Glossar. Glossar Baum Verarbeitung. Produktionsfachwörter und die Ausdrücke. Holz Betrieb
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Glossar Baum Verarbeitung

GLOSSAR: A - H GLOSSAR: I - Z

I


Immission:
Beschreibt den Prozeß der Zufuhr von umweltschädlichen Stoffen. Es ist die Einwirkung der Emission, also emittierter Schadstoffe auf Mensch, Tier und Pflanzen, nachdem in Luft, Wasser und/oder Boden die Schadstoffausbreitung erfolgte. Hier sind chemische und physikalische Änderungen möglich.

Indikator:
Stoff, der durch Farbwechsel eine chemische Reaktion anzeigt

Inhaltsstoffe:
In den Zellen des Kernholzes, besonders in den Poren vorkommende Substanzen; sie sind z.B. dunkelfarbig in Khaya, hellfarbig in Azobe oder hell und dunkelfarbig in Merbau. Sie sind weich und stumpfen keine Werkzeuge.

Inhaltsstoffe:
In den Zellen des Kernholzes, besonders in den Poren vorkommende Substanzen; sie sind z.B. dunkelfarbig in Khaya, hellfarbig in Azobe oder hell und dunkelfarbig in Merbau. Sie sind weich und stumpfen keine Werkzeuge (siehe auch: Mineralische Einlagerungen).

Innenausbau:
Bauteile, die in Gebäuden nur dem Raumklima ausgesetzt oder verwendet werden, wo die Holzfeuchte unter der für eine Pilzentwicklung notwendigen Höhe liegt

Insekten:
Insekten befallen entweder nur ganz frisches oder nur trockenes Holz. Der Angriff von Insekten kann durch vorherigen Befall von Pilzen begünstigt werden. Unterschieden wird zwischen Frischholzinsekten, namentlich Borkenkäfer und Holzwespe, sowie Trockenholzinsekten, zu denen der Hausbock gehört. Der Hausbockkäfer wird im Volksmund auch Holzbock oder großer Holzwurm genannt. Weiterhin gibt es Meerwasserschädlinge, wie den Schiffsbohrwurm oder die Schiffsbohrmuschel und in den Tropen und Subtropen die Termiten.

Integrierter Pflanzenschutz:
Kombination von biologischen, technischen, chemischen und physikalischen Maßnahmen mit dem Ziel, chemische Pflanzenschutzmittel nur im Notfall dosiert einzusetzen und dabei Nützlinge möglichst zu schonen.

Isotrop:
Siehe Anisotrop

Itikirriburra-Balliholz:
ein in Guyana vorkommendes hartes Holz unbekannter Abstammung, ist im Kern dunkelbraun und tigerartig gefleckt und eignet sich für die Kunsttischlerei.

J


Jahrring:
Das ist während eines Jahres vom Baum erzeugte Holzmasse, die in der Regel im anatomischen Bau unterschiedlichen Zonen besteht: aus dem zuerst gebildeten weicheren Frühholz und den schwereren, härteren und später gebildeten Spätholz. Der Jahrring erscheint am Querschnitt als Ring.

Jakarandaholz:
(Zuckertannenholz, Polisander, Polyxanderholz), eine dichte und schwere, namentlich zu Furnieren wie auch Drechslerarbeiten viel gebrauchte amerikanische Holzart, stammt hauptsächlich von der Bignoniazee Jacaranda brasiliens, wahrscheinlich aber auch noch von verschiedenen anderen Bäumen. Das rotbraune oder schwärzliche, von helleren und dunkleren roten Adern durchzogene und sehr politurfähige Holz kommt aus den trockenen Wäldern des inneren Brasilien, teils in Stämmen oder Blöcken, von denen der weiße, ziemlich dicke Splint abgehauen ist, teils in Scheiten und zu Bohlen geschnitten in den Handel. Je nach Färbung und Zeichnung unterscheidet man gegen zehn verschiedene Sorten, von denen diejenigen, welche neben vielen Schattenpartien auch schöne lichte Stellen zeigen, am höchsten geschätzt werden. Das beste J. wird über Rio de Janeiro, eine zweite Sorte über Bahia ausgeführt, während ein helleres ostindisches Vorkommen als geringwertiger gilt.

Janebo-Hakenplatte:
Janebo-Hakenplatten dienen zur Lastabtragung bei Neben-/ Hauptträgerkonstruktionen in Brettschicht-, und Nadelholz. Bei Hauptträgeranschlüsse werden die Widerlagerformteile über Sondernägel an den Hauptträger, die Hakenplatten über Stabdübel an den Nebenträger angeschlossen. Die Hakenplatten werden mittig in die eingeschlitzten Köpfe der Nebenträger eingelassen und in die Widerlager-Formteile eingehakt. Die Anschlüsse können Querkräfte und Normalkräfte übertragen.

Japanlack:
(Urushi), der Rohstoff für die berühmten japanischen Lackarbeiten (s. lackierte Waren) besteht aus dem gereinigten Milchsafte des giftigen Lackbaumes oder Firnissumachs, Rhus vernicifera, der in hervorragender Beschaffenheit aus den Gegenden Yoshino und Aidzu geliefert wird. Der unter dem Einflusse eines Enzyms (Lakkase) zu einer zähen, süßlich riechenden Masse eingetrocknete Milchsaft hat ein spez. Gew. von 1,0020 - 1,0369 und enthält neben 10 - 34 % Wasser, 1,7 - 3,5 % Stickstoffsubstanz und 3,0 - 6,5 % Gummi ungefähr 60 bis 85 % einer Verbindung von der Formel C14H18O2, die von einigen als eine Säure (Urushinsäure), von Tschirch als ein Harz (Urushin), von Miyama als ein Phenol (Urushiol) angesehen wird. Außerdem sind noch geringe Mengen einer flüchtigen Säure zugegen, die als Ursache der sog. Lackkrankheit gilt, eines eigentümlichen Hautausschlages, der die Arbeiter bei unvorsichtigem Hantieren mit dem feuchten Lack befällt.

Japanwachs:
(lat. Cera japonica, frz. Cire de Japon, engl. Japan wax), richtiger Japantalg genannt, findet sich in den Früchten einiger japanischer und kalifornischer Sumacharten, namentlich Rhus succedanea, und wird in Form harter, viereckiger Tafeln von hellgelber bis grünlicher Farbe und muscheligem Bruch in den Handel gebracht. In chemischer Hinsicht besteht J. aus den Glyzeriden verschiedener Fettsäuren, besonders Palmitin- und Japansäure, enthält auch freie Palmitinsäure, hingegen keine Stearinsäure, und ist also kein eigentliches Wachs, sondern ein Fett. Es dient als Ersatz des Bienenwachses zur Herstellung von Kerzen und zur Verfälschung von Wachs.

Jarrahholz:
Das von einer australischen Eukalyptusart stammende Holz, findet zu Pflasterungszwecken und für Eisenbahnschwellen vielfache Anwendung, kann hingegen als Ersatz des Mahagoniholzes, von dem es auch äußerlich verschieden ist, in der feinen Möbeltischlerei nicht mit Vorteil benutzt werden. Es ist deshalb neuerdings von der Zollbehandlung als Mahagoniholz ausgeschlossen und unter die allgemeine Gruppe der Nutzhölzer eingereiht worden.

Joch:
Konstruktion aus Pfählen um etwas abzustützen.

Judenholz:
(Judenbaumholz, Cercisholz), das grüne, schwarzgeaderte Holz eines in den Mittelmeerländern wachsenden Baumes, Cercis siliquastrum, dient zu Tischlerarbeiten und Furnieren. Cercis canadensis in Kanada liefert ebenfalls ein vortreffliches Nutzholz.

Jungbestandspflege:
Pflege von gesicherten Kultüren und Dickungen bis zum Eintritt ins Stangenholzalter. In der ersten Phase geht es vor allem darum, verdämmende Konkurrenzpflanzen zurückzudrängen, später muss bereits eine Standraumregulierung durch Aushieb schlechtwüchsiger oder kranker Bäume erfolgen.

Juveniles Holz:
Das im Zentrum des Stammes, in unmittelbarer Nähe der Markröhre, gebildete Holz (nicht zu verwechseln mit der Markröhre oder dem Mark selbst). Gekennzeichnet durch breite Jahrringe mit annormalen Eigenschaften. Kommt bei Laub- und Nadelholz vor und im ungünstigsten Fall bis zu 10 Jahrringe erfassen.

K


k-Wert:
Maß für den Wärmeverlust

Kahlflächen:
Durch Einschlag aller Bäume entstehen im Wald Kahlflächen. Nach dem Landeswaldgesetz dürfen Kahlhiebe bei Laubbäumen erst ab Alter 70 und bei Nadelbäumen ab 50 Jahren vorgenommen werden. Kahlflächen müssen innerhalb von 3 Jahren wieder bestockt werden.

Kakaralliholz:
Ein schweres, hartes Holz, mit festem, dichtem Kern von Lecythis ollaria in Englisch-Guyana, ist ein vortreffliches Bauholz, namentlich zu Wasserbauten und zum Schiffsbau, da es dem Meerwasser sehr gut widersteht.

Kaktusholz:
Das Holz des gemeinen Kaktus, Opuntia vulgaris, besteht aus zahlreichen dünnen Lagen oder Blättern, deren Gefäßbündel zu einem weitmaschigen Netzte vereinigt sind. Diese Blätter werden aus Algier nach Frankreich eingeführt und dort unter dem Namen Bois de dentelle zu feinen Arbeiten, z. B. zum Auslegen von Kästchen, Visitenkartenhaltern u. dgl. verarbeitet. Man kann das K. mit Chlorkalk bleichen, beliebig färben und, nachdem es in Wasser gelegen, auch biegen.

Kalkflecken:
Meist graue oder fast weiße Flecken, die im Kernholz durch Zellen mit hellfarbigen, meist nicht-mineralischen Inhalten entstehen, wie z.B. in Afromosia, und bei Furnierhölzern als Fehler gelten.

Kaltdach:
Bei einem Kaltdach befindet sich die Dämmschicht zwischen der Tragkonstruktion. Dieser Aufbau wird häufig als zweischalige, hinterlüftete Version ausgeführt. Ein Beispiel wäre eine Deckenkonstruktion eines Flachdaches mit einer Balkenlage. Die Dämmschicht befindet sich hier zwischen den Balken. Darüber eine Hohlschicht für die Belüftung, dann die abdichtende Dachhaut.

Kaltkleber:
Klebstoffe, deren Aushärttemperatur bei Raumtemperatur (20°C) liegt

Kambium:
Die dünne Schicht aus lebenden, meristematischen (sich vermehrenden) Zellen zwischen Rinde (Pholem) und Holz (Xylem), die durch ständige Teilung nach außen neue Rindenzellen und nach innen neue Holzzellen bilden. Sie bewirken das Dickenwachstum verholzender Pflanzen.

Kamholz:
(Angolaholz, engl. Cam-wood), eine dem Sandelholz ähnliche, von Baphia nitida abstammende Sorte Rotholz erhält man aus Sierra Leone und Berbice in viereckigen Blöcken, die frisch gespalten fast farblos sind, an der Luft aber bald dunkelrot werden. Eine andere, unter dem Namen Cam-wood gehende Sorte stammt von einer Thespesiaart und wird auch Gabonholz genannt.

Kamm:
Holzverbindung / Doppel-, Kreuz-, Schwalbenschwanz-, Eckkamm

Kammacher:
Handwerkliche Sonderqualifikation. Aus Horn -auch Schildpatt- werden im Spiralschnitt Rohlinge geschnitten, das Thermoplastische Material gerade gerichtet und die Kammzinken gesägt.

Kammertrocknung:
technische Trocknung von Frischholz

Kanneluren:
(sumer., babylon., grieh., lat.) Senkrechte Rillen. Hohlkehlen an einem Säulenschaft.

Kannelüren:
(sumer., babylon., grieh., lat.) Senkrechte Rillen. Hohlkehlen an einem Säulenschaft.

Kantel:
Zuschnitt von quadratischem Querschnitt beliebiger Länge. Nicht zu verwechseln mit Kanthölzern, die vom Stamm für Bauaufgaben geschnitten werden, z.B. Halb-, Kreuzhölzer.

Kantholz:
Schnittholz von quadratischem oder rechteckigem Querschnitt mit einer Seitenlänge von mindestens 60 mm; die größte Querschnittsseite ist höchstens dreimal so groß wie die kleine. (Ist die größere Querschnittsseite mindestens 200 mm breit, so spricht man von Balken.)

Karnies:
Ein S-förmiges Profil, das auch bei ungleicher Bogenform so bezeichnet wird.

Kastanienholz:
Das gelblichbraune, dunkelschattierte Holz der echten Kastanie, ist dem Eichenholz etwas ähnlich, aber oft rissig. Es schwindet und quillt nicht, nimmt eine schöne Politur an und wird als wertvolles Nutzholz verwendet. Besonders gut eignet es sich zu Faßstäben für Weinfässer, die von Italien nach Frankreich und England ausgeführt werden. In Oberitalien wird viel K. als Schlag- oder Unterholz gezogen, da das hierbei erhaltene Stangenholz sehr geeignet zu Hopfenanlagen und Weinpfählen ist.

Katalysator:
Stoff, der eine chemische Reaktion auslöst ohne sich selbst dabei zu verändern.

Kehlbalken:
Konstruktionsteil, horizontal zur Dachaussteifung und als Zwischendeckenebene

Kehlbalkendach:
Dachkonstruktion bei der die Kehlbalken eine tragende Funktion ausüben, die Sparren sind am First mit einer Fistbohle verbunden

Kehlbalkendach:
Kehlbalkendächer werden in der Regel bei Dachneigungen zwischen 30° und 50° angewendet. Bei dem verschieblichen Kehlbalkendach wird die Kehlbalkenlage nicht ausgesteift. Der Kehlbalken dient als Druckstab und bei ausgebautem Dachgeschoss als Deckenträger. Ist die Kehlbalkenlage der Abschluss gegen das nicht ausgebaute und nicht gedämmte Dachgeschoss, sind die Kehlbalken meistens nicht nach der statischen Beanspruchung sondern nach der erforderlichen Dämmdicke zu dimensionieren. Beim unverschieblichen Kehlbalkendach wird die Kehlbalkendecke ausgesteift, indem eine Scheibe ausgebildet wird.

Kehlbohle:
Kehle mit aufgelegter Bohle (Sparren laufen durch), Anwendung bei Gauben href="http://www.zimmererforum.de.">www.zimmererforum.de.

Keilwinkel:
Der Winkel zwischen der Spanfläche und der Freifläche einer Messerschneide, üblicherweise mit dem griechischen Buchstaben beta bezeichnet.

Kerbe:
Bundzeichen

Kernholz:
Der vom Splintholz ringförmig umgebene und sich durch eine oft dunklere Färbung abhebende innere Teil des Stammes. Das Kernholz ist stets widerstandsfähiger gegen Pilzbefall als das Splintholz, besitzt geringeren Wassergehalt und höhere Festigkeit, Dichte und Dauerhaftigkeit.

