stoff, der eine chemische Reaktion auslöst ohne sich selbst dabei zu verändern.

Kehlbalken:

Konstruktionsteil, horizontal zur Dachaussteifung und als Zwischendeckenebene

Kehlbalkendach:

Dachkonstruktion bei der die Kehlbalken eine tragende Funktion ausüben, die Sparren sind am First mit einer Fistbohle verbunden

Kehlbalkendach:

Kehlbalkendächer werden in der Regel bei Dachneigungen zwischen 30° und 50° angewendet. Bei dem verschieblichen Kehlbalkendach wird die Kehlbalkenlage nicht ausgesteift. Der Kehlbalken dient als Druckstab und bei ausgebautem Dachgeschoss als Deckenträger. Ist die Kehlbalkenlage der Abschluss gegen das nicht ausgebaute und nicht gedämmte Dachgeschoss, sind die Kehlbalken meistens nicht nach der statischen Beanspruchung sondern nach der erforderlichen Dämmdicke zu dimensionieren. Beim unverschieblichen Kehlbalkendach wird die Kehlbalkendecke ausgesteift, indem eine Scheibe ausgebildet wird.

Kehlbohle:

Kehle mit aufgelegter Bohle (Sparren laufen durch), Anwendung bei Gauben href="http://www.zimmererforum.de.">www.zimmererforum.de.

Keilwinkel:

Der Winkel zwischen der Spanfläche und der Freifläche einer Messerschneide, üblicherweise mit dem griechischen Buchstaben beta bezeichnet.

Kerbe:

Bundzeichen

Kernholz:

Der vom Splintholz ringförmig umgebene und sich durch eine oft dunklere Färbung abhebende innere Teil des Stammes. Das Kernholz ist stets widerstandsfähiger gegen Pilzbefall als das Splintholz, besitzt geringeren Wassergehalt und höhere Festigkeit, Dichte und Dauerhaftigkeit.

Kernholz:

Der vom Splintholz ringförmig umgebene und sich durch eine oft dunklere Färbung abhebende innere Teil des Stammes. Das Kernholz ist stets widerstandsfähiger gegen Pilzbefall als das Splintholz, besitzt geringeren Wassergehalt und höhere Festigkeit, Dichte und Dauerhaftigkeit (siehe auch: Witterungsfestigkeit).

Kernholzbäume:

Kernholzbäume besitzen eine regelmäßige Farbkernbildung. Der Splint ist feuchter als der Kern. Zu den Kernholzbäumen gehören Nadelbäume, wie Kiefer und Lärche oder Laubbäume, wie die Eiche.

Kernmaß:

Maß des inneren Kerns eines Gewindes. In der Tiefe gemessener Durchmesser von Profilfolgen.

Kernreifholzbäume:

Zwischen Farbkern und Splint liegt eine Übergangszone. Zu den Kernreifholzbäumen gehören die Ulme (Rister) und die Esche.

Kernrisse:

Auch Markrisse, Strahlenrisse genannt, gehen vom Mark aus und folgen dem Verlauf der Holzstrahlen.

Kernstoffpartikel:

In den Zellen des Kernholzes, besonders in den Poren vorkommende Substanzen; sie sind z.B. dunkelfarbig in Khaya, hellfarbig in Azobe oder hell und dunkelfarbig in Merbau. Sie sind weich und stumpfen keine Werkzeuge (siehe auch: Mineralische Einlagerungen, Inhaltsstoffe).

Kerve:

(Klaue) Kerbe oder Sattel

Kesseldruckimprägnierung:

chem. Holzschutz, wird bei stark bewitterten Hölzern angewendet sowie in der Schwammsanierung

Kettenhaus:

Kettenhaus werden Reihenhäuser genannt, die nicht Wand an Wand, sondern durch eine Garage bzw. Wintergarten o.ä. getrennt sind

Kiefernholz:

(Föhrenholz), das Holz verschiedener Arten der Gattung Pinus. 1. Das gemeine Kiefernholz, von Pinus silvestris, besitzt eine gelblichweiße Farbe mit braunrotem, verschwindend kleinem Mark, zahlreichen Holzporen und regelmäßigem, engmaschigem Holzgewebe. Es ist leicht, sehr harzreich und läßt sich unter allen Nadelhölzern am wenigsten gerade spalten. Gegen Witterungseinflüsse zeigt es große Widerstandskraft und wird zu Grubenbauten in Bergwerken, Brunnenröhren, Balken und namentlich zu Fensterrahmen benutzt. 2. Schwarzföhrenholz, von der österreichischen Kiefer, Pinus laricio var. austriaca, unterscheidet sich von dem vorigen nicht wesentlich. 3. Arvenholz, Zirbelkiefernholz, das dichte, rötliche und wohlriechende Holz von Pinus cembra, kommt nur aus den Alpen und wird viel als Schnittholz verwendet. 4. Knieholz, Krummholz, Zwergkiefernholz, von der nur im Hochgebirge vorkommenden Krummholzkiefer, Pinus pumilio, mit auf der Erde liegendem, hin und her gebogenem Stamm und Ästen, ist sehr dicht und fest, rotbraun mit weißem Splint und wird vielfach zu Holzschnitzereien verwandt.

Kieseleinlagerungen:

Meist nur mit dem Mikroskop erkennbare Teilchen, die häufig aus Kiesel (SiO2) oder Karbonaten bestehen. Sie sind für bestimmte Arten charakteristisch, wie z. B. für Kosipo, und können bei der Bearbeitung des trockenen Holzes die Werkzeuge stärker stumpfen. Vereinzelt können auch grobe, steinartige Einlagerungen vorkommen und Werkzeuge erheblich beschädigen. (siehe auch: Kalkflecken, Kernstoffpartikel).

Kirschbaumholz:

Das Holz des Kirschbaumes, Prunus Cerasus, ist gelblichrot bis rotbraun, bei manchen Arten grünbraun, gestreift und geflammt, sehr fest, ziemlich hart und feinfaserig und hat ziemlich ansehnliche Spiegel. Es läßt sich leicht bearbeiten und durch Beizen dem Mahagoniholze ähnlich machen. Das Holz alter Bäume ist ein vortreffliches Tischlerholz, hat jedoch die unangenehme Eigenschaft, mit der Zeit blasser zu werden, welchem Übelstande man aber durch Behandlung mit Kalkwasser begegnen kann.

Kitt:

Pastöser Dichtstoff, der je nach Zusammensetzung sowohl hart als auch elastisch aushärten kann und neben der Dichteigenschaft auch Klebeeigenschaften haben kann

Klafter:

Altes Raummaß für Schichtholz, insbesondere Brennholz. Entspricht je nach Gegend 3 oder 4 Raummetern (Ster). Im amerikanischen Sparchraum enthält ein Standard-Klafter rund 3,5 Raummeter (entspricht etwa 2,2 Festmeter).

Klafter:

Altes Raummaß für Schichtholz, insbesondere Brennholz. Entspricht je nach Gegend 3 oder 4 Raummetern (Ster). Im amerikanischen Sparchraum enthält ein Standard-Klafter rund 3,5 Raummeter (entspricht etwa 2,2 Festmeter).

Klammern:

Klammern werden bei Holzbauteilen aus Nadelholz (NH) und Holzwerkstoffplatten aus Nadelholz verwendet. Ohne Bauaufsichtliche Zulassung (BAZ) aber mit Prüfbescheinigung dürfen Klammern auf Abscheren und kurzfristig auf Herausziehen (z.B. bei Windsog) beansprucht werden. Bei einer ständigen Beanspruchung auf Herausziehen (z.B. durch untergehängte Decken) bedürfen die Klammern einer Bauaufsichtlichen Zulassung. Der Winkel zwischen Klammerrücken und Holzfaserrichtung sollte >= 30° betragen, um den max. zulässigen Abscherwert zu erreichen. Klammern können mit geeigneten Geräten durch Druckluft eingetrieben werden.

Klaue:

(Kerve) Sparren-, First-, Fußkerve

Klauenschifter:

Schifter, der mit einer Klaue am Grat- oder Kehlsparren angeschlossen wird.

Kleb-Dichtstoffe:

Klebstoffe, die zusätzlich als elastische Dichtstoffe wirken

Klebefläche:

Die zu klebende oder verklebte Fläche der Fügeteile

Klebefuge:

Spalt (Raum) zwischen den Fügeteilen

Klebeschicht:

Die auf eine Klebefläche aufgetragene Klebstoffschicht

Klebstoff:

Oberbegriff für nichtmetallische Stoffe, wie z.B. Leim, Kunstharz, Zement oder Kleister, die gleiche oder verschiedenartige Fügeteile durch Flächenhaftung (Adhäsion) und innere Festigkeit (Kohäsion) miteinander verbinden können.

Klebstoff-Film:

Die auf eine Klebefläche aufgetragene Klebstoffschicht

Klebstoffschicht:

Zwischen den Fügeteilen befindlicher Klebstoff

Kluppe:

Gewindeschneidkluppe. Für jeweils ein bestimmtes Gewinde eingerichtetes Schneidwerkzeug mit gegenständigen Griff, war früher oft Drechselerselbstbau. / Bezeichnung für Meßwerkzeug, z.B. für Stämme im Wald, ähnlich einem Meßschieber.

Klöbebock:

Kloben = Eisenhaken, auch: grobes Holzstück, klöben = auseinanderkeilen. / Bockartiges Bankgestell mit beweglichem Klemmarm, der durch Fußdruck das Material auf der Bank festhält, damit man es mit dem Zieheisen vorrunden kann.

Knagge:

Wiederlager

Knagge:

Sind tragende bzw. verstärkende, dreieckförmige Holzstücke oder Metallformteile, vorwiegend am unteren oder oberen Pfosten anstatt eines Kopfbandes. Des weiteren dienen Knaggen zur Kippsicherung bzw. zur Sicherung gegen Abrutschen von Sparrenpfetten.

Knauf:

Bezeichnung für ein Endprofil(!), meist in gedrückter Kugelform.

Kniestock:

siehe Drempel

Kniestocktüren:

Diese nützlichen und preiswerten Türen werden unter Dachschrägen eingesetzt. Sie verschließen kleine Stauräume.

Kohäsion:

Bindekraft innerhalb der Klebstoffschicht

Konditionieren:

Nachvergütung des Trocknungsgutes am Ende einer Holztrocknung, um noch bestehende Feuchteunterschiede und Trocknungsspannungen auszugleichen. Bei Spanplatten Reklimatisierung, d.h. gesteuerte Abkühlung (anstelle der sofortigen Heißstapelung) der fertiggepreßten Platten.

Konfluentes Parenchym:

Anordnung von Längsparenchymzellen auf dem Hirnschnitt in Form von mehr oder weniger tangentialen Bändern (siehe auch Bandparenchym).

Koniferen:

Gleichbedeutend mit Nadelbäumen.

Koniferen:

Gleichbedeutend mit Nadelbäumen

Konstruktionsholz:

nach Festigkeit klassifiziertes Holz für den Bau von lasttragenden Teilen

Konstruktionsvollholz (KVH):

Konstruktionsvollholz ist ein veredeltes Bauschnittholzerzeugnis. Durch gezielte Wahl des Einschnitts und durch technische Trocknung wird eine hohe Formstabilität erreicht und die Rissbildung minimiert. Zusätzliche und gegenüber DIN 4074-1 verschärfte Sortierkriterien tragen dazu bei, ein hohes Maß an Funktionstauglichkeit sowie hochwertige Oberflächen für die sichtbare Anwendung zu gewährleisten. Die zulässige Holzfeuchte beträgt bei KVH 15 +/- 3 %. Durch diese geringe Holzfeuchte ist das Biege-E-Modul auf 10 % gegenüber Nadelholz S10 zu erhöhen.

Kontaktklebezeit:

Zeitspanne eines Kontaktklebers, innerhalb der die scheinbar trockenen Klebstoffschichten noch miteinander verbunden werden können (offene Zeit)

Konterlattung:

Die Konterlattung ist der Teil einer Unterkonstruktion, der u. a. die Aufgabe hat, die anfallenden Lasten von der Lattung in die tragende Unterkonstruktion weiterzuleiten.

Konus:

(lat.) Pinienzapfen. Körper in Form eines Kegels oder Kegelstumpfes, im Drechselerhandwerk eher ausschließlich sehr flach verlaufend.

Konvektion:

Als Konvektion bezeichnet man den Transport von Feuchtigkeit, die in der Luft gelöst ist (Wasserdampf). Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kühlere. Wenn Luft sich abkühlt, wird Wasserdampf durch Kondensation abgegeben. Für das Bauwesen birgt die Konvektion eine große Gefahr. Wenn die Außenhülle eines Gebäudes (Dach und Wand) nicht luftdicht ist, "durchströmt" die Luft die Wand an dieser Stelle von innen nach außen. Dabei wird auch die in der Luft gelöste Feuchtigkeit mittransportiert. Im Querschnitt der Wand wird es von innen nach außen kühler. So kann es passieren, dass die Luft an einer bestimmten Stelle den Wasserdampf abgeben muss und zwar in Form von Wassertropfen. Auf diese Art und Weise kann Feuchtigkeit in die Wände gelangen und dort Schäden anrichten. Die meisten Feuchteschäden im Holzrahmenbau entstehen durch Konvektion.

Kopfband:

schräges Kantholz (auch Büge). Wird für Aussteifungen an Fachwerkwänden benutzt.

Korallenholz:

(frz. Corail végétal), das harte, schönfarbige Holz von Adenanthera pavonina, einem auf Madagaskar und Réunion heimischen Baume aus der Familie der Papilionazeen, wird in der Kunsttischlerei verwandt.

Kork:

Millionen eingeschlossene Luftzellen im Kork machen ihn weich und elastisch. Kork gibt es oberflächenbehandelt und versiegelt. Nicht behandelter Kork kann gewachst, geölt oder lackiert werden. Der Boden wird vollständig mit dem Unterboden verklebt, ab der Stärke von 13 mm kann er auch mit Nut & Feder Verbindung "schwimmend" verlegt werden.

Kork:

(Pantoffelholz, lat. Suber, frz. Ličge, engl. Cork) nennt man das eigentümliche Gewebe, das in der Rinde vieler Gewächse mit zunehmendem Alter an die Stelle der Epidermis tritt und durch vielfach wiederholte Querteilung der unter der Oberfläche liegenden Zellen entsteht. Es setzt sich aus lückenlos aneinandergefügten Zellen von meist rechtwinkliger Form zusammen, die mit Luft gefüllt sind, und deren Wandungen von einem Umwandlungsprodukt der Zellulose, dem für Wasser und Gase schwer durchlässigen Korkstoff (Suberin) gebildet werden. Der letztere enthält neben Fetten besonders einen wachsartigen Körper, das Korkwachs oder Cerin. In technisch verwertbarer Menge findet sich der K. nur bei der Korkeiche, deren Rinde schon im Altertum zu denselben Zwecken benutzt wurde wie heute. Diese in den westlichen Mittelmeerländern heimische Eiche kommt in zwei Arten, Quercus suber und Q. occidentalis, vor, von denen die erstere den besseren Kork liefert. Der immergrüne Baum wächst auf trockenen Anhöhen in lichtem Stand und bildet kleinere oder größere Wälder, besonders in Spanien, Portugal, Algier und Tunis. Auch in den bergigen Teilen Südfrankreichs und auf Korsika findet sich die Korkeiche. Die in Mittelitalien und der Provence vorkommende Abart, Quercus Pseudo-Suber, liefert nur K. geringerer Güte. Sobald die Bäume bei einem Alter von 15 - 20 Jahren 20 - 30 cm dick geworden sind, wird zunächst die obere harte Schicht, der sog. männliche Kork (Ličge mâle), in der Weise entfernt, daß die noch teilungsfähige, korkbildende Schicht (Mutterkork) erhalten bleibt. Sie bildet eine neue Lage von elastischem weiblichen K. (Ličge femelle), die nach Verlauf von etwa zehn Jahren abgeschält werden kann. Sie ist zwar weniger rissig als der männliche K., gibt aber noch keine besonders gute Korkmasse. Eine brauchbare Handelsware wird vielmehr erst bei der dritten Schälung erhalten, und von da an verfeinert sich die Güte beständig, bis der Baum ein Alter von 100 - 150 Jahren erreicht hat. Die losgelösten, mehr oder weniger gebogenen, 5 - 20 cm dicken Korkplatten werden nach oberflächlichem Abputzen in heißem oder kaltem Wasser erweicht, darauf durch Beschweren mit Steinen flach gedrückt und an der Luft getrocknet. In manchen Gegenden Spaniens zieht man die Korkschwarten auch wohl durch Flammenfeuer, wodurch die Masse innerlich gebräunt und äußerlich angesengt wird. Hiermit soll durch Schließung der Poren und Abhaltung von Wurmfraß eine Verbesserung verbunden sein, doch wird dadurch bisweilen auch eine schlechte Beschaffenheit verdeckt. - Der K., der um so höher geschätzt wird, je feiner und gleichmäßiger er ist und je weniger Risse und Hohlräume er zeigt, enthält neben 75 % Suberin etwa 4 - 5 % Wasser, 0,3 - 0,5 % einer manganreichen Asche und geringe Mengen von Stickstoffsubstanz, Cerin, Gerbsäure, Phlorogluzin usw. Sein spez. Gew. beträgt 0,12 - 0,15. - Von den zahlreichen Handelssorten wird der helle, weiche andalusische und der härtere, rötliche katalonische K. besonders geschätzt. An zweiter Stelle sind die französischen und die sehr großen Erträge Algiers (5 Mill. Kilogramm jährlich, allein in der Provinz Constantine 400.000 ha bebaut) zu nennen, während die Zufuhren aus Korsika, Italien, Sizilien und die sehr minderwertigen Sorten aus Istrien und Dalmatien nicht als Flaschenkorke, sondern nur als Fischerkorke (Schwimmkorke) benutzt werden können. - Die Hauptverwendung findet der K. zu Korkstopfen (Stöpseln, Pfropfen, lat. Subera, frz. Bouchons, engl. Corks), die früher aus den Ursprungsländern, besonders Spanien, fertig geschnitten zu uns kamen, jetzt aber in steigendem Maße aus eingeführten Platten in England, Frankreich (Bordeaux) und Deutschland geschnitten werden. Hauptort der deutschen Korkschneiderei ist Delmenhorst in Oldenburg, daneben gibt es in Bremen, Sachsen (Raschau bei Schwarzenberg), Thüringen und Wien bedeutende Fabriken. Das Schneiden erfolgt entweder, wie bei der feineren Ware, mit der Hand, oder bei Massenware mit Maschinen. Beim Schneiden mit der Hand, das teuerere, aber wegen Vermeidung schadhafter Stellen auch bessere Ware liefert und vielfach (bei Delmenhorst) als Heimarbeit betrieben wird, zerlegt man die, wenn nötig, in Wasser eingeweichten und äußerlich ťabgeborktenŤ Platten, indem man sie über das festgeklemmte Messer hinwegzieht, in Streifen und letztere in Würfel. Mulmige und sonst fehlerhafte Stellen werden ausgeschnitten, auch muß darauf geachtet werden, daß die mit lockerem Parenchym und Steinzellen (Lentizellen) erfüllten dunklen Streifen, den Stopfen quer durchsetzen. Nur bei den großen Spunden, bei denen dies nicht möglich ist, verlaufen diese Streifen senkrecht. Das Rundschneiden der Würfel endlich erfolgt in ähnlicher Weise, wie man einen Apfel schält und erfordert große Geschicklichkeit des Arbeiters, der stündlich bis zu 150 Stopfen fertigstellen kann. Alle mit der Hand geschnittenen Korke sind daran zu erkennen, daß ihr Querschnitt nicht kreisrund, sondern schwach kantig ist. Von den zahlreichen Korkschneidemaschinen, die das Fünffache der Handarbeit leisten, besteht diejenige des Franzosen Moreau aus stählernen Röhren nach Art der Korkbohrer, diejenige von Bothius in Stockholm und von Köhler in Kopenhagen aus Abschälmaschinen, Stückschneidemaschinen, Rundschneidemaschinen, Schleifmaschinen, Sortier- und Zählapparaten. Die Maschinenkorke sind in der Regel kreisrund, werden aber zur Vortäuschung der besseren Handschnittkorke bisweilen auch kantig geschliffen und zur Verschließung der Poren mit Korkstaub eingerieben. Neben den früher bevorzugten konischen (ťspitzenŤ), finden neuerdings mehr und mehr die besser schließenden zylindrischen (ťgeradenŤ) Korken, besonders als ťChampagnerkorkeŤ, Eingang. Als gebräuchlichste Handelssorten sind anzuführen: Spunde (für Fässer und Glasballone), Stöpsel (Weinkorke) und Medizinstöpsel oder Mixturkorke in etwa zehn Nummern. Als Zeichen besonderer Güte gilt die helle Farbe, hohe Elastizität sowie das Fehlen von Löchern und Wurmfraß. Zu ihrer Prüfung empfiehlt der Verband deutscher Korkindustrieller die in Wasser gelegten Stopfen einige Stunden einem Druck von 4 - 5 Atmosphären auszusetzen, wobei nur die guten K. weiß, fest und glatt bleiben, während die schlechten Veränderungen erleiden. Um die Korken geschmeidig zu machen, werden sie entweder in kaltem Wasser eingeweicht, oder längere Zeit in feuchter Luft auf 150° erhitzt, oder auch wohl mit wäßrigen Invertzuckerlösungen getränkt. Zur Erhöhung der Elastizität ist Bleichung mit Oxalsäure oder Chlorkalk und Schwefelsäure oder Kaliumpermanganat und Natriumbisulfit empfohlen worden. Durch Kochen in Harzen und Ölen oder durch Eintauchen in Leimlösung mit Zusatz von etwas Tannin oder Kaliumdichromat werden die K. wasserdicht, durch Einbringen in eine Lösung von Gelatine und Glyzerin und nachheriges Überziehen mit Paraffin säurefest. Die Wiederverwendung von Altkorken setzt eine sorgfältige Behandlung mit Chemikalien voraus und ist aus hygienischen Gründen durch die sächs. Ministerialverordnung vom 12.VIII.1909 gewissen Einschränkungen unterworfen. - Neben den Stopfen findet der Kork in dünnen Platten Anwendung zu Einlegesohlen, zu Korkpapier für Zigarettenmundstücke und Huteinlagen, zu Amboßunterlagen, zur Herstellung profilierter Gebilde und ganzer Fässer. Weniger gute Stücke dienen zur Herstellung von Schwimmern für Fischernetze, Ankerbojen, Schwimmgürteln und Rettungsbooten. Die beim Schneiden erhaltenen Korkabfälle, deren Menge bis zu 65 % des Rohstoffes ausmachen, werden gemahlen und als Packmaterial, als Isoliermittel, zum Stopfen von Kissen und Matratzen sowie zur Herstellung von Korkkohle (Spanisch Schwarz) für Druckerschwärze benutzt. Einen großen Aufschwung hat neuerdings die Erzeugung von Linoleum (s. d.), von Korkstein und anderen Fußbodenbelägen genommen. Sie bestehen in der Regel aus Mischungen von geröstetem Korkmehl mit Kalk, Ton, Gips oder Zement, bisweilen auch unter Zusatz organischer Bindemittel wie Pech, Teer, Asphalt u. dgl. Kamptulikon (Kortizin) ist ein zu Platten gewalztes Gemisch von Korkmehl mit Kautschuk, Guttapercha oder eingedicktem Leinöl. - Die Gesamteinfuhr an Korkholz nach Deutschland betrug 1912 mehr als 206.000 dz im Werte von über 10 Millionen M., die Einfuhr an Korkstopfen und -waren 18.000 dz (5 Mill. M.), die Ausfuhr 60.000 dz (4,8 Mill. M.).

Korkersatz:

oder Kunstkork wird aus Korkmehl unter Zusatz von Bindemitteln wie Nitrozellulose, Kasein, Eiweiß, Kollodium, Viskose, Glyzerin, Mineralöl, Kalk und Borsäure hergestellt; doch scheint nur der Suberit, ein Erzeugnis aus Korkmehl, Nitroglyzerin und Rizinusöl, praktische Bedeutung erlangt zu haben. Als ziemlich brauchbar soll sich auch das durch Einwirkung von Azetylen auf Kupfer- oder Nickeloxyd hergestellte Kupren erwiesen haben, das wahrscheinlich aus kupferhaltigen Kohlenwasserstoffen besteht. Für gewisse Zwecke, z. B. die Herstellung von Linoleum, hat man auch die Verwendung von Holz- oder Rindenmehl, Holunder- oder Sonnenblumenmark und pulverisierten Baumschwämmen empfohlen. Als Ersatz für Korkstopfen können sie nicht in Betracht kommen.

Koromandelholz:

(Calamanderholz), ein dem Ebenholz ähnliches Nutzholz von der Insel Zeylon, stammt von Diospyros hirsuta.

Korrosionsfäule:

Holzzerstörung durch bestimmte Pilze bzw. Pilzgruppen, die teils Cellulose und Lignin gleichzeitig, teils zuerst das Lignin und dann die Cellulose zersetzen. Im ersten Fall entsteht eine gleichmäßige weißlich-graue Verfärbung, im letzteren eine unregelmäßige, örtlich begrenzte loch- oder streifenförmige weißliche Verfärbung; dann spricht man auch von Weißlochfäule (siehe auch Braunfäule).

Krautschicht:

Nicht verholzende Waldpflanzen wie Waldmeister oder Springkraut.

kriechen:

Ein last- und/oder zeitabhängiges Verformungsverhalten von Polymerschichten. Eine solche Klebeschicht erfährt auch unter ruhender Beanspruchung eine Formveränderung. Bei Belastung nimmt die Formveränderung der Klebstoffschicht infolge des Kriechens allmählich zu

Krummschäftigkeit:

Stämme, bei denen die Fasern stark vom Normalwuchs abweichen, sind krummschäftig. Am Baum zeigt sich Krummschäftigkeit in verschiedenen Formen, z.B.. als Schlangenwuchs, Säbelwuchs, Bajonettwuchs oder Posthornwuchs. In der Regel ist die Ursache Wildfraß. Die Spitzenknospe wurde am jungen Baum durch Wild zerstört, und eine Seitenknospe übernahm das Längenwachstum. Die Stämme wachsen nach einer Seitenbiegung wieder senkrecht. Weitere Ursachen für Krummschäftigkeit können auch Windeinwirkung, Schneebelastung, Bodenverschiebungen oder ungünstige klimatische Verhältnisse sein.

kröpfen:

auf Gehrung geschnitten

Krüppelwalm:

kleiner Walm im Giebel

Krüppelwalmdach:

Das Krüppelwalmdach erhält man, wenn die Giebel des Satteldaches durch schräge Dachflächen ersetzt werden. Statt des ganzen Giebels ist nur die Giebelspitze abgewandt.

Kuhfuß:

Nageleisen, Brecheisen href="http://www.zimmmererforum.de">www.zimmmererforum.de

Kultur:

Durch Saat oder Pflanzung künstlich begründeter Wald.

Kulturpflege:

Dazu gehört die Beseitigung unerwünschter Konkurrenzpflanzen. Aus ökologischen und ökonomischen Gründen wird die Entnahme solcher Pflanzen jedoch auf das absolut Notwendige beschränkt. Darüber hinaus ist eine hohe Pflanzenvielfalt auf Kulturflächen erwünscht.

Kumaronharz:

nennt man harzartige Stoffe, die bei der Wäsche des Schwerbenzols mit Schwefelsäure entstehen, ursprünglich als lästige Schmiere (bis 1906) einfach verfeuert, dann zur Herstellung von Feueranzündern benutzt wurden und später im Kriege eine ungeheure Bedeutung als Harzersatz gewonnen haben. In chemischer Hinsicht sind sie Mischungen von Kondensationsverbindungen des Indens (C18H16) und des Kumarons (C16H12O2), zwei im Steinkohlenteer enthaltenen Flüssigkeiten vom Siedepunkt 181° und dem spez. Gew. 1,008, enthalten weder Säuren noch verseifbare Stoffe und nehmen in dünner Schicht Sauerstoff aus der Luft auf (verharzen). K. kommen sowohl in öligem bis teerartigem Zustande als Firnisersatz, wie in fester Form für Lack und Sikkativ in den Handel. Die letzteren werden nach dem Erweichungspunkt in springhart (über 50°), hart (40 - 50°), mittelhart (30 - 40°), weich (unter 30°) unterschieden. Obwohl die K. die Eigenschaften der Naturharze nur in beschränktem Umfange zeigen und insbesondere über den Erweichungspunkt von 65° (Kolophon 100°) nicht hinauskommen, haben sie doch zum Leimen von Papier sowie gemischt mit trocknenden Ölen in der Lackindustrie wertvolle Dienste geleistet. Die Höhe der Erzeugung soll 600.000 t im Jahre betragen.

Kunstharz:

Künstliche Adhäsionsvermittler bei Klebstoffen sowie Komponente bei Reaktionsklebstoffen (Phenolharze, Epoxidharze, Polyesterharze

Kurzbrüchigkeit:

Bezeichnung für brüchiges Kernholz, eine im inneren Stammbereich liegende Zone kurzbrüchigen Holzes, auf Querschnitten häufig durch eine ausbrechende Oberfläche erkennbar. Diese Kurzbrüchigkeit kann besonders in starken Stämmen leichter bis mäßig schwerer tropischer Holzarten auftreten und die Verwendbarkeit derartiger Kernholzteile wesentlich einschränken.

Kurzbrüchigkeit:

Bezeichnung für brüchiges Kernholz, eine im inneren Stammbereich liegende Zone kurzbrüchigen Holzes, auf Querschnitten häufig durch eine ausbrechende Oberfläche erkennbar. Diese Kurzbrüchigkeit kann besonders in starken Stämmen leichter bis mäßig schwerer tropischer Holzarten auftreten und die Verwendbarkeit derartiger Kernholzteile wesentlich einschränken

KVH:

Konstruktionsvollholz, Stöße keilgezinkt verleimt, getrocknet 15 ą 3 %, übliche Sortierkl. MS10 und MS13, gehobelt und gefaßt, es wird unterschieden in sichtbare (Si) und nicht sichtbare (Nsi) Qualität; Verdrehungen, Risse und sonstige otische Mängel sind durch die Einschnittart minimiert

Kämpfer:

Waagerechtes Querholz bei Fenstern mit Oberlicht, dient als waagerechter Anschlag für die Fensterflügel.

Königsäule:

Mittelsäule bei Türmen href="http://www.zimererforum.de">www.zimererforum.de

Körnung:

Körnung des Schleifpapieres. / Eine mit einem Körner eingeschlagene Marke, Narbe. / Eine eingedrehte, vertiefte, negative Kegelform (45°).