Kernholz:
Der vom Splintholz ringförmig umgebene und sich durch eine oft dunklere Färbung abhebende innere Teil des Stammes. Das Kernholz ist stets widerstandsfähiger gegen Pilzbefall als das Splintholz, besitzt geringeren Wassergehalt und höhere Festigkeit, Dichte und Dauerhaftigkeit (siehe auch: Witterungsfestigkeit).

Kernholzbäume:
Kernholzbäume besitzen eine regelmäßige Farbkernbildung. Der Splint ist feuchter als der Kern. Zu den Kernholzbäumen gehören Nadelbäume, wie Kiefer und Lärche oder Laubbäume, wie die Eiche.

Kernmaß:
Maß des inneren Kerns eines Gewindes. In der Tiefe gemessener Durchmesser von Profilfolgen.

Kernreifholzbäume:
Zwischen Farbkern und Splint liegt eine Übergangszone. Zu den Kernreifholzbäumen gehören die Ulme (Rister) und die Esche.

Kernrisse:
Auch Markrisse, Strahlenrisse genannt, gehen vom Mark aus und folgen dem Verlauf der Holzstrahlen.

Kernstoffpartikel:
In den Zellen des Kernholzes, besonders in den Poren vorkommende Substanzen; sie sind z.B. dunkelfarbig in Khaya, hellfarbig in Azobe oder hell und dunkelfarbig in Merbau. Sie sind weich und stumpfen keine Werkzeuge (siehe auch: Mineralische Einlagerungen, Inhaltsstoffe).

Kerve:
(Klaue) Kerbe oder Sattel

Kesseldruckimprägnierung:
chem. Holzschutz, wird bei stark bewitterten Hölzern angewendet sowie in der Schwammsanierung

Kettenhaus:
Kettenhaus werden Reihenhäuser genannt, die nicht Wand an Wand, sondern durch eine Garage bzw. Wintergarten o.ä. getrennt sind

Kiefernholz:
(Föhrenholz), das Holz verschiedener Arten der Gattung Pinus. 1. Das gemeine Kiefernholz, von Pinus silvestris, besitzt eine gelblichweiße Farbe mit braunrotem, verschwindend kleinem Mark, zahlreichen Holzporen und regelmäßigem, engmaschigem Holzgewebe. Es ist leicht, sehr harzreich und läßt sich unter allen Nadelhölzern am wenigsten gerade spalten. Gegen Witterungseinflüsse zeigt es große Widerstandskraft und wird zu Grubenbauten in Bergwerken, Brunnenröhren, Balken und namentlich zu Fensterrahmen benutzt. 2. Schwarzföhrenholz, von der österreichischen Kiefer, Pinus laricio var. austriaca, unterscheidet sich von dem vorigen nicht wesentlich. 3. Arvenholz, Zirbelkiefernholz, das dichte, rötliche und wohlriechende Holz von Pinus cembra, kommt nur aus den Alpen und wird viel als Schnittholz verwendet. 4. Knieholz, Krummholz, Zwergkiefernholz, von der nur im Hochgebirge vorkommenden Krummholzkiefer, Pinus pumilio, mit auf der Erde liegendem, hin und her gebogenem Stamm und Ästen, ist sehr dicht und fest, rotbraun mit weißem Splint und wird vielfach zu Holzschnitzereien verwandt.

Kieseleinlagerungen:
Meist nur mit dem Mikroskop erkennbare Teilchen, die häufig aus Kiesel (SiO2) oder Karbonaten bestehen. Sie sind für bestimmte Arten charakteristisch, wie z. B. für Kosipo, und können bei der Bearbeitung des trockenen Holzes die Werkzeuge stärker stumpfen. Vereinzelt können auch grobe, steinartige Einlagerungen vorkommen und Werkzeuge erheblich beschädigen. (siehe auch: Kalkflecken, Kernstoffpartikel).

Kirschbaumholz:
Das Holz des Kirschbaumes, Prunus Cerasus, ist gelblichrot bis rotbraun, bei manchen Arten grünbraun, gestreift und geflammt, sehr fest, ziemlich hart und feinfaserig und hat ziemlich ansehnliche Spiegel. Es läßt sich leicht bearbeiten und durch Beizen dem Mahagoniholze ähnlich machen. Das Holz alter Bäume ist ein vortreffliches Tischlerholz, hat jedoch die unangenehme Eigenschaft, mit der Zeit blasser zu werden, welchem Übelstande man aber durch Behandlung mit Kalkwasser begegnen kann.

Kitt:
Pastöser Dichtstoff, der je nach Zusammensetzung sowohl hart als auch elastisch aushärten kann und neben der Dichteigenschaft auch Klebeeigenschaften haben kann

Klafter:
Altes Raummaß für Schichtholz, insbesondere Brennholz. Entspricht je nach Gegend 3 oder 4 Raummetern (Ster). Im amerikanischen Sparchraum enthält ein Standard-Klafter rund 3,5 Raummeter (entspricht etwa 2,2 Festmeter).

Klafter:
Altes Raummaß für Schichtholz, insbesondere Brennholz. Entspricht je nach Gegend 3 oder 4 Raummetern (Ster). Im amerikanischen Sparchraum enthält ein Standard-Klafter rund 3,5 Raummeter (entspricht etwa 2,2 Festmeter).

Klammern:
Klammern werden bei Holzbauteilen aus Nadelholz (NH) und Holzwerkstoffplatten aus Nadelholz verwendet. Ohne Bauaufsichtliche Zulassung (BAZ) aber mit Prüfbescheinigung dürfen Klammern auf Abscheren und kurzfristig auf Herausziehen (z.B. bei Windsog) beansprucht werden. Bei einer ständigen Beanspruchung auf Herausziehen (z.B. durch untergehängte Decken) bedürfen die Klammern einer Bauaufsichtlichen Zulassung. Der Winkel zwischen Klammerrücken und Holzfaserrichtung sollte >= 30° betragen, um den max. zulässigen Abscherwert zu erreichen. Klammern können mit geeigneten Geräten durch Druckluft eingetrieben werden.

Klaue:
(Kerve) Sparren-, First-, Fußkerve

Klauenschifter:
Schifter, der mit einer Klaue am Grat- oder Kehlsparren angeschlossen wird.

Kleb-Dichtstoffe:
Klebstoffe, die zusätzlich als elastische Dichtstoffe wirken

Klebefläche:
Die zu klebende oder verklebte Fläche der Fügeteile

Klebefuge:
Spalt (Raum) zwischen den Fügeteilen

Klebeschicht:
Die auf eine Klebefläche aufgetragene Klebstoffschicht

Klebstoff:
Oberbegriff für nichtmetallische Stoffe, wie z.B. Leim, Kunstharz, Zement oder Kleister, die gleiche oder verschiedenartige Fügeteile durch Flächenhaftung (Adhäsion) und innere Festigkeit (Kohäsion) miteinander verbinden können.

Klebstoff-Film:
Die auf eine Klebefläche aufgetragene Klebstoffschicht

Klebstoffschicht:
Zwischen den Fügeteilen befindlicher Klebstoff

Kluppe:
Gewindeschneidkluppe. Für jeweils ein bestimmtes Gewinde eingerichtetes Schneidwerkzeug mit gegenständigen Griff, war früher oft Drechselerselbstbau. / Bezeichnung für Meßwerkzeug, z.B. für Stämme im Wald, ähnlich einem Meßschieber.

Klöbebock:
Kloben = Eisenhaken, auch: grobes Holzstück, klöben = auseinanderkeilen. / Bockartiges Bankgestell mit beweglichem Klemmarm, der durch Fußdruck das Material auf der Bank festhält, damit man es mit dem Zieheisen vorrunden kann.

Knagge:
Wiederlager

Knagge:
Sind tragende bzw. verstärkende, dreieckförmige Holzstücke oder Metallformteile, vorwiegend am unteren oder oberen Pfosten anstatt eines Kopfbandes. Des weiteren dienen Knaggen zur Kippsicherung bzw. zur Sicherung gegen Abrutschen von Sparrenpfetten.

Knauf:
Bezeichnung für ein Endprofil(!), meist in gedrückter Kugelform.

Kniestock:
siehe Drempel

Kniestocktüren:
Diese nützlichen und preiswerten Türen werden unter Dachschrägen eingesetzt. Sie verschließen kleine Stauräume.

Kohäsion:
Bindekraft innerhalb der Klebstoffschicht

Konditionieren:
Nachvergütung des Trocknungsgutes am Ende einer Holztrocknung, um noch bestehende Feuchteunterschiede und Trocknungsspannungen auszugleichen. Bei Spanplatten Reklimatisierung, d.h. gesteuerte Abkühlung (anstelle der sofortigen Heißstapelung) der fertiggepreßten Platten.

Konfluentes Parenchym:
Anordnung von Längsparenchymzellen auf dem Hirnschnitt in Form von mehr oder weniger tangentialen Bändern (siehe auch Bandparenchym).

Koniferen:
Gleichbedeutend mit Nadelbäumen.

Koniferen:
Gleichbedeutend mit Nadelbäumen

Konstruktionsholz:
nach Festigkeit klassifiziertes Holz für den Bau von lasttragenden Teilen

Konstruktionsvollholz (KVH):
Konstruktionsvollholz ist ein veredeltes Bauschnittholzerzeugnis. Durch gezielte Wahl des Einschnitts und durch technische Trocknung wird eine hohe Formstabilität erreicht und die Rissbildung minimiert. Zusätzliche und gegenüber DIN 4074-1 verschärfte Sortierkriterien tragen dazu bei, ein hohes Maß an Funktionstauglichkeit sowie hochwertige Oberflächen für die sichtbare Anwendung zu gewährleisten. Die zulässige Holzfeuchte beträgt bei KVH 15 +/- 3 %. Durch diese geringe Holzfeuchte ist das Biege-E-Modul auf 10 % gegenüber Nadelholz S10 zu erhöhen.

Kontaktklebezeit:
Zeitspanne eines Kontaktklebers, innerhalb der die scheinbar trockenen Klebstoffschichten noch miteinander verbunden werden können (offene Zeit)

Konterlattung:
Die Konterlattung ist der Teil einer Unterkonstruktion, der u. a. die Aufgabe hat, die anfallenden Lasten von der Lattung in die tragende Unterkonstruktion weiterzuleiten.

Konus:
(lat.) Pinienzapfen. Körper in Form eines Kegels oder Kegelstumpfes, im Drechselerhandwerk eher ausschließlich sehr flach verlaufend.

Konvektion:
Als Konvektion bezeichnet man den Transport von Feuchtigkeit, die in der Luft gelöst ist (Wasserdampf). Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kühlere. Wenn Luft sich abkühlt, wird Wasserdampf durch Kondensation abgegeben. Für das Bauwesen birgt die Konvektion eine große Gefahr. Wenn die Außenhülle eines Gebäudes (Dach und Wand) nicht luftdicht ist, "durchströmt" die Luft die Wand an dieser Stelle von innen nach außen. Dabei wird auch die in der Luft gelöste Feuchtigkeit mittransportiert. Im Querschnitt der Wand wird es von innen nach außen kühler. So kann es passieren, dass die Luft an einer bestimmten Stelle den Wasserdampf abgeben muss und zwar in Form von Wassertropfen. Auf diese Art und Weise kann Feuchtigkeit in die Wände gelangen und dort Schäden anrichten. Die meisten Feuchteschäden im Holzrahmenbau entstehen durch Konvektion.

Kopfband:
schräges Kantholz (auch Büge). Wird für Aussteifungen an Fachwerkwänden benutzt.

Korallenholz:
(frz. Corail végétal), das harte, schönfarbige Holz von Adenanthera pavonina, einem auf Madagaskar und Réunion heimischen Baume aus der Familie der Papilionazeen, wird in der Kunsttischlerei verwandt.

Kork:
Millionen eingeschlossene Luftzellen im Kork machen ihn weich und elastisch. Kork gibt es oberflächenbehandelt und versiegelt. Nicht behandelter Kork kann gewachst, geölt oder lackiert werden. Der Boden wird vollständig mit dem Unterboden verklebt, ab der Stärke von 13 mm kann er auch mit Nut & Feder Verbindung "schwimmend" verlegt werden.

Kork:
(Pantoffelholz, lat. Suber, frz. Ličge, engl. Cork) nennt man das eigentümliche Gewebe, das in der Rinde vieler Gewächse mit zunehmendem Alter an die Stelle der Epidermis tritt und durch vielfach wiederholte Querteilung der unter der Oberfläche liegenden Zellen entsteht. Es setzt sich aus lückenlos aneinandergefügten Zellen von meist rechtwinkliger Form zusammen, die mit Luft gefüllt sind, und deren Wandungen von einem Umwandlungsprodukt der Zellulose, dem für Wasser und Gase schwer durchlässigen Korkstoff (Suberin) gebildet werden. Der letztere enthält neben Fetten besonders einen wachsartigen Körper, das Korkwachs oder Cerin. In technisch verwertbarer Menge findet sich der K. nur bei der Korkeiche, deren Rinde schon im Altertum zu denselben Zwecken benutzt wurde wie heute. Diese in den westlichen Mittelmeerländern heimische Eiche kommt in zwei Arten, Quercus suber und Q. occidentalis, vor, von denen die erstere den besseren Kork liefert. Der immergrüne Baum wächst auf trockenen Anhöhen in lichtem Stand und bildet kleinere oder größere Wälder, besonders in Spanien, Portugal, Algier und Tunis. Auch in den bergigen Teilen Südfrankreichs und auf Korsika findet sich die Korkeiche. Die in Mittelitalien und der Provence vorkommende Abart, Quercus Pseudo-Suber, liefert nur K. geringerer Güte. Sobald die Bäume bei einem Alter von 15 - 20 Jahren 20 - 30 cm dick geworden sind, wird zunächst die obere harte Schicht, der sog. männliche Kork (Ličge mâle), in der Weise entfernt, daß die noch teilungsfähige, korkbildende Schicht (Mutterkork) erhalten bleibt. Sie bildet eine neue Lage von elastischem weiblichen K. (Ličge femelle), die nach Verlauf von etwa zehn Jahren abgeschält werden kann. Sie ist zwar weniger rissig als der männliche K., gibt aber noch keine besonders gute Korkmasse. Eine brauchbare Handelsware wird vielmehr erst bei der dritten Schälung erhalten, und von da an verfeinert sich die Güte beständig, bis der Baum ein Alter von 100 - 150 Jahren erreicht hat. Die losgelösten, mehr oder weniger gebogenen, 5 - 20 cm dicken Korkplatten werden nach oberflächlichem Abputzen in heißem oder kaltem Wasser erweicht, darauf durch Beschweren mit Steinen flach gedrückt und an der Luft getrocknet. In manchen Gegenden Spaniens zieht man die Korkschwarten auch wohl durch Flammenfeuer, wodurch die Masse innerlich gebräunt und äußerlich angesengt wird. Hiermit soll durch Schließung der Poren und Abhaltung von Wurmfraß eine Verbesserung verbunden sein, doch wird dadurch bisweilen auch eine schlechte Beschaffenheit verdeckt. - Der K., der um so höher geschätzt wird, je feiner und gleichmäßiger er ist und je weniger Risse und Hohlräume er zeigt, enthält neben 75 % Suberin etwa 4 - 5 % Wasser, 0,3 - 0,5 % einer manganreichen Asche und geringe Mengen von Stickstoffsubstanz, Cerin, Gerbsäure, Phlorogluzin usw. Sein spez. Gew. beträgt 0,12 - 0,15. - Von den zahlreichen Handelssorten wird der helle, weiche andalusische und der härtere, rötliche katalonische K. besonders geschätzt. An zweiter Stelle sind die französischen und die sehr großen Erträge Algiers (5 Mill. Kilogramm jährlich, allein in der Provinz Constantine 400.000 ha bebaut) zu nennen, während die Zufuhren aus Korsika, Italien, Sizilien und die sehr minderwertigen Sorten aus Istrien und Dalmatien nicht als Flaschenkorke, sondern nur als Fischerkorke (Schwimmkorke) benutzt werden können. - Die Hauptverwendung findet der K. zu Korkstopfen (Stöpseln, Pfropfen, lat. Subera, frz. Bouchons, engl. Corks), die früher aus den Ursprungsländern, besonders Spanien, fertig geschnitten zu uns kamen, jetzt aber in steigendem Maße aus eingeführten Platten in England, Frankreich (Bordeaux) und Deutschland geschnitten werden. Hauptort der deutschen Korkschneiderei ist Delmenhorst in Oldenburg, daneben gibt es in Bremen, Sachsen (Raschau bei Schwarzenberg), Thüringen und Wien bedeutende Fabriken. Das Schneiden erfolgt entweder, wie bei der feineren Ware, mit der Hand, oder bei Massenware mit Maschinen. Beim Schneiden mit der Hand, das teuerere, aber wegen Vermeidung schadhafter Stellen auch bessere Ware liefert und vielfach (bei Delmenhorst) als Heimarbeit betrieben wird, zerlegt man die, wenn nötig, in Wasser eingeweichten und äußerlich ťabgeborktenŤ Platten, indem man sie über das festgeklemmte Messer hinwegzieht, in Streifen und letztere in Würfel. Mulmige und sonst fehlerhafte Stellen werden ausgeschnitten, auch muß darauf geachtet werden, daß die mit lockerem Parenchym und Steinzellen (Lentizellen) erfüllten dunklen Streifen, den Stopfen quer durchsetzen. Nur bei den großen Spunden, bei denen dies nicht möglich ist, verlaufen diese Streifen senkrecht. Das Rundschneiden der Würfel endlich erfolgt in ähnlicher Weise, wie man einen Apfel schält und erfordert große Geschicklichkeit des Arbeiters, der stündlich bis zu 150 Stopfen fertigstellen kann. Alle mit der Hand geschnittenen Korke sind daran zu erkennen, daß ihr Querschnitt nicht kreisrund, sondern schwach kantig ist. Von den zahlreichen Korkschneidemaschinen, die das Fünffache der Handarbeit leisten, besteht diejenige des Franzosen Moreau aus stählernen Röhren nach Art der Korkbohrer, diejenige von Bothius in Stockholm und von Köhler in Kopenhagen aus Abschälmaschinen, Stückschneidemaschinen, Rundschneidemaschinen, Schleifmaschinen, Sortier- und Zählapparaten. Die Maschinenkorke sind in der Regel kreisrund, werden aber zur Vortäuschung der besseren Handschnittkorke bisweilen auch kantig geschliffen und zur Verschließung der Poren mit Korkstaub eingerieben. Neben den früher bevorzugten konischen (ťspitzenŤ), finden neuerdings mehr und mehr die besser schließenden zylindrischen (ťgeradenŤ) Korken, besonders als ťChampagnerkorkeŤ, Eingang. Als gebräuchlichste Handelssorten sind anzuführen: Spunde (für Fässer und Glasballone), Stöpsel (Weinkorke) und Medizinstöpsel oder Mixturkorke in etwa zehn Nummern. Als Zeichen besonderer Güte gilt die helle Farbe, hohe Elastizität sowie das Fehlen von Löchern und Wurmfraß. Zu ihrer Prüfung empfiehlt der Verband deutscher Korkindustrieller die in Wasser gelegten Stopfen einige Stunden einem Druck von 4 - 5 Atmosphären auszusetzen, wobei nur die guten K. weiß, fest und glatt bleiben, während die schlechten Veränderungen erleiden. Um die Korken geschmeidig zu machen, werden sie entweder in kaltem Wasser eingeweicht, oder längere Zeit in feuchter Luft auf 150° erhitzt, oder auch wohl mit wäßrigen Invertzuckerlösungen getränkt. Zur Erhöhung der Elastizität ist Bleichung mit Oxalsäure oder Chlorkalk und Schwefelsäure oder Kaliumpermanganat und Natriumbisulfit empfohlen worden. Durch Kochen in Harzen und Ölen oder durch Eintauchen in Leimlösung mit Zusatz von etwas Tannin oder Kaliumdichromat werden die K. wasserdicht, durch Einbringen in eine Lösung von Gelatine und Glyzerin und nachheriges Überziehen mit Paraffin säurefest. Die Wiederverwendung von Altkorken setzt eine sorgfältige Behandlung mit Chemikalien voraus und ist aus hygienischen Gründen durch die sächs. Ministerialverordnung vom 12.VIII.1909 gewissen Einschränkungen unterworfen. - Neben den Stopfen findet der Kork in dünnen Platten Anwendung zu Einlegesohlen, zu Korkpapier für Zigarettenmundstücke und Huteinlagen, zu Amboßunterlagen, zur Herstellung profilierter Gebilde und ganzer Fässer. Weniger gute Stücke dienen zur Herstellung von Schwimmern für Fischernetze, Ankerbojen, Schwimmgürteln und Rettungsbooten. Die beim Schneiden erhaltenen Korkabfälle, deren Menge bis zu 65 % des Rohstoffes ausmachen, werden gemahlen und als Packmaterial, als Isoliermittel, zum Stopfen von Kissen und Matratzen sowie zur Herstellung von Korkkohle (Spanisch Schwarz) für Druckerschwärze benutzt. Einen großen Aufschwung hat neuerdings die Erzeugung von Linoleum (s. d.), von Korkstein und anderen Fußbodenbelägen genommen. Sie bestehen in der Regel aus Mischungen von geröstetem Korkmehl mit Kalk, Ton, Gips oder Zement, bisweilen auch unter Zusatz organischer Bindemittel wie Pech, Teer, Asphalt u. dgl. Kamptulikon (Kortizin) ist ein zu Platten gewalztes Gemisch von Korkmehl mit Kautschuk, Guttapercha oder eingedicktem Leinöl. - Die Gesamteinfuhr an Korkholz nach Deutschland betrug 1912 mehr als 206.000 dz im Werte von über 10 Millionen M., die Einfuhr an Korkstopfen und -waren 18.000 dz (5 Mill. M.), die Ausfuhr 60.000 dz (4,8 Mill. M.).

Korkersatz:
oder Kunstkork wird aus Korkmehl unter Zusatz von Bindemitteln wie Nitrozellulose, Kasein, Eiweiß, Kollodium, Viskose, Glyzerin, Mineralöl, Kalk und Borsäure hergestellt; doch scheint nur der Suberit, ein Erzeugnis aus Korkmehl, Nitroglyzerin und Rizinusöl, praktische Bedeutung erlangt zu haben. Als ziemlich brauchbar soll sich auch das durch Einwirkung von Azetylen auf Kupfer- oder Nickeloxyd hergestellte Kupren erwiesen haben, das wahrscheinlich aus kupferhaltigen Kohlenwasserstoffen besteht. Für gewisse Zwecke, z. B. die Herstellung von Linoleum, hat man auch die Verwendung von Holz- oder Rindenmehl, Holunder- oder Sonnenblumenmark und pulverisierten Baumschwämmen empfohlen. Als Ersatz für Korkstopfen können sie nicht in Betracht kommen.

Koromandelholz:
(Calamanderholz), ein dem Ebenholz ähnliches Nutzholz von der Insel Zeylon, stammt von Diospyros hirsuta.

Korrosionsfäule:
Holzzerstörung durch bestimmte Pilze bzw. Pilzgruppen, die teils Cellulose und Lignin gleichzeitig, teils zuerst das Lignin und dann die Cellulose zersetzen. Im ersten Fall entsteht eine gleichmäßige weißlich-graue Verfärbung, im letzteren eine unregelmäßige, örtlich begrenzte loch- oder streifenförmige weißliche Verfärbung; dann spricht man auch von Weißlochfäule (siehe auch Braunfäule).

Krautschicht:
Nicht verholzende Waldpflanzen wie Waldmeister oder Springkraut.

kriechen:
Ein last- und/oder zeitabhängiges Verformungsverhalten von Polymerschichten. Eine solche Klebeschicht erfährt auch unter ruhender Beanspruchung eine Formveränderung. Bei Belastung nimmt die Formveränderung der Klebstoffschicht infolge des Kriechens allmählich zu

Krummschäftigkeit:
Stämme, bei denen die Fasern stark vom Normalwuchs abweichen, sind krummschäftig. Am Baum zeigt sich Krummschäftigkeit in verschiedenen Formen, z.B.. als Schlangenwuchs, Säbelwuchs, Bajonettwuchs oder Posthornwuchs. In der Regel ist die Ursache Wildfraß. Die Spitzenknospe wurde am jungen Baum durch Wild zerstört, und eine Seitenknospe übernahm das Längenwachstum. Die Stämme wachsen nach einer Seitenbiegung wieder senkrecht. Weitere Ursachen für Krummschäftigkeit können auch Windeinwirkung, Schneebelastung, Bodenverschiebungen oder ungünstige klimatische Verhältnisse sein.

kröpfen:
auf Gehrung geschnitten

Krüppelwalm:
kleiner Walm im Giebel

Krüppelwalmdach:
Das Krüppelwalmdach erhält man, wenn die Giebel des Satteldaches durch schräge Dachflächen ersetzt werden. Statt des ganzen Giebels ist nur die Giebelspitze abgewandt.

Kuhfuß:
Nageleisen, Brecheisen href="http://www.zimmmererforum.de">www.zimmmererforum.de

Kultur:
Durch Saat oder Pflanzung künstlich begründeter Wald.

Kulturpflege:
Dazu gehört die Beseitigung unerwünschter Konkurrenzpflanzen. Aus ökologischen und ökonomischen Gründen wird die Entnahme solcher Pflanzen jedoch auf das absolut Notwendige beschränkt. Darüber hinaus ist eine hohe Pflanzenvielfalt auf Kulturflächen erwünscht.

Kumaronharz:
nennt man harzartige Stoffe, die bei der Wäsche des Schwerbenzols mit Schwefelsäure entstehen, ursprünglich als lästige Schmiere (bis 1906) einfach verfeuert, dann zur Herstellung von Feueranzündern benutzt wurden und später im Kriege eine ungeheure Bedeutung als Harzersatz gewonnen haben. In chemischer Hinsicht sind sie Mischungen von Kondensationsverbindungen des Indens (C18H16) und des Kumarons (C16H12O2), zwei im Steinkohlenteer enthaltenen Flüssigkeiten vom Siedepunkt 181° und dem spez. Gew. 1,008, enthalten weder Säuren noch verseifbare Stoffe und nehmen in dünner Schicht Sauerstoff aus der Luft auf (verharzen). K. kommen sowohl in öligem bis teerartigem Zustande als Firnisersatz, wie in fester Form für Lack und Sikkativ in den Handel. Die letzteren werden nach dem Erweichungspunkt in springhart (über 50°), hart (40 - 50°), mittelhart (30 - 40°), weich (unter 30°) unterschieden. Obwohl die K. die Eigenschaften der Naturharze nur in beschränktem Umfange zeigen und insbesondere über den Erweichungspunkt von 65° (Kolophon 100°) nicht hinauskommen, haben sie doch zum Leimen von Papier sowie gemischt mit trocknenden Ölen in der Lackindustrie wertvolle Dienste geleistet. Die Höhe der Erzeugung soll 600.000 t im Jahre betragen.

Kunstharz:
Künstliche Adhäsionsvermittler bei Klebstoffen sowie Komponente bei Reaktionsklebstoffen (Phenolharze, Epoxidharze, Polyesterharze

Kurzbrüchigkeit:
Bezeichnung für brüchiges Kernholz, eine im inneren Stammbereich liegende Zone kurzbrüchigen Holzes, auf Querschnitten häufig durch eine ausbrechende Oberfläche erkennbar. Diese Kurzbrüchigkeit kann besonders in starken Stämmen leichter bis mäßig schwerer tropischer Holzarten auftreten und die Verwendbarkeit derartiger Kernholzteile wesentlich einschränken.

Kurzbrüchigkeit:
Bezeichnung für brüchiges Kernholz, eine im inneren Stammbereich liegende Zone kurzbrüchigen Holzes, auf Querschnitten häufig durch eine ausbrechende Oberfläche erkennbar. Diese Kurzbrüchigkeit kann besonders in starken Stämmen leichter bis mäßig schwerer tropischer Holzarten auftreten und die Verwendbarkeit derartiger Kernholzteile wesentlich einschränken

KVH:
Konstruktionsvollholz, Stöße keilgezinkt verleimt, getrocknet 15 ą 3 %, übliche Sortierkl. MS10 und MS13, gehobelt und gefaßt, es wird unterschieden in sichtbare (Si) und nicht sichtbare (Nsi) Qualität; Verdrehungen, Risse und sonstige otische Mängel sind durch die Einschnittart minimiert

Kämpfer:
Waagerechtes Querholz bei Fenstern mit Oberlicht, dient als waagerechter Anschlag für die Fensterflügel.

Königsäule:
Mittelsäule bei Türmen href="http://www.zimererforum.de">www.zimererforum.de

Körnung:
Körnung des Schleifpapieres. / Eine mit einem Körner eingeschlagene Marke, Narbe. / Eine eingedrehte, vertiefte, negative Kegelform (45°).

Künstliche Trocknung:
Im Gegensatz zur Freilufttrocknung verläuft die künstliche Trocknung, auch technische Trocknung genannt, unter künstlichen Klimabedingungen, meist in Kammern oder Durchlaufkanälen. Durch entsprechende Steuerung oder Regelung des Klimas können wesentlich niedrigere Endfeuchtigkeiten und kürzere Trocknungszeiten erreicht werden als bei der Freilufttrocknung. Häufig - insbesondere bei stark dimensioniertem Schnittholz - erfolgt Vortrocknung im Freien und anschließend künstliche Trocknung (siehe auch: Entspannen).

Künstliche Verjüngung:
Begründung eines jungen Waldes durch Pflanzung oder Saat.