Künstliche Trocknung:

Im Gegensatz zur Freilufttrocknung verläuft die künstliche Trocknung, auch technische Trocknung genannt, unter künstlichen Klimabedingungen, meist in Kammern oder Durchlaufkanälen. Durch entsprechende Steuerung oder Regelung des Klimas können wesentlich niedrigere Endfeuchtigkeiten und kürzere Trocknungszeiten erreicht werden als bei der Freilufttrocknung. Häufig - insbesondere bei stark dimensioniertem Schnittholz - erfolgt Vortrocknung im Freien und anschließend künstliche Trocknung (siehe auch: Entspannen).

Künstliche Verjüngung:

Begründung eines jungen Waldes durch Pflanzung oder Saat.

L


Lacke:

(lat. Lacca, frz. Laques oder Vernis, engl. Lac oder Varnish). Mit diesem Namen belegt man, abgesehen von einigen natürlichen Harzen wie Stocklack oder Schellack (s. d.), dem Japanlack (s. d.) und einigen Lackfarben (s. d.), sowohl Auflösungen von Harzen in leicht flüchtigen Flüssigkeiten, die sog. flüchtigen oder mageren Lacke, als auch Mischungen der letzteren mit fetten Ölen, Harzölen oder Firnis, die sog. Lackfirnisse, fetten oder Öllacke. Im gewöhnlichen Leben werden die Begriffe Lack und Firnis häufig verwechselt oder als völlig gleichbedeutend gebraucht, so daß vielfach nur mit Firnis oder Ölfarbe gestrichene Gegenstände als lackierte in den Handel kommen. Charakteristisch für einen wahren Lack ist aber immer sein Gehalt an Harz. Als Harze kommen besonders Bernstein, Dammar, Kopal, Kolophonium sowie neuerdings Kunstharze (s. Harz), als Lösungsmittel Äther, Alkohol, Amylalkohol, Amylazetat, Azeton, Benzin, Benzol, Kampferöl, Rosmarinöl, Terpentinöl in Betracht. Beim Überstreichen der Gegenstände verflüchtigt sich das Lösungsmittel und das Harz bleibt als dünner durchsichtiger oder bei Zusatz von Körperfarben undurchsichtiger Überzug zurück. Die fetten Lackfirnisse bestehen aus Firnis (Leinöl-, Holzöl- oder anderem Firnis) und Harzen in Terpentinöl. Zu ihrer Herstellung wird der entsprechend in etwa nußgroße Stücke zerbrochene Kopal (oder auch Bernstein) in Kesseln mit Kondensationsvorrichtung vorsichtig bei etwa 300 - 350° geschmolzen, wobei das Kopalöl überdestilliert, und darauf das auf 200° erwärmte Leinöl (Firnis) nach und nach hinzugegeben, bis bei andauerndem Erhitzen auf 320° eine völlig gleichmäßige Mischung entstanden ist. Nach dem Abkühlen gibt man Terpentinöl, unter Umständen auch Sikkative (s. d.) hinzu und unterwirft das fertige Erzeugnis in der Regel noch einer Filtration. Bei Verwendung von Kolophonium statt der fossilen Harze kann ein einfacheres Verfahren angewandt werden. Die fetten Lackfirnisse liefern von allen Lacken die haltbarsten Überzüge, brauchen aber lange Zeit zum Trocknen (meist in geheizten Räumen) und werden, oft in Verbindung mit Farben, für Lederzeug, Blechwaren und andere der Abnutzung ausgesetzte Gegenstände angewandt. Als Unterabteilung gehören zu ihnen noch die sog. Kautschuklacke, die einen Zusatz von Kautschuk oder Guttapercha in Benzin gelöst erhalten und sich durch große Geschmeidigkeit, bei allerdings vermindertem Glanz, auszeichnen. Mattlacke erhalten außerdem einen Zusatz von Wachs. - Spiritus- oder Weingeistlacke werden in der Regel gebraucht, wenn die gestrichenen Gegenstände ihre natürliche Farbe behalten sollen, und daher für diesen Fall aus besonders hellen Harzen bereitet, während für andere Zwecke auch dunklere Harze, Bernstein, Schellack, Kolophonium, benutzt werden können. Bisweilen erhalten sie auch einen Zusatz alkohollöslicher Farben, wieTeerfarbenoder Drachenblut (Goldlack). Kleinere Mengen der weicheren Harze kann man durch Schütteln der pulverisierten Masse mit starkem Weingeist schon in der Kälte, leichter in der Sonne oder bei mäßiger Wärme lösen und durch Filtration von Verunreinigungen trennen. Bei der Darstellung im großen bedient man sich geschlossener Destillierblasen oder des sog. Deplazierungsverfahrens, indem man das Harz in ein Sieb schüttet und dieses so weit in ein mit Weingeist gefülltes Faß hängt, daß es gerade noch von der Flüssigkeit bespült wird. Die Lösung des Harzes sinkt dann beständig nach unten und kann nach entsprechendem Absetzen aus einem etwas oberhalb des Bodens angebrachten Hahn ohne Filtration klar abgezogen werden. Als Ausgangsmaterial für Spirituslack kommen sämtliche Harze in Betracht. Die spröderen, wie Sandarak und Mastix, geben sehr glänzende, aber wenig haltbare Überzüge und werden daher meist durch Zusatz von etwas venezianischem Terpentin oder weicherem Harz, z. B. Elemi, verbessert. - Terpentinöllacke unterscheiden sich von den vorigen nur dadurch, daß an Stelle von Spiritus Terpentinöl oder andere ätherische Öle (Rosmarinöl) als Lösungsmittel benutzt werden. Sie trocknen etwas langsamer, sind aber haltbarer und weniger spröde, weil ein Teil des Lösungsmittels von dem eintrocknenden Harzüberzug festgehalten wird. Das Terpentinöl löst manche Harze schon in der Kälte. Andere, wie Bernstein und Kopal, werden erst in der Wärme geschmolzen und dann mit dem Lösungsmittel verdünnt. Die billigsten Terpentinöllacke werden aus Kolophonium, bessere Sorten aus Sandarak oder Dammara, die besten Fußboden-, Wagen- und Schleiflacke aus Bernstein oder echtem Kopal hergestellt. Geschmolzener und dann mit Terpentinöl gemischter Asphalt gibt den schwarzen Asphalt- oder Eisenlack, der durch Zusatz von heißem Leinölfirnis dauerhafter wird. Als allgemeine Regel für die Verwendung der flüchtigen Lacke gilt, daß sich die Terpentinöl-L. besonders zum Aufsetzen auf Ölanstriche, die Weingeist-L. zum Aufsetzen auf Wasser- und Leimfarben eignen. An Stelle des Terpentinöls werden vielfach auch andere Lösungsmittel, wie Benzin, Schwefelkohlenstoff, Holzgeist, Chlorform, Kampferöl, Eukalyptusöl, an Stelle der genannten Harze die neueren Harzersatzmittel (s. d.) benutzt. - Als Kennzeichen eines guten Lackes gilt, daß er nach dem Aufstreichen schnell trocknet und einen nicht klebrigen, stark glänzenden Überzug hinterläßt, der mit der Zeit weder Risse noch Sprünge bekommt. Bei sorgfältiger Aufbewahrung in verschlossenen Gefäßen gewinnen die Lacke durch das Alter an Güte. Die feinsten Wagenlacke, von denen der höchste Grad von Dauerhaftigkeit und Schönheit verlangt wurde, kamen früher aus England, werden aber jetzt von den Fabriken in Dresden, Berlin, Mainz, Offenbach und Wien mindestens ebensogut erzeugt.

Lackfarben:

(Farblacke) sind Verbindungen von organischen Farbstoffen mit anorganischen Oxyden oder Salzen. Die zahlreichen, zum Teil sehr schönen, in Hölzern und anderen Pflanzenteilen enthaltenen Farbstoffe bilden, soweit sie in Wasser löslich sind, nur Farbenbrühen. Um sie in die Form einer Körperfarbe zu bringen, muß man sie an eine feste Grundlage binden und bedient sich hierzu der Eigenschaft mancher Metalloxyde und alkalischen Erden, mit den Pflanzenfarbstoffen unlösliche Niederschläge zu bilden. Wird z. B. zu einer Alaunlösung die Lösung eines ätzenden oder kohlensauren Alkalis gebracht, so fällt die Tonerde des Alauns als weiße Gallerte aus; ist aber die Alaunlösung vorher mit einer Farbenbrühe gemischt worden, so reißt die Tonerde den Farbstoff so vollständig an sich, daß die überstehende Flüssigkeit farblos erscheint. In gleicher Weise wirkt das Zinnoxydul, welches aus einer Lösung von Zinnchlorür (Zinnsolution) ausgefällt wird. Die Lackfarbe fällt dabei noch feuriger aus, aber wegen seiner Kostspieligkeit kann das Zinnsalz nur zu feinerer Ware benutzt werden, während es für gewöhnlich im Gemisch mit Alaun Anwendung findet. Beide Salze bilden auch die gewöhnlichsten Beizen der Färberei, bei welcher der Farblack auf der Faser erzeugt wird. Nicht alle Farbstoffe vertragen die gleiche Behandlung. Einige lassen sich mit kalter oder heißer Alaunlösung ausziehen und dann mit der alkalischen Lauge fällen. Bei anderen muß diese das Lösungsmittel abgeben und der Alaun zuletzt hinzugesetzt werden. Unter Umständen ist es auch geboten, die Tonerde für sich auszufällen und rein zu waschen und sie dann erst mit der Farbenbrühe unter Erwärmung zusammenzubringen. Die als farbiger Schlamm erhaltenen Lacke werden schließlich mit Wasser rein ausgewaschen und entweder noch feucht als Teig (en pâte) für Kattun- und Wolldruck, Tapeten und Buntpapier verkauft, oder getrocknet und in Brocken oder zu Täfelchen geformt in den Handel gebracht. Um die Farben in möglichster Schönheit herzustellen, sind verschiedene Vorsichtsmaßregeln zu beobachten, die zum Teil als Fabrikgeheimnisse bewahrt werden. Von den L. sind die roten und gelben am gebräuchlichsten. Der feinste rote L. ist der Karminlack aus der Koschenille und den Abgängen von der Karminbereitung (vgl. Koschenille). Weiter sehr beliebt und außerordentlich dauerhaft sind auch die Krapplacke (vgl. Krapp), die in einer großen Farbenfolge von Dunkelrot bis zart Rosa dargestellt und durch Zusatz von mehr oder weniger feinem Bleiweiß in verschiedenen helleren Tönen abgestuft werden. Außerdem erhält man aus Pernambukholz und Lack dye, dem Farbstoff des Gummilacks, schöne rote L. Die roten Lacke aus Karmin und Farbhölzern sowie Mischungen derselben mit anderen Stoffen führen verschiedene Handelsnamen: Pariser, Wiener, Venezianer, Florentiner Lack, Kugellack usw. Ein schöner violetterLackist der Orseillelack. Zu gelben Lacken dienen Abkochungen von Gelbholz, Kreuzbeeren, Waid, Querzitron und anderen gelben Pflanzenfarbstoffen. Die billigsten derartigen Gelbfarben gehen unter dem Namen Schüttgelb. Sie erhalten, wenn sie wirklich durch Niederschlag mit Tonerde gebildet sind, doch noch starke Zusätze von Kreide, sind aber oft nur durch Übergießen von Kreide oder Kalk mit einer Gelbbrühe hergestellt. Im letzteren Falle haftet die Farbe nur durch mechanische Aufsaugung an dem Grundstoff, so daß der Begriff einer Lackfarbe ganz verloren geht. Grüne Lacke sind in der Regel bloße Mischungen von blauen, aus Indigkarmin bestehenden, und gelben Niederschlägen, doch erhält man einen natürlichen grünen Lack aus Kaffeebohnen, die mit einer verdünnten Lösung von Kupfervitriol extrahiert werden. Durch vorsichtiges Versetzen des Auszuges mit Ätznatron wird ein Niederschlag erhalten, der, mit Essig besprengt und der Luft ausgesetzt, an Schönheit der Farbe noch gewinnt. Dieser Farbstoff ist also eigentlich nur ein mit dem Kaffeefarbstoff (Viridinsäure) geschöntes Kupferoxydhydrat, dessen eigentlicher Platz unter den Kupferfarben sein würde. Jetzt werden auch viele solcher L. mit Teerfarbstoffen hergestellt.

Lagerfähigkeit:

Zeitspanne zwischen dem Herstellen des Klebstoffes und dem Zeitpunkt, bis zu welchem der Klebstoff unter Einhaltung der vom Hersteller vorgeschriebenen Lagerungsbedingungen (Verpackung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit) seine vorgesehenen Eigenschaften beibehält

Lagerholz:

Kantholz auf Deckenbalken oder Beton zur Aufnahme des Fußbodens

Laibung:

So bezeichnet man die innere Fläche von Wandöffnungen, Nischen oder Bögen, z.B. Türlaibung, Fensterlaibung

Laminat:

Laminat ist ein Boden mit einer Dekoroberfläche. Diese Oberfläche gibt es in verschiedenen Farben und auch als Holznachbildung. Laminat zeichnet sich durch seine hohe Strapazierfähigkeit aus, selbst Zigarettenglut und hohe Absätze können diesem Boden nichts anhaben. In vielen Qualitäten. Dieser Boden wird "schwimmend" verlegt.

Landhausdiele:

Landhausdielen sind der traditionellen Dielenverlegung nachempfunden. Es gibt sie nicht nur als Fertigparkettelemente, sondern auch aus Massivholz. Sie bestehen aus einem in der ganzen Länge durchgehenden Brett, welches häufig mittig längs geteilt ist ( 2- Stab - Diele).

Langspanholz:

Langspanholz ist auf dem Markt unter dem Markenbegriff Parallam bekannt. Beim Langspanholz handelt es sich um Holzstreifen, die in einem speziellen Extruderverfahren zu großen Plattenbalken gepresst werden. Langspanholz zeichnet sich durch die höchsten E-Module und Festigkeitswerte in der Gruppe der Holzwerkstoffe aus. Das Material findet seine Anwendung überwiegend bei Sturzkonstruktionen oder als Unterzug - also dort, wo hohe Steifigkeiten und Biegefestigkeiten gefordert sind. Dennoch ist dieser Werkstoff nicht unproblematisch, da er in seiner Makro-Struktur viele Lücken und Öffnungen hat, die sich aus der sehr groben Auflösung des Langspanmaterials ergeben. Feuchtigkeit kann leicht eindringen und im Querschnitt verbleiben. Deshalb ist insbesondere beim Einsatz von druckluftbetriebenen Befestigern wie Klammern und Nägeln darauf zu achten, dass die Einbindelängen ausreichend lang sind, denn es kann in der Praxis vorkommen, dass eine Klammer erst nach 5 bis 10 mm unter der Oberfläche einen festen Passsitz im Material findet. Empfohlen wird daher eine Erhöhung der nach DIN erforderlichen Einbindelängen für Klammern und Nägel um 25 %.

Latten:

Schnitthölzer mit Querschnittsflächen nicht größer als 32 cm˛ und einer Breite bis 80 mm: bei Dachlatten beträgt das Seitenverhältnis des Querschnitts höchstens 1:2.

Laubholz:

Durch blättertragende Bäume aus der botanischen Gruppe der Angiospermen erzeugtes Holz. Im Gegensatz zu den Nadelhölzern besitzen Laubhölzer als dritte Zellart zusätzlich Gefäße, die im Querschnitt als Poren bezeichnet werden.

Lederholz:

die starken, lederartigen Bastfasern der Schößlinge von Dirca palustris, einer zu den Seidelbastgewächsen (Daphnoideen) gehörigen Pflanze des südlicheren Nordamerika, sind 1 - 1,5 m lang und werden zur Anfertigung von Stricken und Matten verwendet.

Leidspindeleinrichtung:

Erstmalig gezeichnet von Leonardo da Vinci (1459 - 1519). Die Leitspindel schafft einen meist durch Zahnräder (Vorgelege) übertragenen, mit der Umdrehung der Arbeitsspindel koordinierten Vorschub des starr geführten Supportwerkzeugs.

Leim:

Ursprünglich Klebstoff auf Eiweißbasis. Undifferenzierter Unterbegriff der Bezeichnung Klebstoff, meist im holzverarbeitenden Gewerbe. Der Begriff schließt Klebstoffe auf tierischer, pflanzlicher und synthetischer Basis ein

Leim:

(lat. Gluten, frz. Colle, engl. Glue). Eine Reihe Tierischer Stoffe, wie Knochen, Knorpel, Häute und Bindegewebe, besitzen die Eigenschaft, obgleich selbst in kaltem und heißem Wasser unlöslich, durch anhaltendes Kochen mit Wasser unter Verlust ihrer Form in eine klebende Lösung, die beim Erkalten gallertartig erstarrt, überzugehen, und werden daher als leimgebende bezeichnet. Die Leimsiederei verwendet demnach als Ausgangsstoff die Abfälle von Fleischereien, Gerbereien und Abdeckereien, wie Hautabschnitzel, Flechsen, Gedärme, Kalbs- und Hammelfüße, Ohrlappen, und benutzt auch die Felle von Hasen und Kaninchen, denen das Haar für die Hutmacherei abgeschoren ist, ferner havarierte Häute, Abfälle von Pergament, Weiß- und Handschuhleder als Leimgut. Nach der chemischen Zusammensetzung unterscheidet man das Kollagen, welches die eigentliche Leimsubstanz, das Glutin (Haut- oder Knochenleim) liefert, und das Chondrogen, aus welchem das Chondrin (Knorpelleim) gewonnen wird. Das letztere kommt wegen seiner geringen Bindekraft weniger in Betracht. Um eine Fäulnis der leicht zersetzlichen tierischen Stoffe zu verhindern, werden sie entweder mit Karbolsäure behandelt, oder getrocknet oder in Kalkmilch eingelegt. Das letztere Verfahren hat gleichzeitig den Vorteil, daß es das Fett und andere lösliche Stoffe entfernt, macht aber eine spätere Wässerung erforderlich, weil der Kalk für die Bildung und Beschaffenheit des Leims verderblich ist. Aus dem gleichen Grunde werden Knochen vor ihrer Verarbeitung meist so lange mit verdünnter Salzsäure mazeriert, bis nur die organische Substanz zurückbleibt. Nach erfolgter Wässerung breitet man die Masse in dünner Schicht aus, um die noch vorhandenen Kalkspuren in unlöslichen kohlensauren Kalk überzuführen, oder man behandelt sie zur Bleichung auch wohl mit schwefliger Säure. Zum Versieden des Leimgutes bediente man sich früher meist mit Siebboden versehener Kessel auf offenem Feuer, ist aber jetzt dazu übergegangen, das in geschlossenen Zylindern auf etagenförmigen Sieben angebrachte Leimgut mit Dampf zu extrahieren. Die unten angesammelte Leimlösung wird in bestimmten Zeiträumen abgezapft und, vielfach in Vakuumapparaten, eingedampft. Das zuerst erhaltene Erzeugnis, welches am kürzesten erhitzt worden ist, gibt die hellste und beste Sorte. Die folgenden zeigen nach und nach immer dunklere Färbungen und geringere Klebkraft. Die eingedampfte und durch Stehen geklärte Lösung wird dann filtriert, wenn nötig durch Einleiten von schwefliger Säure noch etwas gebleicht und in hölzernen oder metallenen Formen dem Gerinnen überlassen. Zum Zerschneiden der Gallerte bedient man sich gespannter Messingdrähte und bringt die erhaltenen Tafeln auf Rahmen mit weitem Draht- oder Bindfadengeflecht in die Trockenräume. Nach dem Trocknen, welches sehr vorsichtig in einströmender warmer Luft von allmählich steigender Temperatur erfolgen muß, taucht man die Tafeln zur Erzeugung des Glanzes einen Augenblick in heißes Wasser und trocknet nochmals schnell zu Ende. - Als Nebenerzeugnisse gewinnt man Knochenfett, präzipitiertes Kalziumphosphat und entleimtes Knochenmehl. - Eine besondere Abart, der Fischleim, wird in den Donaufürstentümern u. a. O. aus der Haut, den Blasen und Gedärmen von Knorpelfischen durch anhaltendes Kochen mit Wasser hergestellt und in Form zusammengerollter dünner Blättchen vom Aussehen der Hausenblase in den Handel gebracht. Die Hausenblase selbst ist kein eigentlicher Leim, sondern die getrocknete innere Haut der Schwimmblase, also unverändertes Kollagen. - Die Farbe des L. wechselt von hellgelb bis dunkelbraun, und ebenso ist der Grad der Durchsichtigkeit großen Schwankungen unterworfen. Im allgemeinen wird heller und klarer L. höher bewertet und für gewisse Zwecke ausschließlich benutzt. Jedoch hängt die Klebkraft keineswegs immer von diesen Eigenschaften ab, vielmehr ist der durch Kalziumphosphat fast immer milchig getrübte Knochenleim zum Kleben von Holz vortrefflich geeignet. - In kaltem Wasser quillt L. unter Aufnahme der 10 - 20 fachen Menge seines eigenen Gewichtes an Wasser auf und wird um so höher geschätzt, je größer diese Wasseraufnahme in 24 Stunden ist. Weiter verlangt man von ihm, daß er glänzend, hart und spröde und an der Luft trocken sei, beim Biegen kurz abbreche und einen glasartigen Bruch gebe. Der Wassergehalt soll 15 %, der Aschengehalt 1 - 5 % nicht übersteigen, da bereits Zusätze von 2 - 3 % Mineralstoffen die Klebkraft verringern. In kaltem Wasser darf guter L. selbst nach 48 Stunden nicht völlig zerflossen sein, muß aber mit heißem Wasser eine völlig neutrale Lösung geben. Das zuverlässigste Urteil über die Güte des L. bietet die Ermittelung der Klebkraft, indem man unter Innehaltung bestimmter Vorschriften Holzstücke aneinander leimt und das zum Zerreißen erforderliche Gewicht bestimmt. - In chemischer Hinsicht besteht gewöhnlicher L. der Hauptsache nach aus Glutin, neben welchem in geringer Menge Peptone, Farbstoffe und Mineralstoffe zugegen sind. Das Glutin gehört zu den Albuminoiden und unterscheidet sich von den Eiweißkörpern sowie dem Chondrin dadurch, daß es durch verdünnte Säuren, auch Essigsäure, leicht gelöst wird und nicht mit Ferrozyankalium, Alaun, Eisenvitriol und Bleizucker Niederschläge liefert. Durch Gerbsäure wird Glutin aus wäßriger Lösung gefällt. Beim Kochen mit verdünnten Säuren oder Laugen gibt es zum Unterschiede vom Chondrin Glykokoll (Leimzucker). - Von den zahlreichen nach Städten gebildeten Handelsbezeichnungen (Kölner, Breslauer, Nördlinger, Reutlinger, Kahlaer, Mühlhäuser L.) sind die meisten außer Gebrauch gekommen, mit Ausnahme des Kölner L., unter welchem man eine besonders helle, durchscheinende Sorte versteht. Russischer L., eine mit weißer Mineralfarbe (Bleisulfat, Bleiweiß, Zinkweiß, Kreide) vermischte gewöhnliche Leimmasse, welche auch als weißer L. bezeichnet wird, hat keinerlei Vorzüge, sondern höchstens verminderte Klebkraft. An Stelle der alten Ursprungsnamen bedient man sich neuerdings mehr der Bezeichnungen: hell, fein, mittelfein, mittel. - Der L. findet als allgemeines Klebemittel ausgedehnte Verwendung. Hellere Sorten dienen zu Weberschlichte, zur kalten Vergoldung, zu Leimfarben, in der Hutmacherei zum Appretieren von Strohhüten, zur Papierleimung, zur Herstellung von Hektographenmasse, zum Ausfällen des Gerbstoffs aus Farbholzabkochungen, dunklere als Tischler- und Buchbinder-L. - Von besonderen L.-Präparaten seien noch folgende erwähnt: Elastischer Leim für die Schwärzwalzen der Buchdrucker und für Formen der Galvanoplastik und Gipsgießerei besteht aus gleichen Teilen L. und Glyzerin. - Flüssiger L. wird durch Zusatz von Säuren, hauptsächlich Salpetersäure, Essigsäure, Salzsäure zu konzentrierter Leimlösung dargestellt. Besonders bewährt haben sich folgende Vorschriften: 100 L., 100 Wasser, 6 - 12 rohe Salpetersäure, oder 40 L., 40 Essig, 10 Spiritus und 5 Alaun. Bei aller Handlichkeit findet der flüssige L. doch nur beschränkte Anwendung, weil durch die Säure die Klebkraft leidet und Farben angegriffen werden. Die im Handel befindlichen Erzeugnisse enthalten übrigens oft gar keinen Leim, sondern bestehen aus Lösungen von Gummiarabikum mit ein paar Prozent Aluminiumsulfat. - Mundleim, der in Täfelchen zum Verkauf kommt und nur mit dem Speichel benetzt zu werden braucht, entsteht durch Auflösen von 2 Teilen L. oder Gelatine und 1 Teil Zucker in 3 Teilen Wasser und Eindampfen auf 4 Teile. - Chromleim endlich erhält man durch Mischen einer konzentrierten Lösung von 1 Teil Kaliumdichromat mit der erwärmten Lösung von 5 Teilen L. in 45 Wasser. Er dient zum Kitten von Glas, zum Leimen von Pergamentpapier und zum Wasserdichtmachen von Kofferüberzügen, indem er, dem Sonnenlichte ausgesetzt, mit dem L. eine unlösliche Chromoxydverbindung liefert. Wegen seiner Lichtempfindlichkeit spielt er ebenfalls beim Pigment- und Lichtdruck und der Photogalvanographie eine Rolle.

Leinöl:

(lat. Oleum lini, frz. Huile de lin, engl. Linseed-oil), das fette trocknende Öl aus den Leinsamen (s. d.) ist wie diese selbst ein wichtiger Handelsartikel. Die zur Ölgewinnung bestimmten Körner, der sog. Schlaglein, stammen hauptsächlich von den zur Fasergewinnung gebauten Pflanzen, haben also, da diese immer vor völliger Reife gezogen werden, nicht den vollen Ölgehalt, wie die zur Aussaat gezogenen reifen Körner, der Saatlein, von welcher höherwertigen Sorte nur das zu alt gewordene oder sonst verdorbene Gut noch dem Schlaglein zufällt. Die Gewinnung des Öls geschieht mit den gewöhnlichen Mitteln der älteren oder neueren Ölmüllerei und besteht hauptsächlich im Zerkleinern der Samen auf Stampf- oder Walzwerken, oder zwischen Mühlsteinen, und Auspressen des so erhaltenen Pulvers in Säcken mittels Keil-, Schrauben- oder hydraulischen Pressen. In der Regel wird warm gepreßt, indem man das Mahlgut über Feuer oder mit Dampf auf Platten bis gegen 90° C erhitzt, dabei fleißig wendet und dann gleich in die Presse gibt. In der Hitze gerinnt das Sameneiweiß und das Wasser verdampft, das Öl läuft daher dünnflüssiger und reiner und zugleich in größerer Menge ab, als wenn keine Hitze angewandt würde. Die Ausbeute beträt 25 bis 27 %, während bei dem in einigen Gegenden, besonders Rußland, Polen, Sachsen, bevorzugten Kaltpressen nur 20 - 22 % Öl gewonnen werden. Das Verfahren der Extraktion wird bei Leinsamen nur selten angewandt. Reines kalt gepreßtes L. hat ein spez. Gew. von 0,930 bis 0,940 und erstarrt bei -16°. Die häufigste und wichtigste Verwendung des Öles ist die zu Firnissen (s. d.), zu denen aber nur altes Öl, das bei ein- bis zweijährigem Lagern den größten Teil seiner schleimigen Bestandteile ausgeschieden hat, benutzt werden soll. Als Verfälschungsmittel hat man Rüb-, Senf-, Hanf-, Baumwollsamenöl, Fischtran, Mineralöl, Harzöl, Ölsäure (Olein), Fettsäuren aus Wollfett, Aleuritesöl usw. beobachtet. Ihr Nachweis ist meist nur auf chemischem Wege möglich, jedoch liefert oft schon ein Probesieden auf Firnis wertvollen Aufschluß. Eine Reinigung von schleimigen Teilen wird durch Schütteln mit heißem Wasser, heißer Kochsalzlösung, Eisenvitriol, Vermischen mit Schnee, Durchfrierenlassen und Wiederauftauen bewirkt, während längeres Aussetzen an Licht und Sonne das Öl heller macht. - Minder wichtige Anwendungen des L. sind noch die Bereitung von Schmierseife, Buchdruckerschwärze und Arzneimitteln, wie Schwefelbalsam und Brandsalbe. Frisch geschlagenes Leinöl bildet in einigen Gegenden Deutschlands, besonders der Mark Brandenburg, ein geschätztes Speiseöl. Zu Leuchtzwecken ist es, als stark rußend, nicht zu gebrauchen. Die Preßrückstände bilden als Leinölkuchen ein wertvolles Viehfutter und dienen getrocknet und wieder gepulvert als Leinkuchenmehl (lat. Farina seu Placenta lini, frz. Gâteau de lin, engl. Linseed cake) auch zu erweichenden Umschlägen.

Leiste:

Leiste:12-38 mm starkes und 25-63mm breites Holzteil href="http://wwwholzwurm-page.de">wwwholzwurm-page.de

Leisten:

Schnitthölzer mit Querschnittsflächen nicht größer als 32 cm˛ und einer Breite bis 80 mm: bei Dachlatten beträgt das Seitenverhältnis des Querschnitts höchstens 1:2.

Leitgewebe:

Ist für den Stofftransport (Saftströme) zuständig, besteht aus Gefäßen (Poren) bei Laubhölzern bzw. Frühholztracheiden bei Nadelhölzern.

Letternholz.:

Mit diesem Namen bezeichnet man im Handel verschiedene Hölzer, so das in der Feintischlerei hochgeschätzte und zur Herstellung von Violin- und Spannbogen verwendete Holz von Machaerium Schomburghii, eines in Guyana heimischen, zu den Papilionazeen gehörigen Baumes, ferner das Holz der zur Familie der Euphorbiazeen gehörigen Amanoa guyanensis, ebenfalls aus Guyana, und endlich das Holz der zu den Artokarpeen gehörigen, in Südamerika heimischen Piratinera guyanensis.

Lichtausschnitt:

In diesen Ausschnitt setzt man eine beliebige Glasscheibe ein. Lichtöffnungen setzen tolle Akzente und bringen Helligkeit in einen Raum. Lichtöffnungstüren sind allerdings teurer, da der Lichtausschnitt in der Tür zusätzlich verleistet ist, damit eine Glasscheibe halt findet. Die Glasleiste, entweder foliert, furniert oder massiv.