L


Lacke:
(lat. Lacca, frz. Laques oder Vernis, engl. Lac oder Varnish). Mit diesem Namen belegt man, abgesehen von einigen natürlichen Harzen wie Stocklack oder Schellack (s. d.), dem Japanlack (s. d.) und einigen Lackfarben (s. d.), sowohl Auflösungen von Harzen in leicht flüchtigen Flüssigkeiten, die sog. flüchtigen oder mageren Lacke, als auch Mischungen der letzteren mit fetten Ölen, Harzölen oder Firnis, die sog. Lackfirnisse, fetten oder Öllacke. Im gewöhnlichen Leben werden die Begriffe Lack und Firnis häufig verwechselt oder als völlig gleichbedeutend gebraucht, so daß vielfach nur mit Firnis oder Ölfarbe gestrichene Gegenstände als lackierte in den Handel kommen. Charakteristisch für einen wahren Lack ist aber immer sein Gehalt an Harz. Als Harze kommen besonders Bernstein, Dammar, Kopal, Kolophonium sowie neuerdings Kunstharze (s. Harz), als Lösungsmittel Äther, Alkohol, Amylalkohol, Amylazetat, Azeton, Benzin, Benzol, Kampferöl, Rosmarinöl, Terpentinöl in Betracht. Beim Überstreichen der Gegenstände verflüchtigt sich das Lösungsmittel und das Harz bleibt als dünner durchsichtiger oder bei Zusatz von Körperfarben undurchsichtiger Überzug zurück. Die fetten Lackfirnisse bestehen aus Firnis (Leinöl-, Holzöl- oder anderem Firnis) und Harzen in Terpentinöl. Zu ihrer Herstellung wird der entsprechend in etwa nußgroße Stücke zerbrochene Kopal (oder auch Bernstein) in Kesseln mit Kondensationsvorrichtung vorsichtig bei etwa 300 - 350° geschmolzen, wobei das Kopalöl überdestilliert, und darauf das auf 200° erwärmte Leinöl (Firnis) nach und nach hinzugegeben, bis bei andauerndem Erhitzen auf 320° eine völlig gleichmäßige Mischung entstanden ist. Nach dem Abkühlen gibt man Terpentinöl, unter Umständen auch Sikkative (s. d.) hinzu und unterwirft das fertige Erzeugnis in der Regel noch einer Filtration. Bei Verwendung von Kolophonium statt der fossilen Harze kann ein einfacheres Verfahren angewandt werden. Die fetten Lackfirnisse liefern von allen Lacken die haltbarsten Überzüge, brauchen aber lange Zeit zum Trocknen (meist in geheizten Räumen) und werden, oft in Verbindung mit Farben, für Lederzeug, Blechwaren und andere der Abnutzung ausgesetzte Gegenstände angewandt. Als Unterabteilung gehören zu ihnen noch die sog. Kautschuklacke, die einen Zusatz von Kautschuk oder Guttapercha in Benzin gelöst erhalten und sich durch große Geschmeidigkeit, bei allerdings vermindertem Glanz, auszeichnen. Mattlacke erhalten außerdem einen Zusatz von Wachs. - Spiritus- oder Weingeistlacke werden in der Regel gebraucht, wenn die gestrichenen Gegenstände ihre natürliche Farbe behalten sollen, und daher für diesen Fall aus besonders hellen Harzen bereitet, während für andere Zwecke auch dunklere Harze, Bernstein, Schellack, Kolophonium, benutzt werden können. Bisweilen erhalten sie auch einen Zusatz alkohollöslicher Farben, wieTeerfarbenoder Drachenblut (Goldlack). Kleinere Mengen der weicheren Harze kann man durch Schütteln der pulverisierten Masse mit starkem Weingeist schon in der Kälte, leichter in der Sonne oder bei mäßiger Wärme lösen und durch Filtration von Verunreinigungen trennen. Bei der Darstellung im großen bedient man sich geschlossener Destillierblasen oder des sog. Deplazierungsverfahrens, indem man das Harz in ein Sieb schüttet und dieses so weit in ein mit Weingeist gefülltes Faß hängt, daß es gerade noch von der Flüssigkeit bespült wird. Die Lösung des Harzes sinkt dann beständig nach unten und kann nach entsprechendem Absetzen aus einem etwas oberhalb des Bodens angebrachten Hahn ohne Filtration klar abgezogen werden. Als Ausgangsmaterial für Spirituslack kommen sämtliche Harze in Betracht. Die spröderen, wie Sandarak und Mastix, geben sehr glänzende, aber wenig haltbare Überzüge und werden daher meist durch Zusatz von etwas venezianischem Terpentin oder weicherem Harz, z. B. Elemi, verbessert. - Terpentinöllacke unterscheiden sich von den vorigen nur dadurch, daß an Stelle von Spiritus Terpentinöl oder andere ätherische Öle (Rosmarinöl) als Lösungsmittel benutzt werden. Sie trocknen etwas langsamer, sind aber haltbarer und weniger spröde, weil ein Teil des Lösungsmittels von dem eintrocknenden Harzüberzug festgehalten wird. Das Terpentinöl löst manche Harze schon in der Kälte. Andere, wie Bernstein und Kopal, werden erst in der Wärme geschmolzen und dann mit dem Lösungsmittel verdünnt. Die billigsten Terpentinöllacke werden aus Kolophonium, bessere Sorten aus Sandarak oder Dammara, die besten Fußboden-, Wagen- und Schleiflacke aus Bernstein oder echtem Kopal hergestellt. Geschmolzener und dann mit Terpentinöl gemischter Asphalt gibt den schwarzen Asphalt- oder Eisenlack, der durch Zusatz von heißem Leinölfirnis dauerhafter wird. Als allgemeine Regel für die Verwendung der flüchtigen Lacke gilt, daß sich die Terpentinöl-L. besonders zum Aufsetzen auf Ölanstriche, die Weingeist-L. zum Aufsetzen auf Wasser- und Leimfarben eignen. An Stelle des Terpentinöls werden vielfach auch andere Lösungsmittel, wie Benzin, Schwefelkohlenstoff, Holzgeist, Chlorform, Kampferöl, Eukalyptusöl, an Stelle der genannten Harze die neueren Harzersatzmittel (s. d.) benutzt. - Als Kennzeichen eines guten Lackes gilt, daß er nach dem Aufstreichen schnell trocknet und einen nicht klebrigen, stark glänzenden Überzug hinterläßt, der mit der Zeit weder Risse noch Sprünge bekommt. Bei sorgfältiger Aufbewahrung in verschlossenen Gefäßen gewinnen die Lacke durch das Alter an Güte. Die feinsten Wagenlacke, von denen der höchste Grad von Dauerhaftigkeit und Schönheit verlangt wurde, kamen früher aus England, werden aber jetzt von den Fabriken in Dresden, Berlin, Mainz, Offenbach und Wien mindestens ebensogut erzeugt.

Lackfarben:
(Farblacke) sind Verbindungen von organischen Farbstoffen mit anorganischen Oxyden oder Salzen. Die zahlreichen, zum Teil sehr schönen, in Hölzern und anderen Pflanzenteilen enthaltenen Farbstoffe bilden, soweit sie in Wasser löslich sind, nur Farbenbrühen. Um sie in die Form einer Körperfarbe zu bringen, muß man sie an eine feste Grundlage binden und bedient sich hierzu der Eigenschaft mancher Metalloxyde und alkalischen Erden, mit den Pflanzenfarbstoffen unlösliche Niederschläge zu bilden. Wird z. B. zu einer Alaunlösung die Lösung eines ätzenden oder kohlensauren Alkalis gebracht, so fällt die Tonerde des Alauns als weiße Gallerte aus; ist aber die Alaunlösung vorher mit einer Farbenbrühe gemischt worden, so reißt die Tonerde den Farbstoff so vollständig an sich, daß die überstehende Flüssigkeit farblos erscheint. In gleicher Weise wirkt das Zinnoxydul, welches aus einer Lösung von Zinnchlorür (Zinnsolution) ausgefällt wird. Die Lackfarbe fällt dabei noch feuriger aus, aber wegen seiner Kostspieligkeit kann das Zinnsalz nur zu feinerer Ware benutzt werden, während es für gewöhnlich im Gemisch mit Alaun Anwendung findet. Beide Salze bilden auch die gewöhnlichsten Beizen der Färberei, bei welcher der Farblack auf der Faser erzeugt wird. Nicht alle Farbstoffe vertragen die gleiche Behandlung. Einige lassen sich mit kalter oder heißer Alaunlösung ausziehen und dann mit der alkalischen Lauge fällen. Bei anderen muß diese das Lösungsmittel abgeben und der Alaun zuletzt hinzugesetzt werden. Unter Umständen ist es auch geboten, die Tonerde für sich auszufällen und rein zu waschen und sie dann erst mit der Farbenbrühe unter Erwärmung zusammenzubringen. Die als farbiger Schlamm erhaltenen Lacke werden schließlich mit Wasser rein ausgewaschen und entweder noch feucht als Teig (en pâte) für Kattun- und Wolldruck, Tapeten und Buntpapier verkauft, oder getrocknet und in Brocken oder zu Täfelchen geformt in den Handel gebracht. Um die Farben in möglichster Schönheit herzustellen, sind verschiedene Vorsichtsmaßregeln zu beobachten, die zum Teil als Fabrikgeheimnisse bewahrt werden. Von den L. sind die roten und gelben am gebräuchlichsten. Der feinste rote L. ist der Karminlack aus der Koschenille und den Abgängen von der Karminbereitung (vgl. Koschenille). Weiter sehr beliebt und außerordentlich dauerhaft sind auch die Krapplacke (vgl. Krapp), die in einer großen Farbenfolge von Dunkelrot bis zart Rosa dargestellt und durch Zusatz von mehr oder weniger feinem Bleiweiß in verschiedenen helleren Tönen abgestuft werden. Außerdem erhält man aus Pernambukholz und Lack dye, dem Farbstoff des Gummilacks, schöne rote L. Die roten Lacke aus Karmin und Farbhölzern sowie Mischungen derselben mit anderen Stoffen führen verschiedene Handelsnamen: Pariser, Wiener, Venezianer, Florentiner Lack, Kugellack usw. Ein schöner violetterLackist der Orseillelack. Zu gelben Lacken dienen Abkochungen von Gelbholz, Kreuzbeeren, Waid, Querzitron und anderen gelben Pflanzenfarbstoffen. Die billigsten derartigen Gelbfarben gehen unter dem Namen Schüttgelb. Sie erhalten, wenn sie wirklich durch Niederschlag mit Tonerde gebildet sind, doch noch starke Zusätze von Kreide, sind aber oft nur durch Übergießen von Kreide oder Kalk mit einer Gelbbrühe hergestellt. Im letzteren Falle haftet die Farbe nur durch mechanische Aufsaugung an dem Grundstoff, so daß der Begriff einer Lackfarbe ganz verloren geht. Grüne Lacke sind in der Regel bloße Mischungen von blauen, aus Indigkarmin bestehenden, und gelben Niederschlägen, doch erhält man einen natürlichen grünen Lack aus Kaffeebohnen, die mit einer verdünnten Lösung von Kupfervitriol extrahiert werden. Durch vorsichtiges Versetzen des Auszuges mit Ätznatron wird ein Niederschlag erhalten, der, mit Essig besprengt und der Luft ausgesetzt, an Schönheit der Farbe noch gewinnt. Dieser Farbstoff ist also eigentlich nur ein mit dem Kaffeefarbstoff (Viridinsäure) geschöntes Kupferoxydhydrat, dessen eigentlicher Platz unter den Kupferfarben sein würde. Jetzt werden auch viele solcher L. mit Teerfarbstoffen hergestellt.

Lagerfähigkeit:
Zeitspanne zwischen dem Herstellen des Klebstoffes und dem Zeitpunkt, bis zu welchem der Klebstoff unter Einhaltung der vom Hersteller vorgeschriebenen Lagerungsbedingungen (Verpackung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit) seine vorgesehenen Eigenschaften beibehält

Lagerholz:
Kantholz auf Deckenbalken oder Beton zur Aufnahme des Fußbodens

Laibung:
So bezeichnet man die innere Fläche von Wandöffnungen, Nischen oder Bögen, z.B. Türlaibung, Fensterlaibung

Laminat:
Laminat ist ein Boden mit einer Dekoroberfläche. Diese Oberfläche gibt es in verschiedenen Farben und auch als Holznachbildung. Laminat zeichnet sich durch seine hohe Strapazierfähigkeit aus, selbst Zigarettenglut und hohe Absätze können diesem Boden nichts anhaben. In vielen Qualitäten. Dieser Boden wird "schwimmend" verlegt.

Landhausdiele:
Landhausdielen sind der traditionellen Dielenverlegung nachempfunden. Es gibt sie nicht nur als Fertigparkettelemente, sondern auch aus Massivholz. Sie bestehen aus einem in der ganzen Länge durchgehenden Brett, welches häufig mittig längs geteilt ist ( 2- Stab - Diele).

Langspanholz:
Langspanholz ist auf dem Markt unter dem Markenbegriff Parallam bekannt. Beim Langspanholz handelt es sich um Holzstreifen, die in einem speziellen Extruderverfahren zu großen Plattenbalken gepresst werden. Langspanholz zeichnet sich durch die höchsten E-Module und Festigkeitswerte in der Gruppe der Holzwerkstoffe aus. Das Material findet seine Anwendung überwiegend bei Sturzkonstruktionen oder als Unterzug - also dort, wo hohe Steifigkeiten und Biegefestigkeiten gefordert sind. Dennoch ist dieser Werkstoff nicht unproblematisch, da er in seiner Makro-Struktur viele Lücken und Öffnungen hat, die sich aus der sehr groben Auflösung des Langspanmaterials ergeben. Feuchtigkeit kann leicht eindringen und im Querschnitt verbleiben. Deshalb ist insbesondere beim Einsatz von druckluftbetriebenen Befestigern wie Klammern und Nägeln darauf zu achten, dass die Einbindelängen ausreichend lang sind, denn es kann in der Praxis vorkommen, dass eine Klammer erst nach 5 bis 10 mm unter der Oberfläche einen festen Passsitz im Material findet. Empfohlen wird daher eine Erhöhung der nach DIN erforderlichen Einbindelängen für Klammern und Nägel um 25 %.

Latten:
Schnitthölzer mit Querschnittsflächen nicht größer als 32 cm˛ und einer Breite bis 80 mm: bei Dachlatten beträgt das Seitenverhältnis des Querschnitts höchstens 1:2.

Laubholz:
Durch blättertragende Bäume aus der botanischen Gruppe der Angiospermen erzeugtes Holz. Im Gegensatz zu den Nadelhölzern besitzen Laubhölzer als dritte Zellart zusätzlich Gefäße, die im Querschnitt als Poren bezeichnet werden.

Lederholz:
die starken, lederartigen Bastfasern der Schößlinge von Dirca palustris, einer zu den Seidelbastgewächsen (Daphnoideen) gehörigen Pflanze des südlicheren Nordamerika, sind 1 - 1,5 m lang und werden zur Anfertigung von Stricken und Matten verwendet.

Leidspindeleinrichtung:
Erstmalig gezeichnet von Leonardo da Vinci (1459 - 1519). Die Leitspindel schafft einen meist durch Zahnräder (Vorgelege) übertragenen, mit der Umdrehung der Arbeitsspindel koordinierten Vorschub des starr geführten Supportwerkzeugs.