Lichtöffnung:

In diesen Ausschnitt setzt man eine beliebige Glasscheibe ein. Lichtöffnungen setzen tolle Akzente und bringen Helligkeit in einen Raum. Lichtöffnungstüren sind allerdings teurer, da der Lichtausschnitt in der Tür zusätzlich verleistet ist, damit eine Glasscheibe halt findet. Die Glasleiste, entweder foliert, furniert oder massiv.

Lignin:

Charakteristischer Bestandteil der Zellwände verholzter pflanzlicher Gewebe. Lignin zählt zu den am häufigsten vorkommenden pflanzlichen Naturstoffen. Es ist eine komplexe hochpolymere Verbindung, aus der etwa 25% der gesamten Holzsubstanz bestehen, und die sehr ungleichmäßig über die Zellwand verteilt ist: Etwa 75% bis 90% der gesamten Ligninmenge sind in der Mittellamelle und in der (äußeren) Primärwand der Zellen konzentriert, der Rest ist über die breite Sekundärwand verteilt, die überweigend aus Cellulose besteht. Im Gegensatz zur Cellulose mit ihren langen Kettenmolekül ist das dreidimensional vernetzte Lignin unelastisch und verleiht den Zellwänden Steifigkeit und Druckfestigkeit; außerdem wirkt es als "Verbindungsmittel" zwischen den einzelnen Zellen.

Linaloeholz:

(Linalue, Linanue), das Holz verschiedener Burserazeen, wie Bursera aloëxylon, Delpechiana Poiss., ferner von Elaphrium graveolens, nach anderen von Amyris Linaloe, ist sehr reich an ätherischem Öl und besitzt deshalb einen starken, sehr angenehmen Geruch. Das in frischem Zustande gelblichweiße, nach mehrjähriger Lagerung hellbräunlich und geruchlos werdende Holz wächst in den heißen Tälern der westlichen mexikanischen Kordilleren, namentlich in der Gegend von Misteca bei Matamoros. Eine andere Sorte von Linaloeholz kommt neuerdings auch aus Kayenne, wo es gleichfalls zur Destillation von Linaloeöl benutzt wird. Dieses Holz stammt aber nicht von einer Burserazee, sondern wahrscheinlich von der zu den Laurazeen gehörigen Ocotea caudata ab.

Lindenholz:

(lat. Lignum tiliae, frz. Bois de tilleul, engl. Linden wood), das Holz der verschiedenen Lindenbäume, stammt am häufigsten von der kleinblättrigen oder Winterlinde, Tilia parvifolia, die über ganz Europa verbreitet ist und namentlich in Rußland sowie im gemäßigten Asien große Wälder bildet, während die großblättrige oder Sommerlinde (Tilia grandifolia) einen viel beschränkteren Verbreitungsbezirk hat und hauptsächlich in Süddeutschland und Österreich angetroffen wird. Das L. ist weiß, etwas ins Graue und Rötliche spielend, sehr weich und leicht, aber doch auch zähe, dicht und von sehr gleichmäßigem Gefüge. Es besitzt wenig hervortretende Jahresringe, spaltet Licht, aber nicht eben, läßt sich nach verschiedenen Richtungen hin leicht bearbeiten, ohne auszubröckeln, und eignet sich daher vorzüglich zu Bildhauerarbeiten. L. nimmt, wenn auch schwierig, eine schöne Politur an und steht im Trocknen sehr gut, geht aber bei Feuchtigkeit bald zugrunde und ist dem Wurmfraße sehr ausgesetzt. Es wird auch zu Zeichenbrettern, als Modellierholz, von Instrumentenmachern, Drechseln und Tischlern viel benutzt. Das Holz der Winterlinde ist etwas dunkler, zäher und härter als das der Sommerlinde. Die aus L. bereitete Holzkohle (lat. Carbo tiliae, frz. Charbon de tilleul, engl. Lindenwood charcoal), wird als Zahnpulver benutzt.

Linoleum:

Linoleum ist ein reines Naturprodukt, das auf einer mit Nut & Feder versehenen Holzfaserplatte aufgebaut ist. Es ist hygienisch und trittelastisch.

Lochlaibungsfestigkeit:

Wird ein Verbindungsmittel auf Abscheren beansprucht, wird der befestigte Werkstoff (bspw. OSB) auf seine Lochlaibungsfestigkeit beansprucht. Folglich ist die Lochlaibungsfestigkeit der Widerstand, welcher die Platte im Kontaktbereich dem Verbindungsmittel entgegensetzt.

Longitudinal:

Parallel zur Hauptachse eines Baumstammes oder Astes, beschreibt somit die axiale Richtung der vorherrschenden Zellstruktur; entspricht der Bezeichnung "längs zur Faser".

Luftdichtheit:

Unter Luftdichtheit versteht man allgemein das Verhindern des Durchströmens von Luft durch die Bauteile. Um die Luftdichtheit eines Gebäudes zu gewährleisten, müssen konstruktive Maßnahmen getroffen werden. Die Außenbauteile sind so zu konstruieren, dass keine offenen Fugen entstehen bzw. Stoßfugen durch Abkleben mit geeignetem Klebeband luftdicht ausgeführt werden. Wanddurchdringungen sind zu vermeiden und wenn, dann mit Installationsebene. Einbauteile. wie z. B. Steckdosen, sind mit winddichten Hohlraumdosen luftdicht einzubauen. Nicht luftdichte Bauteile lassen hohe Heizwärmeverluste entstehen. Die Luftdichtheit ist durch den Blower-Door-Test messbar.

Luftschadstoffe:

Menschen produzieren über 2000 verschiedene Luftschadstoffe, vor allem Abgase aus dem Straßen- und Flugverkehr, aus Industrie und Hausbrand.

Luftschallbrücke:

Luftschallbrücke entsteht durch Spalten oder Risse in Holzdecken.

Lufttrocken:

Abgekürzt: lutro, Feuchtegleichgewicht des Holzes im Außenklima, in unserem Klima ca. 15%, schwankend je nach Jahreszeit zwischen ca. 12% und 20% (siehe auch Freilufttrocknung, Technische Trocknung).

Lufttrocknung:

luftgetrocknetes Holz

Lumen:

Der von der Zellwand eingeschlossene Hohlraum einer Zelle.

Luzienholz:

nennt man sowohl das wohlriechende Holz des Mahalebkirschbaumes, von dem die sog. Weichselrohre kommen (s. d.), als auch das weiße bis gelbliche Holz der Traubenkirsche (Prunus Padus), das zu Tischler- oder Drechslerarbeiten benutzt wird. Noch geschätzter ist das Holz des amerikanischen immergrünen Traubenkirschbaumes von Karolina, das in der Färbung dem Mahagoniholz gleicht. Es dient als sog. falsches Mahagoni zur Herstellung von Möbeln, die mit der Zeit ein immer schöneres Aussehen erhalten.

Längs zur Faser:

Bedeutet üblicherweise parallel zur Faserrichtung.

Längsrisse:

Auch Trocknungsrisse genannt; Trennung der Holzzellen längs zur Faser aufgrund ungleichmäßiger Schwindung; am häufigsten auf Hirnflächen von Schnittholz vorkommend.

Lärchenholz:

(Lerchenholz) von Larix europaea, erscheint im Splinte weiß, sonst rötlich, braunrötlich oder rotgelb, bei alten Stämmen zuweilen dunkel geflammt. Es ist sehr harzreich, wenig dem Werfen und nicht dem Wurmfraß unterworfen und daher ein ausgezeichnetes, sehr dauerhaftes Bauholz für Land- und Wasserbauten, Mastbäume und Eisenbahnschwellen, während die jungen Stämme als Hopfen- und Telegraphenstangen benutzt werden. Als Brennholz steht es im Werte zwischen Kiefer und Fichte.

Lösungsmittel:

Flüchtige (verdunstende) Flüssigkeiten, die als Hilfsmittel im Klebstoff enthalten sind um ihn verarbeitbar zu halten. Sie sind in der Regel leicht entzündlich. Mit dem Verdunsten der Lösungsmittel bindet der Klebstoff ab

Lünette:

(frz.)Eigentlich: kleiner Mond, weil die "Mondform" des umgreifenden Bogens die Dreipunktsicherung gegen das Durchbiegen langer Drehstücke bietet.

M


Mahagoniholz:

(Mahoniholz, frz. Bois d'acajou, engl. Mahogany) nennt man eine Reihe wertvoller Nutzhölzer, die von verschiedenen Pflanzen abstammen. Als echter Mahagonibaum hat jedoch nur die in Mittelamerika und Westindien wachsende Swietenia mahagoni aus der Familie der Zedreleen zu gelten, deren Holz je nach Klima und Standort große Unterschiede aufweist. Auf den Inseln bleibt der Baum zwar wesentlich kleiner, hat aber schöneres Holz, welches meist als sog. spanisches in Blöcken von 45 - 50 cm Querschnitt und 3 m Länge in den Handel kommt, während das vom Festlande, besonders aus Honduras stammende, möglicherweise von Swietenia multijuga, dicker und bis 4 m lang ist. Das feinste und dichteste Holz liefern die Bäume aus hohen trockenen und felsigen Lagen, doch wird auch das schwammige, grobfaserige Holz des feuchten Tieflandes als Blindholz und Unterfurnier verarbeitet. Das echte M. von guten Standorten ist dicht, hart und schwer, im Trocknen wie unter Wasser sehr dauerhaft und gegen Würmer unangreifbar. Es schwindet sehr unbedeutend, ist dem Verwerfen und Reißen weniger unterworfen als irgendein anderes Nutzholz und nimmt eine schöne Politur an. Die Farbe ist an neuem Holze gewöhnlich heller, rotgelb bis hellbräunlich, dunkelt aber allmählich bis ins Kastanienbraune nach. Auch zeigt sich meist eine schöne Zeichnung mit abwechselnden, verschieden gefärbten Adern, Streifen, Wellen, Flammen, feinen Jahresringen, seidenartig glänzenden Markstrahlen und als feine Ringe erscheinenden Poren. Außer den erwähnten Blöcken kommt das Holz auch in Form von Planken in den Handel, und schließlich gewinnt man noch aus den ästigen Stammteilen und Auswüchsen schönes Maserholz und das sog. Pyramidenholz, bei welchem die Flammen sich nach entgegengesetzten Richtungen verbreiten. - Von anderen als M. bezeichneten Hölzern wird das afrikanische, auch Madeira-M. oder Kailzedraholz genannte, zu Möbelfurnieren, feinen Kasten für Mikroskope, Gewichtssätze u. dgl. viel verbraucht. Es stammt von Kaya senegalensis und ist dem echten Holze noch am ähnlichsten, jedoch härter als dieses. Von ostindischen Zedreleen wird das sog. Atlasholz mit schönem Seidenglanze gewonnen, und von Eukalyptusarten das dichte, rote, veilchenartig riechende neuholländische M. Weißes M. ist das Anakardienholz.

Makroskopische Merkmale:

Mit dem bloßen Auge oder unter leichter Lupenvergrößerung (meist 10fach) sichtbare Kennzeichen des Holzes, z.B. gewisse Strukturmerkmale wie Jahrringverlauf, Frühholz- und Spätholzanteil, Poren, Holzstrahlen, Längsparechym, Harzgänge; zu unterscheiden von den mikroskopischen Merkmalen.

Mann:

Mann alte Bez. für Verstrebungsfigur

Mansarddach:

Das Mansarddach ist ein Knickdach, dessen unterer Teil steiler ist als der obere. Dadurch läßt sich der Dachraum leichter für Wohnzwecke ausbauen.

Markflecken:

Rosabraune und sehr unterschiedlich große Flecken, die nach einem Befall von Minierfliegen in der rindennahen Wachstumsschicht entstehen; im Querschnitt meist nierenförmig und bis 2 cm breit, im Längsschnitt bis 10 cm lang.

Markröhre:

Auch Mark gennant. Zentrale Röhre im Stamm innerhalb des ersten Jahrrings, in Farbe und Struktur vom umgebenden Holz abweichend (wird insbesondere bei der Sortierung von Profilbrettern mit Schattennutberücksichtigt). Nicht zu verwechseln mit dem Herz. href="http://www.holzwurm-page.de.de">www.holzwurm-page.de.de

Markstrahlen:

Quer zur Faser verlaufende und auf die Markröhre gerichtete Bänder aus Speicherzellen. Sie erscheinen auf Querschnitten als feine, oft nur mit der Lupe erkennbare Linien (\"Strahlen\") und auf dem Radialschnitt als "Spiegel", teils so breit, daß sie das Holzbild, wie bei den Eichen, wesentlich beeinflussen.

Masarde:

Mansarde ist ein ausgebautes Dachgeschoß, Dachraum

Maserholz:

Vom normalen Wuchs durch Faserwirbel abweichende Struktüren; sie ergeben beim tangentialen Einschnitt oder durch Schälen überwiegend rundliche Formen, wie z. B. bei Rüster. Maserholz kann in Knollen oder auch in Stämmen vorkommen.

Maserwuchs:

Eine Wuchsanomalie mit stark veränderten Holzstruktüren, kann z.B. zu sehr dekorativen Furnier-Textüren führen. Entstehung durch gehäuft vorhandene Präventivknoten ("schlafende Augen"), die immer wieder im Wachstum unterbrochen und überwallt werden; dadurch entstehen entweder im Wurzelbereich (Wurzelmaserknollen) oder im Stammbereich (Maserstämme) mehr oder weniger große beulen- oder knollenartige Auswüchse.

Massivholz:

(=Vollholz) Vollholz liegt im Unterschied zu den durch Trennen des Holzes und erneutes Zusammenfügen mit unterschiedlicher Faserrichtung hergestellten Holzwerkstoffen - in seiner unveränderten gewachsenen Struktur vor. Vollhölzer werden als Schnittware (Balken, Bohlen, Bretter, Leisten, Pfähle, Stempel, Masten oder Schwellen) verwendet.

Massivholzdielen:

Massivholzdielen sind durch und durch massiv. Um Fugenbildungen zu vermeiden, werden diese Dielen genagelt. Es gibt sie fertig behandelt oder roh. Massivholz kann oft renoviert werden und ist daher lebenslang haltbar und schön.

Mauerlatte:

Kantholz auf Mauerkrone liegend

Mechanische Spannung:

Maß für die Beanspruchung eines Körpers durch äußere Kräfte. Zahlenmäßig die einwirkende Kraft bezogen auf eine Flächeneinheit (siehe auch Trocknungsspannungen).

Medium-Density-Fibreboard:

(mitteldichte Faserplatte)Bei der Herstellung von bautechnischen MDF-Platten gibt es zwei Verfahren: Das eine ist das als umweltbedenklich eingestufte Nassverfahren, das andere Herstellungsverfahren ist ein Trockenprozess, durch den auch die Kronotec MDF hergestellt wird. Dieser Trockenprozess bringt Plattenwerkstoffe mit guten Festigkeiten für baustatische Anwendungen hervor. Hochwertige heimische Nadelholzarten, wie Fichte und Kiefer, werden mittels eines Refiners verfasert und mit geringen Anteilen an Bindemitteln versehen. Die Fasern werden getrocknet, zu einem Faserflies gestreut und auf einer Endlospresse schonend unter Hitze und Druck in bis zu 2,80 m breite Plattenstränge verpresst. Die verwendeten Bindemittel sind formaldehydfrei und bauökologisch unbedenklich. Die bautechnischen MDF-Platten sind als diffusionsoffen zu bezeichnen und eignen sich daher hervorragend im Wandbereich als äußere Beplankung und im Dachbereich als Dachplatte.

Mehretagenpresse:

Veraltete Technologie zur Herstellung von Holzwerkstoffplatten. In mehreren übereinander geordneten Pressregistern werden Platten mit einem festgelegten Grundformat unter Hitze und Druck zu Holzwerkstoffplatten verpresst. Nachteilig ist die enge Formatbegrenzung der Mehretagenpresse.

Mehrfach-Poren:

Zwei und mehr in radialer Richtung dicht beieinanderliegende Poren.

Meißel:

Flaches Eisen, beidseitig an der Arbeitsseite geschliffen, wird von den Drehslern Meißel genannt, obwohl seine Form den sonst üblichen Umgang mit dem Meißel ausschließt.

Meristem:

Bildungs- und Teilungsgewebe (Grundgewebe) der Pflanzen. Zu unterscheiden ist u.a. zwischen dem das Längenwachstum bewirkenden Vegetationskegel an der Spitze von Sprossen und Wurzeln und dem Verdickungsring (Kambium), der durch Zellteilung und -abscheidung das Dickenwachstum veranlaßt.

Messerfurnier:

Schichtweises Abtrennen (Messern) einzelner dünner Holzblätter (Furniere) von einem aufgespannten Stamm oder Stammteil durch ein parallel zur Auflagerebene oder senkrecht zu dieser wirkendes Messer (horizontal oder vertikal arbeitende Furniermessermaschine).

Messerrisse:

Beim Schälen oder Messern von Furnier durch Biegebeanspruchung des Furnierblattes auf der dem Messer zugekehrten Seite in regelmäßigen Abständen entstehende feine, sichelförmige Risse (sog. Haarrisse). Die Rißtiefe ist von der Holzart, der Vorbehandlung, den Schneidbedingungen und der Furnierdicke abhängig (siehe auch Offene Seite und Geschlossene Seite).

Metallschrot:

Schrot: althochdeutsch. Abgeschnittenes, kleines Stück. Kleine Metallstücke, die durch ihre Kleinheit sich als Schüttgut leicht verdichten lassen (vergleiche: Schrotpatrone).

Meterriß:

Ist der Rohbau fertig und es wird mit dem Innenausbau begonnen, legt man den Meterriß fest: Im Plan sind zwar alle Einbaumaße enthalten, aber sie werden immer von der Oberkante des fertigen Fußbodens (OKFF) angegeben - und der ist noch nicht gelegt. Der Rohfußboden ist aber nicht eben. Nun wird mit Hilfe eines Nivelliergerätes, einem Lasergerät oder einer Schlauchwaage gnau 1 m OKFF an jeder Tür, jedem Fenster der endgültige Meterriß angegeben, nach dem sich in Zukunft alle Handwerker richten müssen. Von hier aus können alle Maße exakt nach dem Plan ausgerechne, alle Geräte, Leitungen usw. eingebaut werden

Mindestdachneigung:

Mindestdachneigung ist die unterste Dachneigungsgrenze bei Dachdeckungen, die nicht unterschritten werden darf. Sie liegt immer unter der Regeldachneigung.

Mineralische Einlagerungen:

Meist nur mit dem Mikroskop erkennbare Teilchen, die häufig aus Kiesel (SiO2) oder Karbonaten bestehen. Sie sind für bestimmte Arten charakteristisch, wie z. B. für Kosipo, und können bei der Bearbeitung des trockenen Holzes die Werkzeuge stärker stumpfen. Vereinzelt können auch grobe, steinartige Einlagerungen vorkommen und Werkzeuge erheblich beschädigen. (siehe auch: Kalkflecken, Kernstoffpartikel)

Mischbestände:

Bestände aus zwei oder mehr Baumarten (Mischwald). Die vorkommenden Baumarten haben je nach Häufigkeit und Verteilung Einfluss auf die ökologischen Verhältnisse. href="http://www.wald-online.de">www.wald-online.de

Mischungsverhältnis:

Verhältnis, in dem die Komponenten von Zwei- und Mehrkomponentenkleber und eventuelle Füllstoffe miteinander gemischt werden müssen, um das gewünschte Klebeergebnis zu erhalten

Mittellage:

Bei Sperrholz die innere Lage, auf der beidseitig je eine (dreilagiges Sperrholz), zwei (fünflagiges Sperrholz) oder mehr Lagen symmetrisch aufgeleimt sind. Die Mittellage kann aus Furnier (Furniersperrholz), aus Holzstäben (Stab- und Stäbchensperrholz) oder aus einem anderen Werkstoff (zusammengesetztes Sperrholz) bestehen. Bei mehrschichtigen Spanplatten spricht man von Mittelschicht.

Mittelpfette:

Mittelpfetten finden dann Anwendung, wenn ein Sparrendach aufgrund zu hoher Spannweiten nicht mehr wirtschaftlich ausgeführt werden kann. Die Mittelpfette dient dabei als mittlere Unterstützung des Sparrens und aus dem vorherigen Einfeldträger des Sparrens wird ein Zweifeldträger. Mittelpfetten werden in Kombination mit Fuß- und in manchen Fällen auch mit Firstpfetten angeordnet. Mittelpfetten müssen in bestimmten Abständen abgestützt werden und können als Durchlaufträger oder Gelenkpfette ausgebildet werden.

Mittelriß:

Eingedrehte Richtmarke. Im Sprachvergleich bedeutet Riß (Aufriß, Grundriß) die verbindlichere Form, weil eingekerbt, mit dem Werkzeug gerissen, gegenüber dem Strich, der ein in der Luft gestrichenes Zeichen ist, also verwischt werden kann.

Mittelwald:

Ist eine Zwischenform von Niederwald und Hochwald. Im Mittelwald kommt sowohl eine Unterschicht aus Stockausschlägen als auch eine Oberschicht aus hochgewachsenen Stockausschlägen oder aus Samen erwachsenen Bäumen vor. Die Oberschicht diente als Bauholz, die stockschlägige Unterschicht der Brennholznutzung. href="http://www.wald-online.de">www.wald-online.de

Mondphasenholz:

Besonders hochwertiges Holz, das insbesondere in Skandinavien im Winter zur Zeit der Saftruhe in der letzten Woche vor Neumond geerntet wird.

Mondringe:

Jahrringe im Kernholz, deren Farbe und Eigenschaften hinsichtlich der Verwendung sich kaum von denen des Splintholzes unterscheiden. Tritt vor allem bei Eiche auf.

Monokotyledonen:

Gehören zu der Pflanzengruppe, deren Samen von einer vollkommen geschlossenen Hülle umgeben sind (bedecktsamige Pflanzen); hierzu zählen neben den Monokotyledonen (Einkeimblätter, z.B. alle Gräser) die Dikotyledonen (Zweikeimblätter), worunter wiederum alle Laubholzbäume fallen.

Montageschaum:

Mit speziellem Montageschaum (1- oder 2-Komponentenschaum) wird die Verkeilung der Zarge gesichert. Verwenden Sie nur Montageschaum für Türen und lesen die Gebrauchsanleitung gut durch. Vorsicht: der Schaum kann bei Kontakt an den sichtbaren Stellen zu Verfärbungen an Tür und Zarge führen.

Morsekegel:

Maschinenteil. Flachkonischer Kegelstumpf, der die Werkzeug, z.B. Mitnehmer, festhält. Der flachkonische, im flachen Winkel von 1,25°-1,30° gebildete Kegelstumpf wird auch für angedrehte Kanteln usw. verwendet.

Morsekonus:

Maschinenteil. Flachkonischer Kegelstumpf, der die Werkzeug, z.B. Mitnehmer, festhält. Der flachkonische, im flachen Winkel von 1,25°-1,30° gebildete Kegelstumpf wird auch für angedrehte Kanteln usw. verwendet.

Mosaikparkett:

Mosaikparkett ist eine Variante des Fertigparketts. Es ist ca. 8 mm stark und kennzeichnet sich durch sein Würfelmuster aus.

Musterböden:

Musterböden sind Designer- oder klassische Schloßböden mit interessanter Gestaltung.

Mykorrhiza:

Sind Wurzelpilze, die mit den höheren Pflanzen in Symbiose leben. Die mit dem Wurzelsystem verwachsenen Pilze übernehmen dabei teilweise oder in Einzelfälle fast vollständig die Wurzelfunktionen, indem sie die Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen versorgen (insbesondere mit Stickstoff und Phosphat) und dafür organische Stoffe (Kohlenhydrate) erhalten.

Myzel:

Die Gesamtheit der Hyphen (Pilzfäden), die teils einzeln, teils zu Strängen verflochten das Substrat (Holz) durchziehen. Bei flächenförmiger, filziger Ausbreitung des Myzels spricht man von Myzelflächen, bei nur lockerer, watteartiger Verflechtung der zarten Lufthyphen von Myzelwatte; beide Oberflächenmyzelbildungen sind häufig mit bloßem Auge gut erkennbar.

Mönch:

(Nonne) Dachziegel ohne Verfalzung; dies sind zwei zusammengehörige konisch geformte Hohlziegel, wobei der Nonnenziegel größer ist; wenig geeignet sind diese Ziegel für rauhes Feuchtklima, da sie eine stark profilierte Dachfläche abgeben

Mörtelunterfugte Schwelle:

Das Fußrähm von Außenwand und Innenwand im Erdgeschossbereich wird mit Mörtel der Mörtelgruppe 2 unterfugt. Dieses erfolgt zur Vermeidung von kapillaren Feuchtewanderungen und ungleichmäßigen Setzungen.

N


Nachgeschnittenes Holz:

Nach dem Trocknungsprozeß nochmals geschnittenes Holz.

Nachhaltigkeit:

Bezeichnung für die ständige und optimale Erfüllung der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion der Wälder. Bezogen auf die Holzernte bedeutet das Prinzip der Nachhaltigkeit, dass nie mehr Holz eingeschlagen wird als nachwächst. Dadurch wird auch die Versorgung künftiger Generationen gesichert.

Nackte Bitumenbahnen:

Nackte Bitumenbahnen dies sind Rohfilzpappen, welche in -->Destillationsbitumen oder auch in Naturasphalt getränkt wurden, diese alleine haben keine dichtende Wirkung, sondern dienen nur als Träger für Dichtungsbeschichtungen aus Bitumen

Nadelholz:

Von nadeltragenden Koniferen (Nadelbäume) aus der botanischen Gruppe der Gymnospermen erzeugtes Holz. Bei ihnen fehlen die für Laubholz typischen Gefäße (Poren).

Narbe:

Einpressungen von Mitnehmern, Dornen, Schraubenlöcheren usw., die beim Einspannen an die Drehbank entstehen.

Nase:

Nase schmückende Vorsprünge im Fachwerk

Nassklebezeit:

Zeitspanne, innerhalb der eine Nassverklebung möglich ist

Naturharz:

Zähflüssiger Aussscheidungsstoff von Nadelbäumen, welcher als Grundstoff für Klebstoffe, Lacke und Kitte verwendet wird

Naturharze:

Die in den Harzgängen (Harzkanälen) zahlreicher Nadelhölzer gebildete Substanz; auch in Form von Harzansammlungen, wie z.B. in Taschen, Adern, Narben, aber auch bei Baumverletzungen auftretend.

Naturverjüngung:

Begründung des Waldes aus den Samen des bestehenden Bestandes oder vegetative Vermehrung, z. B. durch Stockausschläge oder Wurzelbrut.

Nenngröße:

Abmessung zur Angabe der geplanten Größe eines Bauteiles oder eines Gebäudeteiles

Nennmaß:

Die z.B. beim Verkauf angegebenen Abmessungen des Schnittholzes; im Nennmaß sind Sägeungenauigkeiten, Änderungen des Feuchtegehaltes und weitere Bearbeitungsstufen wie z.B. Hobeln noch nicht berücksichtigt (siehe auch Sollmaß).

Niederwald:

Aus Stockausschlag oder Wurzelbrut entstandener Waldbestand. Niederwälder wurden früher in sehr kurzen Umtriebszeiten meist zur Gerbrindengewinnung oder Brennholzerzeugung bewirtschaftet.

Niedrigenergiehaus:

Eine amtliche Definition gibt es nicht, denn ein Niedrigenergiehaus beschreibt keine bestimmte Bauform oder Bauweise, sondern eher einen Verbrauchsstandard. Als Bezugsgröße wird im allgemeinen der jährliche Heizwärmebedarf, bezogen auf einen Quadratmeter, gewählt. Ein Niedrigenergiehaus braucht für die Raumheizung 30-70 kWh pro m2 und pro Jahr. Das entspricht 3-7 l Heizöl.

Nijmoholz:

(Njimoholz) wird aus den Hinterländern von Kamerun teils in Form spärlich mit Rinde bedeckter Scheiben, teils in gleichmäßig berindeten Wurzelabschnitten eingeführt, die beide im Innern eine schöne gelbe Farbe sowie bisweilen rötliche Flecken zeigen und einen gelben alkoholischen Auszug mit lebhaft grüner Fluoreszenz liefern. Das Holz besitzt einen eigentümlichen Moschusgeruch und stammt wahrscheinlich von demselben Baume, welcher die Donndackerinde liefert.

Nodus:

(lat.) Knoten. Wird für Formen im Ablauf einer Gestalt gebraucht.

Nonne:

(Mönch)Dachziegel ohne Verfalzung; dies sind zwei zusammengehörige konisch geformte Hohlziegel, wobei der Nonnenziegel größer ist; wenig geeignet sind diese Ziegel für rauhes Feuchtklima, da sie eine stark profilierte Dachfläche abgeben.

Nutverbindung:

siehe gespundetes Holz

Nutzschicht:

Die Nutzschicht wird bei jedem Fertigparkett angegeben. Sie gibt letzlich an, wie oft ein Parkett renovierfähig ist, d.h. sie sagt etwas über die Lebensdauer des Parketts aus.

Nußbaumholz:

(Walnußbaumholz, frz. Bois de noyer, engl. Wood of nut-tree), das Holz von Juglans regia (vgl. Nüsse), bildet ein sehr beliebtes und wertvolles Nutzholz für die Möbeltischlerei. Es ist dunkelbraun, oft schwärzlich geadert und besitzt sehr charakteristische lange Poren, die jedoch nicht so groß sind, wie die des Eichenholzes. Das sehr feste und dauerhafte Holz nimmt eine sehr schöne Politur an und wird zu Bildschnitzereien und Drechslerarbeiten, Gewehrschäften und Furnieren verwandt. Auch die Knorren, Wurzelstöcke und Auswüchse sind wegen ihrer schönen Maserung sehr gesucht. Man unterscheidet im Handel italienisches, schweizerisches, rheinisches und böhmisches N. Das Holz junger Bäumchen ist noch weiß, aber sehr zäh und biegsam und wird daher zu Peitschenstielen verarbeitet. Als nordamerikanisches N. wird meist das Hickoryholz bezeichnet, jedoch kommt unter gleichem Namen auch das Holz einer anderen Nußbaumart, Juglans nigra, zu uns, das im Bau dem europäischen ähnlich und von gleichmäßig brauner Farbe ist.

Nägel:

Unterschieden wird zwischen Nägel mit glattem Schaft und Nägel mit profiliertem Schaft (Sondernägel). Zu den Sondernägeln gehören Schraubnägel und Rillennägel. Sie werden in die Tragfähigkeitsklassen I bis III aufgeteilt. Schraubnägel, wie Sparrennägel, werden vorzugsweise für holz und holzwerkstoffverbindungen eingesetzt. Rillennägel werden zur Verbindung von Holz-Stahlblechverbindungen eingesetzt. Nägel können ständig auf Abscheren und kurzfristig auf Herausziehen beansprucht werden. Bei Anschlusskonstruktionen mit Nägeln sind die Randabstände zu beachten. Bei Einsatz in korrosionsgefährdeten Bereichen sind verzinkte Nägel zu verwenden.

Nährstoffe:

Zehn Elemente sind nötig, damit eine Pflanze gedeihen kann: Vor allem Kohlenstoff (C) , Sauerstoff (O), Wasserstoff (H), Stickstoff (N), Phosphor (P) und Schwefel (S), sowie Kalium (K), Kalzium (Ca), Magnesium (Mg) und Eisen (Fe). Wenn nur eines dieser sog. Makroelemente fehlt, ist das notwendige Verhältnis der Nährstoffe gestört und es kommt zu Mangelerscheinungen, die im Extremfall zu Erkrankungen führen. Zusätzlich benötigt die Pflanze eine Reihe von Mikroelementen (Spurenelemente, in Form von Ionen) wie z. B. Mangan (Mn), Zinn (Zn), Kobalt (Co), Kupfer (Cu) sowie Natrium. Makro- und Mikroelemente außer Kohlenstoff werden von der Pflanze mit den Wurzeln aufgenommen:-H und O als Wasser, -N als Nitrat- oder Ammonium-Ion,-S und P als Sulfat- und Phosphationen, -K, Mg, Da, Fe und die meisten Mikronährelemte als Kationen.

O


Obelisk:

Spitzsäule

Oberflächenrisse:

Auch Außen- oder Haarrisse genannt, faserparalleles Aufreißen des Holzes in den Außenbereichen infolge zu scharfer Trocknung; Oberflächenrisse als Gütemerkmal dürfen höchstens 1/10 der Holzdicke, bei Holzdicken bis 50 mm maximal 5 mm erreichen.

Obholz:

Aufholz bei der Sparrenklaue oder anderst das Maß von oberkante Holz bis zur tiefsten Stelle einer Klaue

Ochsenauge:

runde oder ovale öffnung im Dach

Offene Seite:

Schäl- und Messerfurniere besitzen eine offene und eine geschlossene Seite; die offene Seite liegt bei der Herstellung am Messer an und weist im allgemeinen bogenförmig in das Furnier hineinreichende Risse auf (siehe auch Geschlossene Seite).

Offene Wartezeit:

siehe Wartezeit

Offene Zeit:

Zeitspanne eines Kontaktklebers, innerhalb der die scheinbar trockenen Klebstoffschichten noch miteinander verbunden werden können

OKRF:

OKRF ist die Abkürzung für "Oberkante Rohfußboden". OKRF plus Fußbodenaufbau (Dämmung, Estrich, Belag) ergibt OKFF (Oberkante Fertigfußboden). Die Höhenangabe (Koten) des Rohfußbodens ist für die Ausführung des Rohbaus maßgebend

Optische Mitte:

Da die Bewertung der Mitte auf der Senkrechten nicht die rechnerische richtige Mitte trifft, unterscheidet man zwischen der exakten geometrischen und der vom Standort und Objekt abhängigen "optischen Mitte". Sie liegt in der Regel über der geometrischen.

Ort:

Dachbegrenzung, allg. für Spitze, Ecke, Ende

Ortbalken:

Ortbalken liegt neben dem Mauerwerk

Ortgang:

Form der Giebelausbildung am Dach.

Osageholz:

(Osagen-Orange) ist mit Gelbholz (s. d.) von Morus tinctoria oder Maclura aurantiaca identisch und führt seinen Namen nach dem Indianerstamm der Osagen, die aus dem elastischen Holze Bogen herstellten.

OSB:

OSB steht für Oriented Strand Board. Die OSB-Platte besteht aus einem Dreischichtaufbau aus Schälspänen, die im Englischen "Strands" genannt werden. Diese Späne werden in drei Schichten um 90° versetzt zueinander gestreut, daher die Bezeichnung "Oriented". Mit Leimharzen benetzt werden diese Schälspäne unter Druck und Temperatur zu Plattenwerkstoffen verpresst. Die Schälspäne bestehen überwiegend aus Kiefernholz und haben eine Länge von 10 bis 15 cm und eine Breite von ca. 2 bis 3 cm. KRONOPLY OSB-Platten bestehen zu 95 % aus Kiefernholz und 5 % Leimanteilen.

Oszillierend:

Schwankend, pendelnd, hier: auf- und niedergehende Führung des Schleifbandes.

Overlay:

Farblose, hochwertige Melaminharzfilme als Schutz für darunterliegende Dekorfilme (siehe auch Beschichtungswerkstoffe).

Ölbaumholz:

(Olivenholz), das Holz des Ölbaums, Olea europaea, ein sehr dichtes und festes, fast strukturlos erscheinendes Nutzholz, besitzt eine gelbliche Farbe, erscheint im Kern braun gewässert und geflammt und ist dem Wurmstich und der Fäulnis nicht unterworfen. Es nimmt eine sehr schöne Politur an und ist daher für die Drechslerei und Kunsttischlerei sehr gesucht.

Ölfarben:

Zum Verarbeiten fertige Ölfarben werden sowohl für Künstler als auch zu gewöhnlichen Firnis- und Lackanstrichen auf Holz und Metall in den Handel gebracht. Die feinen Ö. finden sich zuweilen noch in Tierblase zu kleinen Beuteln eingebunden, die beim Gebrauch mit einer Nadel angestochen werden und durch das kleine Loch für den jeweiligen Bedarf Ö. austreten lassen. Zweckmäßiger aber sind kleine zusammendrückbare Hülsen von Zinnfolie, sog. Zinntuben, aus deren Halsöffnung die Farbe hinausgedrückt wird und die beim Nichtgebrauch durch ein Schraubendeckelchen geschlossen werden. - Für Anstreicher sind alle gebräuchlichen Erd- und Mineralfarben in Öl oder Firnis vorrätig. Sie werden auf Maschinen zur Konsistenz eines steifen Breies zusammengerieben und in hölzernen Fäßchen, die nach oben enger zulaufen, mit etwas Wasser bedeckt, verkauft.

P


Palisade:

Pfähle nebeneinandergereit als Holzwand

Pappelholz:

das Holz der verschiedenen Arten von Pappeln. 1. Das hellfarbige Holz der Schwarzpappel, Populus nigra, ist sehr weich, fast schwammig und fasert leicht beim Bearbeiten, ist aber dem Reißen und Werfen wenig unterworfen. 2. Das Holz der Silberpappel oder Weißpappel, Populus alba, st ziemlich hellfarbig, bisweilen gelb geflammt und geadert, zäh, ziemlich spaltbar und sehr leicht, und wird zu Drechsler- und Tischlerarbeiten benutzt. 3. Das häufig ins Bräunliche spielende Holz der Zitterpappel, Populus tremula, ist zäh und dicht, ziemlich fest und gut spaltbar, wirft sich wenig und läßt sich gut und glatt bearbeiten. Es dient zu Schnitzereien und Tischlerarbeiten. 4. Das Holz der italienischen oder Chausseepappel, Populus pyramidalis, ist hellgelblichweiß, weich, eicht, zäh und schwerspaltig, wirft sich nicht, bekommt keine Risse, steht im Trocknen gut, aber weniger im Nassen, und wird zur Herstellung von Modellen, als Blindholz für Furtnierarbeiten und zum Wagenbau benutzt. 5. Das Holz der kanadischen Pappel, Populus canadensis, ist ziemlich weiß, im Alter nach dem Kern hin bräunlich und wie das Zitterpappelholz verwendbar. Die Ruten der italienischen Pappel eignen sich ausgezeichnet zu Flechtwerk, Zäunen und Faschinen.

Parallele Kehlbalkenlage:

Parallel zu Mittelpfetten angeordnete Kehlbalkenlage, die sich hervorragend zur Vorelementierung eignet.

Parenchymzellen:

Zellen mit Hauptfunktion, Nähr- und Aufbaustoffe zu speichern und bei Bedarf wieder abzugeben. Die Zellwände sind zur Erhöhung der Durchlässigkeit nach allen Seiten durchlöchert (siehe auch Tüpfel).

Parkett:

Parkett ist lt. DIN Norm ein Holzfußboden ab 2 mm Nutzschicht.

Passbolzen:

Passbolzen sind Schrauben, die wie Stabdübel eingesetzt werden. Stabdübel und Passbolzen sind im Gegensatz zu tragenden Bolzenverbindungen uneingeschränkt einsetzbar.

PEFC:

Abkürzung für Pan-Europäische Forst Zertifizierung. Gütesiegel für Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft in Europa und speziell in Deutschland. Die PEFC prüft allerdings keine Einzelbetriebe, sondern Waldregionen, deren Besitzer dutzende kleiner Forstbetriebe sein können.

Performanceprüfung:

Bei der Performanceprüfung handelt es sich um eine Gebrauchstauglichkeitsprüfung von Holzwerkstoffen in der Bauteilanwendung. Im Gegensatz zur reinen Werkstoffprüfung orientiert sich die Performanceprüfung an der Gebrauchstauglichkeit des Bauteils. In Performanceprüfungen werden Flächen, Wand und Dachbauteile auf ihre Schlagstoßfestigkeit und auf ihre Gesamtstabilität auch unter Berücksichtigung von Nut- und Federverbindungen getestet. In Deutschland ist als Vornorm die prEN 12871 vorgesehen.

Pfannenstecher:

Langer Abstechstahl mit zur Schneide hin gebrogene Form, in der Länge nach unten schmaler geschmiedet. Die Bahn ist blank geschliffen oder leicht geflutet.

Pfettendach:

Das Pfettendach besteht aus Unterzügen, die Pfetten genannt werden, und aus Sparren, die auf den Pfetten aufliegen und die Dachhaut tragen. Als Pfetten werden Fuß- und Mittelpfetten unterschieden, die in bestimmten Abständen (etwas 4 bis 5 m) auf Spitzen aufliegen.

Pflaumenbaumholz:

(Zwetschenbaumholz) von Prunus domestica ist sehr dicht, von feinem Korn und dunkelrötlichbrauner Farbe und gegen den Kern hin mehr oder weniger mit braunroten und violettroten Adern und Flammen geziert. Es wird von Tischlern und Drechslern benutzt und mit Vorliebe zu Faßhähnen und den billigeren Holzblasinstrumenten verarbeitet.

Phenolharze:

PF-Harze sind synthetische, härtbare Kunstharzklebstoffe, die gelegentlich auch Phenoplaste oder Phenoplastleime bezeichnet werden. Phenolharze gehören zur Gruppe der Phenolplaste und damit zu den irreversibel aushärtenden, duroplastischen Klebstoffen. Phenolharze werden in der Holzwerkstofindustrie z.B. zur Verleimung der Deckschichten von Kronoply OSB/3 eingesetzt. Klebverbindungen mit Phenolharzen sind beständig gegen hohe und wechselnde Feuchte- und Temperaturbeanspruchung, gegen viele Chemikalien und Holzschutzmittel. Die technische Herstellung der Phenolharze erfolgt überwiegend auf synthetischen Wege aus verschiedenen Benzolderivaten.

Phenoplaste:

Sammelbezeichnung für alle Phenol- und Kresolharze sowie für Phenol- und Resorcin - Formaldehydharze.

Pholem:

siehe Rinde

Pilze:

Pilze befallen nur feuchtes Holz ab einer Feuchte von u = 18 bis 20 %. Ausgeschlossen ist ein Pilzbefall bei vollständiger Durchfeuchtung oder konstanter Trockenheit. Wichtig ist die Unterscheidung in Bläuepilze, Moderfäulepilze und in holzzerstörende Pilze. Holzzerstörende Pilze sind in erster Linie die Braunfäule, die Weißfäule, die Weißlochfäule und die Moderfäule. Blaue Pilze befallen bevorzugt Nadelholz. Sie sind lediglich holzverfärbende Pilze und haben keinen Einfluss auf die Festigkeit des Holzes.

Pinole:

(ital.) Pinienkern. In der Längsrichtung verschiebbares Gegenlager zur Drehspindel im Reitstock. Dient der Aufnahme von (mitlaufender)Körnerspitze oder Bohr- und Senkwerkzeugen.

Pionierbaumarten:

Die ersten Baumarten, die sich auf Freiflächen ansiedeln. Sie sind lichtliebend und widerstandsfähig gegen natürliche Umwelteinflüsse wie Hitze, Trockenheit oder Frost. Sie besitzen besonders leichte und flugfähige Samen, z. B. Birke, Aspe, Kiefer, Erle und Weide.

Planke:

Bezeichnung für Bohlen, die konstruktiv eingesetzt werden können - z.B. für Bootsstege.

Plattenstahl:

Schlichtstahl. Ein flaches (plattes) Dreheisen, das nur vorn einseitig im stumpfen Winkel geschliffen ist. Gelegendlich wird die Schneide auch vorn seitlich im Winkel von 85° angeschliffen, um damit Böden auch am seitlichen Anschluß sauber "schlichten" zu können.

Plattenstoßstütze:

Die Stütze, auf der die Platten gestoßen werden, wird Plattenstoßstütze genannt. Bei der Plattenstoßstütze muss der Schubfluss aus der Scheibenwirkung der Wandbeplankung sowie die anfallenden Vertikallasten nachgewiesen werden. Es ist besonders auf die Verbindungsmittelrandabstände und den Verbindungsmittelabstand untereinander zu achten

Plenterwald:

Im Gegensatz zum Altersklassenwald, in dem die einzelnen Altersstufen räumlich getrennt sind, stehen in einem Plenterwald Bäume aller Entwicklungsstufen auf kleinster Fläche nebeneinander. Die Verjüngung findet permanent statt. Eingriffe dienen stets der Verjüngung, Erziehung und Ernte gleichzeitig.

PMDI-Verleimung:

PMDI-Verleimung: Polymere Diphenylmethandiisocyanate, wird zur Herstellung der Kronoply-OSB/4 verwandt und garantiert eine formaldehydfrei verklebte OSB-Platte. Der Emissionswert liegt bei ca. 0,01 ppm. PMDI wird bei Kronoply OSB/3 in der Mittelschicht verwendet. Es entstehen zwischen Holz und Klebstoff echte chemische Bindungen, durch diese Verbindung der Holzpartikel erhält man mechanisch festere Bindungen mit guter Feuchtebeständigkeit. Bezogen auf die gleiche Menge eingesetzten Klebstoffes erzielt man im Vergleich zu den mit Phenolharz verleimten Platten die dreifache Festigkeit.

Polymere:

Makromoleküle, die als Basisstoff in Klebstoffen die Kohäsion bewirken

Polymerisation:

Bei der Polymerisation verbinden sich kleine Moleküle (Monomere) zu Riesenmolekülen (Polymere), ohne ihre Zusammensetzung dabei wesentlich zu ändern

Polystyrol:

Polystyrol (PS) ist ein Schaumkunststoff, der entweder als "Partikelschaum" oder als "Extruderschaum" hergestellt und verwendet wird. Geregelt werden Schaumkunststoffe in der DIN 18164. Beide Produkte können als Wärmedämmstoffe nicht druckbelastet (W), druckbelastet (WD) und druckbelastet mit besonderer Formbeständigkeit (WS) eingesetzt werden. Als Trittschalldämmstoff unter Estrichen ist jedoch nur der PS - Partikelschaum einsetzbar.

Polyurethan:

Polyurethan (PUR) ist ein Schaumkunststoff, der durch eine chemische Reaktion hergestellt wird. Geregelt werden Schaumkunststoffe in der DIN 18164. PUR wird als nicht druckbelasteter (W) und druckbelasteter Wärmedämmstoff (WD) in Wänden oder druckverteilenden Böden eingesetzt bzw. als Wärmedämmstoffe, die besonders druckbelastbar sind und eine hohe Formbeständigkeit besitzen (WS).

Poren:

Durch Gefäßzellen gebildete feine Röhren, die im Querschnitt runde oder ovale Öffnungen und auf Längsschnittflächen rillenartige Vertiefungen bilden. Bei grobporigen Hölzern sind die einzelnen Poren mit bloßem Auge erkennbar, wie z. B. bei Wenge; bei mittelgroßen Poren ist nur das Vorhandensein der Poren, aber nicht die einzelne unterscheidbar, wie z.B. bei Makore; bei feinporigen Hölzern, wie z.B. bei Mansonia sind Poren nur noch mit der Lupe auf glatten Querschnitten sichtbar; Nadelhölzer sind porenlos.

Porenrillen:

An Längsschnitten von Laubhölzern sichtbare aufgeschnittene Gefäßzellen; sie sind um so deutlicher, je weilumiger die Gefäße sind (grobporige Holzarten), z.B. Eiche oder Khaya. (Fälschlicherweise auch als Nadelrisse bezeichnet, obwohl es sich nicht im Risse handelt.)

Prosenchym:

Leblose Holzzellen, deren Funktion in der mechanischen Festigung des Stammes und in der Leitung von Wasser und Mineralsalzen liegt (Festigkeits- und Leitgewebe); hierzu zählen Tracheiden, Fasern und Gefäße (Tracheen). Der größte Volumenanteil des Holzgewebes besteht aus Prosenchymzellen (siehe auch Parenchym).

Psychrometer:

Meßgerät zur Bestimmung der relativen Luftfeuchte, bestehend aus einem Trocken- und einem Feuchtthermometer. Die damit in einem gegebenen Klima gemessene´Temperaturdifferenz ist direkt von der Luftfeuchte abhängig und wird als Psychrometerdifferenz bezeichnet (siehe auch Trocken- und Feuchttemperatur).

Pultdach:

Das Pultdach hat nur eine schräge Dachfläche.

Pultdachbinder:

Ein Pultdachbinder ist ein Vollwandträger aus Brettschichtholz.

Punktast:

Ein Ast mit einem Durchmesser von höchstens 5 mm. Punktäste bleiben bei der Gütesortierung meist unberücksichtigt.

Pyramiden:

Sie entstehen aus tangentialen Anschnitten sich gabelnder Stämme gleicher Stärke; die wirbelige Zellstruktur an ihrer Nahtstelle ergibt besonders dekorative Strukturbilder bei Amerikanischem Mahagoni.

Pyramiden-Struktur:

Sie entstehen aus tangentialen Anschnitten sich gabelnder Stämme gleicher Stärke; die wirbelige Zellstruktur an ihrer Nahtstelle ergibt besonders dekorative Strukturbilder bei Amerikanischem Mahagoni.

Q


Quellung:

Die Vergrößerung der drei Abmessungen und damit auch des Volumens durch Feuchtigkeitsaufnahme. Quellung ist nur unterhalb Fasersättigung, also unterhalb etwa 28 bis 36% Holzfeuchtigkeit, möglich. Entsprechend dazu tritt bei Feuchtigkeitsabnahme Schwindung des Holzes auf. Quellung und Schwindung wiederholen sich jeweils bei erneuter Befeuchtung beziehungsweise Trocknung (siehe auch: Stehvermögen).

Quer zur Faser:

Üblicherweise senkrecht zur Faserrichtung

Querschnitt:

Quer zur Stammachse bzw. zum Faserverlauf geführter Schnitt. Er ist für die mikro- und makroskopische Bestimmung des Holzes am besten geeignet. Auf der Querschnittsfläche zeigen sich Jahrringaufbau, Längsparenchym und Holzstrahlen am deutlichsten.

Querschnittgrößen:

Stärke und Breite eines Holzteiles

Quick-System:

Das Metabo Quick-System erlaubt einen werkzeuglosen Wechsel des Werkzeugs (z.B. Schleifscheiben oder Sägeblätter).

R


Radial:

In einem Baum die horizontale Richtung zwischen Mark und Rinde.

Radialschnitt:

Die Jahrringe sind als parallel zur Stammachse verlaufende und die Markstrahlen als radial verlaufende Streifen zu sehen. Die längs angeschnittenen Markstrahlen erscheinen als glänzende Spiegel.

Rafen:

auf Pfetten aufgelegtes tragendes Holz

Rahmen:

Als Rahmen wird häufig die Skelettkonstruktion von Wandelementen in Holzrahmenbauweise bezeichnet, auch Rahmenwerk genannt. Dies besteht aus kammergetrocknetem Konstruktionsvollholz.

Randabschlussbalken:

Äußerer Montageabschluss der Balkenlage mit wichtigen Funktionen in der Statik und Bemessung sowie hinsichtlich der Winddichtigkeit.

Randbalken:

Der Randbalken wird senkrecht zu den Deckenbalken an deren Enden angeordnet. Er wird benötigt, um die Windlasten aus den oberen Geschossen in das darunterliegende Geschoss abzuleiten.

Rasterstütze:

Unter Rasterstütze versteht man die Stützen im Holzrahmenbau, die im üblichen Abstand von 0,625 cm angeordnet werden und das Raster bilden.

Reaktionsholz:

Anormales, den Gebrauchswert des Holzes negativ beeinflussendes Holzgewebe, tritt auf dem Stammquerschnitt einseitig in etwa halbringförmigen Schichten auf. Entsteht als Reaktion des Baumes auf einseitige äußere Einwirkungen (z.B. Schiefstellung am Hang, Wind, Schnee).

Reaktionsverfärbung:

Durch die Verbindung bestimmter Gase bzw. Abgase (meist Ammoniak) oder Metalle (meist Eisen) mit chemisch sauren Kernhölzern verursachte Verfärbungen; Wasser bzw. eine sehr hohe Holzfeuchte ist für Nicht-Gase als "Oberträger" erforderlich; die Metalle werden hierbei häufig korrodiert, wie z. B. bei Eiche und Western Red Cedar.

Reaktionsverfärbung:

Durch die Verbindung bestimmter Gase bzw. Abgase (meist Ammoniak) oder Metalle (meist Eisen) mit chemisch sauren Kernhölzern verursachte Verfärbungen; Wasser bzw. eine sehr hohe Holzfeuchte ist für Nicht-Gase als "Oberträger" erforderlich; die Metalle werden hierbei häufig korrodiert, wie z. B. bei Eiche und Western Red Cedar.

Regeldachneigung:

Regeldachneigung ist die unterste Dachneigungsgrenze, bei der sich in der Praxis eine Dachdeckung als regensicher erwiesen hat. Hinweis: Bezieht sich auf die Sparrenneigung und nicht auf die Eindeckfläche.

Regeln der Baukunst:

Regeln der Baukunst auch allgemein anerkannte Regeln der Baukunst, die im Bauwesen anerkannten wissenschaftlichen, technischen und wirklichen Erfahrungen, die in sog. Regelwerken oder DIN-Normen festgelegt sind. Abweichungen von den allgemein anerkannten Regeln der Baukunst können bei Baumängeln zu Gewährleistungsansprüchen des Bauherrn führen.

Reifholz:

Mit Reifholz wird der Kern eines Holzes bezeichnet, der sich in der Farbe nicht vom Splint unterscheidet, jedoch wesentlich wasserärmer ist als dieser.

Reifholzbäume:

Älterer Begriff für Bäume, die keinen Farbkern ausbilden, jedoch im Innenholz trockener, d.h. "reifer", aber auch verkernt sind (wie z.B. Fichte); es handelt sich somit um Bäume mit hellem, makroskopisch nicht vom Splintholz zu unterscheidenden Kernholz.

Reifholzbäume:

Reifholzbäume besitzen ein helles Kernholz. Sie haben keinen Farbunterschied über den gesamten Querschnitt. Der Splint ist feuchter als der Kern. Zu den Reifholzbäumen gehören die Nadelbäume Fichte und Tanne oder z. B. Laubbäume wie Rotbuche oder Linde.

Reitnagel:

Historische Bezeichnung für Reitstock.

Reitstock:

Bildet, auf den Wangen beliebig festgestetzt, das Gegenlager zum Spindelkasten. Er muß immer sorgfähltig auf die Drehachse ausgerichtet sein.

Relative Luftfeuchte:

Das Verhältnis des tatsächlich in der Luft vorhandenen Dampfteildruckes zu dem zur vorliegenden Lufttemperatur gehörigem Sattdampf druck des Wasserdampfes, meist in Prozent angegeben; vereinfacht (aber physikalisch nicht ganz exakt) das prozentuale Verhältnis des tatsächlich in der Luft vorhandenen absoluten Feuchtegehaltes (Istfeuchte) zur maximal möglichen Sättigungsfeuchte bei der jeweiligen Temperatur.

Relative Luftfeuchte:

Das Verhältnis des tatsächlich in der Luft vorhandenen Dampfteildruckes zu dem zur vorliegenden Lufttemperatur gehörigem Sattdampf druck des Wasserdampfes, meist in Prozent angegeben; vereinfacht (aber physikalisch nicht ganz exakt) das prozentuale Verhältnis des tatsächlich in der Luft vorhandenen absoluten Feuchtegehaltes (Istfeuchte) zur maximal möglichen Sättigungsfeuchte bei der jeweiligen Temperatur.

Reservoir:

(Vorrats-)Tank, auch für Druckluft oder das Vakuum.

Resistenz:

Begriff für die Widerstandsfähigkeit des Kernholzes im Feuchtzustand (> 20% Holzfeuchte) gegen Pilzbefall (siehe auch: Außenbau, Splintholz, Kernholz).

Resistenzklasse:

Stufe in dem Klassifizierungssystem der natürlichen Resistenz (Dauerhaftigkeit oder Widerstandsfähigkeit) von Holzarten gegen den Angriff holzzerstörender Pilze, alter Begriff nach DIN 68 364. Künftig ersetzt durch Dauerhaftigkeitsklasse

Resonanzhölzer:

Diesen Namen führen im Holzhandel aus Tannen- und Fichtenstämmen gefertigte dünne Holzplatten, die bei der Herstellung von Musikinstrumenten Verwendung finden und namentlich im Böhmerwald, Oberbayern und dem westlichen Teile des sächsischen Erzgebirges in großer Menge gewonnen werden. Zu ihrer Herstellung eignet sich nur ganz gesundes, astfreies Holz mit feinen und gleich starken Jahresringen, aber ohne Harzgallen. Früher wurde alles Resonanzholz gespalten, während jetzt auch Sägen hierzu eingerichtet sind. Je nach der Größe und Güte unterscheidet man Resonanzbodenholz für Klaviere, Geigendeckelholz, Gitarrenholz, Baßdeckelholz usw.

Riegel:

waagerechtes Verbandholz im Fachwerk

Riegeltextur:

Dekorative quergestreifte Zeichnung bei bestimmten Holzarten insbesondere auf radialen Schnittflächen (z.B. Ahorn); die Fasern sind hier - statt normal axial gestreckt - in einer Ebene (meist tangential) kurz gewellt.

Riegelwuchs:

Eine wellenförmige Verformung aller axial gerichteten Zellstränge quer zur Faserrichtung, die bei allen Hölzern vorkommen kann, häufig bei Ahorn und Nußbaum. Das dabei entstehende Lichtspiel wechselt mit verändertem Lichteinfall die als Hell-Dunkelzonierung entstehenden Riegel.

Riemenfußboden:

Riemenfußboden (Fußbodenriemen) sind gehobelte Bretter, die gespundet (Bretter mit Nut und angefräster Feder) sind. Man unterscheidet zwischen Lang- und Kurzriemen. Die Langriemen haben meist Zimmerlänge und sind gespundet. Dagegen werden Kurzriemen in verschiedenen Längen hergestellt. Sie sind rundum genutet oder mit Nut und Feder erhältlich. Die rundum genuteten Kurzriemen werden mit Querholzfedern verbunden. Bei der Holzauswahl wird auf die gleichen Auswahlkriterien wie beim einfachen Dielenfußboden wert gelegt. Die Verlegung des Riemenfußboden geschieht ähnlich wie beim einfachen Dielenfußboden, nur daß beim Riemenfußboden die gespundeten Bretter einzeln verdeckt genagelt werden. Kurzriemen verlegt man in der Länge versetzt, damit an den Stößen (Verbindung von Riemen zu Riemen) kein Schwachpunkt entsteht und damit das unterschiedliche Arbeitsverhalten der Riemen sich nicht aufaddiert. Diese Verlegung wird auch Schiffsverband genannt. Sollte bei Langriemen gestoßen werden, muß darauf geachtet werden, daß sich der Stoß auf einem Lagerholz befindet.

Rifts:

Im Rift-, Spiegel- oder Radialschnitt hergestellte Laub- oder Nadelholzbretter (Riftbretter) mit vorwiegend aufrecht stehenden Jahrringen (Winkel zwischen Jahrring und Brettseite nicht kleiner als 60°, optimal 90°). Rifts besitzen eine größere Oberflächenhärte, ein geringeres Schwindmaß und ein besseres Stehvermögen als die im Fladerschnitt hergestellten Seitenbretter.

Riftschnitt:

Radialer Einschnitt, bei dem die Zuwachszonen möglichst rechtwinklig (aufrecht) zur Brettbreite liegen, auch Einschnitt "mit stehenden Jahresringen" genannt. Durch Riftschnitt läßt sich das Stehvermögen des Holzes verbessern und das Verziehen von Holzquerschnitten vermeiden (siehe auch: Schnittrichtungen).

Riftschälen:

Furniertechnik- -> Schältechnik. Wie beim Messern können für das Stay-Log-Schälen Stammsegmente in die Maschine eingespannt werden. Die Herstellung von Rift-Furnieren, d.h. Furnieren mit streifiger Zeichnung erfolgt vorzugsweise nach dieser Technik.

Rinde:

Alle Stamm- und Astteile außerhalb des Kambiums, bestehend aus lebender Innenrinde (Pholem) und toter Außenrinde (Periderm, Borke).

Ringporigkeit:

Im Querschnitt periodisch wiederkehrende Ringe aus eng liegenden größeren Poren (Frühholz), die mit Ringen aus kleineren und weniger zahlreichen Poren abwechseln (Spätholz). Ringporige Hölzer ergeben im radialen Anschnitt Poren-Streifer und tangential Poren-Fladern (siehe auch: Blume, Fladern, Frühholz, Spätholz, Streifer, Zerstreutporigkeit).

Ringrisse:

Den Jahrringen folgende Risse, die entweder den ganzen Jahrring oder den größten Teil eines Jahrrings erfassen können (Ringschäle) oder sich auf einen weniger ausgedehneten Jahrringteil beschränken. Sie verlaufen meist in den ersten Schichten des Frühholzes. Entstehung in der Regel durch Wuchsspannungen im stehenden Baum.

Ringschäle:

Den Jahrringen folgende Risse, die entweder den ganzen Jahrring oder den größten Teil eines Jahrrings erfassen können (Ringschäle) oder sich auf einen weniger ausgedehneten Jahrringteil beschränken. Sie verlaufen meist in den ersten Schichten des Frühholzes. Entstehung in der Regel durch Wuchsspannungen im stehenden Baum.

Riß:

Als Gütemerkmal von Schnittholz wird beispielsweise unterschieden nach der Art der Risse (Kernriß, Frostriß, Trockenriß, Ringriß bzw. Ringschäle, Schilferriß) oder nach Lage der Risse (Seitenriß, Kantenflächeriß, Endriß) oder nach der Tiefe der Risse (Oberflächenriß bzw. Haarriß, tiefer Riß, durchgehender Riß).