Leim:
Ursprünglich Klebstoff auf Eiweißbasis. Undifferenzierter Unterbegriff der Bezeichnung Klebstoff, meist im holzverarbeitenden Gewerbe. Der Begriff schließt Klebstoffe auf tierischer, pflanzlicher und synthetischer Basis ein

Leim:
(lat. Gluten, frz. Colle, engl. Glue). Eine Reihe Tierischer Stoffe, wie Knochen, Knorpel, Häute und Bindegewebe, besitzen die Eigenschaft, obgleich selbst in kaltem und heißem Wasser unlöslich, durch anhaltendes Kochen mit Wasser unter Verlust ihrer Form in eine klebende Lösung, die beim Erkalten gallertartig erstarrt, überzugehen, und werden daher als leimgebende bezeichnet. Die Leimsiederei verwendet demnach als Ausgangsstoff die Abfälle von Fleischereien, Gerbereien und Abdeckereien, wie Hautabschnitzel, Flechsen, Gedärme, Kalbs- und Hammelfüße, Ohrlappen, und benutzt auch die Felle von Hasen und Kaninchen, denen das Haar für die Hutmacherei abgeschoren ist, ferner havarierte Häute, Abfälle von Pergament, Weiß- und Handschuhleder als Leimgut. Nach der chemischen Zusammensetzung unterscheidet man das Kollagen, welches die eigentliche Leimsubstanz, das Glutin (Haut- oder Knochenleim) liefert, und das Chondrogen, aus welchem das Chondrin (Knorpelleim) gewonnen wird. Das letztere kommt wegen seiner geringen Bindekraft weniger in Betracht. Um eine Fäulnis der leicht zersetzlichen tierischen Stoffe zu verhindern, werden sie entweder mit Karbolsäure behandelt, oder getrocknet oder in Kalkmilch eingelegt. Das letztere Verfahren hat gleichzeitig den Vorteil, daß es das Fett und andere lösliche Stoffe entfernt, macht aber eine spätere Wässerung erforderlich, weil der Kalk für die Bildung und Beschaffenheit des Leims verderblich ist. Aus dem gleichen Grunde werden Knochen vor ihrer Verarbeitung meist so lange mit verdünnter Salzsäure mazeriert, bis nur die organische Substanz zurückbleibt. Nach erfolgter Wässerung breitet man die Masse in dünner Schicht aus, um die noch vorhandenen Kalkspuren in unlöslichen kohlensauren Kalk überzuführen, oder man behandelt sie zur Bleichung auch wohl mit schwefliger Säure. Zum Versieden des Leimgutes bediente man sich früher meist mit Siebboden versehener Kessel auf offenem Feuer, ist aber jetzt dazu übergegangen, das in geschlossenen Zylindern auf etagenförmigen Sieben angebrachte Leimgut mit Dampf zu extrahieren. Die unten angesammelte Leimlösung wird in bestimmten Zeiträumen abgezapft und, vielfach in Vakuumapparaten, eingedampft. Das zuerst erhaltene Erzeugnis, welches am kürzesten erhitzt worden ist, gibt die hellste und beste Sorte. Die folgenden zeigen nach und nach immer dunklere Färbungen und geringere Klebkraft. Die eingedampfte und durch Stehen geklärte Lösung wird dann filtriert, wenn nötig durch Einleiten von schwefliger Säure noch etwas gebleicht und in hölzernen oder metallenen Formen dem Gerinnen überlassen. Zum Zerschneiden der Gallerte bedient man sich gespannter Messingdrähte und bringt die erhaltenen Tafeln auf Rahmen mit weitem Draht- oder Bindfadengeflecht in die Trockenräume. Nach dem Trocknen, welches sehr vorsichtig in einströmender warmer Luft von allmählich steigender Temperatur erfolgen muß, taucht man die Tafeln zur Erzeugung des Glanzes einen Augenblick in heißes Wasser und trocknet nochmals schnell zu Ende. - Als Nebenerzeugnisse gewinnt man Knochenfett, präzipitiertes Kalziumphosphat und entleimtes Knochenmehl. - Eine besondere Abart, der Fischleim, wird in den Donaufürstentümern u. a. O. aus der Haut, den Blasen und Gedärmen von Knorpelfischen durch anhaltendes Kochen mit Wasser hergestellt und in Form zusammengerollter dünner Blättchen vom Aussehen der Hausenblase in den Handel gebracht. Die Hausenblase selbst ist kein eigentlicher Leim, sondern die getrocknete innere Haut der Schwimmblase, also unverändertes Kollagen. - Die Farbe des L. wechselt von hellgelb bis dunkelbraun, und ebenso ist der Grad der Durchsichtigkeit großen Schwankungen unterworfen. Im allgemeinen wird heller und klarer L. höher bewertet und für gewisse Zwecke ausschließlich benutzt. Jedoch hängt die Klebkraft keineswegs immer von diesen Eigenschaften ab, vielmehr ist der durch Kalziumphosphat fast immer milchig getrübte Knochenleim zum Kleben von Holz vortrefflich geeignet. - In kaltem Wasser quillt L. unter Aufnahme der 10 - 20 fachen Menge seines eigenen Gewichtes an Wasser auf und wird um so höher geschätzt, je größer diese Wasseraufnahme in 24 Stunden ist. Weiter verlangt man von ihm, daß er glänzend, hart und spröde und an der Luft trocken sei, beim Biegen kurz abbreche und einen glasartigen Bruch gebe. Der Wassergehalt soll 15 %, der Aschengehalt 1 - 5 % nicht übersteigen, da bereits Zusätze von 2 - 3 % Mineralstoffen die Klebkraft verringern. In kaltem Wasser darf guter L. selbst nach 48 Stunden nicht völlig zerflossen sein, muß aber mit heißem Wasser eine völlig neutrale Lösung geben. Das zuverlässigste Urteil über die Güte des L. bietet die Ermittelung der Klebkraft, indem man unter Innehaltung bestimmter Vorschriften Holzstücke aneinander leimt und das zum Zerreißen erforderliche Gewicht bestimmt. - In chemischer Hinsicht besteht gewöhnlicher L. der Hauptsache nach aus Glutin, neben welchem in geringer Menge Peptone, Farbstoffe und Mineralstoffe zugegen sind. Das Glutin gehört zu den Albuminoiden und unterscheidet sich von den Eiweißkörpern sowie dem Chondrin dadurch, daß es durch verdünnte Säuren, auch Essigsäure, leicht gelöst wird und nicht mit Ferrozyankalium, Alaun, Eisenvitriol und Bleizucker Niederschläge liefert. Durch Gerbsäure wird Glutin aus wäßriger Lösung gefällt. Beim Kochen mit verdünnten Säuren oder Laugen gibt es zum Unterschiede vom Chondrin Glykokoll (Leimzucker). - Von den zahlreichen nach Städten gebildeten Handelsbezeichnungen (Kölner, Breslauer, Nördlinger, Reutlinger, Kahlaer, Mühlhäuser L.) sind die meisten außer Gebrauch gekommen, mit Ausnahme des Kölner L., unter welchem man eine besonders helle, durchscheinende Sorte versteht. Russischer L., eine mit weißer Mineralfarbe (Bleisulfat, Bleiweiß, Zinkweiß, Kreide) vermischte gewöhnliche Leimmasse, welche auch als weißer L. bezeichnet wird, hat keinerlei Vorzüge, sondern höchstens verminderte Klebkraft. An Stelle der alten Ursprungsnamen bedient man sich neuerdings mehr der Bezeichnungen: hell, fein, mittelfein, mittel. - Der L. findet als allgemeines Klebemittel ausgedehnte Verwendung. Hellere Sorten dienen zu Weberschlichte, zur kalten Vergoldung, zu Leimfarben, in der Hutmacherei zum Appretieren von Strohhüten, zur Papierleimung, zur Herstellung von Hektographenmasse, zum Ausfällen des Gerbstoffs aus Farbholzabkochungen, dunklere als Tischler- und Buchbinder-L. - Von besonderen L.-Präparaten seien noch folgende erwähnt: Elastischer Leim für die Schwärzwalzen der Buchdrucker und für Formen der Galvanoplastik und Gipsgießerei besteht aus gleichen Teilen L. und Glyzerin. - Flüssiger L. wird durch Zusatz von Säuren, hauptsächlich Salpetersäure, Essigsäure, Salzsäure zu konzentrierter Leimlösung dargestellt. Besonders bewährt haben sich folgende Vorschriften: 100 L., 100 Wasser, 6 - 12 rohe Salpetersäure, oder 40 L., 40 Essig, 10 Spiritus und 5 Alaun. Bei aller Handlichkeit findet der flüssige L. doch nur beschränkte Anwendung, weil durch die Säure die Klebkraft leidet und Farben angegriffen werden. Die im Handel befindlichen Erzeugnisse enthalten übrigens oft gar keinen Leim, sondern bestehen aus Lösungen von Gummiarabikum mit ein paar Prozent Aluminiumsulfat. - Mundleim, der in Täfelchen zum Verkauf kommt und nur mit dem Speichel benetzt zu werden braucht, entsteht durch Auflösen von 2 Teilen L. oder Gelatine und 1 Teil Zucker in 3 Teilen Wasser und Eindampfen auf 4 Teile. - Chromleim endlich erhält man durch Mischen einer konzentrierten Lösung von 1 Teil Kaliumdichromat mit der erwärmten Lösung von 5 Teilen L. in 45 Wasser. Er dient zum Kitten von Glas, zum Leimen von Pergamentpapier und zum Wasserdichtmachen von Kofferüberzügen, indem er, dem Sonnenlichte ausgesetzt, mit dem L. eine unlösliche Chromoxydverbindung liefert. Wegen seiner Lichtempfindlichkeit spielt er ebenfalls beim Pigment- und Lichtdruck und der Photogalvanographie eine Rolle.

Leinöl:
(lat. Oleum lini, frz. Huile de lin, engl. Linseed-oil), das fette trocknende Öl aus den Leinsamen (s. d.) ist wie diese selbst ein wichtiger Handelsartikel. Die zur Ölgewinnung bestimmten Körner, der sog. Schlaglein, stammen hauptsächlich von den zur Fasergewinnung gebauten Pflanzen, haben also, da diese immer vor völliger Reife gezogen werden, nicht den vollen Ölgehalt, wie die zur Aussaat gezogenen reifen Körner, der Saatlein, von welcher höherwertigen Sorte nur das zu alt gewordene oder sonst verdorbene Gut noch dem Schlaglein zufällt. Die Gewinnung des Öls geschieht mit den gewöhnlichen Mitteln der älteren oder neueren Ölmüllerei und besteht hauptsächlich im Zerkleinern der Samen auf Stampf- oder Walzwerken, oder zwischen Mühlsteinen, und Auspressen des so erhaltenen Pulvers in Säcken mittels Keil-, Schrauben- oder hydraulischen Pressen. In der Regel wird warm gepreßt, indem man das Mahlgut über Feuer oder mit Dampf auf Platten bis gegen 90° C erhitzt, dabei fleißig wendet und dann gleich in die Presse gibt. In der Hitze gerinnt das Sameneiweiß und das Wasser verdampft, das Öl läuft daher dünnflüssiger und reiner und zugleich in größerer Menge ab, als wenn keine Hitze angewandt würde. Die Ausbeute beträt 25 bis 27 %, während bei dem in einigen Gegenden, besonders Rußland, Polen, Sachsen, bevorzugten Kaltpressen nur 20 - 22 % Öl gewonnen werden. Das Verfahren der Extraktion wird bei Leinsamen nur selten angewandt. Reines kalt gepreßtes L. hat ein spez. Gew. von 0,930 bis 0,940 und erstarrt bei -16°. Die häufigste und wichtigste Verwendung des Öles ist die zu Firnissen (s. d.), zu denen aber nur altes Öl, das bei ein- bis zweijährigem Lagern den größten Teil seiner schleimigen Bestandteile ausgeschieden hat, benutzt werden soll. Als Verfälschungsmittel hat man Rüb-, Senf-, Hanf-, Baumwollsamenöl, Fischtran, Mineralöl, Harzöl, Ölsäure (Olein), Fettsäuren aus Wollfett, Aleuritesöl usw. beobachtet. Ihr Nachweis ist meist nur auf chemischem Wege möglich, jedoch liefert oft schon ein Probesieden auf Firnis wertvollen Aufschluß. Eine Reinigung von schleimigen Teilen wird durch Schütteln mit heißem Wasser, heißer Kochsalzlösung, Eisenvitriol, Vermischen mit Schnee, Durchfrierenlassen und Wiederauftauen bewirkt, während längeres Aussetzen an Licht und Sonne das Öl heller macht. - Minder wichtige Anwendungen des L. sind noch die Bereitung von Schmierseife, Buchdruckerschwärze und Arzneimitteln, wie Schwefelbalsam und Brandsalbe. Frisch geschlagenes Leinöl bildet in einigen Gegenden Deutschlands, besonders der Mark Brandenburg, ein geschätztes Speiseöl. Zu Leuchtzwecken ist es, als stark rußend, nicht zu gebrauchen. Die Preßrückstände bilden als Leinölkuchen ein wertvolles Viehfutter und dienen getrocknet und wieder gepulvert als Leinkuchenmehl (lat. Farina seu Placenta lini, frz. Gâteau de lin, engl. Linseed cake) auch zu erweichenden Umschlägen.

Leiste:
Leiste:12-38 mm starkes und 25-63mm breites Holzteil href="http://wwwholzwurm-page.de">wwwholzwurm-page.de

Leisten:
Schnitthölzer mit Querschnittsflächen nicht größer als 32 cm˛ und einer Breite bis 80 mm: bei Dachlatten beträgt das Seitenverhältnis des Querschnitts höchstens 1:2.

Leitgewebe:
Ist für den Stofftransport (Saftströme) zuständig, besteht aus Gefäßen (Poren) bei Laubhölzern bzw. Frühholztracheiden bei Nadelhölzern.

Letternholz.:
Mit diesem Namen bezeichnet man im Handel verschiedene Hölzer, so das in der Feintischlerei hochgeschätzte und zur Herstellung von Violin- und Spannbogen verwendete Holz von Machaerium Schomburghii, eines in Guyana heimischen, zu den Papilionazeen gehörigen Baumes, ferner das Holz der zur Familie der Euphorbiazeen gehörigen Amanoa guyanensis, ebenfalls aus Guyana, und endlich das Holz der zu den Artokarpeen gehörigen, in Südamerika heimischen Piratinera guyanensis.

Lichtausschnitt:
In diesen Ausschnitt setzt man eine beliebige Glasscheibe ein. Lichtöffnungen setzen tolle Akzente und bringen Helligkeit in einen Raum. Lichtöffnungstüren sind allerdings teurer, da der Lichtausschnitt in der Tür zusätzlich verleistet ist, damit eine Glasscheibe halt findet. Die Glasleiste, entweder foliert, furniert oder massiv.

Lichtöffnung:
In diesen Ausschnitt setzt man eine beliebige Glasscheibe ein. Lichtöffnungen setzen tolle Akzente und bringen Helligkeit in einen Raum. Lichtöffnungstüren sind allerdings teurer, da der Lichtausschnitt in der Tür zusätzlich verleistet ist, damit eine Glasscheibe halt findet. Die Glasleiste, entweder foliert, furniert oder massiv.