Rofe:

Rofe auf Pfetten aufgelegtes tragendes Holz

Rohbaurichtmaß:

Das ist das Maß, daß dem Maurer für die Öffnung vorgegeben wird. Es ist größer als das Türeinbaumaß, da die Tür noch in die Öffnung eingepaßt werden muß.

Rohdichte:

Damit wird die Dichte bzw. das spezifische Gewicht von Holz und Holzwerkstoffen bezeichnet. Sie wird errechnet, indem die Masse eines Holzkörpersdurch sein Volumen dividiert wird. Die Masse wird durch Wiegen und Volumen entweder aus den räumlichen Abmaßen oder durch Flüssigkeitsverdrängung bestimmt.

Rohdichte:

Die Rohdichte bezeichnet das Gewicht eines Stoffes, bezogen auf ein bestimmtes Volumen (in der Regel ein mł).

Roofen:

auf Pfetten aufgelegtes tragendes Holz

Rosenholz:

(lat. Lignum rhodii, frz. Bois de rose, engl. Rose wood). Unter diesem Namen finden sich verschiedene Hölzer im Handel, die entweder einen entfernt rosenähnlichen Geruch besitzen oder sich durch eine schön rosenrote bis purpurrote Färbung auszeichnen. Die ersteren dienen zu Parfümeriezwecken, die letzteren in Form von Furnieren zu eingelegten Arbeiten in der Kunsttischlerei. Das Möbelrosenholz wird besonders in England als das schönste und teuerste Luxusholz verarbeitet. Es erscheint meist in starken Blöcken, die von großen Bäumen aus Brasilien sowohl, als auch aus Siam und anderen Bezugsquellen herrühren. Das beste R. aus Bahia in Brasilien, angeblich von Physocalymna floribundum (Pohl), hat auf purpurrotem Grunde dunklere Marmorierung oder Maserung. Je reicher die Zeichnung, je tiefer die Färbung und je stärker die Unterschiede der Farbentöne, um so teurer wird das Holz bezahlt. Ferner liefern Cordia Gerascanthus und Cordia sebestina in Westindien R. für die Kunsttischlerei. - Das Parfümerieholz besteht aus den knolligen, schweren Wurzeln zweier auf den Kanarischen Inseln wachsender Windenarten, Convolvulus scoparius und Convolvulus floribundus. Es riecht beim Reiben und Raspeln angenehm rosenartig und hat einen bitterharzigen Geschmack. Man verwendet das geraspelte Holz zum Füllen von Riechkissen, bereitet daraus durch Mazerieren mit Weingeist eine Rosenholztinktur und destilliert daraus das angenehm rosenartig riechende ätherische Rosenholzöl (lat. Oleum ligni rhodii, frz. Essence de bois de rose, engl. Rose-wood oil), das zu Parfümerien gebraucht wird. - Das kanarische R., die echte Sorte, kommt in Stücken von 2˝ - 9 cm Durchmesser, welche außen grau, innen schön braungelb oder rötlich geadert sind, in den Handel. Der ihm auch beigelegte Name Rhodiserholz gehört eigentlich einer anderen Wurzel, die von einer im Orient (Zypern, Rhodus) wachsenden Ginsterart herrühren soll.

Rotbuchenholz:

Die Rotbuche, Fagus silvatica, liefert ein außerordentlich hartes Holz von rötlicher Farbe und großem, glänzendem, dunkelbraun gefärbtem Spiegel. Es hat nächst dem Eichenholze die breitesten Markstrahlen, läßt sich gut spalten und glatt bearbeiten und bekommt keine Risse, ist aber sehr dem Werfen unterworfen. Das R. wird zur Herstellung von landwirtschaftlichen Geräten, Mühlwellen und Mühlrädern sowie in der Stellmacherei verarbeitet und ist außerdem ein ganz vorzügliches, aber teures Brennmaterial. Der Buchenholzteer (s. d.) bildet den Rohstoff für die Kreosotherstellung.

Rotholz:

Unter diesem Namen kommen verschiedene, einen roten Farbstoff enthaltende Holzarten in den Handel, die von Bäumen aus der nur in den Tropen heimischen Familie der Zäsalpineen abstammen. Andere rote Stammhölzer, wie z. B. Blauholz, Sandelholz, Kaliaturholz, rechnet man hingegen nicht zu den Rothölzern, sondern führt sie unter ihren besonderen Namen in den Preislisten auf. Zu dem nach der Herkunft in südamerikanisches, westindisches und ostindisches unterschiedenen R. gehören folgende Handelssorten: Pernambukrotholz (Fernambukholz, Brasilienholz, lat. Lignum fernambuci, frz. Bois de Brésil ou de Fernambouc, engl. Pernambuco wood), das Kernholz von Caesalpinia echinata, wurde früher aus dem Hafen von Pernambuko in Brasilien ausgeführt, woher es seinen Namen erhalten hat, kommt aber jetzt nicht mehr oft in den Handel und wird daher auch nur ausnahmsweise als Farbholz verwandt. Höchstens benutzt man es wegen seiner hohen Politurfähigkeit als feines Tischlerholz und zu Violinbogen. Das Holz bildet arm- bis schenkeldicke Stücke von ungefähr 1ź m Länge und faserigem Gefüge, wird aber häufig durch andere Rotholzarten, namentlich Bahiaholz, ersetzt. Für Färbereizwecke werden jetzt hauptsächlich St. Martharotholz, Mazatlanrotholz, Nikaragua- und Kostarikarotholz verwandt. Das St. Martharotholz (Martinsholz, Stockfischholz, Pfirsichholz), von Caesalpinia brasiliensis, ist im Kern schön rot und reich an Farbstoff, im Splint hellgelb. Die Scheite sind an dem einem Ende rund, am anderen abgesägt und lassen auf dem Querschnitte hellere, radiale Streifen erkennen. Die von den jüngeren Ästen herrührenden Stücke führen den Namen Brasiletto, jedoch bezeichnet man hiermit nach anderen Angaben auch mehrere von Kuba, Jamaika und den Bahamainseln kommende geringwertigere R.-Arten, dünne Stücke von bräunlichgelber Farbe, die von Caesalpinia vesicaria und C. crista herrühren sollen. Das Nikaraguarotholz ist dem St. Marthaholz sehr ähnlich und stammt vielleicht von demselben Baume. Die Scheite sind meist etwas gedreht und noch von hellem Splinte bedeckt. Das Mazatlan-Lima-R. hat oft lange Spalten, die einen grauen Überzug zeigen. Frisch geschnitten ist es gelblich, wird aber an der Luft rot. Kostarikarotholz, aus der gleichnamigen Republik, bildet ebenfalls eine gesuchte Sorte. - Unter den ostindischen Rothölzern ist das wichtigste das Sapanrotholz, von dem man wieder Siam-Sapan und Birma-Sapan unterscheidet. Ersteres ist lebhaft gelbrot, ohne Splint, letzteres hellrot, später nachdunkelnd und noch vom Splint umgeben. Beide Sorten stammen von Caesalpinia Sapan. Andere geringwertige Sorten sind Padang-Sapan und Java-Sapan. - Das R. wird erst in Europa geraspelt und fermentiert, wodurch die Farbe lebhafter wird, und ebenso wie das daraus hergestellte Rotholzextrakt in der Färberei und zur Herstellung roter Farblacke benutzt. Der wertbestimmende Farbstoff, das Brasilein, ist nur zum Teil fertig gebildet in dem Holze enthalten, während der Hauptteil sich als Chromogen (Brasilin) vorfindet, aus dem sich erst nach und nach durch Einwirkung der Luft das Brasilein bildet.

Rotstreifigkeit:

Teilweise durch Pilze befallenes Holz, gekennzeichnet durch unregelmäßige, meist streifenförmige, dunkle Verfärbungen auf der Holzoberfläche (im Stammquerschnitt meist radial verlaufende, keilförmige Streifen). Häufig bei zu lange zu feucht gelagertem Fichten- und Tannenholz auftretend.

Roßkastanienholz:

von Aesculus Hippocastanum ist gelblichweiß bis rötlichgelb und grobfaserig, besitzt aber feinen Spiegel. Da es ziemlich weich ist und leicht fault, ist es zu Bauholz nicht geeignet.

Rundast:

Der Rundast ist ein Ast, der so geschnitten ist, daß das Verhältnis zwischen dem größten und dem kleinsten Durchmesser nicht größer als 2 ist (siehe auch Flügelast).

Runder Ast:

Auch Rundast genannt, ist ein Ast, der so geschnitten ist, daß das Verhältnis zwischen dem größten und dem kleinsten Durchmesser nicht größer als 2 ist (siehe auch Flügelast).

Rundholz:

Teil des gesägten und von Zweigen und Ästen befreiten Baumstammes

Rundkantentür:

Durch die abgerundeten Kanten ist diese Tür unempfindlicher als eine Standardtür und anspruchsvoller in der Optik. Abgerundete Kanten sind viel stoßfester wie gerade Türkanten.

Rundschälen:

Furniertechnik -> Schältechnik. Bei hochwertigen Holzarten wie Vogelaugenahorn, vor allem aber dekorativen Wurzelhölzern wie Nußbaum, Vavona oder Pappelmaser werden durch das Rundschälen Furniere mit annähernd gleicher Zeichnungen gewonnen. Gleiches gilt für das Rundschälen von in Drittel oder Viertel geteilte Blöcke, wie beispielsweise buntem Bubinga, dessen individuelle Schönheit um ein vielfaches besser zum Ausdruck kommt, als dies durch die Aufarbeitung in Messermaschinen möglich wäre.

Rune:

Rune germ. Schriftzeichen, z. B. an Fachwerken

Rücken:

Abtransport der Stämme nach der Holzernte. Heute benutzt man dazu überwiegend Maschinen, sogenannte Rückeschlepper.

S


Saft:

Flüssigkeit in den Leitgeweben des Baumes, bestehend aus Wasser und darin gelösten anorganischen und organischen Nähr-, Speicher- und Inhaltsstoffen. Man unterscheidet den aufsteigenden Saftstrom (Transpirationsstrom) von den Wurzeln zu den Blättern (erfolgt im Leitgewebe des Splintholzes, d.h. in den jüngsten Jahrringen) sowie den absteigenden Assimilatstrom von den Blättern zu den Wurzeln (erfolgt im jüngsten, kambiumnahen Bereich der Innenrinde).

Saftfrisch:

Feuchte des Rundholzes unmittelbar nach dem Einschlag, entspricht etwa dem Feuchtegehalt im lebendem Baum; nicht zu verwechseln mit frischem Holz.

Sandelholz:

(Santelholz, Santalholz, lat. Lignum santalinum, Lignum santali, frz. Bois de santal, engl. Sandal wood). Unter diesem Namen kommen verschiedene Hölzer in den Handel, von denen einige zu den Farbhölzern gehören und hauptsächlich in der Färberei Verwendung finden, während die anderen teils als Möbelholz, teils zur Darstellung des ätherischen Sandelholzöles benutzt werden. Das rote Holz stammt von einem mächtigen Baume aus der Familie der Schmetterlingsblütler, Pterocarpus santalinus, der in den Gebirgen Ostindiens und Zeylons wächst. Es kommt in Blöcken oder Scheiten von einem Zentner Gewicht und mehr nach Europa und wird hier geraspelt und gemahlen, in feinen wolligen Fasern oder in Pulverform in den Handel gebracht. Ein besonders feines Pulver führt die Bezeichnung Flugsandel. Das schwere, im Wasser untersinkende Holz hat grobe, gewundene und gekreuzt verlaufende Fasern und ist mit harzglänzenden Kanälen durchzogen. Die blutrote Farbe frischer Spaltflächen wird an der Luft bräunlich. Von anderen Rothölzern unterscheidet S. sich dadurch, daß es weder an kaltes noch an siedendes Wasser seinen Farbstoff (Santalin) abgibt, hingegen kann letzterer aus dem zerkleinerten Holze durch Weingeist mit blutroter, oder durch alkalische Laugen und Sodalösung mit violetter Farbe ausgezogen werden. Aus der alkalischen Lösung läßt sich der Farbstoff durch Säuren ausfällen. Man kann also die Farbe auf Zeuge befestigen, wenn man sie mit jener Lösung tränkt und dann durch ein saures Bad zieht, doch ist der Ton so gefärbter Wolle stets ins Violette gehend. Eine schönere Farbe entsteht, wenn das feine Pulver mit Wasser und Wolle gekocht wird. Sie ist dann rein rot und wird durch Zusatz einer Beize noch schöner. In Verbindung mit anderen Holzfarbstoffen verwendet man das S. zu modegrünen, bronzenen und braunen Farbtönen auf Wollzeuge. Weingeistige Auszüge werden außerdem zum Rotfärben verschiedener Tinktüren, Konditoreiwaren und Liköre benutzt. Die stärksten und schönsten Stücke des S. (Kaliaturholz) bilden einen gesuchten Rohstoff der Kunsttischlerei, da dieses Holz, namentlich im polierten Zustande, prachtvolle Farben zeigt. - Das weiße oder gelbe S. stammt von Santalum album, einem Baume aus der kleinen Familie der Santalazeen, der auf Timor und einigen anderen ostindischen Inseln sowie an der Küste von Koromandel wild wie auch angepflanzt vorkommt. Als gleichwertige Art wird Santalum Freycinetianum von den Südseeinseln angeführt, während das westindische S. von der zu den Rutazeen gehörigen Amyris balsamifera stammt. Das zu uns eingeführte Holz bildet gewöhnlich nur armdicke, 6 - 9 dm lange, glatt geschälte Scheite, an denen der Splint weißlichgelb, der Kern gelb ist. Es hat als Möbelholz den Vorzug, daß es nicht von Würmern angegangen wird, dient aber hauptsächlich zur Gewinnung des ätherischen Öles, von dem es bei der Destillation mit Wasserdampf bis über 6 % liefert.

Sandelholzöl:

(lat. Oleum santali, frz. Essence de santal, engl. Oil of sandal wood), das ätherische Öl des weißen Sandelholzes, ist eine blaßgelbe, sehr dickflüssige, kratzend schmeckende Flüssigkeit von anhaltendem aromatischen Geruche. Das spez. Gew. beträgt 0,974 - 0,985, die Linksdrehung im 100-mm-Rohr -16 bis 20°. Das Öl besteht zu 90 % und darüber aus zwei isomeren Alkoholen, a- und ß-Santalol, und im übrigen aus einer ganzen Reihe von Verbindungen, von denen hier die Kohlenwasserstoffe Santen und Santalen, die Alkohole Santenonalkohol und Teresantalol, die Aldehyde Nortrizykloeksantalal und Santalal, die Ketone Santenon und Santalon sowie die Teresantalsäure und Santalsäure genannt seien. Es löst sich in fünf Teilen 70 % igem Alkohol. Das sog. westindische S. von Amyris balsamifera unterscheidet sich von dem echten oder ostindischen durch seine Unlöslichkeit in 70 % igem Alkohol, seine Rechtsdrehung und das niedrigere spez. Gew. (0,950 - 0,970). Es enthält u. a. das Sesquiterpen Kadinen und den Alkohol Amyrol, aber kein Santalol. Das echte S. wird als Parfüm, hauptsächlich aber in Gelatinekapseln (Santal Midy) gegen Tripper angewandt.

Sapotillholz:

(Bullyholz, Breiapfelholz, engl. Bullet wood), das braungrünliche Holz des in Westindien und dem nördlichen Teile von Südamerika wachsenden Baumes Achras Sapota, ist sehr dicht und hart und gehört zu den besten Zimmerhölzern. Die als Sapotillpflaumen bezeichneten Früchte haben, wenn sie teigig geworden, einen quittenähnlichen Geruch und Geschmack und werden im Ursprungslande genossen. Die bittere, zusammenziehend schmeckende Rinde des Baumes, die früher als Cortex Sapotae in Apotheken geführt wurde, dient ebenso wie die sehr bitteren Samenkerne (Sapotillkörner, lat. Grana Sapotillae) in Amerika als Fiebermittel.

Satteldach:

Das Satteldach ist zu erkennen an zwei gegeneinander geneigten Dachflächen.

Schalung:

Brettschalung ist ein stabförmiger Werkstoff mit längsseitiger Nut und Feder, der als Bekleidung von Decken oder Dachflächen verwendet wird. Ebenso kann eine Schalung auch zur Bekleidung von schlagregensicheren Fassaden eingesetzt werden. Im weiteren Sinne wird unter einer Schalung auch die Bekleidung einer Decken- oder Dachfläche mit Holzwerkstoffplatten bezeichnet. Holzwerkstoffplatten als Schalung verfügen immer über eine längsseitige Nut- und Federverbindung. Kronoply OSB und Kronotec MDF eignen sich hervorragend als Decken- bzw. Dachschalung.

Schellack:

(Gummilack, Lackharz, lat. Lacca, Gummi lacca, frz. Gomme laque, engl. Lac) ist das Erzeugnis einer kleinen roten Schildlaus (Tachardia lacca, Coccus lacca, Coccus fica), die in Ostindien auf verschiedenen Bäumen und Sträuchern, namentlich auf Schleicheria trijuga, Anona squamosa, Butea frondosa, Croton lacciferus, Ficus- und Urostiqua-Arten lebt. Die Tiere, die an den von ihnen befallenen Stellen dicht gedrängt rund um den Zweig sitzen, schwellen nach der Befruchtung blasenförmig zu Erbsengröße auf, füllen sich mit Eiern und einer lebhaft roten Flüssigkeit und umgeben sich mit der harzigen, allmählich erhärtenden Masse, welche das Tier wie eine Kapsel völlig einschließt. Hiermit ist der Lebenslauf des Muttertieres abgeschlossen, die junge Brut aber, die aus den Eiern hervorgeht, nährt sich von dem roten Safte und bahnt sich nach ihrer völligen Entwicklung einen Weg ins Freie. Die verlassenen Wohnungen, die in größeren Massen dicht geschlossene, rauhe Borken bilden, werden mit den Zweigen abgebrochen und liefern den Stocklack (lat. Lacca in ramulis seu baculis, frz. Laque en bâtons, engl. Stick-Lac), mit dessen Einsammlung sich die Bewohner verschiedener Gegenden Ostindiens, besonders am Ganges, beschäftigen. Der Stocklack bildet rauhe, außen braunrötliche Röhren oder Bruchstücke von solchen, oft mit noch ansitzendem Zweigstücke, ist leicht zerbrechlich auf dem Bruch glänzend und enthält im Inneren die zahlreichen Brutzellen, die teils leer sind, teils noch roten Farbstoff enthalten. Je nach der Herkunft zerfällt diese Rohware in mehrere Sorten, unter denen die von Siam, eine sehr dunkelfarbige, braune oder schwärzliche und an Farbstoff reiche am höchsten, die bengalische, farbstoffarme, daher gelbe oder gelbrötliche am wenigsten geschätzt wird. Beim Abklopfen von den Zweigen zerfällt der Stocklack in Körner, den sog. Körnerlack (lat. Lacca in granis, frz. Laque en grains, engl. Seed-Lac). Beide enthalten den Lac dye genannten Farbstoff des Sch., der für die meisten Zwecke durch Ausziehen mit schwacher Lauge entfernt werden muß. Die entfärbte Masse wird dann in wurstförmigen Säcken vorsichtig erwärmt, der austretende geschmolzene Lack auf Metallblech gestrichen, von dem es in der bekannten dünnblättrigen Form als Sch. lemon oder orange abspringt. - Außerdem kommen noch Knopfschellack, Blut-Rubin- oder Granat-Schellack in den Handel, welche direkt, ohne Entfernung des Farbstoffs, durch einfache Auswahl aus dem Stocklack hergestellt werden und kleine, meist runde, wenig durchscheinende, hellbraune bis braunrote Tafeln von sehr glatter Oberfläche und reiner Masse bilden. - Sch. ist eine natürliche Mischung verschiedener Harze, insgesamt etwa 90 %, und enthält außerdem noch mehr oder weniger Farbstoff und etwas Wachs. Weingeist löst ihn in der Kälte unter Hinterlassung des Wachses, heißer Weingeist nimmt auch von diesem etwas auf, das sich aber beim Erkalten wieder ausscheidet. Die trübe Lösung kann durch Filtrieren geklärt werden. In Benzin ist Schellack selbst unlöslich, während die Wachsmasse dadurch zur Lösung gebracht wird. Zur Entfernung der für einige Zwecke störenden Wachs- und Farbmasse wird der Sch. bisweilen noch weiter raffiniert, zuerst mit Lauge erhitzt, dann mit Eau de Javelle entfärbt und mit Säuren ausgeschieden und in Form von Stangen oder Zöpfen als gebleichter Sch. (Lacca alba depurata in bacillis, frz. Laque purifié, engl. Purified lac) in den Handel gebracht. Die verschiedenen Schellacksorten werden vielfach zur Herstellung von Lacken, namentlich Spirituslacken und Politüren, benutzt und geben einen schnell trocknenden, schön glänzenden Überzug. Durch Zusatz von Teerfarbstoffen oder anderen Farben erhält man die farbigen Spirituslacke. Außerdem wird Sch. zu Siegellack und in der Feuerwerkerei zu den rauchschwachen Buntfeuern verwandt. Gepulverter Schellack findet entweder für sich, oder in Verbindung mit anderen Harzen, als Kitt, Verwendung. Die beim Aufkochen von Sch. mit alkalischer Boraxlösung erhaltene leimartige Masse, die nach dem Trocknen einen wasserdichten Überzug bildet, führt als Steife für Hutmacher den Namen Wasserfirnis. Mit Teerfarben und anderen Farben gefärbt, ergibt sie die sog. Lederappretüren. - Ein als Lacca in tabulis bezeichnetes schellackartiges Gummi soll sich auch aus Fouquiera splendens, der in Nordamerika am Rio grande heimischen Ocotillapflanze, gewinnen lassen. - Die Versendung des Schellacks aus dem Ursprungslande Ostindien geschieht meist über Kalkutta, nach London und Hamburg, in Kisten von etwa 70 kg, die mit Sackleinwand bedeckt sind. Zum Nachweise der häufigen Verfälschungen durch Kolophonium und andere Harze behandelt man den Sch. mit Benzin, worin er, abgesehen von den geringen Wachsmengen, unlöslich ist.

Scherbeanspruchung:

Spannungszustand (und daraus resultierende Verformung), bei dem eine von außen wirkende Kraft einen Teil des beanspruchten Materials gegenüber dem anderen parallel, aber in entgegengesetzte Richtung zu verschieben sucht; tritt z.B. im Holzbau insbesondere an Verbindungen auf.

Schichtholz:

Balken, Bögen und Stützen aus mehreren Holzschichten, die parallel zur Längsachse eines Bauelementes angeordnet sind. Die Schichten sind annähernd parallel zu ihrer Faserstruktur zu einem größeren Querschnitt zusammengeleimt.

Schichtstück:

Ein Schichtstück (Nocke) ist ein Anschluss-Blechstück, dessen Länge mindestens der des jeweiligen Deckwerkstoffes entsprechen muss. Es besteht aus dem den Deckwerkstoff über- oder unterdeckenden Schenkel sowie aus dem wandseitigen, an dem aufgehenden Bauteil hochgeführten Schenkel. Schichtstücke (Nocken) werden auch bei der Ausführung von Kehlen (Nockenkehle) verwendet.

Schiebetür:

Diese Tür läuft auf Schienen in oder vor der Wand. Dadurch, daß diese Tür keinen Schwenkbereich hat, ist diese Art der Tür sehr platzsparend. In der Wand: Die Tür verschwindet in der Wand. Nicht immer für den nachträglichen Einbau geeignet. Vor der Wand: Die Tür verschwindet in einem Türkasten, der an der Wand befestigt wird. Diese Tür kann nachträglich problemlos eingebaut werden.

Schienen:

Es gibt verschiedene Arten von Schienen. Anschlußprofil: Benötigen Sie an allen Übergängen zu anderen Bodenbelägen ( gleiche Höhe). Anpassungsprofil: Benötigen Sie um Höhenunterschiede zwischen zwei Bodenbelägen auszugleichen. Abschlußprofil: Für einen sauberen Abschluß zwischen zwei unterschiedlichen Bodenbelägen. Übergangsleiste: Bei gleichhohen Übergängen einsetzbar.

Schiffsboden:

Schiffsboden ist das vielleicht traditionellste Muster. Alten Decks von Schiffen nachempfunden ist es zeitlos schön und betont den Raum im Hintergrund.

Schimmel:

Nest- oder Rasenartiger Befall von Holzoberflächen mit Schimmelpilzen (Schlauchpilzen), die eine meist grünliche bis schwarze Färbung aufweisen. Schimmelpilze bewirken keine Holzzerstörung; sie ernähren sich hauptsächlich von Zellinhaltsstoffen.

Schirmhieb:

In Althölzern wird das geschlossene Kronendach durch die Entnahme einzelner Bäume nach und nach aufgelockert. Dadurch dringt mehr Licht und Wasser auf den Boden, und die Verjüngung durch Samen tritt ein.

Schlagklotz:

Mit diesem länglichen Brett schlägt man die einzelnen Elemente dicht aneinander, ohne die Elemente zu beschädigen. So entstehen bei richtiger Verlegung keine Fugen mehr.

Schlauchwaage:

Schlauchwaage ist ein fast ganz mit Wasse gefüllter, durchsichtiger Schlauch, Werden beide Enden hochgehoben, ist der Wasserpegel auf beiden Seiten gleich hoch. Mit diesem einfachen Gerät kann man über größere Distanzen die gleiche Höhe angeben.

Schließblech:

Sitzt in der Zarge, damit Türen geschlossen und abgeschlossen werden können.Sollte die Tür schlecht schließen, kleine Unebenheiten mit einer Feile nacharbeiten.

Schlussdach:

Pultdach

Schnittrichtungen:

Der besondere Aufbau des Holzes macht die Unterscheidung von drei Schnittrichtungen erforderlich: der Querschnitt, auch Hirnschnitt genannt, der Flader - oder Tangentialschnitt und der Spiegel- oder Radialschnitt, der auch als Riftschnitt oder Quartier bezeichnet wird (siehe auch: Fladern, Holzstrahlen, Schwindung).

schrubben:

grob hobeln

Schräge Jahrringlage:

Schnittholz, dessen Jahrringe mit den Oberfächen einen Winkel von 30° bis 60° bilden.

Schrägfaser:

Relative Abweichung der Faserrichtung von der Längskante eines Schnittholzes; wird als Verhältnis der Faserabweichung in Querrichtung zur Bezugskantenlänge (Meßstrecke in Längsrichtung) in Prozent angegeben.

Schutzfunktionen des Waldes:

Schutzfunktionen zur Bewahrung der Stabilität des Naturhaushaltes und zur Sicherung von Naturgütern. Hierzu zählen Schutz des Bodens vor Erosion durch Wind- und Wassereinwirkung, Lawinenschutz, Wasserschutz, Lärmschutz, Naturschutz (Arten- und Biotopschutz), Landschaftsschutz, Klimaschutz, Immissionsschutz und Sichtschutz.

Schwarzast:

Der abgestorbene Teil eines Astes, der vom weiterwachsenden Holz des Stammes eingeschlossen ist; Farbe schwarzbraun; wenn er lose, d.h. nicht mehr mit dem umgebenden Holz verwachsen ist, wird er als Durchfallast bezeichnet.

Schwimmende Verlegung:

Von einer schwimmenden Verlegung wird gesprochen, wenn der Holzwerkstoffbodenbelag keinen direkten Kontakt mit der Rohbodenkonstruktion hat, sondern schwimmend auf einer nachgiebigen Dämmstofflage aufliegt. Schwimmende Böden müssen immer mit einer umlaufenden Nut und Feder verbunden sein und eine gewisse Platteneigensteifigkeit aufweisen. Kronoply OSB ist der optimale Werkstoff für schwimmende Fußböden, da hohe Festigkeitswerte verbunden sind mit einer hohen Stabilität der Nut- und Federverbindung. Schwimmende Böden werden in der Regel in Nut und Feder untereinander verleimt. Bei der Dämmstofflage ist darauf zu achten, dass eine möglichst niedrige Steifigkeit vorhanden ist, um Trittschall zu reduzieren. Gut geeignet sind Weichfaserdämmplatten oder mineralische Trittschalldämmplatten.

Schwinden:

Holz und Holzwerkstoffe können bei Feuchtigkeitsentzug schwinden, d.h. sie erfahren eine Formänderung durch Kontraktion. Grundsätzlich ist das Schwindverhalten bei Holzwerkstoffen wie Kronoply OSB deutlich geringer als bei Vollholz. Während bei Vollholz Schwindungen in Richtung der Jahrringe bis zu 15 % auftreten können, betragen sie bei einer Kronoply OSB max. 1 %. (siehe auch Dehnen)

Schwindung:

Verkleinerung der Abmessungen und damit auch des Volumens von Holz infolge einer Feuchtigkeitsabnahme. Schwindung ist ebenso wie der umgekehrte Vorgang, die Quellung, nur unterhalb der Fasersättigung möglich. Hierbei sind die Abmessungsänderungen in Richtung der Zuwachszonen (= tangential) stets größer als in Richtung der Holzstrahlen (= radial) (siehe auch: Riftschnitt).

Schälfurnier:

Auf der Schälmaschine vom rotierenden Stamm durch ein feststehendes Messer kontinuierlich abgetrenntes dünnes Holzblatt (in Dicken von ca. 0,25 mm bis 8 mm).

Schälrisse:

Beim Schälen oder Messern von Furnier durch Biegebeanspruchung des Furnierblattes auf der dem Messer zugekehrten Seite in regelmäßigen Abständen entstehende feine, sichelförmige Risse (sog. Haarrisse). Die Rißtiefe ist von der Holzart, der Vorbehandlung, den Schneidbedingungen und der Furnierdicke abhängig (siehe auch Offene Seite und Geschlossene Seite).

Schüsseln:

Querkrümmung von Brettern und anderen Holzquerschnitten durch Schwinden, wobei sich die rechte (marknahe) Seite aufwölbt, die linke (rindennahe) hohl wird (siehe auch Verformungen).

Seitenbretter:

Im Flader- oder Tangentialschnitt erzeugte Bretter mit vorwiegend liegenden Jahrringen, auch Seitenware oder Seiten genannt. Seitenbretter besitzen eine geringere Oberflächenhärte, ein größeres Schwindmaß und daher ein schlechteres Stehvermögen als im Radialschnitt hergestellt Riftbretter.

Sheddach:

Sägedach

Sheddach:

Das Sheddach ist gekennzeichnet durch eine Reihung von asym. Satteldächern, wobei der annähernd senkrechte Teil oft verglast ist.

Siegellack:

(Packlack, Postlack, lat. Lacca sigillata, frz. Laque de poste, engl. Sealing Wax) nennt man im allgemeinen Mischungen harziger, in der Hitze schmelzender Stoffe mit Körperfarben. Die Grundlage zu gutem S. ist Schellack, dessen Schmelzbarkeit durch Zusatz von etwa ź oder mehr venetianischem Terpentin erhöht wird. Als Farbkörper für den feinsten roten S. benutzt man ausschließlich guten Vermillonzinnober. Bei den geringeren Sorten wird dieser Stoff zum Teil, bei noch wohlfeileren ganz durch Mennige, Chromrot oder Englischrot ersetzt, während für den Schellack Kolophonium und ähnliche Harzstoffe eintreten. Zur Vermehrung des Gewichts, zur Ersparung an Farbstoff und zur Abtönung der Farbe werden häufig auch weiße erdige Zusätze von Talkpulver, Schwerspat, Barytweiß oder Kreide angewandt. Die erdigen Stoffe, zum Teil auch die Farbkörper, werden bei den besseren Sorten erst für sich mit Terpentin und Terpentinöl gut verrieben und dann zu der schmelzenden Schellackmasse hinzugesetzt. - Gewöhnliche Flaschenlacke bestehen nur aus Kolophonium, Burgunderharz oder Weißpech und gewöhnlichem Terpentin nebst billigen Farbkörpern. Als Farben benutzt man für Schwarz feinen Ruß, Beinschwarz oder Pechasphalt, für Braun Zinnober mit Ruß oder irgendeine braune Erdfarbe, für Gelb und Orange die betreffenden Chrombleifarben, für Grün Chromgrün oder Kupfergrün (Schweinfurtergrün darf zu S. nicht verwandt werden, da es beim Schmelzen giftige Dämpfe von arseniger Säure entwickelt), für Blau Ultramarin. Der blaue S. ist am schwierigsten herzustellen, da hierzu die Harzmasse besonders hell sein muß, und man benutzt daher gebleichten Schellack in Verbindung mit Dammar oder anderen hellen Harzen. Zu Gold- und Bronzelack werden in die Masse kleine Flitter von echtem Blattgold oder Bronze eingerührt. - Zum Parfümieren feiner S. benutzt man Benzoëharz, Tolu- oder Perubalsam oder Moschus, die erst der zum Ausgießen fertigen Masse einverleibt werden. Die Vereinigung der Bestandteile erfolgt durch gelindes Schmelzen über Kohlenfeuer. Man erhitzt und rührt, bis das Gemisch Blasen wirft, nimmt es dann vom Feuer und rührt weiter, bis die Blasen vergehen, und gießt die Masse schließlich in blecherne, innen verzinnte Formen, die mit etwas feinem Öl ausgestrichen sind. Die erhärteten Stangen werden geglänzt, indem man sie rasch durch eine Spiritusflamme oder die Hitze eines Kohlenfeuers zieht.

SiO2:

Meist nur mit dem Mikroskop erkennbare Teilchen, die häufig aus Kiesel (SiO2) oder Karbonaten bestehen. Sie sind für bestimmte Arten charakteristisch, wie z. B. für Kosipo, und können bei der Bearbeitung des trockenen Holzes die Werkzeuge stärker stumpfen. Vereinzelt können auch grobe, steinartige Einlagerungen vorkommen und Werkzeuge erheblich beschädigen.(siehe auch: Kalkflecken, Kernstoffpartikel).

Sollmaß:

Das Maß, das nach der maschinellen Bearbeitung des Schnittholzes bei einem bestimmten Feuchtegehalt erreicht werden soll (siehe auch Nennmaß).

Sondernägel:

Sondernägel besitzen einen schraubenförmigen oder gerillten Schaft, der die Tragfähigkeit des Nagels auf Herausziehen verbessert. Sondernägel werden in die Tragfähigkeitsklassen I bis III aufgeteilt. Es wird unterschieden zwischen Schraubnägeln, die einen schraubenförmigen Schaft besitzen und vorwiegend für holz oder holzwerkstoff Verbindungen eingesetzt werden und Rillennägeln, die einen gerillten Schaft besitzen und häufig für Holz-Stahlblech Verbindungen eingesetzt werden. Zu den Rillennägeln gehören die Kammnägel, die auch als Ankernägel bezeichnet werden.

Sorptionsisotherme:

Die Sorptionsisotherme beschreibt die sich bei einer bestimmten relativen Luftfeuchtigkeit einstellende Gleichgewichtsfeuchte im Holz oder Holzwerkstoff in Form einer mathematischen Kurve

Spannrückig:

Wulstartige Verstärkungen in Richtung der Stammachse; sie sind häufig an Stammenden zu beobachten, wo sie aus Wurzelanläufen entstanden (siehe auch: Brettwurzeln).

Spannung:

(mechanische): Maß für die Beanspruchung eines Körpers durch äußere Kräfte. Zahlenmäßig die einwirkende Kraft bezogen auf eine Flächeneinheit (siehe auch Trocknungsspannungen).

Spanplatten zementgebunden:

Zementgebundene Spanplatten bestehen aus Spänen, werden jedoch nicht mit Kunstharzbindemitteln sondern mit Portland-Zement gebunden. Sie sind aufgrund der Alkalität des Bindemittels pilz- und insektenbeständig und weisen gute Brandschutzeigenschaften auf. Nachteilig ist das hohe Gewicht sowie die schlechte Verarbeitbarkeit (Werkzeugabstumpfung, Staubentwicklung). Insbesondere länger gelagerte Platten sind durch den eintretenden Karbonatisierungsprozess nur noch unter Schwierigkeiten nagelbar und können ausschließlich mit selbstschneidenden Schrauben befestigt werden.

Spanwinkel:

Der Winkel zwischen der Spanfläche (Oberseite eines Schneidmessers) und einer Ebene senkrecht zur Schnittrichtung, üblicherweise mit dem griechischem Buchstaben gamma bezeichnet.

Sparrendächer:

Das Sparrendach gehört neben dem Pfettendach zu den üblichen Tragwerksformen der Hausdächer. Entwicklungsgeschichtlich ist das Sparrendach ein Steildach. Sparrenpaare werden in bestimmten Abständen über die Länge des Daches angeordnet und sind entweder zusammen mit einem Zugband aus Holzdeckenbalken oder zusammen mit einer Schwelle auf einer Massivdecke aus Stahlbeton anzuordnen. Die Aussteifung erfolgt mit Holzwerkstoffplatten oder Windrispenband; Berechnung nach DIN 1052.

Sparrennagel:

Sparrennägel gehören zu den Sondernägeln (Schraubnägel). Sie dienen der Befestigung von Sparren auf Pfetten und zur Stoßausbildung. Sparrennägel zeichnen sich durch einen hohen Abscherwiderstand aus. Durch die Profilierung weiten sie ein Gewinde mit Widerhaken im Holz auf und können so besonders hohen Windsogkräften standhalten.

Sparrenpfettenanker:

Um rechtwinklig sich kreuzende Kanthölzer miteinander zu verbinden, werden beide Bauteile durch einen Sparrenpfettenanker miteinander verbunden. In erster Linie wird der Sparrenpfettenanker zur Sicherung von Sparren gegen abhebende Kräfte (Windsog) eingesetzt. Er kann jedoch auch zur Aufhängung von Deckenbalken eingesetzt werden.

Speichergewebe:

Zur Erfüllung ihrer verschiedenen Aufgaben im Holzkörper werden unterschieden: a. Leitgewebe für den Stofftransport (Saftströme), bestehend aus Gefäßen (Poren) bei Laubhölzern bzw. Frühholztracheiden bei Nadelhölzern; b. Speichergewebe für Stoffwechsel und Stoffspeicherung, bestehend aus Parenchymzellen; c. Stütz- oder Festigungsgewebe bestehend aus Fasern bei Laubhölzern; d. Holzstrahlen bestehend aus leitenden und oft auch speichernden Zellelementen.

Speicherzellen:

Überwiegend dünnwandige und kurze, in Faserrichtung verlaufende Zellen, die, in großer Zahl vorkommend, das Holzbild durch eine von den Fasern abweichende Färbung stark beeinflussen können, wie z. B. bei Wenge. Das Vorkommen und die Art der Anordnung auf dem Querschnitt sind ein gutes Bestimmungsmerkmal (siehe auch: Fladern, Holzstrahlen, Streifer).

Sperrholz:

Oberbegriff für verschiedene Plattenarten, die aus mindestens drei aufeinandergeleimten Holzlagen symmetrisch aufgebaut sind, wobei die Faserrichtung benachbarter Lagen meist um 90° versetzt (abgesperrt) sind. Nach Art der Lagen werden unterschieden: a. Furniersperrholz (früher Furnierplatte genannt) betseht ausschließlich aus Furnieren, b. Stabsperrholz (früher Tischlerplatte genannt) mit einer Mittellage aus höchstens 30 mm breiten Holzstäben, c. Stäbchensperrholz (früher auch Tischlerplatte genannt) mit einer Mittellage aus höchsten 8 mm dicken, hochkant zur Platteneben stehenden Stäbchen, meist aus Schälfurnieren, d. Zusammengeseztes Spaeerholz besitzt neben den Furnierlagen auch mindestens eine Lage aus anderen Werkstoffen als Schnittholz oder Furnier, z.B.Furnierspanplatte.

Sperrholz:

Sperrholz besteht aus Furnierlagen, die kreuzweise miteinander verbunden sind. Die Verbindung erfolgt durch Verpressung unter Druck und Hitze und Einsatz von wasserfestem Phenolharzleim. Sperrholz sollte ohne Anstrich keinem Schlagregen ausgesetzt werden. Ein diffusionsdurchlässiger und wasserabweisender Anstrich, beispielsweise mit Öl- oder Acryl-Latex-Mitteln, kann hier jedoch einen geeigneten Wetterschutz bieten.

Spezialtüren:

Zu den Spezialtüren gehören einbruchhemmende Türen, Rauch- und Brandschutztüren, Windfangtüren, Strahlentüren etc. Diese Türen zeichnen sich durch eine besondere Technik aus.

Spiegel:

Quer zur Faser verlaufende und auf die Markröhre gerichtete Bänder aus Speicherzellen. Sie erscheinen auf Querschnitten als feine, oft nur mit der Lupe erkennbare Linien ("Strahlen") und auf dem Radialschnitt als "Spiegel", teils so breit, daß sie das Holzbild, wie bei den Eichen, wesentlich beeinflussen (siehe auch: Schnittrichtungen).

Spiegelschnitt:

Die Jahrringe sind als parallel zur Stammachse verlaufende und die Markstrahlen als radial verlaufende Streifen zu sehen. Die längs angeschnittenen Markstrahlen erscheinen als glänzende Spiegel.

Splint:

Die Stämme aller Bäume enthalten Splintholz. Der Anteil ist von der Art, dem Alter und den Wachstumsbedingungen abhängig. Bei den meisten Arten ist es ein etwa 3 bis 5 cm breiter Mantel hellfarbigen Holzes, der das Kernholz einschließt. Er ist vor allem im Feuchtzustand empfindlich für Pilz- und Insektenbefall (siehe auch: Kernstoffe, Bläue, Witterungsfestigkeit).

Splintholz:

Die Stämme aller Bäume enthalten Splintholz. Der Anteil ist von der Art, dem Alter und den Wachstumsbedingungen abhängig. Bei den meisten Arten ist es ein etwa 3 bis 5 cm breiter Mantel hellfarbigen Holzes, der das Kernholz einschließt. Er ist vor allem im Feuchtzustand empfindlich für Pilz- und Insektenbefall (siehe auch: Kernstoffe, Bläue, Witterungsfestigkeit).

Splintholzbäume:

Splintholzbäume haben keine Farb- und Feuchteunterschiede zwischen Außen- und Innenholz. Zu den Splintholzbäumen gehören: Zitterpappel, Birke, Erle, Ahorn und Weißbuche.

Splintholzkäfer:

Zur Gattung Lyctus spp. gehörende Trockenholzinsekten, Laubholzschädlinge, befallen bevorzugt die Splintholzteile von stärkereichen Holzarten (sowohl einheimische, wie z.B. Eiche, Ahorn, Pappel, als auch tropische, wie z.B. Abachi, Limba, Tola branca). Die mit feinen, fest zusammengedrücktem Bohrmehl gefüllten Fraßgänge der Larven verlaufen meist in Faserrichtung. Vollständige Zerstörung der Frühholzschichten; die Spätholzschichten sowie die Außenflächen des Holzes bleiben erhalten.

Splitternd:

durch Holzaufbau bedingte Eigenschaft, mit langen, spießigen Splittern zu brechen.

Sprossenrahmen:

(für Lichtöffnungen)Dieser Rahmen wird komplett auf die Glasscheibe gesetzt, um besondere Akzente zu setzen. Zur Türenrenovierung geeignet. Sprossenrahmen gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen.

Sprossenrahmen:

(als Auflegerahmen)Dieser Rahmen wird auf das vollflächige Türblatt aufgebracht, z.B. ein schwarzer Rahmen auf Buche Türen oder farbige Rahmen auf weißen Türblättern.

Sprödes Holz:

Gegensatz zu zähem Holz; gekennzeichnet durch ein eher stumpfes als langfaseriges Bruchbild. Ursachen können z.B. sein: Druckholz (Reaktionsholz), juveniles Holz, Druckbruch, hohe Temperatur und extreme Zuwachsraten.

Spundverbindung:

siehe gespundetes Holz

Spätholz:

Auf das Frühholz folgende, bei Laubhölzern meist porenärmere und bei Nadelhölzern besonders dunkle und harte Zonen; sie bilden den Abschluß einer Zuwachszone.

Staatswald:

Wald, der sich im Besitz von Bund und Ländern befindet.

Stakung:

Stakung im Gefach eingesetzte Hölzer oder Keile

Stamm:

Auch als Schaft bezeichnet. Beim lebenden Baum die Holsäule vom Wurzelansatz bis zur Verzweigung des Stammes in die Äste der Krone, bzw. bei wipfelschäftigen Bäumen bis zum Gipfeltrieb; er ermöglicht als tragende Säule den Kronenaufbau und übernimmt die Leitung der Stoffe. Nach der Fällung liefern Stamm und Stammteile (Erdstamm, Mittelstamm und Zopf) das Stammholz.

Standardtür:

Ist eine Tür ohne besondere Ausführungen ( Wabeneinlage, BB - Schloß, Bänder V0026WF).

Standorte:

(Wald)Durch Klima, Boden und Exposition gekennzeichnete Gesamtheit der Umwelteinflüsse. Die Verhältnisse eines Standortes bestimmen, welche Baumarten auf ihm optimal wachsen können.

Standortskartierung:

In der Standortskarte werden die gesamten Umwelteinflüsse eines bestimmten Waldortes festgehalten. Sie ist wesentliches Kriterium der Baumarten- und Betriebszieltypenplanung.

Standrohre:

Standrohre bilden den Übergang zwischen den Regenfallrohren und den Grundleitungen. Sie sind aus dickeren, schlagfesteren, gleichen oder materialverträglichen Werkstoffen hergestellt.

Stapel:

Im Gegensatz zur dichten Stapelung (Parketierung) von bereits getrocknetem Schnittholz wir frisch eingeschnittenes Holz zur Einleitung einer Holztrocknung in der Regel schichtweise mit Abstandhaltern (Stapellatten) aufgesetzt, damit eine gute Belüftung aller Hölzer im Stapel ermöglicht wird.

Stauchbrüche:

Auch Querrisse genannt; Faserstauchungen, auf Längsflächen erkennbar an unregelmäßig geknickten Fasern; durch Erreichen der Längsdruckfestigkeit des Holzes erzeugte Brüche, die quer zur Faserrichtung verlaufen. Sie können bereits am stehenden Stamm durch örtlich begrenzte mechanische Überbeanspruchung entstehen. Durch Stauchbrüche geschädigtes Holz ist für mechanische Belastungen nicht mehr verwendbar.

Stay Log Schälen:

Furniertechnik -> Schältechnik. Dieses Verfahren ist eine Weiterentwicklung des zuvor beschriebenen Exzentrisch-Schälens. Der Schnitt durch die Jahresringe ist wesentlich flacher, so daß zur Mitte hin Furniere mit an den Seiten gestreifter und nach innen blumiger Textur anfallen. Grundsätzlich gilt, daß durch die Stay-Log-Technik auch Hölzer mit schwächerem Stammdurchmesser wirtschaftlich aufgearbeitet werden können.

Stehvermögen:

Verhalten des Holzes bezüglich Maß- und Formänderung bei sich ändernder relativer Luftfeuchte der Umgebung. Günstig für das Stehvermögen ("gut stehend") sind: kleine Quell - bzw. Schwindmaße, geringer Unterschied zwischen radialen und tangentialen Quellmaßen, regelmäßiger Faserverlauf, träger Feuchtigkeitsaustausch des Holzes mit der Umgebung und Riftschnitt.

Steigband:

überblattende Verstrebung. Bei Fachwerk auch Andreaskreutz.

Stichbalken:

einerseits Mauerauflager, andererseits Stich in andere Balkenlage.

Stichbalken:

Streichbalken auf Konsole liegendes Holz oder neben einer Wand liegender Deckenbalken.

Stichmaß:

überhöhung bei Bögen.

Stiftäste:

Ähnlich einem Astansatz, von der Oberfläche radial in den Stamm hineinlaufende Veränderungen der Zellrichtung. Sie sind an den Stämmen als Narbe oder dornenartiger Ansatz, auf dem Fladerschnitt als rundlicher "Fleck" und auf den Spiegelschnitten als "riegelähnliche" Streifen erkennbar.

Stiltüren:

Stiltüren sind Türen mit verschiedenen Bekleidungsleisten und Auflegerahmen oder Füllungen.

Stockausschlag:

Stockausschlag entsteht durch das Austreiben von Knospen am nach der Ernte eines Altbaumes verbliebenen Schaftteil ("Stock"). Baumarten mit gutem Stockausschlagsvermögen sind Eiche, Hainbuche, Weide, Erle und Linde.

Stockwerkbau:

Während bei den meisten Holzarten die Holzstrahlen auf den Fladerflächen zerstreut angeordnet sind, können diese, vor allem bei bestimmten tropischen Arten, in quer zur Faserrichtung verlaufenden (horizontalen) Reihen zugeordnet sein. Dieses wichtige Bestimmungsmerkmal ist nur auf gehobelten oder glatt gespaltenen Fladerflächen und unter der Rinde auf der Stammoberfläche gut erkennbar.

Strands:

Unter Strands versteht man die Schälspäne, die für die Herstellung von OSB verwendet werden. Diese Schälspäne sind zwischen 10 und 12 cm lang und zwischen 2 und 3 cm breit. Sie bestehen überwiegend aus Kiefernholz.

Streifer:

Hiermit werden alle nach einem besonderen Verfahren erzeugte, radial gemessene ("Quartier") Furniere bezeichnet, deren Holzbild durch einen regelmäßigen Wechsel in der Färbung oder durch den Wechsel von Früh- und Spätholz oder durch den Wechseldrehwuchs streifig erscheint (siehe auch: Struktur, Farbstreifen, Glanzstreifen, Wechseldrehwuchs).

Struktur:

Der Teil des Holzbildes, der durch die unterschiedliche Richtung, Größe und Verteilung der Zellen hervorgerufen wird, wie z. B. bei Grobporigkeit, Ringporigkeit und Wechseldrehwuchs; rein farbliche Unterschiede sind kein Merkmal der Struktur (siehe auch: Farbstreifen, Streifer, Glanzstreifen, Zuwachszonen).

Sturmlatte:

Sturmlatte (Windrispe), früher aus Holz und heute aus Metall. Dient zur Längsaussteifung eines Daches.

Stützgewebe:

Zur Erfüllung ihrer verschiedenen Aufgaben im Holzkörper werden unterschieden: a. Leitgewebe für den Stofftransport (Saftströme), bestehend aus Gefäßen (Poren) bei Laubhölzern bzw. Frühholztracheiden bei Nadelhölzern; b. Speichergewebe für Stoffwechsel und Stoffspeicherung, bestehend aus Parenchymzellen; c. Stütz- oder Festigungsgewebe bestehend aus Fasern bei Laubhölzern d. Holzstrahlen bestehend aus leitenden und oft auch speichernden Zellelementen.

Sägegetreift:

Art der Kantenbearbeitung von Nadelschnittholz; Baumkante ist zwar erlaubt, alle Seiten müssen jedoch auf ihrer ganzen Länge mindestens von der Säge gestreift sein.

Süßholz:

(Süßholzwurzel, lat. Radix liquiritiae seu Radix glycyrrhizae, frz. Racine de réglisse, engl. Liquorice root) stammt von verschiedenen Glyzyrrhiza-Arten, die im Mittelmeergebiet, in Südosteuropa und Vorderasien heimisch sind und in einer ganzen Reihe von Ländern, hauptsächlich Spanien, Südfrankreich, Süddeutschland, Italien, Ungarn, Mähren, Südrußland, China und Nordamerika angebaut werden. Die Süßholzpflanze gehört zu der Familie der Schmetterlingsblütler und ist in den oberirdischen Teilen krautig. Die Blätter sind unpaarig, 5 - 8 fach gefiedert mit stachelspitzigen Fiedern, die Blütentrauben kürzer als die Blätter, die Hülsen wenigsamig und kurz. Die ausdauernde Wurzel besitzt zahlreiche lange Ausläufer mit schuppigen Niederblättern, aus deren Achseln neue Schößlinge entstehen. - Im Handel unterscheidet man besonders zwei Sorten, das spanische und das russische S. - Das spanische S. (lat. Radix liquiritiae hispanica seu glabra), von Glycyrrhiza glabra L., besteht vorwiegend aus Ausläufern, während die eigentlichen Wurzeln in den Ursprungsländern selbst auf Süßholzsaft verarbeitet werden. Die Pflanze treibt einen bis 1 m langen und 2,5 cm dicken, senkrecht in die Erde dringenden Hauptstamm, der selten Äste, aber zahlreiche lange, horizontal verlaufende Ausläufer hat. Diese sind hier und da mit Stengelknospen besetzt und unterscheiden sich außerdem von den Wurzeln durch die Gegenwart eines ziemlich schwachen Markes. Das spanische S., das übrigens nicht nur aus Spanien, sondern auch aus Frankreich, Süddeutschland usw. stammt, bildet meist fingerdicke Stäbe von 6 - 9 cm Länge, graubrauner runzeliger Oberfläche und gelbem, faserig zähem Holzkörper. Es schmeckt süß, hintennach etwas kratzend, kommt ungeschält in den Handel und ist so schwer, daß es in Wasser untersinkt. Das in Spanien selbst gebaute S. unterscheidet man in zwei Hauptsorten, katalonisches S. von Tortosa und S. von Alikante, die beide in Ballen von 35 - 40 kg über französische Häfen eingeführt werden. Das in Deutschland (Gegend von Bamberg und Schweinfurt) und Mähren gebaute S. ist dem in Spanien gewonnenen ähnlich, aber dünner und von blasserem Gelb. Es kommt teilweise, in längliche Kränze gebunden, in den Handel, während die Hauptmenge an Ort und Stelle auf Extrakt verarbeitet wird. Das mährische S. wird im Lande selbst verbraucht. Französisches S. ist in der Regel spanische, über Frankreich gegangene Ware, da dieses Land selbst noch viel S. zur Extraktbereitung einführt. Italienisches S. kommt nicht in den Handel, wird vielmehr auf Extrakt verarbeitet. Unter der Bezeichnung spanisches S. geht endlich auch aus Kleinasien und Nordamerika stammende Ware. - Das russische S. (lat. Radix liquiritiae russica, echinata seu mundata), von Glycyrrhiza glabra, var. glandulifera, besteht aus Wurzeln und Ausläufern und ist die allein offizinelle Droge des deutschen Arzneibuches. Die Pflanze bildet eine bis 2 m hohe Staude, ist im südlichen Rußland, in Ungarn, Galizien, Armenien und Persien heimisch und wird besonders im südlichen Rußland für den Handel angebaut. Im Gegensatz zu der spanischen Süßholzpflanze ist sie drüsig behaart. Das russische S., das von Petersburg in Ballen von 75 - 100 kg, mit Lindenbastmatten umgeben, zu uns gelangt, bildet dicke, oft gespaltene Wurzelstücke oder auch Ausläufer, die geschält in den Handel kommen. Das Holz ist sehr faserig, strahlig zerklüftet und besitzt neben einem helleren Gelb ein lockereres Gefüge als das spanische S. Infolge seiner größeren Leichtigkeit schwimmt es auf Wasser. Der Geschmack des russischen S. ist süß, ohne kratzenden Nachgeschmack. - Apotheker und Drogisten beziehen das S. größtenteils von Großhandlungen in geschnittenem Zustande. Ebenso wird das Pulvern des S. von diesen besorgt, da sich die faserige Wurzel ohne maschinelle Einrichtungen nur schwer zerkleinern läßt. Die Güte eines Süßholzpulvers wird hauptsächlich nach der Farbe bewertet. Je reiner und intensiver das Gelb ist, als desto besser gilt die Sorte. Etwaige Verfälschungen lassen sich mikroskopisch und durch die Aschenbestimmung leicht erkennen. - Den wertvollsten Bestandteil der Süßholzwurzel bildet der Süßholzzucker, das Glyzyrrhizin, das sich als saures Ammoniumsalz zu 6 - 7 % vorfindet. Es ist ein unkristallisierbarer, gelblichweißer Stoff von stark süßem Geschmack, der sich beim Kochen mit verdünnten Säuren in Traubenzucker und eine harzige Substanz spaltet. Daneben enthält die Süßholzwurzel noch Asparagin, Pflanzeneiweiß, Farbstoffe, Zucker, ungefähr 7 % Mineralstoffe, Stärke und ein braunes Harz. Das letztere, das den kratzenden Nachgeschmack verursacht und sich in der russischen Ware nur in sehr geringer Menge vorfindet, ist zwar an und für sich in Wasser unlöslich, wird aber doch beim Auskochen der Wurzel unter Vermittlung der übrigen Bestandteile mit ausgezogen. Die S. findet ausgedehnte Anwendung in der Pharmazie. Die ganze Wurzel wird häufig im Handverkauf als ťSüßholz in StangenŤ verlangt, die geschnittene ist ein Hauptbestandteil des Brusttees, und die gepulverte findet sich im Brustpulver (lat. Pulvis liquiritiae compositus) wieder. Letztere dient auch als Bindemittel zu Pillenmassen, während das geschnittene S. zur Herstellung des Süßholzextraktes, des Süßholzsirups usw. benutzt wird. Im allgemeinen gilt das S. als reizlinderndes, die Tätigkeit der Schleimhäute anregendes, geschmackverbesserndes Mittel. - Die verschiedenen Arzneibücher sind sich nicht einig, ob dem spanischen oder dem russischen S. der Vorrang gebührt. Während das deutsche Arzneibuch nur die Verwendung des letzteren gestattet, lassen andere Arzneibücher, z. B. das schweizerische und österreichische, beide Arten zu. - Süßholzsaft, Lakritzensaft, Bärendreck (lat. Succus seu Extractum liquiritiae seuglycyrrhizae, frz. Suc ou Jus de réglisse, engl. Juice of liquorice) heißt das durch Auskochen der Süßholzwurzel gewonnene Extrakt; es wird in allen Anbauländern des S., doch nicht immer in gleich guter Beschaffenheit hergestellt. Besonders Unteritalien, Sizilien, Südspanien und Südfrankreich erzeugen große Mengen. Die Gewinnung geschieht in umfangreichen Siedereien. Die von den Pflanzern gekauften Wurzeln werden frisch in kürzere Stückchen geschnitten, gewaschen, zu Brei zermalmt und in großen Kesseln mit Wasser auf freiem Feuer 4 - 5 Stunden ausgekocht. Die von dem Rückstand abgeseihte und abgepreßte Flüssigkeit wird durch Absetzenlassen geklärt und dann in Eisen- oder Kupferpfannen eingedampft, zuletzt unter beständigem Umrühren, damit die Masse keine Klümpchen bildet, sondern eine gleichförmige Honigdicke erlangt. Aus dem Teige werden dann runde oder flachgedrückte Stangen von verschiedener Länge und Dicke, seltener Kuchen oder Brote geformt. Der trockene Süßholzsaft bildet schwarze oder schwarzbraune Sangen oder Massen von kurzem, stark glänzendem Bruch und angenehm süßem Geschmack. Er enthält die wesentlichen Bestandteile der Wurzel in konzentrierter Form, ungefähr 15 % Glyzyrrhizin, 5 % Zucker, 15 % gummöse Stoffe und 7 % Mineralbestandteile. Eine gute Ware hat kaum mehr als 15 % Wasser und hinterläßt beim Erschöpfen mit lauwarmem Wasser höchstens 25 % unlösliche Stoffe. Bei größerem Rückstand liegt der Verdacht vor, daß eine Verfälschung durch Stärke oder Mehl stattgefunden hat. Auf etwaigen Kupfergehalt prüft man durch Einleiten von Schwefelwasserstoff in die salzsaure Lösung der Asche, wobei keine Bräunung eintreten darf. Der gewöhnliche Süßholzsaft, im Handel als roher S. bezeichnet, findet als Brust- und Hustenmittel, ferner zu Tabakbeizen und auch wohl als Wasserfarbe Verwendung und dient vor allem zur Herstellung des gereinigten S. Die meist zylindrischen, etwa 15 - 20 mm dicken, 10 - 15 cm langen Süßholzsaftstangen des Handels stammen aus Unteritalien, Kalabrien, Sizilien, Frankreich, Spanien und Südrußland und sind fast stets auf der Längsseite mit dem Ursprungs- und Fabrikstempel versehen. Die Versendung geschieht in Kisten, mit Lorbeerblättern als Packmaterial. Nur Rußland verwendet Eichenblätter zur Verpackung. Die französische Ware bildet dünne Stengel, zu je 100 Stück in Pappkasten von 1 kg verpackt. Kalabreser Lakritzen gelten auch heute noch als bevorzugte Sorte. Am höchsten wird die Marke Barracco geschätzt, dann folgen die Marken: P. S. (Principe di Salerno), Martucci, Policoco, Corgiliano, Cassano und andere. Die beste französische Ware trägt den Stempel E. B. 60. Beim Einkauf der gezeichneten Stangenlakritzen ist genau auf den Namen zu achten, da manche Erzeuger denselben mit geringen Abänderungen nachahmen. Die dünnen, unbezeichneten Stangen, die in Deutschland im Kleinhandel verkauft werden, sindgrößtenteils deutschen Ursprungs. - Der gereinigte Lakritzensaft (lat. Succus liquiritiae depuratus) wird aus den gewöhnlichen Stangenlakritzen durch kaltes Ausziehen mit Wasser und Eindampfen der klaren Flüssigkeit bereitet. Zu diesem Zwecke schichtet man in einem Holzfaß abwechselnde Lagen von ausgewaschenem Stroh und Lakritzenstangen übereinander, füllt mit Wasser auf und läßt mehrere Tage stehen, worauf man die Lösung abzapft und in gleicher Weise noch einen Auszug entnimmt. Die durch Kolieren geklärten Auszüge werden im Wasserbade bis zum dicken Extrakt eingedampft. Zur Gewinnung von Lakritzenpulver setzt man das Eindampfen noch weiter fort, zieht die zähe Masse zu Bändern aus, trocknet diese bei gelinder Wärme völlig und pulvert sie dann. Das kaffeebraune Pulver, das sehr hygroskopisch ist, wird in gut verschlossenen Gläsern aufbewahrt. Der gereinigte Süßholzsaft stellt ein braunes, in Wasser klar lösliches, dickes Extrakt dar, das in den Apotheken zur Herstellung von Hustenmixtüren, Brustelixier, gereinigten Stangenlakritzen, Lakritzentäfelchen, Cachou usw. vielfache Verwendung findet, während das gereinigte Lakritzenpulver einen Hauptbestandteil der Salmiakpastillen bildet.