Lignin:
Charakteristischer Bestandteil der Zellwände verholzter pflanzlicher Gewebe. Lignin zählt zu den am häufigsten vorkommenden pflanzlichen Naturstoffen. Es ist eine komplexe hochpolymere Verbindung, aus der etwa 25% der gesamten Holzsubstanz bestehen, und die sehr ungleichmäßig über die Zellwand verteilt ist: Etwa 75% bis 90% der gesamten Ligninmenge sind in der Mittellamelle und in der (äußeren) Primärwand der Zellen konzentriert, der Rest ist über die breite Sekundärwand verteilt, die überweigend aus Cellulose besteht. Im Gegensatz zur Cellulose mit ihren langen Kettenmolekül ist das dreidimensional vernetzte Lignin unelastisch und verleiht den Zellwänden Steifigkeit und Druckfestigkeit; außerdem wirkt es als "Verbindungsmittel" zwischen den einzelnen Zellen.

Linaloeholz:
(Linalue, Linanue), das Holz verschiedener Burserazeen, wie Bursera aloëxylon, Delpechiana Poiss., ferner von Elaphrium graveolens, nach anderen von Amyris Linaloe, ist sehr reich an ätherischem Öl und besitzt deshalb einen starken, sehr angenehmen Geruch. Das in frischem Zustande gelblichweiße, nach mehrjähriger Lagerung hellbräunlich und geruchlos werdende Holz wächst in den heißen Tälern der westlichen mexikanischen Kordilleren, namentlich in der Gegend von Misteca bei Matamoros. Eine andere Sorte von Linaloeholz kommt neuerdings auch aus Kayenne, wo es gleichfalls zur Destillation von Linaloeöl benutzt wird. Dieses Holz stammt aber nicht von einer Burserazee, sondern wahrscheinlich von der zu den Laurazeen gehörigen Ocotea caudata ab.

Lindenholz:
(lat. Lignum tiliae, frz. Bois de tilleul, engl. Linden wood), das Holz der verschiedenen Lindenbäume, stammt am häufigsten von der kleinblättrigen oder Winterlinde, Tilia parvifolia, die über ganz Europa verbreitet ist und namentlich in Rußland sowie im gemäßigten Asien große Wälder bildet, während die großblättrige oder Sommerlinde (Tilia grandifolia) einen viel beschränkteren Verbreitungsbezirk hat und hauptsächlich in Süddeutschland und Österreich angetroffen wird. Das L. ist weiß, etwas ins Graue und Rötliche spielend, sehr weich und leicht, aber doch auch zähe, dicht und von sehr gleichmäßigem Gefüge. Es besitzt wenig hervortretende Jahresringe, spaltet Licht, aber nicht eben, läßt sich nach verschiedenen Richtungen hin leicht bearbeiten, ohne auszubröckeln, und eignet sich daher vorzüglich zu Bildhauerarbeiten. L. nimmt, wenn auch schwierig, eine schöne Politur an und steht im Trocknen sehr gut, geht aber bei Feuchtigkeit bald zugrunde und ist dem Wurmfraße sehr ausgesetzt. Es wird auch zu Zeichenbrettern, als Modellierholz, von Instrumentenmachern, Drechseln und Tischlern viel benutzt. Das Holz der Winterlinde ist etwas dunkler, zäher und härter als das der Sommerlinde. Die aus L. bereitete Holzkohle (lat. Carbo tiliae, frz. Charbon de tilleul, engl. Lindenwood charcoal), wird als Zahnpulver benutzt.

Linoleum:
Linoleum ist ein reines Naturprodukt, das auf einer mit Nut & Feder versehenen Holzfaserplatte aufgebaut ist. Es ist hygienisch und trittelastisch.

Lochlaibungsfestigkeit:
Wird ein Verbindungsmittel auf Abscheren beansprucht, wird der befestigte Werkstoff (bspw. OSB) auf seine Lochlaibungsfestigkeit beansprucht. Folglich ist die Lochlaibungsfestigkeit der Widerstand, welcher die Platte im Kontaktbereich dem Verbindungsmittel entgegensetzt.

Longitudinal:
Parallel zur Hauptachse eines Baumstammes oder Astes, beschreibt somit die axiale Richtung der vorherrschenden Zellstruktur; entspricht der Bezeichnung "längs zur Faser".

Luftdichtheit:
Unter Luftdichtheit versteht man allgemein das Verhindern des Durchströmens von Luft durch die Bauteile. Um die Luftdichtheit eines Gebäudes zu gewährleisten, müssen konstruktive Maßnahmen getroffen werden. Die Außenbauteile sind so zu konstruieren, dass keine offenen Fugen entstehen bzw. Stoßfugen durch Abkleben mit geeignetem Klebeband luftdicht ausgeführt werden. Wanddurchdringungen sind zu vermeiden und wenn, dann mit Installationsebene. Einbauteile. wie z. B. Steckdosen, sind mit winddichten Hohlraumdosen luftdicht einzubauen. Nicht luftdichte Bauteile lassen hohe Heizwärmeverluste entstehen. Die Luftdichtheit ist durch den Blower-Door-Test messbar.

Luftschadstoffe:
Menschen produzieren über 2000 verschiedene Luftschadstoffe, vor allem Abgase aus dem Straßen- und Flugverkehr, aus Industrie und Hausbrand.

Luftschallbrücke:
Luftschallbrücke entsteht durch Spalten oder Risse in Holzdecken.

Lufttrocken:
Abgekürzt: lutro, Feuchtegleichgewicht des Holzes im Außenklima, in unserem Klima ca. 15%, schwankend je nach Jahreszeit zwischen ca. 12% und 20% (siehe auch Freilufttrocknung, Technische Trocknung).

Lufttrocknung:
luftgetrocknetes Holz

Lumen:
Der von der Zellwand eingeschlossene Hohlraum einer Zelle.

Luzienholz:
nennt man sowohl das wohlriechende Holz des Mahalebkirschbaumes, von dem die sog. Weichselrohre kommen (s. d.), als auch das weiße bis gelbliche Holz der Traubenkirsche (Prunus Padus), das zu Tischler- oder Drechslerarbeiten benutzt wird. Noch geschätzter ist das Holz des amerikanischen immergrünen Traubenkirschbaumes von Karolina, das in der Färbung dem Mahagoniholz gleicht. Es dient als sog. falsches Mahagoni zur Herstellung von Möbeln, die mit der Zeit ein immer schöneres Aussehen erhalten.

Längs zur Faser:
Bedeutet üblicherweise parallel zur Faserrichtung.

Längsrisse:
Auch Trocknungsrisse genannt; Trennung der Holzzellen längs zur Faser aufgrund ungleichmäßiger Schwindung; am häufigsten auf Hirnflächen von Schnittholz vorkommend.

Lärchenholz:
(Lerchenholz) von Larix europaea, erscheint im Splinte weiß, sonst rötlich, braunrötlich oder rotgelb, bei alten Stämmen zuweilen dunkel geflammt. Es ist sehr harzreich, wenig dem Werfen und nicht dem Wurmfraß unterworfen und daher ein ausgezeichnetes, sehr dauerhaftes Bauholz für Land- und Wasserbauten, Mastbäume und Eisenbahnschwellen, während die jungen Stämme als Hopfen- und Telegraphenstangen benutzt werden. Als Brennholz steht es im Werte zwischen Kiefer und Fichte.

Lösungsmittel:
Flüchtige (verdunstende) Flüssigkeiten, die als Hilfsmittel im Klebstoff enthalten sind um ihn verarbeitbar zu halten. Sie sind in der Regel leicht entzündlich. Mit dem Verdunsten der Lösungsmittel bindet der Klebstoff ab

Lünette:
(frz.)Eigentlich: kleiner Mond, weil die "Mondform" des umgreifenden Bogens die Dreipunktsicherung gegen das Durchbiegen langer Drehstücke bietet.

M


Mahagoniholz:
(Mahoniholz, frz. Bois d'acajou, engl. Mahogany) nennt man eine Reihe wertvoller Nutzhölzer, die von verschiedenen Pflanzen abstammen. Als echter Mahagonibaum hat jedoch nur die in Mittelamerika und Westindien wachsende Swietenia mahagoni aus der Familie der Zedreleen zu gelten, deren Holz je nach Klima und Standort große Unterschiede aufweist. Auf den Inseln bleibt der Baum zwar wesentlich kleiner, hat aber schöneres Holz, welches meist als sog. spanisches in Blöcken von 45 - 50 cm Querschnitt und 3 m Länge in den Handel kommt, während das vom Festlande, besonders aus Honduras stammende, möglicherweise von Swietenia multijuga, dicker und bis 4 m lang ist. Das feinste und dichteste Holz liefern die Bäume aus hohen trockenen und felsigen Lagen, doch wird auch das schwammige, grobfaserige Holz des feuchten Tieflandes als Blindholz und Unterfurnier verarbeitet. Das echte M. von guten Standorten ist dicht, hart und schwer, im Trocknen wie unter Wasser sehr dauerhaft und gegen Würmer unangreifbar. Es schwindet sehr unbedeutend, ist dem Verwerfen und Reißen weniger unterworfen als irgendein anderes Nutzholz und nimmt eine schöne Politur an. Die Farbe ist an neuem Holze gewöhnlich heller, rotgelb bis hellbräunlich, dunkelt aber allmählich bis ins Kastanienbraune nach. Auch zeigt sich meist eine schöne Zeichnung mit abwechselnden, verschieden gefärbten Adern, Streifen, Wellen, Flammen, feinen Jahresringen, seidenartig glänzenden Markstrahlen und als feine Ringe erscheinenden Poren. Außer den erwähnten Blöcken kommt das Holz auch in Form von Planken in den Handel, und schließlich gewinnt man noch aus den ästigen Stammteilen und Auswüchsen schönes Maserholz und das sog. Pyramidenholz, bei welchem die Flammen sich nach entgegengesetzten Richtungen verbreiten. - Von anderen als M. bezeichneten Hölzern wird das afrikanische, auch Madeira-M. oder Kailzedraholz genannte, zu Möbelfurnieren, feinen Kasten für Mikroskope, Gewichtssätze u. dgl. viel verbraucht. Es stammt von Kaya senegalensis und ist dem echten Holze noch am ähnlichsten, jedoch härter als dieses. Von ostindischen Zedreleen wird das sog. Atlasholz mit schönem Seidenglanze gewonnen, und von Eukalyptusarten das dichte, rote, veilchenartig riechende neuholländische M. Weißes M. ist das Anakardienholz.

Makroskopische Merkmale:
Mit dem bloßen Auge oder unter leichter Lupenvergrößerung (meist 10fach) sichtbare Kennzeichen des Holzes, z.B. gewisse Strukturmerkmale wie Jahrringverlauf, Frühholz- und Spätholzanteil, Poren, Holzstrahlen, Längsparechym, Harzgänge; zu unterscheiden von den mikroskopischen Merkmalen.

Mann:
Mann alte Bez. für Verstrebungsfigur

Mansarddach:
Das Mansarddach ist ein Knickdach, dessen unterer Teil steiler ist als der obere. Dadurch läßt sich der Dachraum leichter für Wohnzwecke ausbauen.

Markflecken:
Rosabraune und sehr unterschiedlich große Flecken, die nach einem Befall von Minierfliegen in der rindennahen Wachstumsschicht entstehen; im Querschnitt meist nierenförmig und bis 2 cm breit, im Längsschnitt bis 10 cm lang.

Markröhre:
Auch Mark gennant. Zentrale Röhre im Stamm innerhalb des ersten Jahrrings, in Farbe und Struktur vom umgebenden Holz abweichend (wird insbesondere bei der Sortierung von Profilbrettern mit Schattennutberücksichtigt). Nicht zu verwechseln mit dem Herz. href="http://www.holzwurm-page.de.de">www.holzwurm-page.de.de

Markstrahlen:
Quer zur Faser verlaufende und auf die Markröhre gerichtete Bänder aus Speicherzellen. Sie erscheinen auf Querschnitten als feine, oft nur mit der Lupe erkennbare Linien (\"Strahlen\") und auf dem Radialschnitt als "Spiegel", teils so breit, daß sie das Holzbild, wie bei den Eichen, wesentlich beeinflussen.

Masarde:
Mansarde ist ein ausgebautes Dachgeschoß, Dachraum

Maserholz:
Vom normalen Wuchs durch Faserwirbel abweichende Struktüren; sie ergeben beim tangentialen Einschnitt oder durch Schälen überwiegend rundliche Formen, wie z. B. bei Rüster. Maserholz kann in Knollen oder auch in Stämmen vorkommen.

Maserwuchs:
Eine Wuchsanomalie mit stark veränderten Holzstruktüren, kann z.B. zu sehr dekorativen Furnier-Textüren führen. Entstehung durch gehäuft vorhandene Präventivknoten ("schlafende Augen"), die immer wieder im Wachstum unterbrochen und überwallt werden; dadurch entstehen entweder im Wurzelbereich (Wurzelmaserknollen) oder im Stammbereich (Maserstämme) mehr oder weniger große beulen- oder knollenartige Auswüchse.

Massivholz:
(=Vollholz) Vollholz liegt im Unterschied zu den durch Trennen des Holzes und erneutes Zusammenfügen mit unterschiedlicher Faserrichtung hergestellten Holzwerkstoffen - in seiner unveränderten gewachsenen Struktur vor. Vollhölzer werden als Schnittware (Balken, Bohlen, Bretter, Leisten, Pfähle, Stempel, Masten oder Schwellen) verwendet.

Massivholzdielen:
Massivholzdielen sind durch und durch massiv. Um Fugenbildungen zu vermeiden, werden diese Dielen genagelt. Es gibt sie fertig behandelt oder roh. Massivholz kann oft renoviert werden und ist daher lebenslang haltbar und schön.

Mauerlatte:
Kantholz auf Mauerkrone liegend

Mechanische Spannung:
Maß für die Beanspruchung eines Körpers durch äußere Kräfte. Zahlenmäßig die einwirkende Kraft bezogen auf eine Flächeneinheit (siehe auch Trocknungsspannungen).

Medium-Density-Fibreboard:
(mitteldichte Faserplatte)Bei der Herstellung von bautechnischen MDF-Platten gibt es zwei Verfahren: Das eine ist das als umweltbedenklich eingestufte Nassverfahren, das andere Herstellungsverfahren ist ein Trockenprozess, durch den auch die Kronotec MDF hergestellt wird. Dieser Trockenprozess bringt Plattenwerkstoffe mit guten Festigkeiten für baustatische Anwendungen hervor. Hochwertige heimische Nadelholzarten, wie Fichte und Kiefer, werden mittels eines Refiners verfasert und mit geringen Anteilen an Bindemitteln versehen. Die Fasern werden getrocknet, zu einem Faserflies gestreut und auf einer Endlospresse schonend unter Hitze und Druck in bis zu 2,80 m breite Plattenstränge verpresst. Die verwendeten Bindemittel sind formaldehydfrei und bauökologisch unbedenklich. Die bautechnischen MDF-Platten sind als diffusionsoffen zu bezeichnen und eignen sich daher hervorragend im Wandbereich als äußere Beplankung und im Dachbereich als Dachplatte.

Mehretagenpresse:
Veraltete Technologie zur Herstellung von Holzwerkstoffplatten. In mehreren übereinander geordneten Pressregistern werden Platten mit einem festgelegten Grundformat unter Hitze und Druck zu Holzwerkstoffplatten verpresst. Nachteilig ist die enge Formatbegrenzung der Mehretagenpresse.