T


T-Holz:

Schwedischer Begriff für nach Festigkeit sortiertes Holz gemäß den Richtlinien T30, T24 und T18.

Tafel:

normalerweise gehobeltes, profiliertes und gespundetes Holzteil zur Innengestaltung

Tafelbauweise:

Konstruktionstechnik mit vorgefertigten Tafeln zum Bau von Holzhäusern, bestehend in der Regel aus Holzrippen mit Wärmedämmfüllung und beidseitiger Holzwerkstoffbekleidung.

Tangential:

Beschreibung von Oberflächen und Schnittebenen senkrecht zu den Holzstrahlen, d.h. mehr oder weniger paralel zu den Jahrringen (siehe auch Tangentialschnitt oder Fladerschnitt).

Tangentialschnitt:

Die Jahrringe erscheinen in bogen- und wellenförmigen Linien. Größere Markstrahlen, die rechtwinklig duchschnitten werden, treten als spindelförmige dunkle Striche auf (hauptsächlich Eiche und Buche).

Tannenholz:

das Holz der Weißtanne oder Edeltanne, Abies pectinata, das von allen Nadelhölzern am wenigsten Harz enthält, hat eine fast weißliche, ins gelbliche spielende Farbe, ist sehr lang- und geradfaserig und daher von vollkommenster Spaltbarkeit. Das weiche und leichte Holz wirft sich wenig und hält sich im Trockenen sehr lange und wird daher als Bauholz sowie zu Tischler-, Drechsler-, Böttcherarbeiten und Resonanzholz benutzt.

Taubenziegel:

Ziegel mit halbkreisförmig gewölbter, meist vergitterter, Öffnung zur Belüftung des Dachraumes.

Taupunkt:

Diejenige Temperatur, bei welcher der in der Luft enthaltene Wasserdampf als flüssiges Wasser ausfällt (kondensiert).

Taupunkttemperatur:

Wasserdampf kann nur einen maximalen Sättigungsdruck erreichen. Bei Abkühlung steigt die relative Feuchte an, da der Sättigungsdruck auch mit der Temperatur abfällt. Die relative Feuchte erreicht 100 %, wenn die Taupunkttemperatur erreicht ist. Fällt die Temperatur weiterhin, fällt Wasserdampf in Form von Tauwasser aus.

Tauwasser:

Ausfall von Wasserdampf. Tauwasser wurde früher auch Schwitz- oder Kondenswasser genannt.

Teakholz:

Der auch als indische Eiche bezeichnete Teakbaum, Tectonia grandis, der als einer der höchsten aller Bäume in den hoch und trocken liegenden Wäldern Ostindiens vorkommt, zeichnet sich durch schnelles und gerades Wachstum aus und erreicht in 100 Jahren seine volle Stärke. Das hellbraune, poröse und ölhaltige Holz, das sich gut bearbeiten läßt, bildet wegen seiner Widerstandsfähigkeit gegen Wurmfraß und seiner Haltbarkeit im Wasser, die dreimal größer als diejenige des Eichenholzes ist, einen gesuchten Rohstoff für Wasserbauten. Vor allem wird es beim Schiffsbau, u. a. als Unterlage für die Panzerplatten der Kriegsschiffe benutzt. Infolge der regen Nachfrage sind die Bestände bereits stark gelichtet, nur auf Malabar, Java und Zeylon ist der geschätzte Baum noch in größeren Mengen erhalten, und man hat daher neuerdings künstliche Pflanzungen angelegt. Die Blüten und Blätter der T. werden in den Tropen gegen Cholera und Harnleiden angewandt. - Australisches T. stammt von Endiandra glauca, afrikanisches T. von Oldfielda africana und Pterocarpus erinaceus. Beide sind vortrefflich für den Bau von Eisenbahnwagen geeignet.

Technische Trocknung:

Im Gegensatz zur Freilufttrocknung verläuft die technische Trocknung unter künstlichen Klimabedingungen, meist in Kammern oder Durchlaufkanälen. Durch entsprechende Steuerung oder Regelung des Klimas können wesentlich niedrigere Endfeuchtigkeiten und kürzere Trocknungszeiten erreicht werden als bei der Freilufttrocknung. Häufig - insbesondere bei stark dimensioniertem Schnittholz - erfolgt Vortrocknung im Freien und anschließend künstliche Trocknung (siehe auch: Entspannen).

Teerpappe:

im Gegensatz zu Bitumenpappe, mit Teer getränkte Isolier- und Dachpappe.

Terminal-Parenchym:

Meist sehr schmale, aber deutliche, helle, tangentiale Bänder aus Parenchymzellen als Trennungslinien zwischen den Zuwachszonen, wie z.B. bei Pappel.

Textur:

Zeichnung des Holzes (im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Maserung bezeichnet), wird hervorgerufen durch die Struktur des Holzes bei Normalwuchs und bei Wuchsanomalien sowie durch Farbdifferenzierungen. Die strukturabhängige Textur wird u.a. bestimmt durch die Poren, die Jahrringe. die Holzstrahlen sowie den Faserverlauf.

Thyllen:

Artbedingte blasenartige Zelleinwüchse, welche die Poren verschließen können und die Abgabe wie die Aufnahme von Feuchtigkeit beeinflussen können; Thyllen fehlen im Splint.

Tierische Holzschädlinge:

Die häufigsten tierischen Holzschädlinge an verbautem Holz sind vor allem der Hausbock, der Nagekäfer, der Splintholzkäfer und die Holzwespe.

Tonnendach:

Das Tonnendach ist gebogen und hat die Form eines Tonnengewölbes.

Topfzeit:

Gebrauchsdauer von Klebstoffen, die Zeitspanne, in der ein Klebstoffansatz nach dem Mischen aller Bestandteile für eine bestimmte Verwendung gerade noch verarbeitungsfähig ist.

Totholz:

Holz von stehenden und liegenden abgestorbenen Bäumen, Ästen oder Baumkronen, das im Wald verbleibt als Lebensraum und Nährstoffquelle für Pflanzen und Tiere dient.

Tracheen:

Langgestreckte runde oder ovale Zellen, deren Querwände gänzlich oder teilweise geöffnet sind.

Tracheiden:

Mit einem Anteil von 90% Hauptform der Nadelhölzer; sie verlaufen parallel zur Stammachse (Längstracheiden) und haben die Aufgabe der Wasserleitung und Festigkeit.

Traufblech:

Das Traufblech ist das Anschlussblech an der Traufe. Es kann die Aufgabe des Rinneneinlaufbleches oder des Tropfbleches erfüllen. Bei Metalldeckungen kann es auch die Funktion eines durchgehenden Haftstreifens (Vorstoßblech) erfüllen.

Traufhöhe:

Die Traufhöhe ist der Abstand zwischen Geländeoberkante und der Traufe. Die Traufhöhe ist im örtlichen Bebauungsplan vorgeschrieben und muß unbedingt eingehalten werden.

Trittschalldämmung:

Wird zwischen dem Untergrund und dem Parkett bei der "schwimmenden Verlegung" gelegt. Es dämmt den Trittschall, gleicht Unebenheiten aus und gibt durch die Elastizität angenehmen Laufkomfort. Die Trittschalldämmung gibt es aus Folie, Filzplatten, bituminierten Korkschrotmatten, Rollkork und Rippenpappe.

Trocken:

Als trocken werden Hölzer bezeichnet, deren Feuchtegehalt dem künftigen Verwendungsklima entspricht: für Bauteile, die ständig mit der Außenluft in Berührung kommen, 12 bis 15% und für Bauteile im Innern von Räumen 8 bis 12%. Für Baurundholz (DIN 4074 T 2) und Bauholz für Zimmerarbeiten (DIN 68365) werden andere Feuchtigkeitsgehalte angenommen (siehe auch Halbtrockenes Holz und Frisches Holz).

Trockenbau:

Bei der Trockenbauweise werden überwiegend industriell vorgefertigte Plattenwerkstoffe wie Gipskarton oder OSB auf Holz- oder Metallständern durch Verschraubung bzw. Vernagelung befestigt. Als Dämmung werden in der Regel mineralische Dämmstoffe eingebracht. Der Trockenbau hat, wie schon der Name sagt, den Vorteil, dass keine Baufeuchte entsteht wie bei den Massivbauweisen, bei der Steine und Mörtel durch den Abbindeprozess über eine längere Zeit Feuchtigkeit emittieren.

Trockenestrich:

Trockenestrichelemente bestehen in den meisten Fällen aus zwei miteinander verbundenen Gipskarton- oder Gipsfaserplatten, die durch versetzte Anordnung beider Platten und den dadurch entstehenden Stoß verlegt werden. Angeboten werden diese Trockenestrichelemente mit und ohne unterseitige Dämmung. Sie können auch bei Verwendung einer Fußbodenheizung angeordnet werden. Trockenestrichelemente haben den Vorteil, sofort begehbar zu sein und keine Feuchte ins Bauteilinnere zu bringen, was gerade bei den heutigen, hochgedämmten und luftdichten Bauwerken als Vorteil zu betrachten ist.

Trockenfäule:

Verwirrender und selten verwendeter Begriff für den Endzustand eines pilzbefallenen und wieder ausgetrockneten, sehr brüchigen Holzes. Das Wachstum von Pilzen setzt jedoch eine mehr oder weniger hohe Holzfeuchte voraus.

Trockenkammer:

Beheizter Raum zur Trocknung von Schnittholz, Furnieren oder anderen Holzprodukten, in dem die Temperatur, die relative Luftfeuchte und die Geschwindigkeit der Luftumwälzung geregelt werden.

Trockentemperatur:

Die mit einem üblichen Thermometer gemessene Temperatur der Luft (siehe auch Feuchttemperatur, Psychrometer).

Trocknung:

Feuchteentzug aus dem Holz in allen Phasen der Holzbe- und verarbeitung, von der Holzernte bis zum Fertigprodukt; Abgabe des freien und eines Teils des gebundenen Wassers. Kann in hohem Maße beeinflußt werden (siehe Freilufttrocknung, Technische Trocknung).

Trocknungsprogramme:

Steuerungsschema, die die Aufeinanderfolge der am Trockner einzustellenden relativen Luftfeuchte und Lufttemperatur, d.h. der Trocknungsstufen für den Ablauf einer Schnittholztrocknung in einer Trockenkammer vorgeben.

Trocknungsschäden:

Die durch die Holztrocknung bewirkte, mehr oder weniger wertmindernde Schädigung des Trocknungsgutes in der Form von Verfärbungen, Rißbildungen, Verschalung, Zellkollaps, Harzaustritt usw.

Trocknungsspannung:

Die beim Trocknen (unterhalb Fasersättigung) im Trocknungsgut durch Behinderung der Schwindverformungen enstehen inneren Kräfte, bezogen auf die Flächeneinheit (siehe auch Spannung).

Trocknungstafeln:

Steuerungsschema, die die Aufeinanderfolge der am Trockner einzustellenden relativen Luftfeuchte und Lufttemperatur, d.h. der Trocknungsstufen für den Ablauf einer Schnittholztrocknung in einer Trockenkammer vorgeben.

Tropfblech:

Ein Tropfblech ist ein Traufblech, das an der Dachtraufe ohne Dachrinne das anfallende Niederschlagswasser ableitet, ohne dass die Unterkonstruktion gefährdet wird. Das Tropfblech wird ebenfalls verwendet, um an der Traufe von Unterdächern das Schmelzwasser abzuleiten.

Tupeloholz:

(Tupelowurzel), ein aus Florida kommendes, sehr leichtes und weiches Holz von gelblichweißer Farbe, findet in der Chirurgie Anwendung, indem man daraus Stäbchen schnitzt oder drechselt, die in Wunden stark quellen und wie Laminaria digitata als Quellmeißel dienen. Das T. stammt von Nyssa grandidentata und Nyssa aquatica, während verwandte Arten, wie N. uniflora und multiflora, unbrauchbar sind.

Tüpfel:

Dünnstellen in der Zellwand zwischen benachbarten Zellen, die den Wasser- und Stoffstransport von Zelle zu Zelle ermöglichen.

Türbänder:

Diese verbinden Tür und Zarge. An diesen wird die Tür eingehängt. Es gibt sie u.a. in der 2 - teiligen und 3 - teiligen Ausführung (für hohe Belastbarkeit).

Türeinbaumaß:

Das Türeinbaumaß ist die Größe für die Tür mit der Zarge. Das Türeinbaumaß ist kleiner als das Rohbaurichtmaß, damit die Tür in der Öffnung winklig ausgerichtet und befestigt werden kann.

Türelement:

Eine Tür besteht aus: Zarge, Türblatt, Türbänder, Drückergarnitur, Bekleidungsleisten.

Türenvielfalt:

Es gibt eine große Auswahl an Türen, fast alle in Normmaßen. Natürlich sind von allen Ausführungen auch Sondermaße möglich, z.B. raumhoch, oder breiter, oder mit besonders dicken Mauerstärken.

U


U-Wert:

Der U-Wert (früher auch k-Wert) ist ein Maß für die Wärmedurchgang eines Bauteils und wird in W/(m˛K) angegeben. Je kleiner desto besser, weil weniger Wärme verloren geht.

U-Wert:

Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils (bislang als k-Wert bezeichnet) [W/(m˛*K)]

Ueberhälter:

In Verjüngungsflächen belassene einzelne erwachsene Bäume nennt man Überhälter. Sie dienen einerseits der Produktion starken und qualitativ hochwertigen Holzes, werden aber auch aus ästhetischen und ökologischen Gründen in die nächste Umtriebszeit übernommen.

Umkehrdach:

Dämmungsebene auf der Sparrenkonstruktion (nicht hinterlüftet)

Umtriebszeit:

Bezeichnung für die durchschnittliche Dauer von der Begründung eines Waldes bis zu seiner Ernte.

Umwandlung:

In waldbaulichem Sinne: Wechsel der Baumart. Mit Umwandlung kann aber auch ein Wechsel der Nutzungsart gemeint sein, z. B. durch Bebauung ehemaliger Waldflächen.

Unbesäumt:

Bezeichnung für nichtbesämtes Schnittholz mit Baumkante an beiden Kanten, meist im Blockschnitt erzeugt. Laubschnittholz wird im allgemeinen unbesäumt als Blockware gehandelt. Aufgrund der natürlichen Baumsilhouette sind sie unterschiedlich breit. Sie werden mit gehobelten Oberflächen oder sägerauh in folgenden Maßen angeboten: Längen zwischen 150 und 650 cm; Dicken zwischen 10 und 35 mm.

Unterdach:

eine unter den Ziegeln oder anderem Deckmaterial liegende, dichtende Schicht, welche das Eindringen von Regen und Schnee im Dachbereich verhindern und die Dämmung vor Feuchtigkeit schützen soll.

Unterfurniere:

Bei Sperrholz mit mehr als drei Lagen die Furniere unmittelbar unter den Deckfurnieren; ihre Faserrichtung verläuft rechtwinklig zu derjenigen der Deckfurniere, daher oft auch als Absperrfurniere bezeichnet.

Unterlegscheibe:

Unterlegscheiben werden je nach Verwendungsart in unterschiedlichen Normen behandelt. Für tragende Bolzen- und Dübelverbindungen sind runde Unterlegscheiben in der DIN 1052-2 geregelt. Runde Unterlegscheiben für Pass- und Heftbolzen sind geregelt in der DIN 440.

UV-Strahlung:

ultraviolette Strahlung erzeugt aus Sonnenlicht. Die UV-Strahlung ist die entscheidende Einwirkung, die Verfärbungen wie das Ausbleichen der Holzoberfläche verursacht. Um diese Verfärbung bei Holzfassaden zu verhindern, muss eine pigmentierte Lasur verwendet werden. Die Pigmente brechen die UV-Strahlen und verhindern so ein Vergrauen der Holzfassade.

V


Verformungen:

Formabweichungen des Holzes, unterteilt in Krümmungen (Längskrümmung der Seite oder der Schmalfläche, Querkrümmung) und in Verdrehungen ("winschiefes" Verziehen).

Verjüngung:

Natürliche oder künstliche Begründung eines neuen Bestandes.

Verkernung:

Nachträgliche Kernbildung bei manchen Holzarten duch Veränderung der inneren Holzsubstanz (Kernholz).

Verkleidung:

Holzbretter, Tafeln usw. zum Abdecken der Fassade, normalerweise mit einer feingeschnittenen (nicht gehobelten) Oberfläche und Nut- und Spundverbindung

Verlegearten:

"Schwimmende Verlegung": Die Parkettelemente, werden in der Nut- und Federverbindung miteinander verleimt. Das Parkett ist hierbei nicht mit dem Untergrund verbunden. Der Vorteil dieser Verlegeart: Fugenlos dicht, kaum Laufgeräusche, die Dehnungsfuge wird mir einer Fußleiste abgedeckt, sauber zu entfernen und daher für Mietwohnungen gut geeignet. Diese Verlegeart eignet sich jedoch nicht für Massivholzdielen, die vernagelt oder verschraubt werden müssen. Vollflächige Verklebung: Die Parkettelemente werden vollflächig mit dem Unterboden verklebt. Die Laufgeräusche sind lauter als bei der "schwimmenden Verlegung".

Vernetzung:

Chemischer Abbindevorgang, welcher auch als Härtung oder Aushärtung bezeichnet wird, zugehörig Gerinnung (z.B. Blutalbuminklebstoffe), Polykondensation (z.B. Harnstoff-, Melmain-, Phenolharze) und Polyaddition (z.B. Polyurethanklebstoffe).

Verschalung:

Zustand in getrocknetem Holz, bei dem nicht abgebaute innere Trocknungsspannungen die äußeren Schichten des Holzquerschnittes unter Druck- und die Innenbereiche unter Zugspannung halten.

Versiegelung:

Die Versiegelung: schützt das Holz und macht es strapazierfähig. Es gibt verschiedene Arten einer Versiegelung ( Öl, Wachs, Lack).Diese werden je nach Anforderung eingesetzt. Lacke: Alle großen Hersteller stellen Lacke aus umweltfreundlichem Acryllack her.Lacke erhöhen die Strapazierfähigkeit der Böden enorm. Öle & Wachse: Sie sind sehr leicht aufzubringen und reparierfähig , sehen aber nicht so elegant aus wie Lacke.

Verstrebungsfigur:

am oder im Fachwerk liegendes Verstrebungsholz.

Verwachsener Ast:

Der noch voll lebende Teil des Astes mit dem umgebenden Holz fest verwachsen (siehe auch Durchfallast).

Verwerfung:

"Windschiefes" Verziehen des Holzes in Form von spiralförmigen Verdrehungen in Längsrichtung (siehe auch Verformungen); die vier Ecken einer Fläche befinden sich nicht mehr in einer Ebene.

Verwitterung:

Verfärbung und Zerstörung des Holzes im Oberflächenbereich. Tritt ein, wenn Holz längere Zeit ungeschützt der Einwirkung von Sonne (insbesondere der energiereichen UV-Starhlung), Niederschlag und Luftsauerstoff ausgesetzt wird; auch Feuchte- und Temperaturschwankungen, die zu Spannungsrissen in Holz und Zellwänden führen, sowie Pilzbefall und mechanischer Abrieb durch Wind und Staub können zur Verwitterung beitragen.

Verziehen:

Hiermit werden Formänderungen bezeichnet, die von der ursprünglichen Richtung der Kanten und Flächen abweichen.

Vogelaugen:

Ringförmige Zeichnungen im Furnier.

Vogelaugentextur:

Textur auf Schälschnitten (Tangentialfläche), die durch den Anschnitt linsenförmiger Vertiefungen der Jahrringe als kleine runde oder ovale Flächen von nur wenigen Millimeter Duchmesser entstehen und wie Vogelaugen aussehen.

Vollholz:

Vollholz liegt im Unterschied zu den durch Trennen des Holzes und erneutes Zusammenfügen mit unterschiedlicher Faserrichtung hergestellten Holzwerkstoffen - in seiner unveränderten gewachsenen Struktur vor. Vollhölzer werden als Schnittware (Balken, Bohlen, Bretter, Leisten, Pfähle, Stempel, Masten oder Schwellen) verwendet.

Vollholzquerschnitte:

Bei Fertigung des Rahmenwerks im Holzsystembau gibt es nach unterschiedlicher Anwendung getrennt übliche Querschnitte, die verbunden werden. Bei einer Anwendung für die Außenwand sind die üblichen Querschnitte 6/14 cm, 6/16 cm, 6/18 cm und 6/20 cm. In der Innenwand liegen sie bei 6/8 cm, 6/10 cm und 6/12 cm, bei der Anwendung als Deckenelement 6/22 cm oder 6/24 cm, Anwendung eines Randbalkens 6/22 cm oder 6/24 cm, bei Anwendung als Dachsparren 6/18 cm oder 6/20 cm. Die neue Energieeinsparverordnung wird zur Folge haben, dass Außenwandquerschnitte im Regelfall stärker als 16 cm sein werden. Somit begünstigt die weitere Entwicklung den Ersatz von Vollholz durch stabförmige Holzwerkstoffprodukte wie Furnierschichtholz (Kerto) oder Furnierstreifenholz (Timber Strand).

Vorbau:

Bezeichnung für die Anlage einer Kultur unter dem Schirm der Altbäume zur Einbringung nicht vorhandener Baumarten im Wege der Bestandesverjüngung (z.B. Buchenvorbau in reinen Fichtenbeständen).

Vorkern:

Ein artbedingter, mehrere Zentimeter breiter Ring zwischen Kernholz und Splintholz, der heller und weniger widerstandsfähig gegen Pilzbefall als das Kernholz ist.

Vornutzung:

Im Zuge von Durchforstungen (Pflegemaßnahmen in mittelalten Wäldern) anfallende Holzmassen.

W


Wacholderholz:

(Kaddigholz. lat. Lignum juniperi, frz. Bois de geničvre, engl. Juniper-wood), das gelbliche oder rötlichweiße, ziemlich weiche Holz des Wacholders (Juniperus communis) ist schwer zu spalten und sehr dauerhaft, dabei dicht und feinfaserig und besitzt einen angenehmen aromatischen Geruch, der beim Erwärmen oder Entzünden noch deutlicher hervortritt. W. wird als Drechslerholz angewandt, aber auch im Drogenhandel geführt. Man verkauft es in diesem Falle in geraspeltem oder fein geschnittenem Zustande und verwendet es als Zusatz zu Holztee und zur Bereitung von Wacholderholzöl.

Wachs:

(lat. Cera, frz. Cire, engl. Wax). Ursprünglich verstand man unter W. nur das Bienenwachs, hat diese Bezeichnung aber später auf eine Reihe anderer ähnlich aussehender Stoffe wie Japanwachs, Karnaubawachs usw. übertragen, die in besonderen Abschnitten besprochen sind. Das W. schlechthin, das Bienenwachs, ist ein Verdauungsprodukt der Biene, Apis mellifica, welches diese in den Stöcken zum Aufbau der Waben benutzt. Zu seiner Gewinnung werden die durch Pressen oder Zentrifugieren vom Honig befreiten Waben in siedendem Wasser geschmolzen und dadurch von den zu Boden sinkenden Verunreinigungen befreit. Nach nochmaligem Umschmelzen wird die Masse dann in Scheiben oder Brote gegossen. Dieses sog. Gelb- oder Rohwachs (Cera flava) besitzt, wenn es von jungen Stöcken stammt (Jungfernwachs), eine schmutzige weißgelbliche, sonst eine gelbe oder, bei indischen, afrikanischen und amerikanischen Sorten, eine graubraune bis dunkelbraune Farbe, körnigen Bruch und angenehmen Geruch nach Honig. In der Kälte spröde, wird es in der Hand weicher und knetbar, beim Kauen klebt es, zum Unterschied von harzhaltigem W., nicht an den Zähnen. Für verschiedene Zwecke, besonders zur Herstellung von Kerzen, wird das W. durch Bleichen in weißes Wachs (Cera alba) übergeführt. Man bedient sich hierzu entweder der Rasenbleiche, indem man das in feine Fäden oder Späne zerteilte W., bisweilen unter Zusatz von Terpentinöl, den Strahlen der Sonne aussetzt, oder man behandelt das W. mit chemischen Oxydationsmitteln, wie Chlorkalk, Kaliumpermanganat oder -dichromat oder Wasserstoffsuperoxyd. Durch letztere Mittel wird das W. aber chemisch verändert und für verschiedene Zwecke unbrauchbar. Ein Zusatz von etwa 5% Talg, der das Bleichen erleichtert und die Geschmeidigkeit erhöht, gilt als zulässig, hingegen ist ein Weißfärben mit Weinstein, Alaun, Bleiweiß, Schwerspat, Gips oder Kreide als Verfälschung zu beurteilen. - Das W. ist in Wasser unlöslich und in kaltem Alkohol nahezu unlöslich. Von kaltem Äther werden etwa 50 %, von kaltem Chloroform 25 % aufgenommen. Siedender Alkohol entzieht dem W. die Zerotinsäure, während es von ätherischen Ölen, Chloroform, Äther, Schwefelkohlenstoff, Benzin, Benzol und Tetrachlorkohlenstoff leicht und vollständig gelöst wird. Der Schmelzpunkt liegt bei 62 - 64°, das spez. Gew. beträgt 0,960 - 0,970. Gebleichtes W. ist im allgemeinen härter, spröder und auch etwas schwerer als das gelbe W. Seiner chemischen Zusammensetzung nach unterscheidet sich das W. von den Fetten durch das gänzliche Fehlen von Glyzerin. Es besteht hauptsächlich aus Zerin, einem Gemisch von freier Zerotinsäure und etwas Melissinsäure, und aus Myrizin (Palmitinsäure-Melissylester) neben geringeren Mengen Zerylalkohol und Kohlenwasserstoffen. - Bei dem verhältnismäßig hohen Preise des W. sind Verfälschungen häufig zu beobachten, zu deren Erkennung einige leicht auszuführende Vorprüfungen mit Erfolg herangezogen werden können. Reines W. nimmt Kreidestriche an. Es schmilzt zu einer klaren Flüssigkeit, während zugesetzte Mineralstoffe, Erben- und Getreidemehle sich in pulveriger Form abscheiden. Beim Kochen mit der 20 fachen Menge Weingeist darf die nach dem Erkalten filtrierte Lösung nicht gefärbt sein, nicht sauer reagieren und durch Wasser nur schwach opalisierend werden. Gelbfärbung deutet auf fremde Farbstoffe, starke Trübung auf Zusatz von Stearinsäure hin. Beim Kochen mit zehn Teilen Wasser und drei Teilen Kristallsoda soll sich das W. nach dem Erkalten über der wäßrigen klaren Flüssigkeit wieder abscheiden, während beim Entstehen einer Emulsion Verdacht auf Beimischung von Fetten oder Stearinsäure besteht. Die genaue chemische Analyse setzt die Bestimmung der Säurezahl (19 - 21), der Esterzahl (73 - 76) und der Verseifungszahl (etwa 95) voraus. Das Verhältnis zwischen Säure- und Esterzahl, die sog. Verhältniszahl, beträgt meist 3,6 bis 3,8. - Das W. findet vielfache Verwendung zu feineren Kerzen, Wachsstöcken, Pflastern, Salben und Pomaden, Figuren, Blumen und Appretüren. Es wird in großen Mengen aus dem Auslande eingeführt, 1913 rund 3 Millionen Kilogramm, davon etwa 1 Million Kilogramm aus Deutsch- und Portugiesisch-Ostafrika. - Vorwachs (Propolis) ist ein in Alkohol lösliches Harz, das von den Bienen zum Befestigen der Waben in den Stöcken erzeugt wird. - Wachspapier (lat. Charta cerata, frz. Papier ciré, engl. Waxed Paper) ist mit geschmolzenem W. getränktes Papier.

Wachstuch:

Während das alte W. oder die Wachsleinwand wächserne Überzüge hatte, bestehen die heutigen Stoffe aus leichteren oder schwereren Baumwoll-, Leinen-, Werg- oder Jutegeweben, die mit einer biegsamen farbigen Firnisschicht überzogen und oft auch lackiert sind. Zu ihrer Herstellung werden die Gewebe in Rahmen eingespannt und zunächst mit einer Leim- oder Kleisterschicht grundiert, um die Poren des Gewebes zu schließen. Die auf diesen Untergrund aufgetragene erste Schicht von Firnisfarbe wird nach dem völligen Austrocknen mit Bimsstein ebengeschliffen und ebenso mit jeder folgenden verfahren. Die Zahl der aufzutragenden Schichten hängt von der Art und Stärke der Ware ab. Zum Schluß folgt ein Glanzfirnis oder eine Lackierung. Die einfarbigen Waren sind meist schwarz oder doch dunkelfarbig und sehen in den feinen Sorten wie lackiertes Leder aus, an dessen Stelle sie häufig benutzt werden. Das meiste W. wird gedruckt oder sonst farbig gemustert und dient dann zu Fußbodenbekleidung und Wandtapeten, Möbeldecken, zum Ausschlagen von Wagen und ähnlichen Zwecken.

Wald:

Ökosystem, dessen Pflanzengesellschaft vorwiegend von Bäumen geprägt wird und mehr oder weniger ausgedehnte Landflächen einnimmt. Im natürlichen Zustand bleibt ein Wald über einen längeren Zeitraum in einem vergleichsweise stabilen, selbstregulierten Zustand. Klima, Böden, Höhenlage und Relief einer Region bestimmen die Zusammensetzung der Pflanzengesellschaften und insbesondere die charakteristischen Baumarten eines Waldes. Die vorherrschenden Baumarten sind typischerweise mit bestimmten Sträuchern und Kräutern vergesellschaftet. Störungen wie Waldbrände oder Abholzung durch die Forstwirtschaft können zu Verschiebungen hin zu einem anderen Waldtyp führen. Bleibt der Wald jedoch ungestört, wird die ökologische Sukzession schließlich zu einer so genannten Klimax-Waldgesellschaft führen. Eingriffe des Menschen in Form von Waldbewirtschaftung und Waldschutz dienen der Erhaltung nutzbarer oder geschützter Waldtypen.

Waldbau:

Planmäßige Bewirtschaftung des Waldes. Dazu gehören u. a. Pflanzenanzucht, Verjüngung, Bestandespflege und Bestandeserziehung sowie Bodenverbesserung.

Waldfrisch:

Feuchte des Rundholzes unmittelbar nach dem Einschlag, entspricht etwa dem Feuchtegehalt im lebendem Baum; nicht zu verwechseln mit frischem Holz.

Waldschutz:

Darunter versteht man den Schutz des Waldes vor Schäden aller Art einschließlich der Maßnahmen zur Vorbeugung und Bekämpfung. So wird die Entwicklung von Schadinsektenpopulationen laufend überwacht, um das Entstehen von Kalamitäten rechtzeitig verhindern zu können.

Walmdach:

Das Walmdach erhält man, wenn die Giebel des Satteldaches durch schräge Dachflächen ersetzt werden.

Warmdach:

Flachdachkonstruktion mit einschaligem, unbelüfteten Schichtaufbau. Beim Warmdach liegen die einzelnen Schichten des Dachaufbaus direkt auf der tragenden Konstruktion. Der gesamte Schichtaufbau wird je nach den Temperaturverhältnissen mehr oder weniger stark erwärmt.

Warmhärtend:

Aushärten bei (künstlich) erhöhter Temperatur

Warnfähigkeit:

Eigenschaft gesunden Holzes, vor dem Brechen durch knisterndes Geräusch anzuzeigen, daß die Bruchgrenze erreicht ist.

Wartezeit:

Umfaßt die Zeitspanne zwischen dem Klebstoffauftrag auf die zu verbindenden Fügeteile und dem Erreichen des vollen Preßdrucks. Sie gliedert sich in zwei Abschnitte: Die offene Wartezeit ist die Zeit vom Klebstoffauftrag bis zum Zusammenlegen (Vereinigen) der Werkstücke. Unter der geschlossenen Wartezeit versteht man die Zeit vom Zusammenlegen der Fügeteile bis zum Erreichen des vollen Preßdrucks.

Wechseldrehwuchs:

Eine bei verschiedenen Tropenhölzern vorkommende arteigene Struktur. Sie entsteht durch eine 1 bis 8 cm breite, im wechselnden Drehsinn spiralig um die Stammachse (Markröhre) laufende Schichtung der Zellen. Da von Schicht zu Schicht die Richtung der Zellachse wechselt bzw. sich kreuzt, entstehen bei radialem Anschnitt Flächen aus Streifen mit unterschiedlich gerichteten Zellen. Hierdurch wird eine wechselnde Reflexion des Lichtes erzeugt, die einen Wechsel von matten und glänzenden Streifen hervorruft. Nachteilig kann sich der Wechseldrehwuchs durch eine streifige Widerspänigkeit (Ausreißen) und durch ein stärkeres Verziehen bei Seitenbrettern geringer Dicke auswirken (siehe auch: Glanzstreifen, Streifer).

Weichselholz:

stammt von dem Mahalebkirschbaum (Prunus Mahaleb), der strauchartig auf dürren, sonnigen Höhen des südlichen Europas, namentlich in Niederösterreich, wächst, aber auch in besonderen Baumschulen zu geraden Stämmchen gezogen wird. Da für gewisse Zwecke, wie zu Pfeifenrohren, ganz knotenfreie Stücke ohne Schnittspuren gewünscht werden, umwickelt man in den großen Anlagen in Deutschösterreich (Baden bei Wien), Ungarn (Preßburg) und der Türkei die Stellen, an denen sich Zweigknospen bilden wollen, sorgfältig mit Tuch. Das Holz, das von seinem Vorkommen bei St. Lucie in den Vogesen auch als Luzienholz bezeichnet wird, zeigt eine schön braune, hell punktierte und schwach quergestreifte Rinde, die beim Einölen einen dauernden Glanz annimmt, und einen rötlichen, nach dem Trocknen gelben Kern. Der angenehme Geruch, der am schönsten bei dem Badener, hingegen fast gar nicht bei dem türkischen und ungarischen W. auftritt und beim Trocknen schwächer wird, beruht auf einem Gehalte an Kumarin. Die jungen Stämmchen werden nach vorsichtigem Trocknen mit Alkali gebeizt, mit Schachtelhalm abgerieben, gerade gebogen und schwach geölt und liefern eine gesuchte Ware für Pfeifenrohre, Zigarrenspitzen und Spazierstöcke. Nachahmungen werden aus gewöhnlichem Kirschbaumholz durch Parfümierung mit Kumarin hergestellt.

Weißbuchenholz:

(Hainbuchenholz, Hornbaumholz), das Holz von Carpinus betulus, eines in feuchten Wäldern der Ebene wachsenden Laubholzbaumes, ist weiß, sehr zähe und hart, kurzfaserig, schwer und dicht und hat sehr enge, wenig zahlreiche Gefäße sowie sehr feine, oft gruppenweise zusammenstehende Markstrahlen. Der Stamm wächst häufig etwas gedreht, weshalb das Holz in diesem Falle schiefspaltig ist. Die Spiegel sind von wenig dunklerer Farbe als die übrige Holzmasse, verhältnismäßig dick und nicht gerade, sondern wellenartig gekrümmt, so daß sie auf einem nach den Jahresringen geführten Schnitt als schmale, nicht sehr auffallend sichtbare Flammen erscheinen. Das W. eignet sich sehr gut beim Maschinenbau zu Rollen und Kämmen, Werkzeugheften und Hobelgestellen. Als Bauholz für den Hochbau ist es weniger gut zu verwenden, dagegen ganz ausgezeichnet für Wasserbauten. Auch wird es bisweilen zu Tischlerarbeiten benutzt.

Weißfäule:

Auch Korrosionsfäule bezeichnet; Holzzerstörung durch bestimmte Pilze bzw. Pilzgruppen, die teils Cellulose und Lignin gleichzeitig, teils zuerst das Lignin und dann die Cellulose zersetzen. Im ersten Fall entsteht eine gleichmäßige weißlich-graue Verfärbung, im letzteren eine unregelmäßige, örtlich begrenzte loch- oder streifenförmige weißliche Verfärbung; dann spricht man auch von Weißlochfäule (siehe auch Braunfäule).

Wiederaufforstung:

Neubegründung von Wald auf Kahlflächen im Wald. Nach dem Landeswaldgesetz besteht zur Wiederaufforstung die Pflicht innerhalb von 3 Jahren.

Wiederkehrdach:

Andere Bezeichnung für das Walmdach.

Windbrett:

Abschlußbrett (Stirnbrett) am Ortgang

Windrispenband:

Windrispenbänder sind aus Stahlblech und dienen in erster Linie zur Aussteifung von Dach- und Deckenkonstruktionen. Befestigt werden Windrispen mit Kammnägeln.

Witterungsfestigkeit:

Begriff für die Widerstandsfähigkeit des Kernholzes im Feuchtzustand (> 20% Holzfeuchte) gegen Pilzbefall (siehe auch: Außenbau, Splint, Kern).

Wohngesundheit:

Der Begriff ist nicht genormt. In der Praxis wird unter Wohngesundheit ein gesundes, ausgeglichenes Raumklima und die weitestgehende Freiheit von Schadstoffemissionen verstanden. Einzelne Qualitätsverbände haben Richtlinien definiert, in denen. die Grenzwerte für Emissionen von z. B. Formaldehyd definiert und deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten angesiedelt wurden. Generell ist in Holzrahmenbauten ein ausgeglichenes Wohnklima mit einem hohen Wohngesundheitswert festzustellen. Dies liegt vor allem daran, dass Holzwerkstoffe wie OSB in hohem Maße in der Lage sind, Feuchtigkeit zu speichern und wieder abzugeben.

Wohnungsabschlußtüren:

Wohnungsabschlußtüren sind Türen, die Wohnungen innerhalb eines Hauses trennen, z.B. in einem Mehrfamilienhaus. Diese Türen zeichnen sich je nach Ausführung: durch Ihre Sicherheit(verstärkte Schließbleche und Bänder, Sicherheitsg.) durch Schallschutz(besondere Einlage, Bodendichtung oder Schall-Ex) durch Klimaklasseneinstufung (bis Klasse 3 mit Verstärkung für Klimaunterschiede) aus.

Wollige Oberfläche:

Aufstehende Fasern (Holzzellen) aus einer bearbeiteten Holzoberfläche; eines der Kriterien der Oberflächenqualität. Ursachen können stumpfe Werkzeuge sowie Überdämpfen bei der Furnierherstellung sein (siehe auch Zugholz).

Wuchsgebiete:

Vom geologischen Aufbau klar vorgezeichnete naturräumliche Gliederung. Baden-Württemberg ist in 7 Wuchsgebiete eingeteilt. Zu ihnen gehören z. B. der Schwarzwald und die Schwäbische Alb.

Wurzelfasern:

Die Wurzeln einiger inländischer Pflanzen, z. B. Queckenwurzel, hauptsächlich aber Wurzeln tropischer Gewächse, wie Reis u.a., werden im geschälten, teilweise auch im gebleichten Zustande vielfach zur Herstellung von Besen und Bürsten benutzt.

Wurzeln:

nennt man die meist unterirdischen Ernährungsorgane der Pflanzen, mit denen diese am Erdboden, oder bei den Wasserpflanzen im Wasser, bei den Luftwurzeln an dem Stamme befestigt sind. Von ihnen botanisch verschieden, aber im allgemeinen Sprachgebrauche oft zu ihnen gerechnet, sind die übrigen unterirdischen Pflanzenteile, die Wurzelstöcke, Zwiebeln, Knollen und Knollwurzeln. Die echte Wurzel (lat. Radix) unterscheidet sich von den Stengelorganen dadurch, daß sie ungegliedert und ohne Blattknospen ist und kein Chlorophyll enthält. Der Wurzelstock (lat. Rhizoma) ist ein unterirdisches Stengelorgan, das oftmals wieder Nebenwurzeln treibt, und im Gegensatz zur echten Wurzel im Innern Mark enthält. Zwiebeln (lat. Bulbus) sind Stengelorgane mit einem Zwiebelboden, die an der Unterseite Wurzeln, auf der Oberseite die Keimknospen tragen. Die letzteren sind von den fleischig gewordenen Schuppenblättern umschlossen, von denen die äußeren allmählich absterben und dann häutig werden. Die Knolle (lat. Tuber) ist gleichfalls ein unterirdisches Stengelorgan mit ein oder mehreren Knospen. Sie dient der jungen Pflanze als Nahrung und stirbt nach der Entwicklung ab, sobald sich eine neue Knospe gebildet hat, die im kommenden Jahre die Nahrung wieder vermittelt. Knollzwiebeln (lat. Bulbo-Tuber) sind Zwiebeln mit einer fleischig verdickten Zwiebelscheibe, die mit einer oder weniger Häuten umgeben ist. - Als Beispiel für die vorstehend aufgeführten Wurzeln und sog. Wurzelarten sind zu nennen: echte Wurzeln: Baldrian, Liebstöckel, Zaunrübe; Wurzelstöcke: Kalmus, Veilchenwurzel; Zwiebel: Speisezwiebel, Meerzwiebel; Knolle: Akonit; Knollzwiebel: Safran, Herbstzeitlose. - Die Wurzeln bilden für den Handel, und zwar sowohl für den Heil- und Gewerbegebrauch als auch für den Nahrungsmittelhandel, je nach der Herkunft, einen wichtigen Gegenstand. Näheres siehe bei den betreffenden Abhandlungen.

Wärmedehnung:

Auch thermischer Ausdehnungskoeffizient; die durch Temperaturänderung im 1 K (1 Kelvin = 1° Celsius) bewirkte Längenänderung (bzw. Volumenänderung) eines Stoffes, bezogen auf die Ausgangslänge (bzw. das Ausgangsvolumen). Da Holz bei Erwärmung zugleich trocknet, wird die thermische Ausdehnung von der entgegengesetzt wirkenden Schwindung überlagert und kann daher in der Regel vernachlässigt werden.

Wärmekapazität:

Erforderliche Wärmemenge (in W oder kJ), um 1 kg eines Stoffes um 1°C zu erwärmen.

Wärmeleitfähigkeit:

Stoffkennwert für den Wärmedurchgang durch ein Matreial infolge von Wärmeleitung; gibt die Wärmemenge an, die pro Sekunde bei einer Temeraturdifferenz von 1 K (=1° C) auf einer Länge von 1 m durch einen Stoffquerschnitt von 1 m˛ transportiert wird. Die Wärmeleitfähigkeit des Holzes hängt von der Richtung, der Rohdichte und der Feuchte ab. Sie wird für den rechnerischen Nachweis des Wärmeschutzes (Wärmedämmung) von Gebäuden und Bauteilen benötigt; je niedriger die Wärmeleitzahl, desto besser ist die Dämmwirkung.

X


Xylem:

Das Zellgewebe des Baumes (ausgenommen der Markröhre) innerhalb des Kambiums. Gleichbedeutend mit Holz.

Y


Z


Zahnbrust:

Diejenige Seite des Zahnes, die beim beginn des Schnittes dem Werkstück zugekehrt ist.

Zahnecke:

Die Zahnecke befindet sich an den Auslaufseiten des Zahnkopfes. Sie sind die Auslaufpunkte der Zahnspitzenkanten oder der Teil des Schneidenteiles, an der Hauptschneide und Nebenshneide mit gemeinsamer Spanfläche zusammentreffen.

Zahneckform:

Es gibt zwei verschiedene Zahneckenform. Die symmetrischen Zahnecken haben die Form eines gleichschenkligen Dreieckes oder eines senkrecht gedruckten lateinischen Buchstaben A. Deshalb heißen sie A-Ecken. Die unsymmetrischen Ecken haben die Form eines ungleichschenkligen Dreiecks und heißen N-Ecken.

Zahnform:

Gestalt des Sägezahnes in Seitenansicht und senkrecht zur angenommenen Arbeitsebene.

Zahnfuß:

Untere Teil des Zahnes. Er verleiht dem Zahn die Standfestigkeit. Der Zahnfuß kann je nach benötigtem Spanraum verschieden ausgebildet sein.

Zahnfußform:

Jede Zahnfußform wird mit einem lateinischen großen Buchstaben gekennzeichnet. Die Zahnfußform werden in zwei Gruppen eingeteilt: mit rundem Zahnlückengrund, diese unterteilen sich wiederum in Zähne mit gerader Zahnbrust, Kenzeichnung mit dem Buchstaben V, und Zähne mit gekrümmter Zahnbrust, Kennzeicchnung mit dem Buchstaben C; mit waagerecht-geradem Zahnlückengrund, diese werden mit dem Buchstaben U gekennzeichnet.

Zahnhobel:

Handhobel zum Egalisieren von Flächen und aufrauhen zu verleimender Flächen. Das Hobeleisen hat eine feingeriefte Spiegelfläche, so daß die Schneide beim Anschleifen eine feine Zahnung erhält. Die schabende Wirkung wird durch ein Schnittwinkel von 80°erreicht.

Zahnhöhe:

Sie wird senkrecht zur Zahnspitzenlinie bis zum tiefsten Punkt des Zahnlückengrundes gemessen. Die Zahnhöhe soll nie größer sein, als der notwendige Spanraum (Zahnlücke) und der Schrank (Schränken) erfordern.

Zahnkopf:

Obere Teil des Zahnes(Sägezahn). Er besitzt eine oder mehrere Zahnspitzen. Der Zahnkopf ist je nach Verwendungszweck verschieden ausgebildet.

Zahnkopfform:

Sie lassen sich in 3 Gruppen einteilen: Zähne mit N-Ecken; Zähne mit A-Ecken;N-und A-ecken gemischt. Jeder Kopfform ist mit einem großen lateinischen Buchstaben gekennzeichnet

Zahnlücke:

(Spanraum) Die Zahnlücke ist der Raum zwischen zwei Zähnen, der zur Aufnahme der abgetrennten Späne zur Verfügung steht. Die notwendige Größe der Zahnlücke ist abhängig von der Schnitthöhe, der Vorschubgeschwindigkeit, der Schnittfugenbreite und der Schnittgeschwindigkeit. Die abgetrennten Späne nehmen einen zwei bis dreieinhalbfach größeren Raum ein als das Vollholz Gestauchte Zähne erfordern einen größeren Spanraum, da hierbei die Schnittbreite je Zahn größer ist als bei geschränkten Zähnen. Es ist falsch, große Zahnform zu wählen, wenn gewisse Umstände es nicht erfordern, da dadurch die Schnittflächengüte sinkt. Je größer der Span- und Keilwinkel ist, um so kleiner wird der Freiwinkel, und um so weniger Platz bleibt bei geradlinigen Zahnrücken für die Zahnlücke. Ist die Zahnlücke für die Aufnahme der Späne zu gering, muß der Zahnrücken gebrochen oder gekrümmt werden.

Zahnlückengrund:

(Zahngrund) Unterster Teil der Zahnlücke. Er bildet den Übergang von der Zahnbrust des einen Zahnes zum Zahnrücken des anderen Zahnes. Der Zahnlückengrund soll eine möglichst große Ausrundung aufwweisen, damit eine hohe Standfestigkeit und geringe Kerbwirkung erreicht und ein Festsetzen von Sägespänen verhindert wird. Beim Einreißen des Zahnlückengrund hat auch die Oberflächengüte der Fläche des Zahnlückengrund Bedeutung.

Zahnprofil:

siehe Zahnform

Zahnrücken:

Die Seite des Zahnes, die nach dem Schnittvorgang beim Verlassen des Werkstückes diesem zugekehrt ist. Um bei einem kleinen Freiwinkel die Zahnlücke entsprechend dem benötigtem Spanraum zu vergrößern, wird der Zahnrücken gebrochen oder gekrümmt. Nach der Form des Zahnrückens wird die Zahnkopfform bei einspitzigen Zähnen benannt. Die dem Zahnrücken entsprechende Fläche stellt die Freifläche des Zahnes dar.

Zahnscheibeenmühle:

Zerkleinerungsmaschine. Zur Zerlegung von Hackschnitzeln und kleinstückigen Holzresten. Mahlwerkzeug besteht aus einer feststehenden und einer rotierenden Zahnscheibe, die ineinander greifen. Zahnscheiben bestehen aus konzentrisch angeordneten Zähnen. Die Gutzufuhr erfolgt axial, daher ist die Zahnung der Scheiben innen grob und wird mit zunehmendem Mahlgrad nach außen feiner. Das Mahlgut wird radial und tangential aus den Mahlscheiben geschleudert. Mahlscheiben sind aus Hartguß, Wasserkühlung im Mühlgehäusemantel.

Zarge:

Die Zarge ist der Rahmen in den Maueröffnungen bei Türen und Fenstern. Sie wird auch häufig "Futter" oder "Rahmen" genannt.

Zedernholz:

Das echte Holz der Libanonzeder ist längst außer Verkehr gekommen und der Baum selbst auf den Gebirgen von Syrien und Kleinasien zur Seltenheit geworden. Die jetzige Bezeichnung umfaßt verschiedene andere, einigermaßen ähnliche, wohlriechende und weiche Hölzer, die meist in weiße und rote unterschieden werden. Eines der ersteren, das sog. spanische Z., stammt von einem baumartigen Wacholder, Juniperus oxycedrus, der in den Mittelmeerländern nicht selten ist, und auch zwei amerikanische Nadelhölzer, Cupressus thujoides und Taxodium distichum, liefern weißes Z. Das in größeren Massen zu Bleistiften verarbeitete rote Z.-Bleistiftholz (Red cedar) stammt von zwei amerikanischen Wacholderbäumen. Juniperus virginiana und bermudiana. Hierzu kommt das braunrötliche, wohlriechende Kuba-Z., das vorzugsweise Zuckerkistenholz genannt wird und von einem westindischen Laubbaume, Cedrela odorata, gewonnen wird. - Aus den Spänen, die bei der Herstellung von Bleistiften in großen Massen abfallen, destilliert man noch eine erhebliche Menge Öl. Eine geringwertigere Sorte des letzteren, die nur aus den leichter siedenden Anteilen von weniger feinem Geruch besteht, kommt aus den Trockenkammern der amerikanischen Bleistiftfabriken. - Das Zedernholzöl (Zedernöl, lat. Oleum ligni cedri, frz. Essence de cčdre, engl. Cedar oil), ein blaßgelbes, etwas dickflüssiges ätherisches Öl vom spez. Gew. 0,940 - 0,961 dient als Zusatz zu Seifenparfüm, ferner zur Verfälschung von anderen ätherischen Ölen und schließlich zum Parfümieren der aus inländischen Hölzern gefertigten und etwas naturfarben gebeizten Zigarrenkisten.

Zeichnung:

Ein Holzbild mit unterschiedlichen Farben, wie z. B. bei Zebrano oder mit unterschiedlich farbigen Struktüren wie bei Wenge (siehe auch: Streifer, Struktur).

Zeichnung:

Ein Holzbild mit unterschiedlichen Farben, wie z. B. bei Zebrano oder mit unterschiedlich farbigen Struktüren wie bei Wenge (siehe auch: Streifer, Struktur).

Zelle:

Holz besteht aus Zellen. Jede dieser Zellen besitzt eine Zellwand und einen Zellraum. Zellgruppen gleicher Art werden als Gewebe bezeichnet. Nadelholz besteht überwiegend aus Faserzellen (Tracheiden) und aus Speicherzellen (Parenchymzellen).

Zelle:

Holz besteht aus Zellen. Jede dieser Zellen besitzt eine Zellwand und einen Zellraum. Zellgruppen gleicher Art werden als Gewebe bezeichnet. Nadelholz besteht überwiegend aus Faserzellen (Tracheiden) und aus Speicherzellen (Parenchymzellen).

Zellkollaps:

Durch kollabierende Zellen stark verformtes und im Extremfall durch Bildung breiter, wabenförmiger Innenrisse wertlos gewordenes Holz, häufig kenntlich an unregelmäßig eingefallenen, bisweilen waschbrettartiger Oberfläche und erheblichen Querschnittsverzerrungen. Als Hauptursache werden extreme kapillare Zugkräfte des flüssigen Wassers angenommen, die bei zu scharfer Trocknung des noch nassen Holzes (über Fasersättigung) auftreten. Kollapsgefährdet sind vor allem bestimmte Laubhölzer (z.B. Eiche, Buche, Eukalyptus, Hickory und zahlreiche Tropenhölzer).

Zeltdach:

Das Zeltdach ist gekennzeichnet durch mehrere (mindestens 3) gegeneinander geneigte Dachflächen.

Zerstreutporigkeit:

Im Querschnitt ohne deutliche Zonierung durch Poren, weil diese gleichmäßig verteilt sind; Längsschnitte ohne durch Poren bedingte Strukturbilder, wie Poren-Fladern oder Poren-Streifer (siehe auch: Fladern, Streifer, Ringporigkeit).

Zinkenverbindung:

geleimte Endfugen mit keilförmigen, symmetrischen Zinken zur Verbindung von Bauteilen

Zitronenholz:

nennt man 1. das Holz des Zitronenbaumes, ein sehr dichtes und weißes Holz, das nicht in unseren Handel kommt, und 2. ein gelbes Holz von unbekannter Abstammung mit schwachem, zitronenartigem Geruch. Das letztere ist sehr fein, dicht und ziemlich schwer, nimmt eine schöne Politur an und stammt aus Westindien.

Zugeisen:

Das Zugeisen ermöglicht es, die einzelnen Elemente mühelos und fugendicht ohne Beschädigung der Dielen zusammenzufügen( z.B. bei Randabschlüssen, unter Heizkörpern).

Zugholz:

Anormales, den Gebrauchswert des Holzes negativ beeinflussendes Holzgewebe, tritt auf dem Stammquerschnitt einseitig in etwa halbringförmigen Schichten auf. Entsteht als Reaktion des Baumes auf einseitige äußere Einwirkungen (z.B. Schiefstellung am Hang, Wind, Schnee).

Zusammensetzung des Holzes:

Die Hauptbestandteile sind Cellulose, Hemicellulosen und Lignin, aus denen die Zellwände aufgebaut sind. Dazu kommen wechselnde Mengen Holzinhaltsstoffe (Harze, Gerbstoffe, aromatische Verbindungen, Proteine anorganische Bestandteile u.a.).

Zuwachs:

Damit wird die jährlich produzierte Holzmenge eines Waldbestandes auf einer bestimmten Fläche getrennt nach Baumarten bezeichnet. Da das Wachstum der verschiedenen Baumarten je nach Altersstufe unterschiedlich ist, wird auch nach "laufendem Gesamtzuwachs" unterschieden. Der durchschnittliche Gesamtzuwachs bezieht sich auf eine angenommene Umtriebszeit.

Zuwachsrate:

Die relative Geschwindigkeit des Dickenwachstums eines Baumes; üblicherweise als Anzahl der Jahrringe pro Zentimeter angegeben

Zuwachszonen:

Klimatisch bedingte und sich wiederholende Unterschiede in der Struktur und Färbung, die auf Querschnitten zu ringförmigen Zonen und auf Längsschnitten zu Streifen bzw. Fladern führen. Entstehen die Zuwachszonen jährlich, so werden sie auch als Jahrringe bezeichnet, wie z.B. bei Lärche und Teak (siehe auch: Farbstreifen, Frühholz, Spätholz).

Zwieseltextur:

Beim Längsschnitt (Messern) durch einen Baumzwiesel (Gabelwuchs) in der Ebene der beiden Gabeln erhält man wertvolle Pyramidenfurniere mit sehr interessanter Textur.

Zwieseltextur:

Beim Längsschnitt (Messern) durch einen Baumzwiesel (Gabelwuchs) in der Ebene der beiden Gabeln erhält man wertvolle Pyramidenfurniere mit sehr interessanter Textur.

Zwieselwuchs:

Übernehmen nach der Zerstörung zwei oder mehrere Seitenknospen das Längenwachstum des Baumes, so entsteht eine Stammteilung. Gabelung (Zweiteilung der Stämme) entstehen auch häufig durch Vererbung. Zwieselwuchs entsteht, wenn drei oder mehrere Seitenknospen das Längenwachstum übernehmen.

Zwischenkern:

Ein artbedingter, mehrere Zentimeter breiter Ring zwischen Kern und Splint, der heller und weniger widerstandsfähig gegen Pilzbefall als das Kernholz ist.

Zwischenkern:

Ein artbedingter, mehrere Zentimeter breiter Ring zwischen Kern und Splint, der heller und weniger widerstandsfähig gegen Pilzbefall als das Kernholz ist.

Zähigkeit:

Bei Flüssigkeiten soviel wie Viskosität, bei festen Stoffen als nicht eindeutige Bezeichnug für Wiederstandsfähigkeit gegen mechanische Beanspruchung benutzt.

Zündhölzer:

(Streichhölzer). Dieses in ungeheuren Mengen verbrauchte Mittel zur Feuererzeugung ist erst seit etwa 80 Jahren bekannt. Bis dahin verschaffte man sich Feuer mit Hilfe von Stahl, Feuerstein und Schwamm oder seit 1805 mittels des sog. Tunkfeuerzeugs, indem man an einem Ende mit Schwefel und chlorsaurem Kali versehene Hölzchen auf mit konzentrierter Schwefelsäure getränkten Asbest tupfte. 1832 wurden von verschiedenen Fabriken, in Deutschland von dem Württemberger Kammerer, die ersten Phosphorzündhölzer in den Handel gebracht, die sich an jeder Fläche entzündeten und trotz wiederholter Verbote allgemeine Verbreitung fanden. Die Hölzchen werden in waldreichen Gegenden, im Schwarz- und Böhmerwald, Erzgebirge, Riesengebirge und Elsaß, ferner in Österreich und Schweden aus weichen Hölzern, Pappel, Esche, Fichte und Tanne meist mit Maschinen geschnitten und dann in besonderen Fabriken mit den Zündköpfen versehen. Man taucht sie zu diesem Zwecke mit einem Ende in geschmolzenen Schwefel oder bei den besseren Sorten in Stearin oder Paraffin und nach dem Trocknen des Überzuges in die eigentliche Zündmasse, ein Gemisch von fein zerteilten Phosphorstückchen und Leim, Gummi, Dextrin oder anderen Bindemitteln. Vielfach enthält die Zündmasse neben dem Phosphor noch andere Oxydationsmittel, wie Braunstein, Salpeter, Mennige oder Bleisuperoxyd. Die hohe Giftigkeit der Phosphorzündhölzer und die mit ihrer Herstellung verbundenen gesundheitlichen Gefahren haben schon frühzeitig Versuche zum Ersatz des Phosphors veranlaßt, die zur Erfindung der sog. Sicherheitszündhölzer führten. Obgleich eine deutsche Erfindung, gelangten diese doch erst zu Ansehen, als sie auf dem Umwege über Schweden, als sog. schwedische Z. zu uns kamen. Die Sicherheitszündhölzer enthalten keinen giftigen (weißen) Phosphor. Ihr Zündkopf besteht vielmehr aus einem Gemenge von vorwiegend chlorsaurem Kalium und etwas Schwefel, Schwefelantimon, chromsaurem Kalium oder Mennige mit Bindemitteln (Dextrin usw.). Sie entzünden sich nur an besonderen Reibflächen, die einen Überzug von Schwefelantimon, rotem (ungiftigem) Phosphor und Gummi erhalten haben. Zur Verhinderung des lästigen Nachglimmens werden die Holzdrähte meist mit phosphorsaurem Ammonium imprägniert. Da die außerordentlich bequeme Handhabung der Phosphorhölzer ihre Verdrängung verhinderte, ist im Hinblick auf die zahllosen Opfer der Phosphornekrose durch Reichsgesetz bestimmt worden, daß weißen Phosphor enthaltende Z. vom 1. I. 1907 in Deutschland weder hergestellt, noch in Verkehr gebracht werden dürfen. Vom 1. I. 1908 an ist auch die Einfuhr aus dem Ausland verboten. Als Ersatz sind bereits jetzt verschiedene brauchbare Z. im Handel, die sich an jeder Reibfläche entzünden lassen und hauptsächlich eine ungiftige Form des Phosphors, den sog. hellroten Phosphor, oder auch Phosphortrisulfid oder Sulfophosphit enthalten. Hingegen haben sich die nach dem vom Reiche angekauften Schwienigschen Verfahren herstellten sog. Reichs-Z. mit bleisaurem Kalzium als unbrauchbar erwiesen. - Bengalische Z., hergestellt durch Zusatz von Buntfeuermischung, in grün, rot usw., gelten als Feuerwerkskörper.

GLOSSAR: A - H GLOSSAR: I - Z
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