Mehrfach-Poren:
Zwei und mehr in radialer Richtung dicht beieinanderliegende Poren.

Meißel:
Flaches Eisen, beidseitig an der Arbeitsseite geschliffen, wird von den Drehslern Meißel genannt, obwohl seine Form den sonst üblichen Umgang mit dem Meißel ausschließt.

Meristem:
Bildungs- und Teilungsgewebe (Grundgewebe) der Pflanzen. Zu unterscheiden ist u.a. zwischen dem das Längenwachstum bewirkenden Vegetationskegel an der Spitze von Sprossen und Wurzeln und dem Verdickungsring (Kambium), der durch Zellteilung und -abscheidung das Dickenwachstum veranlaßt.

Messerfurnier:
Schichtweises Abtrennen (Messern) einzelner dünner Holzblätter (Furniere) von einem aufgespannten Stamm oder Stammteil durch ein parallel zur Auflagerebene oder senkrecht zu dieser wirkendes Messer (horizontal oder vertikal arbeitende Furniermessermaschine).

Messerrisse:
Beim Schälen oder Messern von Furnier durch Biegebeanspruchung des Furnierblattes auf der dem Messer zugekehrten Seite in regelmäßigen Abständen entstehende feine, sichelförmige Risse (sog. Haarrisse). Die Rißtiefe ist von der Holzart, der Vorbehandlung, den Schneidbedingungen und der Furnierdicke abhängig (siehe auch Offene Seite und Geschlossene Seite).

Metallschrot:
Schrot: althochdeutsch. Abgeschnittenes, kleines Stück. Kleine Metallstücke, die durch ihre Kleinheit sich als Schüttgut leicht verdichten lassen (vergleiche: Schrotpatrone).

Meterriß:
Ist der Rohbau fertig und es wird mit dem Innenausbau begonnen, legt man den Meterriß fest: Im Plan sind zwar alle Einbaumaße enthalten, aber sie werden immer von der Oberkante des fertigen Fußbodens (OKFF) angegeben - und der ist noch nicht gelegt. Der Rohfußboden ist aber nicht eben. Nun wird mit Hilfe eines Nivelliergerätes, einem Lasergerät oder einer Schlauchwaage gnau 1 m OKFF an jeder Tür, jedem Fenster der endgültige Meterriß angegeben, nach dem sich in Zukunft alle Handwerker richten müssen. Von hier aus können alle Maße exakt nach dem Plan ausgerechne, alle Geräte, Leitungen usw. eingebaut werden

Mindestdachneigung:
Mindestdachneigung ist die unterste Dachneigungsgrenze bei Dachdeckungen, die nicht unterschritten werden darf. Sie liegt immer unter der Regeldachneigung.

Mineralische Einlagerungen:
Meist nur mit dem Mikroskop erkennbare Teilchen, die häufig aus Kiesel (SiO2) oder Karbonaten bestehen. Sie sind für bestimmte Arten charakteristisch, wie z. B. für Kosipo, und können bei der Bearbeitung des trockenen Holzes die Werkzeuge stärker stumpfen. Vereinzelt können auch grobe, steinartige Einlagerungen vorkommen und Werkzeuge erheblich beschädigen. (siehe auch: Kalkflecken, Kernstoffpartikel)

Mischbestände:
Bestände aus zwei oder mehr Baumarten (Mischwald). Die vorkommenden Baumarten haben je nach Häufigkeit und Verteilung Einfluss auf die ökologischen Verhältnisse. href="http://www.wald-online.de">www.wald-online.de

Mischungsverhältnis:
Verhältnis, in dem die Komponenten von Zwei- und Mehrkomponentenkleber und eventuelle Füllstoffe miteinander gemischt werden müssen, um das gewünschte Klebeergebnis zu erhalten

Mittellage:
Bei Sperrholz die innere Lage, auf der beidseitig je eine (dreilagiges Sperrholz), zwei (fünflagiges Sperrholz) oder mehr Lagen symmetrisch aufgeleimt sind. Die Mittellage kann aus Furnier (Furniersperrholz), aus Holzstäben (Stab- und Stäbchensperrholz) oder aus einem anderen Werkstoff (zusammengesetztes Sperrholz) bestehen. Bei mehrschichtigen Spanplatten spricht man von Mittelschicht.

Mittelpfette:
Mittelpfetten finden dann Anwendung, wenn ein Sparrendach aufgrund zu hoher Spannweiten nicht mehr wirtschaftlich ausgeführt werden kann. Die Mittelpfette dient dabei als mittlere Unterstützung des Sparrens und aus dem vorherigen Einfeldträger des Sparrens wird ein Zweifeldträger. Mittelpfetten werden in Kombination mit Fuß- und in manchen Fällen auch mit Firstpfetten angeordnet. Mittelpfetten müssen in bestimmten Abständen abgestützt werden und können als Durchlaufträger oder Gelenkpfette ausgebildet werden.

Mittelriß:
Eingedrehte Richtmarke. Im Sprachvergleich bedeutet Riß (Aufriß, Grundriß) die verbindlichere Form, weil eingekerbt, mit dem Werkzeug gerissen, gegenüber dem Strich, der ein in der Luft gestrichenes Zeichen ist, also verwischt werden kann.

Mittelwald:
Ist eine Zwischenform von Niederwald und Hochwald. Im Mittelwald kommt sowohl eine Unterschicht aus Stockausschlägen als auch eine Oberschicht aus hochgewachsenen Stockausschlägen oder aus Samen erwachsenen Bäumen vor. Die Oberschicht diente als Bauholz, die stockschlägige Unterschicht der Brennholznutzung. href="http://www.wald-online.de">www.wald-online.de

Mondphasenholz:
Besonders hochwertiges Holz, das insbesondere in Skandinavien im Winter zur Zeit der Saftruhe in der letzten Woche vor Neumond geerntet wird.

Mondringe:
Jahrringe im Kernholz, deren Farbe und Eigenschaften hinsichtlich der Verwendung sich kaum von denen des Splintholzes unterscheiden. Tritt vor allem bei Eiche auf.

Monokotyledonen:
Gehören zu der Pflanzengruppe, deren Samen von einer vollkommen geschlossenen Hülle umgeben sind (bedecktsamige Pflanzen); hierzu zählen neben den Monokotyledonen (Einkeimblätter, z.B. alle Gräser) die Dikotyledonen (Zweikeimblätter), worunter wiederum alle Laubholzbäume fallen.

Montageschaum:
Mit speziellem Montageschaum (1- oder 2-Komponentenschaum) wird die Verkeilung der Zarge gesichert. Verwenden Sie nur Montageschaum für Türen und lesen die Gebrauchsanleitung gut durch. Vorsicht: der Schaum kann bei Kontakt an den sichtbaren Stellen zu Verfärbungen an Tür und Zarge führen.

Morsekegel:
Maschinenteil. Flachkonischer Kegelstumpf, der die Werkzeug, z.B. Mitnehmer, festhält. Der flachkonische, im flachen Winkel von 1,25°-1,30° gebildete Kegelstumpf wird auch für angedrehte Kanteln usw. verwendet.

Morsekonus:
Maschinenteil. Flachkonischer Kegelstumpf, der die Werkzeug, z.B. Mitnehmer, festhält. Der flachkonische, im flachen Winkel von 1,25°-1,30° gebildete Kegelstumpf wird auch für angedrehte Kanteln usw. verwendet.

Mosaikparkett:
Mosaikparkett ist eine Variante des Fertigparketts. Es ist ca. 8 mm stark und kennzeichnet sich durch sein Würfelmuster aus.

Musterböden:
Musterböden sind Designer- oder klassische Schloßböden mit interessanter Gestaltung.

Mykorrhiza:
Sind Wurzelpilze, die mit den höheren Pflanzen in Symbiose leben. Die mit dem Wurzelsystem verwachsenen Pilze übernehmen dabei teilweise oder in Einzelfälle fast vollständig die Wurzelfunktionen, indem sie die Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen versorgen (insbesondere mit Stickstoff und Phosphat) und dafür organische Stoffe (Kohlenhydrate) erhalten.

Myzel:
Die Gesamtheit der Hyphen (Pilzfäden), die teils einzeln, teils zu Strängen verflochten das Substrat (Holz) durchziehen. Bei flächenförmiger, filziger Ausbreitung des Myzels spricht man von Myzelflächen, bei nur lockerer, watteartiger Verflechtung der zarten Lufthyphen von Myzelwatte; beide Oberflächenmyzelbildungen sind häufig mit bloßem Auge gut erkennbar.

Mönch:
(Nonne) Dachziegel ohne Verfalzung; dies sind zwei zusammengehörige konisch geformte Hohlziegel, wobei der Nonnenziegel größer ist; wenig geeignet sind diese Ziegel für rauhes Feuchtklima, da sie eine stark profilierte Dachfläche abgeben

Mörtelunterfugte Schwelle:
Das Fußrähm von Außenwand und Innenwand im Erdgeschossbereich wird mit Mörtel der Mörtelgruppe 2 unterfugt. Dieses erfolgt zur Vermeidung von kapillaren Feuchtewanderungen und ungleichmäßigen Setzungen.

N


Nachgeschnittenes Holz:
Nach dem Trocknungsprozeß nochmals geschnittenes Holz.

Nachhaltigkeit:
Bezeichnung für die ständige und optimale Erfüllung der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion der Wälder. Bezogen auf die Holzernte bedeutet das Prinzip der Nachhaltigkeit, dass nie mehr Holz eingeschlagen wird als nachwächst. Dadurch wird auch die Versorgung künftiger Generationen gesichert.

Nackte Bitumenbahnen:
Nackte Bitumenbahnen dies sind Rohfilzpappen, welche in -->Destillationsbitumen oder auch in Naturasphalt getränkt wurden, diese alleine haben keine dichtende Wirkung, sondern dienen nur als Träger für Dichtungsbeschichtungen aus Bitumen

Nadelholz:
Von nadeltragenden Koniferen (Nadelbäume) aus der botanischen Gruppe der Gymnospermen erzeugtes Holz. Bei ihnen fehlen die für Laubholz typischen Gefäße (Poren).

Narbe:
Einpressungen von Mitnehmern, Dornen, Schraubenlöcheren usw., die beim Einspannen an die Drehbank entstehen.

Nase:
Nase schmückende Vorsprünge im Fachwerk

Nassklebezeit:
Zeitspanne, innerhalb der eine Nassverklebung möglich ist

Naturharz:
Zähflüssiger Aussscheidungsstoff von Nadelbäumen, welcher als Grundstoff für Klebstoffe, Lacke und Kitte verwendet wird

Naturharze:
Die in den Harzgängen (Harzkanälen) zahlreicher Nadelhölzer gebildete Substanz; auch in Form von Harzansammlungen, wie z.B. in Taschen, Adern, Narben, aber auch bei Baumverletzungen auftretend.

Naturverjüngung:
Begründung des Waldes aus den Samen des bestehenden Bestandes oder vegetative Vermehrung, z. B. durch Stockausschläge oder Wurzelbrut.

Nenngröße:
Abmessung zur Angabe der geplanten Größe eines Bauteiles oder eines Gebäudeteiles

Nennmaß:
Die z.B. beim Verkauf angegebenen Abmessungen des Schnittholzes; im Nennmaß sind Sägeungenauigkeiten, Änderungen des Feuchtegehaltes und weitere Bearbeitungsstufen wie z.B. Hobeln noch nicht berücksichtigt (siehe auch Sollmaß).

Niederwald:
Aus Stockausschlag oder Wurzelbrut entstandener Waldbestand. Niederwälder wurden früher in sehr kurzen Umtriebszeiten meist zur Gerbrindengewinnung oder Brennholzerzeugung bewirtschaftet.

Niedrigenergiehaus:
Eine amtliche Definition gibt es nicht, denn ein Niedrigenergiehaus beschreibt keine bestimmte Bauform oder Bauweise, sondern eher einen Verbrauchsstandard. Als Bezugsgröße wird im allgemeinen der jährliche Heizwärmebedarf, bezogen auf einen Quadratmeter, gewählt. Ein Niedrigenergiehaus braucht für die Raumheizung 30-70 kWh pro m2 und pro Jahr. Das entspricht 3-7 l Heizöl.

Nijmoholz:
(Njimoholz) wird aus den Hinterländern von Kamerun teils in Form spärlich mit Rinde bedeckter Scheiben, teils in gleichmäßig berindeten Wurzelabschnitten eingeführt, die beide im Innern eine schöne gelbe Farbe sowie bisweilen rötliche Flecken zeigen und einen gelben alkoholischen Auszug mit lebhaft grüner Fluoreszenz liefern. Das Holz besitzt einen eigentümlichen Moschusgeruch und stammt wahrscheinlich von demselben Baume, welcher die Donndackerinde liefert.

Nodus:
(lat.) Knoten. Wird für Formen im Ablauf einer Gestalt gebraucht.

Nonne:
(Mönch)Dachziegel ohne Verfalzung; dies sind zwei zusammengehörige konisch geformte Hohlziegel, wobei der Nonnenziegel größer ist; wenig geeignet sind diese Ziegel für rauhes Feuchtklima, da sie eine stark profilierte Dachfläche abgeben.

Nutverbindung:
siehe gespundetes Holz

Nutzschicht:
Die Nutzschicht wird bei jedem Fertigparkett angegeben. Sie gibt letzlich an, wie oft ein Parkett renovierfähig ist, d.h. sie sagt etwas über die Lebensdauer des Parketts aus.

Nußbaumholz:
(Walnußbaumholz, frz. Bois de noyer, engl. Wood of nut-tree), das Holz von Juglans regia (vgl. Nüsse), bildet ein sehr beliebtes und wertvolles Nutzholz für die Möbeltischlerei. Es ist dunkelbraun, oft schwärzlich geadert und besitzt sehr charakteristische lange Poren, die jedoch nicht so groß sind, wie die des Eichenholzes. Das sehr feste und dauerhafte Holz nimmt eine sehr schöne Politur an und wird zu Bildschnitzereien und Drechslerarbeiten, Gewehrschäften und Furnieren verwandt. Auch die Knorren, Wurzelstöcke und Auswüchse sind wegen ihrer schönen Maserung sehr gesucht. Man unterscheidet im Handel italienisches, schweizerisches, rheinisches und böhmisches N. Das Holz junger Bäumchen ist noch weiß, aber sehr zäh und biegsam und wird daher zu Peitschenstielen verarbeitet. Als nordamerikanisches N. wird meist das Hickoryholz bezeichnet, jedoch kommt unter gleichem Namen auch das Holz einer anderen Nußbaumart, Juglans nigra, zu uns, das im Bau dem europäischen ähnlich und von gleichmäßig brauner Farbe ist.

Nägel:
Unterschieden wird zwischen Nägel mit glattem Schaft und Nägel mit profiliertem Schaft (Sondernägel). Zu den Sondernägeln gehören Schraubnägel und Rillennägel. Sie werden in die Tragfähigkeitsklassen I bis III aufgeteilt. Schraubnägel, wie Sparrennägel, werden vorzugsweise für Holz-Holz und Holz-Holzwerkstoffverbindungen eingesetzt. Rillennägel werden zur Verbindung von Holz-Stahlblechverbindungen eingesetzt. Nägel können ständig auf Abscheren und kurzfristig auf Herausziehen beansprucht werden. Bei Anschlusskonstruktionen mit Nägeln sind die Randabstände zu beachten. Bei Einsatz in korrosionsgefährdeten Bereichen sind verzinkte Nägel zu verwenden.

Nährstoffe:
Zehn Elemente sind nötig, damit eine Pflanze gedeihen kann: Vor allem Kohlenstoff (C) , Sauerstoff (O), Wasserstoff (H), Stickstoff (N), Phosphor (P) und Schwefel (S), sowie Kalium (K), Kalzium (Ca), Magnesium (Mg) und Eisen (Fe). Wenn nur eines dieser sog. Makroelemente fehlt, ist das notwendige Verhältnis der Nährstoffe gestört und es kommt zu Mangelerscheinungen, die im Extremfall zu Erkrankungen führen. Zusätzlich benötigt die Pflanze eine Reihe von Mikroelementen (Spurenelemente, in Form von Ionen) wie z. B. Mangan (Mn), Zinn (Zn), Kobalt (Co), Kupfer (Cu) sowie Natrium. Makro- und Mikroelemente außer Kohlenstoff werden von der Pflanze mit den Wurzeln aufgenommen:-H und O als Wasser, -N als Nitrat- oder Ammonium-Ion,-S und P als Sulfat- und Phosphationen, -K, Mg, Da, Fe und die meisten Mikronährelemte als Kationen.

O


Obelisk:
Spitzsäule

Oberflächenrisse:
Auch Außen- oder Haarrisse genannt, faserparalleles Aufreißen des Holzes in den Außenbereichen infolge zu scharfer Trocknung; Oberflächenrisse als Gütemerkmal dürfen höchstens 1/10 der Holzdicke, bei Holzdicken bis 50 mm maximal 5 mm erreichen.

Obholz:
Aufholz bei der Sparrenklaue oder anderst das Maß von oberkante Holz bis zur tiefsten Stelle einer Klaue

Ochsenauge:
runde oder ovale öffnung im Dach

Offene Seite:
Schäl- und Messerfurniere besitzen eine offene und eine geschlossene Seite; die offene Seite liegt bei der Herstellung am Messer an und weist im allgemeinen bogenförmig in das Furnier hineinreichende Risse auf (siehe auch Geschlossene Seite).

Offene Wartezeit:
siehe Wartezeit

Offene Zeit:
Zeitspanne eines Kontaktklebers, innerhalb der die scheinbar trockenen Klebstoffschichten noch miteinander verbunden werden können

OKRF:
OKRF ist die Abkürzung für "Oberkante Rohfußboden". OKRF plus Fußbodenaufbau (Dämmung, Estrich, Belag) ergibt OKFF (Oberkante Fertigfußboden). Die Höhenangabe (Koten) des Rohfußbodens ist für die Ausführung des Rohbaus maßgebend

Optische Mitte:
Da die Bewertung der Mitte auf der Senkrechten nicht die rechnerische richtige Mitte trifft, unterscheidet man zwischen der exakten geometrischen und der vom Standort und Objekt abhängigen "optischen Mitte". Sie liegt in der Regel über der geometrischen.

Ort:
Dachbegrenzung, allg. für Spitze, Ecke, Ende

Ortbalken:
Ortbalken liegt neben dem Mauerwerk

Ortgang:
Form der Giebelausbildung am Dach.

Osageholz:
(Osagen-Orange) ist mit Gelbholz (s. d.) von Morus tinctoria oder Maclura aurantiaca identisch und führt seinen Namen nach dem Indianerstamm der Osagen, die aus dem elastischen Holze Bogen herstellten.

OSB:
OSB steht für Oriented Strand Board. Die OSB-Platte besteht aus einem Dreischichtaufbau aus Schälspänen, die im Englischen "Strands" genannt werden. Diese Späne werden in drei Schichten um 90° versetzt zueinander gestreut, daher die Bezeichnung "Oriented". Mit Leimharzen benetzt werden diese Schälspäne unter Druck und Temperatur zu Plattenwerkstoffen verpresst. Die Schälspäne bestehen überwiegend aus Kiefernholz und haben eine Länge von 10 bis 15 cm und eine Breite von ca. 2 bis 3 cm. KRONOPLY OSB-Platten bestehen zu 95 % aus Kiefernholz und 5 % Leimanteilen.

Oszillierend:
Schwankend, pendelnd, hier: auf- und niedergehende Führung des Schleifbandes.

Overlay:
Farblose, hochwertige Melaminharzfilme als Schutz für darunterliegende Dekorfilme (siehe auch Beschichtungswerkstoffe).

Ölbaumholz:
(Olivenholz), das Holz des Ölbaums, Olea europaea, ein sehr dichtes und festes, fast strukturlos erscheinendes Nutzholz, besitzt eine gelbliche Farbe, erscheint im Kern braun gewässert und geflammt und ist dem Wurmstich und der Fäulnis nicht unterworfen. Es nimmt eine sehr schöne Politur an und ist daher für die Drechslerei und Kunsttischlerei sehr gesucht.

Ölfarben:
Zum Verarbeiten fertige Ölfarben werden sowohl für Künstler als auch zu gewöhnlichen Firnis- und Lackanstrichen auf Holz und Metall in den Handel gebracht. Die feinen Ö. finden sich zuweilen noch in Tierblase zu kleinen Beuteln eingebunden, die beim Gebrauch mit einer Nadel angestochen werden und durch das kleine Loch für den jeweiligen Bedarf Ö. austreten lassen. Zweckmäßiger aber sind kleine zusammendrückbare Hülsen von Zinnfolie, sog. Zinntuben, aus deren Halsöffnung die Farbe hinausgedrückt wird und die beim Nichtgebrauch durch ein Schraubendeckelchen geschlossen werden. - Für Anstreicher sind alle gebräuchlichen Erd- und Mineralfarben in Öl oder Firnis vorrätig. Sie werden auf Maschinen zur Konsistenz eines steifen Breies zusammengerieben und in hölzernen Fäßchen, die nach oben enger zulaufen, mit etwas Wasser bedeckt, verkauft.

P


Palisade:
Pfähle nebeneinandergereit als Holzwand

Pappelholz:
das Holz der verschiedenen Arten von Pappeln. 1. Das hellfarbige Holz der Schwarzpappel, Populus nigra, ist sehr weich, fast schwammig und fasert leicht beim Bearbeiten, ist aber dem Reißen und Werfen wenig unterworfen. 2. Das Holz der Silberpappel oder Weißpappel, Populus alba, st ziemlich hellfarbig, bisweilen gelb geflammt und geadert, zäh, ziemlich spaltbar und sehr leicht, und wird zu Drechsler- und Tischlerarbeiten benutzt. 3. Das häufig ins Bräunliche spielende Holz der Zitterpappel, Populus tremula, ist zäh und dicht, ziemlich fest und gut spaltbar, wirft sich wenig und läßt sich gut und glatt bearbeiten. Es dient zu Schnitzereien und Tischlerarbeiten. 4. Das Holz der italienischen oder Chausseepappel, Populus pyramidalis, ist hellgelblichweiß, weich, eicht, zäh und schwerspaltig, wirft sich nicht, bekommt keine Risse, steht im Trocknen gut, aber weniger im Nassen, und wird zur Herstellung von Modellen, als Blindholz für Furtnierarbeiten und zum Wagenbau benutzt. 5. Das Holz der kanadischen Pappel, Populus canadensis, ist ziemlich weiß, im Alter nach dem Kern hin bräunlich und wie das Zitterpappelholz verwendbar. Die Ruten der italienischen Pappel eignen sich ausgezeichnet zu Flechtwerk, Zäunen und Faschinen.

Parallele Kehlbalkenlage:
Parallel zu Mittelpfetten angeordnete Kehlbalkenlage, die sich hervorragend zur Vorelementierung eignet.

Parenchymzellen:
Zellen mit Hauptfunktion, Nähr- und Aufbaustoffe zu speichern und bei Bedarf wieder abzugeben. Die Zellwände sind zur Erhöhung der Durchlässigkeit nach allen Seiten durchlöchert (siehe auch Tüpfel).

Parkett:
Parkett ist lt. DIN Norm ein Holzfußboden ab 2 mm Nutzschicht.

Passbolzen:
Passbolzen sind Schrauben, die wie Stabdübel eingesetzt werden. Stabdübel und Passbolzen sind im Gegensatz zu tragenden Bolzenverbindungen uneingeschränkt einsetzbar.

PEFC:
Abkürzung für Pan-Europäische Forst Zertifizierung. Gütesiegel für Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft in Europa und speziell in Deutschland. Die PEFC prüft allerdings keine Einzelbetriebe, sondern Waldregionen, deren Besitzer dutzende kleiner Forstbetriebe sein können.

Performanceprüfung:
Bei der Performanceprüfung handelt es sich um eine Gebrauchstauglichkeitsprüfung von Holzwerkstoffen in der Bauteilanwendung. Im Gegensatz zur reinen Werkstoffprüfung orientiert sich die Performanceprüfung an der Gebrauchstauglichkeit des Bauteils. In Performanceprüfungen werden Flächen, Wand und Dachbauteile auf ihre Schlagstoßfestigkeit und auf ihre Gesamtstabilität auch unter Berücksichtigung von Nut- und Federverbindungen getestet. In Deutschland ist als Vornorm die prEN 12871 vorgesehen.

Pfannenstecher:
Langer Abstechstahl mit zur Schneide hin gebrogene Form, in der Länge nach unten schmaler geschmiedet. Die Bahn ist blank geschliffen oder leicht geflutet.

Pfettendach:
Das Pfettendach besteht aus Unterzügen, die Pfetten genannt werden, und aus Sparren, die auf den Pfetten aufliegen und die Dachhaut tragen. Als Pfetten werden Fuß- und Mittelpfetten unterschieden, die in bestimmten Abständen (etwas 4 bis 5 m) auf Spitzen aufliegen.

Pflaumenbaumholz:
(Zwetschenbaumholz) von Prunus domestica ist sehr dicht, von feinem Korn und dunkelrötlichbrauner Farbe und gegen den Kern hin mehr oder weniger mit braunroten und violettroten Adern und Flammen geziert. Es wird von Tischlern und Drechslern benutzt und mit Vorliebe zu Faßhähnen und den billigeren Holzblasinstrumenten verarbeitet.

Phenolharze:
PF-Harze sind synthetische, härtbare Kunstharzklebstoffe, die gelegentlich auch Phenoplaste oder Phenoplastleime bezeichnet werden. Phenolharze gehören zur Gruppe der Phenolplaste und damit zu den irreversibel aushärtenden, duroplastischen Klebstoffen. Phenolharze werden in der Holzwerkstofindustrie z.B. zur Verleimung der Deckschichten von Kronoply OSB/3 eingesetzt. Klebverbindungen mit Phenolharzen sind beständig gegen hohe und wechselnde Feuchte- und Temperaturbeanspruchung, gegen viele Chemikalien und Holzschutzmittel. Die technische Herstellung der Phenolharze erfolgt überwiegend auf synthetischen Wege aus verschiedenen Benzolderivaten.

Phenoplaste:
Sammelbezeichnung für alle Phenol- und Kresolharze sowie für Phenol- und Resorcin - Formaldehydharze.

Pholem:
siehe Rinde

Pilze:
Pilze befallen nur feuchtes Holz ab einer Feuchte von u = 18 bis 20 %. Ausgeschlossen ist ein Pilzbefall bei vollständiger Durchfeuchtung oder konstanter Trockenheit. Wichtig ist die Unterscheidung in Bläuepilze, Moderfäulepilze und in holzzerstörende Pilze. Holzzerstörende Pilze sind in erster Linie die Braunfäule, die Weißfäule, die Weißlochfäule und die Moderfäule. Blaue Pilze befallen bevorzugt Nadelholz. Sie sind lediglich holzverfärbende Pilze und haben keinen Einfluss auf die Festigkeit des Holzes.

Pinole:
(ital.) Pinienkern. In der Längsrichtung verschiebbares Gegenlager zur Drehspindel im Reitstock. Dient der Aufnahme von (mitlaufender)Körnerspitze oder Bohr- und Senkwerkzeugen.

Pionierbaumarten:
Die ersten Baumarten, die sich auf Freiflächen ansiedeln. Sie sind lichtliebend und widerstandsfähig gegen natürliche Umwelteinflüsse wie Hitze, Trockenheit oder Frost. Sie besitzen besonders leichte und flugfähige Samen, z. B. Birke, Aspe, Kiefer, Erle und Weide.

Planke:
Bezeichnung für Bohlen, die konstruktiv eingesetzt werden können - z.B. für Bootsstege.

Plattenstahl:
Schlichtstahl. Ein flaches (plattes) Dreheisen, das nur vorn einseitig im stumpfen Winkel geschliffen ist. Gelegendlich wird die Schneide auch vorn seitlich im Winkel von 85° angeschliffen, um damit Böden auch am seitlichen Anschluß sauber "schlichten" zu können.

Plattenstoßstütze:
Die Stütze, auf der die Platten gestoßen werden, wird Plattenstoßstütze genannt. Bei der Plattenstoßstütze muss der Schubfluss aus der Scheibenwirkung der Wandbeplankung sowie die anfallenden Vertikallasten nachgewiesen werden. Es ist besonders auf die Verbindungsmittelrandabstände und den Verbindungsmittelabstand untereinander zu achten

Plenterwald:
Im Gegensatz zum Altersklassenwald, in dem die einzelnen Altersstufen räumlich getrennt sind, stehen in einem Plenterwald Bäume aller Entwicklungsstufen auf kleinster Fläche nebeneinander. Die Verjüngung findet permanent statt. Eingriffe dienen stets der Verjüngung, Erziehung und Ernte gleichzeitig.

PMDI-Verleimung:
PMDI-Verleimung: Polymere Diphenylmethandiisocyanate, wird zur Herstellung der Kronoply-OSB/4 verwandt und garantiert eine formaldehydfrei verklebte OSB-Platte. Der Emissionswert liegt bei ca. 0,01 ppm. PMDI wird bei Kronoply OSB/3 in der Mittelschicht verwendet. Es entstehen zwischen Holz und Klebstoff echte chemische Bindungen, durch diese Verbindung der Holzpartikel erhält man mechanisch festere Bindungen mit guter Feuchtebeständigkeit. Bezogen auf die gleiche Menge eingesetzten Klebstoffes erzielt man im Vergleich zu den mit Phenolharz verleimten Platten die dreifache Festigkeit.

Polymere:
Makromoleküle, die als Basisstoff in Klebstoffen die Kohäsion bewirken

Polymerisation:
Bei der Polymerisation verbinden sich kleine Moleküle (Monomere) zu Riesenmolekülen (Polymere), ohne ihre Zusammensetzung dabei wesentlich zu ändern

Polystyrol:
Polystyrol (PS) ist ein Schaumkunststoff, der entweder als "Partikelschaum" oder als "Extruderschaum" hergestellt und verwendet wird. Geregelt werden Schaumkunststoffe in der DIN 18164. Beide Produkte können als Wärmedämmstoffe nicht druckbelastet (W), druck